Freikirchen

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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*Franka*
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Beitragvon *Franka* » 02.05.2014, 20:22

Hallo,
oh je, da habe ich ja was losgetreten.

Erstmal denke ich schon, dass ich in einem öffentlichen Forum danach fragen darf, dafür sind Hilfeforen ja nunmal da.

Hier wird ständig über Sachbearbeiter geschrieben, sei es vom Jugendamt, Sozialamt oder sonsitigen Ämtern.

Es handelt sich bei unserem um einen sehr dominaten bestimmenden Typ, dem wir schon so einiges "zu verdanken" haben.

Daher das Interesse an seiner religiösen Gesinnung, denn wäre dies sektenhaft, so würde ich mein Kind nicht davon betreuen lassen.

Das hätte ich dann bei weiteren Auseinandersetzungen anführen können und um einen anderen SB bitten können.

Mit lag es fern, hier irgendeine Religon zu diskriminieren, es geht mir rein um die vernünftige Betreuung unserer Tochter

Gruss Ronja

Hallo Ronja,

Du bist nicht die einzige mit einer derartigen Erfahrung.
Ich habe das hier auch mit einer Mitarbeiterin des FED eines säkularen Trägers erlebt, die ungebeten versucht hat zu evangelisieren, d.h. der nicht-christliche Glauben wurde nicht respektiert.

Es ging dann eine entsprechende Meldung an die Vorgesetzte des Trägers und selbstverständlich wurde der entsprechenden evangelikalen Betreuerin die Betreuungsaufgabe entzogen.
Gruß,

"Franka"

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Ich arbeite in der Kinder- u. Jugendhilfe.
Außerdem haben wir selbst ein Kind mit geistiger Behinderung in unserer Familie aufgenommen.
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Elke07
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Beitragvon Elke07 » 02.05.2014, 21:04

Hallo Ronja,

irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die Glaubenszugehörigkeit eines Sachbearbeiters für den Vorgesetzten ein Grund (oder auch nur Zusatzargument) ist, euch einen anderen Sachbearbeiter zu geben - schließlich arbeitet er nicht direkt mit deinem Kind wie z.B. ein FED-Mitarbeiter (wie bei *Franka* erwähnt) oder ein I-Helfer. Dass ihr mit ihm nicht klarkommt und er euch Probleme bereitet, steht auf einem anderen Blatt. Oder argumentiert er in Gesprächen mit euch irgendwie religiös?

Sekte und Freikirche sind auf jeden Fall Begriffe, die nicht einheitlich gebraucht werden, von daher ist es schwierig, zu sagen, ob eine Gemeinde eine Sekte ist oder nicht (und Freikirche wird vom Wort her oft missverstanden, das hat ja schon weiter vorne jemand erklärt).
LG Elke, die nicht "unter ihrem Autismus leidet", auch wenn er den Alltag oft verkompliziert

Autismus (diagn. 2012), Insomnie/ Schlafstörungen + Tagesmüdigkeit, Depressionen, Hashimoto, Asthma

Link-Tipp: AutismusFAQ - Autisten beantworten Fragen zu Autismus

*Franka*
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Beitragvon *Franka* » 03.05.2014, 09:33

Guten Morgen,
Oder argumentiert er in Gesprächen mit euch irgendwie religiös?
das ist eine der Fragen, die auf jeden Fall beachtet werden sollten.
In welcher Beziehung steht denn der Mitarbeiter genau zu Euch, Ronja (ist er z.B. ein Mitarbeiter der Allgemeinen Sozialen Dienste)?

Ich kann mir vorstellen, dass Eure Situation eine sehr herausfordernde ist, da es sich ja um ein "Macht- und Abhängigkeitsverhältnis" handelt.
Der SA sitzt "an der Macht" und Ihr seid "abhängig".

Solange er nicht direkt religiös argumentiert, habt Ihr auch nur wenig in der Hand.

Was ich sicher weiß ist, dass christliche Träger z.B. nicht-christliche Bewerber ablehnen dürfen (und auch Gebrauch von dieser "Religionsfreiheit" machen). Genauso dürfen auch christliche Träger in der Adoptions- und Pflegekindervermittlung nicht-christliche Adoptiv- und Pflegebewerber ablehnen.

Inwieweit man als Nicht-Christ bzw. Angehöriger einer "klassischen" Kirche einen evangelikalen Angestellten des Jugendamtes ablehnen darf, weiß ich leider auch nicht.
Ich kenne nur die umgekehrten Fälle, wenn nicht-christliche Bewerber diskriminiert und abgelehnt werden; die Diskriminierung von Nicht-Christen ist auf dem sozialen Sektor weit verbreitet, umgekehrt herrscht oft die Angst, dass man Diskriminierung (bzw. Verfolgung von Christen) unterstellt bekommt, wenn man z.B. Freikirchen gegenüber eine skeptische Haltung einnimmt.

Vielleicht könnt Ihr Euch auf "Befangenheit" berufen, wenn Ihr kein gutes Gefühl habt.
Gruß,

"Franka"

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 03.05.2014, 10:23

Mach doch einfach mit ihm aus, dass er so leben soll, wie er glücklich ist und deine Tochter so, wie sie will. Vielleicht gefällt ihr ja das eine oder andere.

