Integrationskind - was heißt das?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Jayden 2706
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Integrationskind - was heißt das?

Beitrag von Jayden 2706 »

Hallo,

Wir stehen seit fast 3 Jahren vor immer neuen Aufgaben.
Dean ist jetzt fast 6 und wurde auf Grund seiner motorischen und
Und konzentrations Schwäche ( leicht ablenkbar bis gar keine Aufmerksamkeit).

Laut laut Kinder und Jungen Psychologischen Dienst ist er seit fast 3 Jahren ein Kind mit Integrationsstatus.
Das hat auch die Kita schriftlich. Nun frage ich mich ab wann muss die Kita Handeln, was müssen sie tun?

Dean ist weder Geistig noch Körperlich behindert.

Eher denke ich das er stark unmotiviert Lust los und zu wenig Vorstellungskraft hat um die Aufgabe umzusetzen.

Dean verhällt sich bei Ergo und Logo die er nun entlich mal bekommt lieb und aufmerksam und arbeitet fast sehr gut mit.

Warum nicht zuhause?

Warum selten in der Kita?

Ist der I-Status in der Kita zum integriren in die Gruppe?
So sagt es die I-Erzieherin.

Dean ist sehr Kontakt freudig und bewegt sich sehr viel.
Er hat kein Problem in der Gruppe, oder macht streiten und stänkern nicht teilen können ein I-Status?

Muss die Kita nicht mehr tun als ihn in die Gruppe zu integrieren?
Von mir verlangen alle Ärzte und die Kita das ich mit ihm arbeite und die Kita wo er jeden Tag 9 Stunden ist Integriert rin Kind in die Gruppe was alles selber macht?

Ich weiß nicht weiter und keiner kann mir eine klare Antwort geben wofür die Kita Geld bekommt was meine Aufgaben sind schon gar nicht die Aufgaben der Kita.

Wenn ich Geld vom Staad bekomme muss ich doch ausziehen/ alles da legen.

Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Besten dank Alex
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mamavonsarah
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Beitrag von mamavonsarah »

Tja Alex,

Ich gebe dir den guten Rat schriftlich nach Theraphie und Förderplänen zu fragen.
Wenn nichts kommt, gibt dem Sozialamt, dass den Platz bezahlt mal eine Tipp.


Wo es um Geld geht, ist Vertrauen fehl am Platz ... Sei hartnäckig!

Wer gut arbeitet, kann es auch belegen!

LG sandy
Silvia & Iris
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Beitrag von Silvia & Iris »

Liebe Alex,
denke, du bist weiblich :wink:
Integrationsstatus heißt eigentlich, dass das Kind mehr Förderung erhält und es sich vom Durchschnittskind unterscheidet.
Das kann verschieden sein: ist es hypoton, oder hat es sprachliche Defizite...
Kann es sich nicht so integrieren... - Gibt es bereits Gutachten darüber? Welche Förderung braucht das Kind??

Ich musste Atteste bringen, damit ein I-Status bewilligt wurde...

Allerdings habe ich nun auch eine andere Mutter gehört die meinte, dass da Leute durch die Klasse gingen 1 - 2 - 3 - 4 - Integrationskind - 6 - 7 - 8 -

Ihr kommt es so vor, als ob da irgendwelche Quoten erfüllt werden müssen???

Diese Mutter hatte ein Kind mit auffälligen facialen Zügen... - aber auch das lässt ja keine Rückschlüsse zu :?: :shock:

Wir haben ja keine NORMGESICHTER!

Kannte auch eine Mutter, die musste mit ihrem Kind auch öfters zu Entwciklungskontrollen und es stellte sich dann heraus, dass das Kind lediglich eine kleine Anomalie bei den Schädelknochen hatte, die aber keine Auswirkung auf die Intelligenz oder sonstige hat...
(der Vater hat diese Erscheinung auch...)

Einfach fragen, auch selbst das Kind einmal bei Entwicklungsneurologen vorstellen und von einer anderen Seite eine Meinung einholen...

