3,5-jähriger integriert sich im Kiga nicht - Frühförderung?

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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Vanessa167
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3,5-jähriger integriert sich im Kiga nicht - Frühförderung?

Beitrag von Vanessa167 »

Hallo meine freundin rief grad verzweifelt an ihr so 3,5 geht seit November 2013 in die kita. Er ist sonst nicht schüchtern und ist gerne mit kindern zusammen. Er ist soweit gesund hat fieberkrämpfe,ist pollen und Erdnuss Allergiker sonst ist er kognitiv und motorisch fit. Jetzt ist aber so das er im kiga nicht am alltag teilnimmt sitzt in der ecke spielt für sich und wartet auf seine mama. Er isst und trinkt nicht im kiga und spielt nicht mit anderen. Er hat keinen Spaß im kiga selbst an fasching saß er nur als Zuschauer da.jetzt möchte der kiga das er frühförderung bekommt? Ist das so üblich? Was könnte das sein das er sich nicht integriert? Liebe grüße[/list]
mein großer *07/09: deletion chromosom 17;
globale entwicklungsverzögerung;Epilepsie;
psychomotorische Entwicklungsverzögerung;schlafstörung;Gehirnschaden nach
sauerstoffmangel;Hirnblutungen(1grad) und Muskelhypotonie
meine kleine*03/12 kern gesund

Vanessa167
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Beitrag von Vanessa167 »

hallo weiß niemand rat?liebe grüße
mein großer *07/09: deletion chromosom 17;
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maksiu73
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Beitrag von maksiu73 »

Hallo,
ich weiss, dass einige Kindergarten gerne Frühforderung zur Rat ziehen. Gerade bei den Kindern, die keine "Muster-Kinder" sind und Probleme machen. In einigen Fällen ist das vielleicht auch sinnvoll. Oft aber habe ich den Eindruck, dass sobald ein Kind etwas aus den Raster fällt, wird sowohl nach der "Diagnose" gesucht. Bei dem Kind meiner Bekannter hat auch KG gemeint, dass Kind ist agressiv, assozial und unzumutbar. Da wurde auch Frühforderung gerufen. Diagnose: das Kind ist ganz normal. Es ist aber der Jüngste in der Gruppe, kann noch nicht so gut sprechen, um seine Bedürfnisse gut auszudrücken und dann ist ihm manchmal zu viel. Und die Erzieherinnen, statt etwas dabei mit ihm Geduld zu haben, bestrafen ihn sofort, was natürlich zu noch mehr Frust führt...
Nachdem alles mit Frühforderung besprochen und aufgeklärt wurde ist das Kind plötzlich im Kindergarten ein "Muster-Kind" geworden...
Manchmal sind die Erzieher im Kindergarten halt nicht wirklich vom Berufung und vermeiden gerne die Probleme, die sie selbst lösen könnten
Viele Grüße
Dorota, Mama von Alex (HTX)

MarinaH
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Beitrag von MarinaH »

Hallo!

Nur mal aus der Ferne geurteilt: Bevor man nach Frühförderung ruft, sollte man mal fragen, warum das Kind nicht mitmachen möchte. Schließlich ist nicht jedes Dreijährige begeistert, von Mama getrennt und den ganzen (oder halben) Tag mit Fremden zusammen zu sein. Vielleicht fühlt er sich im Kindergarten einfach nicht wohl?
Mich ärgert es, dass ein Kind gleich krank sein muss, wenn es von der Norm abweicht. Nicht jedes Kind liebt Angebote und spielt begeistert mit anderen Kindern. Was haben denn die Erzieherinnen dazu zu sagen? Was wurde schon versucht?

LG Marina
Kinderärztin im SPZ

Vanessa167
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Beitrag von Vanessa167 »

Hallo ihr beiden danke für eure Meinung. Es wird versucht ihn zu integrieren es gab sogar schon einen tag wo gemacht werden sollte was er will selbst das fand er doof. Die Erzieher haben autiismus und bzw oder eine sozial emotionale Störung in den raum gestellt.
Er geht 4std dorthin und der kiga ist neben dem haus indem er mit der Familie wohnt.
Wenn man ihn fragt bekommt man keine Antwort. .lg
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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Vanessa,

Ist der Kleine denn zuhause völlig unauffällig? Hat er Freunde zuhause, geht er im privaten Umfeld gern mit anderen Kindern um?

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Vanessa167
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Beitrag von Vanessa167 »

hallo engrid zu hause ist er eher wild aber sonst nur ein wenig in der sprache ein wenig zurück. er hat viele cousins und cousinen die er regelmäßig sieht und gerne mit ihnen spielt auch auf dem spielplatz findet er schnell anschluss bei fremden kindern.lg
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tine2406
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Beitrag von tine2406 »

Hallo Vanessa,

ich arbeite als Ergotherapeutin in der Frühförderung...meiner Meinung nach sind tatsächlich viele Kinder auf Rezept bei mir, bei denen ich das persönlich aus den folgenden Gründen gar nicht für so sinnvoll halte:
1. Gerade bei Verhaltens- und emotionalen Störungen sind die Kinder bei mir meisten gar nicht auffällig in der Gruppe aber schon...was den Ansatz in einer Einzeltherapie ziemlich schwierig macht.
2. Ein Kind was eine "Diagnose" hat und durch die Therapie ja doch i.wie etwas "Besonders" in seiner Gruppe hat (ich arbeite direkt in der Kita mit den Kindern), merkt natürlich auch, dass es i.wie anders ist und zeigt evt. gerade dadurch noch verstärkter sein auffälliges Verhalten.
3. Habe ich das Gefühl, dass es sich viele Eltern & Erzieher damit auch etwas einfach machen nach dem Motto "die Therapie wird´s schon richten", aber effektiv ist das Ganze natürlich nur bei guter Zusammenarbeit.
4. Finde ich die Frühförderung in vielen Kitas bzw. bei einigen Therapeuten qualitativ ziemlich mies.

Andererseits bringt´s bei manchen Kindern auch in kurzer Zeit richtig viel :D ...schwer zu sagen, was in eurem Fall hilfreich wäre. Ein paar Vorschläge/Tipps für den normalen Kita-Alltag gern per PN :wink: ...

LG

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Vanessa,

Nur sicherheitshalber, noch mal genau gefragt: Mit anderen Kindern - kann er teilen, kann er Spielideen anderer annehmen, kann er in der Gruppe spielen, muss er nicht ständig der Bestimmer sein, kann er auch mal ruhige Spiele oder wird nur getobt? Kann er Rollenspiele mitspielen, ohne dabei eine feste, vorher schon klare oder immer gleiche Rolle einzunehmen? Ist er spontan empathisch (mitleiden, mitfreuen). Wenn das alles unauffällig ist, dann lässt erstmal nix auf Autismus schließen ... Dann ist irgendwas im KiGa, was ihn (noch) überfordert.
Würde ich sagen.

Grüße,
Engrid
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Vanessa167
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Beitrag von Vanessa167 »

danke tine:D

@engrid: er kann mit anderen spielen und kann auch deren ideen annehmen, er spielt auch gerne gesellschaftsspiele also auch mal ruhig. ob er rollenspiele "kann" könnte ich jetzt gar nicht sagen also er kann auf jeden fall nachvollziehen wenn jemand schmerzen hat z.b.lg
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