Übrigens wir gehören überhaupt keiner Religion an.

Viele Grüße

Regina[/quote]


Hallo Regina,
das ist ein Jugendamtsmitarbeiter, mit dem kann man nicht verhandeltn, der lässt meine Tochter nicht so leben, wie sie will, dann hätten wir ja keine Probleme.

Gruss Ronja

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 03.05.2014, 10:35

Hallo Ronja,
was ich noch nicht verstanden habe: was macht denn dieser Mann konkret mit deiner Tochter? Ist er auch alleine mit ihr?
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

BirgittaM
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Beitragvon BirgittaM » 03.05.2014, 10:40

Das hätte ich dann bei weiteren Auseinandersetzungen anführen können und um einen anderen SB bitten können.
Hallo, Ronja!

Da würde ich mich unbedingt ausschließlich ganz sachlich auf sein professionelles Verhalten euch gegenüber beziehen. Das muss korrekt sein, und wenn es das nicht ist, kannst du damit argumentieren.

Aber ob er nun Katholik, Baptist oder Agnostiker ist, ist allein seine Sache. Wo kommen wir denn sonst hin? Der nächste will dann keinen Moslem oder keinen Juden als Sachbearbeiter. :shock:
Dieses Fass würde ich schön zu lassen. LG,

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 03.05.2014, 11:00

Hallo Ronja,
was ich noch nicht verstanden habe: was macht denn dieser Mann konkret mit deiner Tochter? Ist er auch alleine mit ihr?
Hallo,

er möchte über unseren Kopf hinweg alles bestimmen, alle Argumente unsererseits werden nicht betücksichtigt, Inklusionsbeauftragte, die vorab auf unserer Seite standen kippen plötzlich um und sind dann auch ganz plötzlich mit ihm per Du.

Er will "seinen" Kopf durchsetzen, ohne auch nur in irgndeiner Form auf unsere Tochter oder uns Rücksicht zu nehmen oder uns einzubeziehen.

Egal was wir machen, therapeutisch oder privat, er kritisiert alles und hat unsere Tochter schon arg blockiert und aufgehalten in ihrem Weiterkommen.

Man müsste ihn aber dafür "live" erleben. Das hat schon was sehr diktatorisches.
Deshalb meine Frage, ob es sich da um eine Sekte handeln könnte.

Aber dem Anschein nach, wird es sich um einen russischen Aussiedler handeln, von denen gibt es bei uns sehr viele.

Hier bei uns haben die verschiedene Zugehörigkeiten, kapseln sich sehr ab und sind unter ihresgleichen.

Aber ich möchte das jetzt hier nicht weiter fortführen, ich wusste nicht, dass das solche Ausmaße annimmt.

Mir ging es lediglich um eine reine Vorsichtsmaßnahme und ich denke, Religionsfreiheit hin oder her, ich hätte ihn schon ablehnen könne, wenn es sich um eine Sekte gehandelt hätte.


Gruss Ronja

*Franka*
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Beitragvon *Franka* » 03.05.2014, 11:15

Hallo Ronja,

aufgrund meiner Erfahrungen finde ich es sogar richtig und wichtig, Themen wie diese zur Diskussion zu stellen.
Gerade wenn es sich auch um möglichen Mißbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses unter einem religiösen Deckmantel handeln könnte (könnte - nicht "muss").

Eltern von behinderten Kindern lassen sich oft sehr viel gefallen, weil viele eine geschwächte psychische Widerstandskraft haben.
Da kann Mißbrauch ganz leicht passieren.
Gruß,

"Franka"

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Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 03.05.2014, 11:23

Hallo Ronja,
ihr als Familie seid sicherlich abhängig von seinen Entscheidungen. Aber deine Tochter ist nicht von ihm abhängig in dem Sinne, dass er mit ihr alleine ist und sie beeinflusst Sachen zu tun oder zu lassen... oder?
Dann könnt ihr ganz sachlich an seinen Entscheidungen oder seiner Art euch zu behandeln was auszusetzen haben, aber ich lese hier nicht heraus, dass seine Entscheidungen religiös beeinflusst sind. Dennoch scheint es einfach ein unangenehmer Mensch zu sein, aber das ist ja eine andere Fragestellung.

Was das Ganze mit russischen Aussiedlern zu tun hat, verstehe ich nicht :?
Einerseits bleibt er in seiner abgekapselten "Aussiedler-Clique", andererseits ist er so kontaktfreudig, dass er mit der Inklusionsbeauftragten flugs per du ist... hm. Vielleicht wäre es gut, Vorurteile dieser Art mal aus dem Spiel zu lassen...
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 03.05.2014, 11:36

Mir ging es lediglich um eine reine Vorsichtsmaßnahme und ich denke, Religionsfreiheit hin oder her, ich hätte ihn schon ablehnen könne, wenn es sich um eine Sekte gehandelt hätte.

Hallo Ronja,

ich denke nein...........aber Du kannst ihn ablehnen, wenn die Basis, also das Vertrauen zerstört ist. Meine ich auf jeden Fall.


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