Wenn er jetzt fast 6 Jahre alt ist - war die Schuleinschreibung bereits?? - Was kam denn da raus??
Auch bei den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen war bisher alles in Ordnung? :roll:

Ich habe das jetzt nicht ganz richtig rausgelesen: Ist der I-Status im Kindergarten seit Beginn? - und wenn ja, wann kam er in den Kindergarten?? - oder ist der I-Status jetzt aktuell eingefädelt worden??

... du schreibst zwar seit 3 Jahren bekannt - doch - ist er nun seit 3 Jahren ein I-Kind?? -
Und wie schaut das vor Ort aus??
Ich kenn mich ja in D nicht so aus,

doch bei uns ist es so:
Eine Gruppe normal hat 25 Kinder die von einer ausgebildeten Kindergartenpädagogin und einer Helferin betreut werden, alle Kinder sind über 3 Jahre und werden nicht gewickelt...

Befinden sich Wickelkinder - oder auch Kinder mit I-Status in der Gruppe, so zählen diese für 2 normale Kinder - d. h.
Eine Gruppe kann auch aus 5 Kindern unter 3 Jahren (Wickelkinder) mit 15 Kindern "normal" im Alter von 3 - 6 Jahren bestehen...

oder es gibt dann auch Gruppen mit bis zu 24 Kindern, wobei eines ein I-Kind ist und einen Integrationshelfer hat... (je nach Beeinträchtigung ist dieser nur für dieses Kind da, oder versorgt auch andere Kinder mit.)

Bei uns ist es so, dass I-Kinder nur in der Kernzeit zwischen 8 und 12 Uhr Betreuung erhalten. - Ist das bei dir auch so??

Kann es daran liegen, dass dein Kind so anstrengend ist, dass man es nicht länger als 4 Stunden täglich betreuen möchte? - Oder das Kind dadurch überfordert ist??

Mehr fällt mir da jetzt nicht ein...
Liebe Grüße
Silvia
Ö
Jayden 2706
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Beitrag von Jayden 2706 »

Erstens ich bin ein Mann.

Genau das ist der Punkt es gibt keine Pläne nie hat irgend einer gesagt
Das, das, das muss gemacht werden und zudem logo ergo und ein Psychologe.

Aber nichts der gleichen ist je passiert.
Und auch die Kita hat nie was gesagt noch etwas vom SPZ angefordert oder das Gespräch gesucht.



Die Kita sagt wir haben uns ja Zeit gelassen.

Seit dem er 2 ist, ist er in dieser Kita atwa 6 Monate später rieht die damalige Erzieherin wir sollen zum SPZ dean ist auffällig und stört sich selber in der Entwicklung.
Die Dame war ehrlich und sehr nett.

Das SPZ ließ uns 12 Monate warten und erst dann hätten wir ne n erst Termin.

Da passierte jedoch auch nichts
3 mal Logo 3 mal ergo 4 mal Psychologen

Die 3 ergo fanden im der Kita statt.indem sie dean in seinem Alltag zusah.

Das war's ! Wir mögen uns ein Trauma Therapeuten suchen.

Seit Dezember 13 ist er bei einem Psychologen und seit jannuar 1 mal die Woche bei ergo und logo.

Wir waren auch beim landesschul Arzt der hat die Hände überm Kopf zusammen geschlagen. Mit unter weil dean sich verweigerte.
Der Arzt sagte auch das die Kita mehr handeln muss doch passieren tut nichts.

Heute sagte man mir "Der I-Status ist für die integrierung in die Gruppe da. Nicht um sich einzeln mit ihm zu beschäftigen"

Ich kann nicht mehr er ist doch nicht seelisch kaputt er ist nicht Konzentrations fähig. Und ne n zappel hannes.

Er tut mir so leid und alle fordern nur von uns.

