Welche Stühle benutzen eure Kinder im Kiga?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Sabine2
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Welche Stühle benutzen eure Kinder im Kiga?

Beitragvon Sabine2 » 20.11.2004, 23:02

Hallo,

das ist vielleicht eine merkwürdige Frage. Aber Stella könnte im nächsten Jahr in einer Vorkindergartengruppe teilnehmen. Dort sitzem sie zum Frühstück immer zusammen an einem typischen Kindergartentisch. Stella sitzt normalerweise in einem Tripp Trapp mit Bügel. Sie sitzt zwar ganz eigenständig, aber verlassen würde ich mich einfach nicht darauf.

Und damit die Erzieherin nicht die ganze Zeit hinter ihr stehen muss, möchte ich einen einfachen kleinen Stuhl mit Fußbrett, damit Ihre Füße gerade stehen und wenigstens einem minimalen Anschnallsystem. Gibt es so etwas als professionelles Hilfsmittel oder müsste ich irgendetwas selbst bauen?
Für jegliche Ideen bin ich wie immer dankbar
Liebe Grüße
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)

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Helmut
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Beitragvon Helmut » 20.11.2004, 23:27

Hallo Sabine,

Sonja hatte früher eine recht schwere Sitzschale, für die wir für solche Gelegenheiten ein Untergestell bekommen haben. Es wurde "ganz simpel" ein Adapter für die Sitzschale auf ein Rollbrett geschraubt, und das Brett im Bereich der Beine etwas ausgeschnitten. Dieses "Untergestell" was nur so hoch, das sie mit den Füßen auf den Boden kam, und wie auf einem normalen Stuhl am Kigstisch saß. Weil dem Personal im Kiga die Sitzschale zum Umbauen vom Straßengestell auf das niederige zu schwer war, hat der Kiga ihr einen "passenden" Stuhl selber gebaut.

:-) Helmut
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.

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Beitragvon Reiner » 20.11.2004, 23:42

Hallo Sabine,

Annika hat im früheren KIGA einen TRIPP TRAPP Stuhl gehabt.
Dieser war ganz tief gestellt, auf Kindergartentischhöhe, und es war nur der untere Rückenbügel angebracht.
Ob sie darin noch anzuschnallen war, glaube ich nicht, aber da liesse sich zB. mit langem Klettband bestimmt was machen.
Das Lederstück in der Sitzplatte kann ja genutzt werden, und in der Reha in Brandenburg wurde hier zB. ein Stoffwindel zum Befestigen anstatt des üblichen Bügels genutzt. (wurde an den seitlichen Holmen angeknotet.)

Im jetzigen KIGA hat die angegliederte Behindertenwerkstatt einen passenden Stuhl angefertigt. (Habe ich leider noch nicht gesehen)

Gruß

Reiner.

Sabine2
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Beitragvon Sabine2 » 21.11.2004, 13:10

Hallo Reiner,

die Idee mit der Windel ist mal wieder so einfach wie gut, vielen Dank. Manchmal macht man sich einfach zu viel Gedanken.

Viele Grüße
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)

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Beitragvon Raphaela » 21.11.2004, 16:17

Hallo Sabine!

Es scheint, daß Du schon eine Lösung gefunden hast - und dazu noch eine schön einfache!
Hier noch ein paar Gedanken von mir: Zur Anpassung von Tripp-Trapp Stühlen an die jeweiligen Bedürfnisse des Kindes (Sicherheit, aber gleichzeitig auch größtmögliche Selbständigkeit und Aktivität) reicht manchmal wirklich "nur" ein Klettband oder eventuell auch ein Haltegriff für eine Hand von Stella aus (da ich Stella nicht kenne, weiss ich nicht, ob dies für sie angemessen wäre - wie saß sie denn im letzten Petö-Block?). Für die so wichtige Unterstützung der Füße, um eine aufrechte Körperposition erst einmal zu ermöglichen, reicht oft schon eine Holzplatte oder auch einfach Bücher mit rutschfester Matte.
Ansonsten bin ich im Internet auf eine Seite von 'Ortho-Ped Dittmer' gestoßen (http://www.ortho-ped-dittmer.de), die Petö Möbel herstellen. Die sind zwar in der Nähe von Berlin angesiedelt, aber immer noch besser als die sonstigen Hersteller von Petö-Möbeln in Ungarn und England!
Eltern, die sich bei uns erkundigen, wo/wie sie entsprechende Möbel für zu Hause/ Kindergarten oder Schule bekommen können, verweisen wir aber meist neben diesen "offiziellen Anbietern" von Petö-Möbeln auf günstigere Alternativen, falls möglich: für ein kleines Stühlchen mit entsprechend flacher Sitzfläche und Sprossenlehne kann man z.B. bei Ikea fündig werden. Für entsprechende Fußunterstützungen, die ja sowieso 'mitwachsen' müssen, reichen Bretter oder Boxen aus dem Baumarkt - oder wie schon gesagt auch notfalls Bücher (wenn sie denn nicht mehr gebraucht werden und sie mit einer rutschfesten Matte befestigt werden). Der Haltegriff mit Saugnäpfen (bei Ortho-Ped laut Internet-Katalog leider "nur" zum Befestigen an den Petö-Pritschen zu bekommen) könnte mit einem kurzem Stück Besenstiel (richtiger Umfang für Stella unbedingt vorher "testen") und ausreichend großen Saugnäpfen, die man sonst zum Transport von Fensterscheiben benutzt (im Baumarkt erhältlich?), selbst gemacht werden.

Viele Grüße - Raphaela

Beate
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Beitragvon Beate » 25.11.2004, 11:34

Hallo Sabine,

Sarah konnte im Kiga auch nicht auf einem normalen Stuhl sitzen.
Innerhalb weniger Tage, haben die Zivis einem normalen Stuhl ein Brett für die Füße und Armlehnen angebaut. Das reichte schon. Und dazu der Tipp von Reiner, mit der Windel...

Viele Grüße

Beate
Sarah *02.96 Lissenzephalie Typ I (läuft leider nicht mehr - spricht ca. 40 Worte - schwere Wahrnehmungsstörungen - globale Entwicklungsstörungen - resistente Epilepsie(inzw. fast anfallsfrei - Ataxien)
Sie ist glücklich und hat viel Spaß!


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