Ausbildung im Berufsbildungswerk - Antragsdauer, Ablauf

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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RolliTanteSilvi
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Beitragvon RolliTanteSilvi » 08.08.2017, 11:56

die Ausbildung im BBW ist versicherungstechnisch gleich zusetzen mit einem sozialversicherungspflichtigen Job. Die Nummer / der Ausweis muss zur Person passen - wenn es Namensänderungen ect. gab muss der Träger der Rentenversicherung darüber in Kenntnis gesetzt werden.
https://www.financescout24.de/wissen/ra ... ungsnummer
Hallo Silvi,

der Rentenversicherungsträger ist darüber schon längst informiert, da dieser Vorgang schon Jaaaaaahre zurück liegt. Die Nummer des Sozialversicherungsausweis setzt sich aus dem Geburtsdatum und dem Anfangsbuchstaben des Geburtsnamens u. a. zusammen. Die Sozialversicherungsnummer wird nur geändert, wenn ein Fehler im Geburtsdatum besteht - sonst nicht. Mein Sohn hat seine Sozialversicherungsnummer trotzdem mit dem Buchstaben seines Geburtsnamens bekommen. Dieser wird nicht mehr geändert. Das ist doch bei mir genauso. Ich bin verheiratet und habe z. B. kein x im Sozialversicherungsausweis stehen sondern ein Y.
In der Geburtsurkunde wurde die Namensänderung nicht vermerkt. Dort steht als Geburtsname der jetzige Familienname, deswegen ist es alles so kompliziert und der andere Buchstabe in der Nummer irritiert das BBW. *seufz*

Dies wird alles benötigt bei der Angabe, bzw. Anmeldung des Zweitwohnsitzes.  8)

Es geht hier um eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme. Das ist doch noch keine Ausbildung, oder? :wink:
Hallo Mellie,

ich würde an deiner Stelle einfach den Rententräger anschreiben - der soll dir bestätigen das die Sozialversicherungsnummer so korrekt ist - das Schreiben legst Du bei allen künftigen "Amtsgängen" mit vor.

berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme - ließ mal hier Seite 3 - ob das für Euch zutrifft kann ich nicht beurteilen - https://www.tk.de/centaurus/servlet/con ... nahmen.pdf - Hoffe das ist nicht zu verwirrend.

Das steht Euch zu: https://www3.arbeitsagentur.de/web/cont ... /index.htm

Drück Euch die Daumen das alles im Vorfeld alles geklärt werden kann und er in Ruhe und geordnet seine Ausbildung nach Abschluß der berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme beginnen kann.

LG Silvi
Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung) - seit 2018 Tracheastoma & GastroTube
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Petra62
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Beitragvon Petra62 » 08.08.2017, 12:43

Silvi, du schreibst das hier : die Ausbildung im BBW ist versicherungstechnisch gleich zusetzen mit einem sozialversicherungspflichtigen Job.

Das leuchtet auch ein. Was ich nicht verstehe, wenn die erste BvB zu Ende ist und feststeht, der Teilnehmer macht weiter, muss dann nicht die Sozialversicherungspflicht auf die AfA übergehen ? Warum muss er abgemeldet werden um dann wieder angemeldet zu werden. Das ist alles Zeitverlust. Und niemand sagt einem das.....Genauso mit dem Kindergeld. Es müssen auch immer wieder neue Anträge gestellt werden. Warum akzeptieren sie nicht einfach die Behinderung ?
Viele Grüße
Petra
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Beitragvon Mellie » 08.08.2017, 13:13

Hallo Silvi,

vielen Dank für die Infos. Die Gelder sind schon genehmigt. Zusätzlich bekommt mein Sohn ja auch immer noch Grundsicherung. :wink:

Werde mich zu gegebener Zeit noch einmal mit dem Rentenversicherungsträger auseinander setzen, bzw. die Krankenkasse auffordern, einen Sozialversicherungsausweis noch einmal über die DRV uns zukommen zu lassen. Denn bisher haben wir die Sozialversicherungsnummer nur durch einen Rehaantrag über die DRV erhalten.
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon RolliTanteSilvi » 08.08.2017, 13:35

Hallo Petra,

wie schon gesagt - eigentlich sollte es so laufen das die Sozialversicherungspflicht weiterläuft bzw. übergeht zum Rententräger (AfA) - warum das bei Euch nicht so läuft keine Ahnung. Wenn er jetzt eine Ausbildung beginnt - sollte der Antragsmarathon sich wieder normalisieren für die nächsten 3 Jahre mindestens.
Ja die Akzeptanz und Ämter das wird wohl immer ein Thema sein, leider. Warum - weil leider meist nur "gesunde" Mitarbeiter dort sitzen - die sich nicht vorstellen können - das es Einschränkungen jäglicher Art gibt die sich nicht "wegbehandeln" lassen. Deswegen sind unserer Kinder oder wir selbst nicht krank (die lässt sich meist "wegbehandeln") sondern behindert. Aber das ist mühselig darüber zu diskutieren es kostet nur Kraft.
Wichtig ist doch ihr akzepiert Euche Kinder so wie sie sind und die Kinder akzeptieren sich selbst so wie sie sind.