Trotzdem ist mir nicht klar zu was die Kita verpflichtet ist.
Silvia & Iris
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Beitrag von Silvia & Iris »

Lieber Alex,

Die Betreuungseinrichtungen sind da um ein Kind zu betreuen...
Bei uns wird immer betont, dass die Förderung zu Hause statt finden solll!!
- Zumindest solange noch keine Schulpflicht besteht. Bei uns gibt es KEINE Kindergärten mit Therapie... - Es gibt nur eine Betreuung und den Hinweis, dass die Kinder hier sind um zu lernen sich in eine Gruppe zu integrieren...

Therapie MUSS daher zu Hause statt finden - bei niedergelassenen Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Craniosacraltherapie... und was es sonst noch so alles gibt... Mototherapie...

Daher steht die Kinderbetreuung in öffentlichen Einrichtungen für Kinder mit I-Status auch nur in der Kernzeit zur Verfügung (eben von 8 - 12 Uhr). - Sonst schafft man die Versorgung therapeutischer Art gar nicht... :roll:

Außerdem sind viele Kinder auch - vor allem im Alter unter 5 Jahren - schier überfordert länger als 3 - 6 Stunden in Betreuungseinrichtungen zu sein... Die Kleinkinder brauchen einfach noch die häusliche Ruhe und Geborgenheit...

Ein Kindergarten soll aufzeigen! - Für das Einleiten der richtigen Maßnahmen und das Abklären sind die Eltern da...
Mir wurde immer gesagt: Therapie ist nicht die Aufgabe des Kindergartens oder der Schule - Therapie muss in der Freizeit des Kindes statt finden!! - Aber wie gesagt, ich bin nicht in D zu Hause...

Und wenn der Arzt sagt, dass zu wenig gehandelt wird, dann schalte doch ihn ein?? - Dann schau doch, dass sich der Arzt mit der KITA zusammenschließt...

Was hast du denn in der Hand?? - Ich musste etwas unterschreiben, dass mein Kind einen Integrationsstatus hat im Kindergarten und daher nur in der Kernzeit da sein darf, da sonst eine ausreichende Betreuung nicht gewährleistet werden kann!

Hat einer der Erziehungsberechtigten etwas unterschrieben??

Mir ist deine häusliche Situation noch immer nicht klar...

Übrigens: es gibt hier eine Vorstellungsrunde, da kann man sich vorstellen, damit diejenigen, die dir antworten ein wenig etwas wissen, warum du hier schreibst...
Liebe Grüße
Silvia
Ö
Jayden 2706
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Beitrag von Jayden 2706 »

Dean muss aber nicht in eine gruppe integriert werden er macht alles selber und nimmt mit jedem Kind selber Kontakt auf.

So eine Aussage von 8-12 würde nie getroffen zumal seine I-Erzieherin oft erst 11.30 Uhr anfängt zu arbeiten.

Klar hat seine Mutter was unterschrieben.
Und ich habe auch nachtermine beim KJPD

Ich rede mit dem Jugendamt mal sehen was die sagen .
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Beitrag von Silvia & Iris »

http://www.REHAkids.de/phpBB2/forum19.html

schau mal, hier geht es zur Vorstellungsrunde!
Liebe Grüße
Silvia
Ö
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Beitrag von Silvia & Iris »

Du schreibst:
Dean ist ganz normal - hat einen normalen IQ, hört und spricht normal,
kann sich nur nicht so konzentrieren...
Er hat eine normale Körperspannung, kann auch Rad fahren, Eis laufen, flechten (mit 3 Schnüren), Schnürriemen binden und all diese Techniken, die man 6-jährigen so beibringt...

Wie lange kann er sich denn konzentrieren??
15 Minuten sollten schon möglich sein!

- und viel mehr schaffen Kinder mit knapp 6 Jahren nur selten...

... aber es sollten dann am Vormittag schon gut 2 Stunden gesamt sein!! Die er konzentriert arbeiten kann...

