Geschwisterkind bei der Geburt allein lassen

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Christina mit Lilli
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Geschwisterkind bei der Geburt allein lassen

Beitrag von Christina mit Lilli »

Hallo an alle!

Entschuldigung schonmal, ich muss mich gerade ein wenig "ausweinen".

Unsere Lilli ist vollblind und inzwischen 20 Monate alt. Es ist total schön mit ihr, wir sind eingespieltes Team und ich war seit ihrer Geburt höchstens mal einen halben Tag von ihr getrennt. Sie ist ein absolutes Mama-Kind und kann eigentlich gar nicht ohne mich. Und das ist gerade ein wenig das Problem. Denn in ein paar Tagen wird Lilli's Geschwisterchen zur Welt kommen und ich ein paar Tage im Krankenhaus sein. Lilli wird so lange von ihrem Papa zu Hause betreut. Das klappt sonst eigentlich immer gut. Aber so eine Situation dass ich mal mehere Tage weg war hatten wir wie gesagt noch nie.

Mir blutet jetzt schon das Herz und ich würde am liebsten heulen wenn ich an die Trennung denke. Und vor allem wenn ich mir vorstelle, dass Lilli dann auch die Mama braucht und dann weint weil ich nicht da bin und mein Mann sie vielleicht nicht beuhigen kann und das dann eine Art traunmatische Erfahrung für sie wird:((
Vielleicht übertreibe ich auch mit meinen Ängsten. Aber ich mache mir momentan einfach so große Sorgen und kann mich gar nicht wirklich auf die Geburt des Geschwisterchens freuen:(

Vielleicht kann mir jemand von seinen Erfahrungen erzählen, wie das bei euch war als ein Geschwisterchen geboren wurde und wie das 'besondere Kind' mit der ungewohnten Situation klargekommen und darauf reagiert hat. Oder mir einfach ein wenig Mut machen.
Freue mich auf eure Antworten!!

liebe Grüße

Christina
Christina mit Lilli (geburtsblind -> Mikrophthalmus, PHPH, Netzhautablösung)

ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

Hallo Christina,
Ich denke deine Ängste sind zwar begründet, aber es wird sicher nicht so schlimm.
Geht deine kleine in eine Kita?
Sie wird dich doch sicher im Krankenhaus besuchen dürfen?
Und du kannst auch mit deinem Mann telefonieren und die Kleine könnte deine Stimme hören?

Eli

Rike04
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Beitrag von Rike04 »

Hallo,

bei einer Hausgeburt erleben die Geschwister die Zeit mit und die Familie ist zusammen. Auch könnte man ambulant in einem Geburtshaus entbinden.

Aber ich weiß nicht welche Zeit Du mit "in ein paar Tagen" meinst. Das ist wohl nun alles zu knapp. Aber auch in der Klinik kannst Du ambulant entbinden.

Ansonsten werden die beiden das sicher schaffen und die Mamas dürfen ja auch lange besucht werden. Ist ja heute nicht mehr so eng mit den Zeiten.

Vielleicht wird es ja auch für Papa und Tochter eine gute Gelegenheit sich aufeinander abzustimmen. Dann bei 2 Kindern werdet ihr Euch ja eh reinteilen und sicher macht der eine manche Dinge anderes, als der andere aber nicht schlechter.

VG
Viele Grüße
Rike

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RosaD
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Beitrag von RosaD »

Hallo Christina,
wir sind damals zu dritt ins Krankenhaus und zu viert nacha Hause...
wir hatten nur eine Übernachtung gebucht...
keiner hat sich getraut mit der Anne zu Hause zu bleiben...
glg
rosa
Rosa(1966)mit Anne(11.2000) ICP, Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG gest. 28.2.2016
und Laura(6. 2003) gesund

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Andrea5
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Beitrag von Andrea5 »

Hallo Christina,

mache dir mal nicht soviele Gedanken. Deine Tochter ist bei dem Papa gut auf-
gehoben. Geht ja auch nicht anders.

Vielleicht kannst du ja das Krankenhaus eher verlassen, so nach 24 Stunden.
Oder steht ein Kaiserschnitt an?

LG
Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
Ben 01/04 KISS(KIDD) blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis und
Sternenmama *1931 bis 09/2019

"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)

Vonny
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Beitrag von Vonny »

die Sorge hatte ich bei Emmi auch, sie war knapp 14 Monate, dann gings früher los als geplant, meine mama war durch ihren umzug gerdae bei uns
es ging besser als gedacht, das einzigste schlimme war die trennung im krankenhaus
mein mann kam dann mit ihr nicht mehr und nach 2 tagen bin ich raus
sie hat es deutlich besser verkraftet als ich dachte
Yvonne 01/80 NF1 mit Emelie 01/05 Pseudokrupp (Immer noch) und Infektasthma und Lucas 02/06 Neurofibromatose 1, Neurodermitis

Supernina1
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Beitrag von Supernina1 »

Ich hatte die gleichen Sorgen; ABER:
es ging viel besser als ich dachte! Kaum Probleme. Du musst so denken: sie wird vom Papa betreut, nicht von Jmd Fremdes.
Ich verstehe Deine Gefühle, denn meine Jule ist auch total fixiert auf mich! Aber glaub mir: das wird besser klappen als Du denkst. Meine war erst 12 Monate alt, als ihre Schwester geboren wurde!
Mach Dir nicht zu viele Sorgen!
LG, Nina
Nina (*82) und Robert (*79) mit Jule (24.1.2011), VACTERL-Assoziation (Ösophagusatresie, Analatresie, Nierenagenesie rechts, Reflux) und Johanna (20.1.2012), gesund

MeikeFrida
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Beitrag von MeikeFrida »

Hallo,

ich kann Deine Ängste zwar verstehen, aber sieh es doch auch als Chance für die Maus und ihren Papa sich enger zusammen zu finden. Es ist ganz natürlich, wenn eine starke Bindung zu einem Elternteil besteht und bisher kaum Trennungen stattfanden, dass sich das Kind auch immer an dieses Elternteil wendet, wenn es Trost braucht. Aber durch die neue Situation kann auch eine sehr schöne neue Dynamik für den Papa und die Kleine entstehen. Vertraue darauf, dass es sich schon finden wird. Und herzlichen Glückwunsch zum Geschwisterchen.

LG,
Meike

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AnjaH
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Beitrag von AnjaH »

Hallo

Wie wäre es wenn du ambulant in der Klinik entbindest und du dann daheim mit beiden kuschelst.

Und ansonsten bieten viele Kliniken auch Familienzimmer an..da können Papa und Geschwisterchen auch den ganzen Tag bei euch sein.. :wink:
LG
Anja+ Felix
24.3.04 frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 30.7.09 hypoton, Lernschwäche ( IQ 89),v.a ADHS u. Dykalkulie
unser persönliches Album: meine Galerie

Leela
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Beitrag von Leela »

Hallo,
eine Freundin von mir ist 3 Stunden nach der Geburt des zweiten Kindes
nach HAuse gegangen. Insgesamt war sie 5 Stunden in der Klinik.
lg
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
V.a. NF1 (cal)

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