LG Silvi
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Beitragvon RolliTanteSilvi » 08.08.2017, 13:42

Hallo Silvi,

vielen Dank für die Infos. Die Gelder sind schon genehmigt. Zusätzlich bekommt mein Sohn ja auch immer noch Grundsicherung. :wink:

Werde mich zu gegebener Zeit noch einmal mit dem Rentenversicherungsträger auseinander setzen, bzw. die Krankenkasse auffordern, einen Sozialversicherungsausweis noch einmal über die DRV uns zukommen zu lassen. Denn bisher haben wir die Sozialversicherungsnummer nur durch einen Rehaantrag über die DRV erhalten.
Hallo Mellie,

die Krankenkasse hat nichts mit der Sozialversicherungsnummer zu tun - lies das nochmal genau im LINK von heut Morgen nach.

Schildere Euer Anliegen der DRV, die sollten Euch problemlos ein Schreiben ausstellen woraus hervorget das die Sozialversicherungsnummer so wie angegeben korrekt ist - http://www.deutsche-rentenversicherung. ... lv3=239926

LG Silvi
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Beitragvon Mellie » 08.08.2017, 13:52

Hallo Silvi,

das weiß ich auch, dass die Krankenkasse nichts mit der Sozialversicherungsnummer zu tun hat. Die Krankenkasse hat aber die Aufgabe die Sozialversicherungsnummer von der DRV zu erfragen, bzw. sich um den Sozialversicherungsausweis zu kümmern.
http://www.deutsche-rentenversicherung. ... _node.html
Sozialversicherungsausweis

Die Rentenversicherung stellt bei Vergabe einer Versicherungsnummer und bei einer Namensänderung für Beschäftigte von Amts wegen einen Sozialversicherungsausweis aus. Bei Verlust oder wenn der Sozialversicherungsausweis unbrauchbar wird, ist ein neuer Ausweis bei der Rentenversicherung über die zuständige Krankenkasse zu beantragen.

Ich warte jetzt erst einmal ab, ob das BBW nur die Geburtsurkunde ausreicht für die Zweitwohnsitzanmeldung. Bisher gab es ja noch keine Probleme mit der Sozialversicherungsnummer.
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon RolliTanteSilvi » 08.08.2017, 14:18

Hallo Mellie,

die Sozialversicherungsnummer wird im BBW benötigt - ohne erfolgt keine korrekte Anmeldung (damit kein Anspruch auf Sozialleistungen). Um unnötigen Ärger zu vermeiden bitte um Ausstellung eines neuen "Ausweises" über die KK.

LG Silvi
Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung) - seit 2018 Tracheastoma & GastroTube
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Beitragvon Mellie » 08.08.2017, 14:27

die Sozialversicherungsnummer wird im BBW benötigt - ohne erfolgt keine korrekte Anmeldung (damit kein Anspruch auf Sozialleistungen). Um unnötigen Ärger zu vermeiden bitte um Ausstellung eines neuen "Ausweises" über die KK.
LG Silvi
Hallo Silvi,

die Nummer hat doch das BBW. Sie haben auch die Geburtsurkunde, wo ersichtlich ist, wo der Buchstabe des Nachnamens herkommt. Das BBW hat mir jetzt ja mitgeteilt, dass sie es erst einmal so versuchen. Die Nummer ist ansonsten richtig und wird auch nicht geändert, wie weiter oben schon mal geschrieben. Wie gesagt, bisher gab es noch nie mit der Sozialversicherungsnummer Ärger und selbst die DRV nutzt diese Nummer bei Schreiben an meinen Sohn. :roll:

Ich werde dann mal berichten, wie es im Endeffekt ausging.
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Petra62 » 09.08.2017, 17:24

[quote="RolliTanteSilvi"]Hallo Petra,

wie schon gesagt - eigentlich sollte es so laufen das die Sozialversicherungspflicht weiterläuft bzw. übergeht zum Rententräger (AfA) - warum das bei Euch nicht so läuft keine Ahnung. Wenn er jetzt eine Ausbildung beginnt - sollte der Antragsmarathon sich wieder normalisieren für die nächsten 3 Jahre mindestens.

Das ist ja das Problem. Er bekommt eine Verlängerung vom BvB bis Ende des Jahres. Dann wid wieder verhandelt.

Und, Mellie's Sohn bekommt GruSi und meiner nicht, obwohl beide in der selben Situation sind. Diese RV's sind komisch....
Viele Grüße
Petra
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Beitragvon Mellie » 08.09.2017, 11:32

Hallo,

das mit der Anmeldung des Nebenwohnsitzes hat ohne weitere Unterlagen (Namensänderung) geklappt. Auch das mit der Sozialversicherungsnummer müßte geklappt haben. Mein Sohn ist ja mittlerweile dort schon aufgenommen worden.  8)
Viele Grüße,
Mellie


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