Wir haben hier im Ort nun eine Volksschulklasse mit 24 Schülern, eine Lehrerin, und die kann nicht ständig hinter jedem Schüler stehen und ihm Anweisungen geben, was er zu tun hat - die Kinder müssen dann schon selbständig dem Unterricht folgen können!! - Richtig mitschreiben und aufpassen...

Wie gesagt, da niemand mehr weiß über deine Situation - wie lange liegt die Trennung zwischen euch schon zurück - wer betreut Dean - gibt es noch weitere Geschwister - wo wohnt wer - (zum Beispiel bei Großeltern, Geschwistern) - wer kümmert sich um Dean, wie wurde er bisher gefördert...

Wie schaut seine Situation aus?? - Welche Ansprechpartner hat er?? -

Es ist hier wirklich nicht einfach auf deine Probleme einzugehen... :roll:
Liebe Grüße
Silvia
Ö
Marie-Anne
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Beitrag von Marie-Anne »

Hey Jayden,

vielleicht kann ich dir einige Antworten geben, da ich selbst in einer I-Kita arbeite.

Eine I-Gruppe unterscheidet sich von einer normalen Gruppe in erster Linie in der Anzahl der Kinder (15 statt 20) und der Erzieher (3 Statt 2). Das heißt, es gibt einen besserer Personalschlüssel, die Kinder mit Förderbedarf können mehr Unterstützung bekommen, als in einer normalen Gruppe.
Es geht um die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Förderbedarf.

Im Idealfall sind die Erzieher fortgebildet im Umgang mit behinderten Kindern und verhaltensauffälligen Kindern.

Die Unterstützung beinhaltet allerdings keine Einzelbetreuung oder therapeutischen Hilfestellungen. Die Erzieher helfen dem Kind, beim Essen, Anziehen, Körperpflege, Basteln, Singen, Stuhlkreis, Bewegungsangeboten, Buchbetrachtung, Spielen, Umgang mit anderen Kindern und Übernehmen von kleinen Alltagsaufgaben.

Wenn dein Kleiner, wie du schreibst, seit dem er 2,5 Jahre alt ist ein auffälliges Verhalten mit motorischen Problemen, Schwierigkeiten in der Konzentration, leichter Ablenkbarkeit, Streiten, Stänkern, nicht teilen können und anderen den Eindruck vermittelt, er sei ein traumatisiertes Kind, dann wird er in allen Bereichen, die ich oben aufgezählt habe, wesentlich mehr Unterstützung durch eine Erzieherin benötigen, als andere fast 6 Jährige.

Diese Unterstützung, die er braucht, ist im Wesentlichen die Integration und die Teilhabe am Leben in der Kita-Gruppe.

Dass er selbst auf andere Kinder zugeht ist schon mal sehr gut!
Es reicht aber bei einem Vorschulkind bei weitem nicht aus, in eine Gruppe Gleichaltriger integriert zu sein.
Hierfür braucht das Kind schon ein großes Repertoire an sozialen Kompetenzen, fantasievolles und ausdauerndes Spielverhalten (Rollenspiele, Regelspiele, Wettspiele), um Freundschaften zu schließen.

Kinder mit Konzentrationsproblemen und auffälligem Verhalten in einer Gruppe zu betreuen ist sehr anstrengend. Vor allem, wenn es sich um einen Zeitraum von 9 Stunden täglich handelt.

Du kannst die Erzieher nach einem Förderplan fragen, sie müssten zumindest eine Bildungsdokumentation für dein Kind haben.

Wenn die Therapien jetzt erst angelaufen sind (Dez 13 und Jan 14), dann darfst du keine Wunder erwarten. Es ist aber schon ein gute Anfang, wenn er die Therapien gut mitmacht und gerne dort hingeht!

Viel Erfolg weiterhin und alles Gute!
Liebe Grüße von Marianne,
Kinderphysiotherapeutin :-)
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mamavonsarah
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Beitrag von mamavonsarah »

Hallo Marie-anne,

Danke für deine Zusammenfassung.
Hast du sowas auch für HPK Gruppen?

Was ist eine Bildungsdokumentation?


LG sandy
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