Konfirmation für Grenzgänger

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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Inga
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Beitragvon Inga » 21.12.2013, 08:41

Hallo!

Hier gibt es 3 Konfigruppen welche aus diversen Gründen kooperieren. Aktuelle gibt es im Jahrgang 3 Teens mit geistiger Behinderung. Nach Absprache mit den Eltern kamen die 3 zusammen in eine Gruppe auch wenn sie ortsmäßig gesehen eigentlich in verschiedenen Gruppen wären. Die 3 kommen zu den normalen Zeiten mit allen anderen Konfis der Gruppe. Mein Mann hat darauf geachtet, dass der Unterricht immer wieder auch Teile enthält, welche den dreien den Glauben auf ihr Niveau runterbrincht. Zusätzlich ist eine kompetente Helferin dabei. Diese unterstützt die 3 in der Gruppe, geht bei Bedarf in einen anderen Raum und bei Kleingruppenarbeit macht sie mit ihnen dann ein extra Thema,...

Nicht immer gibt es mehrere Behinderte in einem Jahrgang. Wir leben hier auf dem Land und kennen die Kids, da werden die Eltern dann schon im Vorfeld angesprochen wie sie sich die Konfizeit vorstellen können, manchmal geht dann auch schon mal ein Kind ein Jahr später, weil es dann noch ein oder zwei andere behinderte Teens gibt.

Im letzten Jahrgang war ein körperbehindertes Mädchen mit Lernbehinderung dabei, das hat, obwohl sie "alleine" war, super geklappt.

Wobei ich aber zugeben muß, dass wir hier auch gute Voraussetzungen haben. Der Pfarrer alleine würde dies wohl nicht so hin bekommen, da er dafür gar nicht die Zeit / Kapazitäten / Ahnung / Erfahrung hat.
Aber mein Mann, welcher die Gruppe leitet, hat beruflich und privat viel Erfahrung mit Behinderten :wink: , die Helferin macht gerade eine Ausbildung als Erzieherin und hat auch schon ein längeres Praktikum auf der Förderschule gemacht. Und zudem ist der 1. Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Direktor unserer Förderschule, so dass auch der Kirchenvorstand diese Arbeit sehr unterstützt!

Fazit: Such das Gespräch, Notfalls auch mit "umliegenden" Pfarrern. Schau mal ob ihr einen Jugendpfarrer, Jugendreferent, Jugenddiakon o.ä. habt, vielleicht kommst du ja auch dort weiter?
Such das Gespräch zu den Eltern der Klassenkameraden, wie machen es diese Eltern? Kann man sich da zusammen tun?

Viel Erfolg!
Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
Emma 07
Nico 09 ADHS,...
"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 21.12.2013, 10:20

Und wenn man zu zweit die Masse von 50 Konfirmanden bewältigen muß, naja, dann kann es schon mal schwierig werden


50 ??? :shock:
ja das glaube ich gerne, dass es schwierig ist. Schon alleine 50 völlig unaufwendige, normalo Jugendliche zu zweit zu betreuen finde ich 'ne Aufgabe...

Klaro, um bei so einer Anzahl z.B. meinen Junior mitmachen lassen zu können, müsste man auch gleich mal in drei Gruppen aufteilen :wink:

Aber wieso muss das jede Gemeinde einzeln organisieren?
Gibt es da denn zentral keine Unterstützung mit z.B. auf verschiedenen Niveaus angepassten Lernneinheiten, Honorargelder um Euch auch sonderpädagogische Unterstützung einkaufen zu können, Schulungen und Vorbereitungen für Ehrenamtliche, Inklusionsbeauftragten der Landeskirche für Konfirmandenunterricht, was weiß ich, was es noch so geben könnte, :wink: ....?????


Ich hätte erwartet, dass Inklusion in den Kirchen kein so Riesenproblem ist wie in den Schulen.

Ich weiß ja nicht, wie das alles so in Kirchengemeinden organisatorisch geregelt ist, aber der Unterstützungsbedarf manifestiert sich doch meist spätestens zur Einschulung und ist dann bekannt.
Das ist doch eigentlich ein Riesenvorteil: man kann ja auch langfristig ausrechnen, wann das Kind mit dem Bedarf in das Konfirmationsalter kommt und das auch langfristig planen?

Eure Kollegen von der katholischen Fraktion, haben das doch schon in der 3ten oder 4ten Klasse. Die haben da doch schon mal schlechtere Karten.
Gibt es da für gläubige Familien genauso große Probleme?

Nicole5kids
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Beitragvon Nicole5kids » 21.12.2013, 10:37

Hallo,

ich bin von der katholischen Fraktion :D .
Ich habe vor zwei Jahren eine Firmgruppe geleitet mit folgender Zusammensetzung:
4 Gymnasiastinnen (davon 1 KB), eine Realschülerin im GU (Sehbehinderung) und eine Förderschülerin (GB).
Es war die schönste Gruppe, die ich bisher hatte. Alle 6 haben auch die Firmmesse für die anderen gestaltet. Dafür muss man nicht lesen können!
In der Gruppe war dies wirklich kein Problem, denn auch Menschen mit geistiger Behinderung können sich einbringen zu Themen wie Partnerschaft, Liebe und Glauben. Alle haben von den Stärken und Schwächen der anderen provitiert.
In einer großen Gruppe ist dies natürlich schwierig. Ich wurde vl. noch einmal das Gespräch suchen, ob man nicht eine inklusive, kleinere Gruppe zusammenstellen kann mit jungen Leuten, die ein gewisses Einfühlungsvermögen haben.
Übrigens steht schon im NT, dass alle ihre verschiedenenTalente in die Gemeinde einbringen sollen, damit Gemeinde im Sinne Jesu funktioniert!

Viele Grüße
Nicole
5 Kinder, davon 3 mit oculärem Albinismus und davon eine Tochter mit zusätzlicher visueller Wahrnehmungsstörung

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Andrea5
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Beitragvon Andrea5 » 21.12.2013, 10:41

Hallo alle Zusammen,

dieses Problem werden wir in 3 Jahren auch haben. Ben Konfirmation ja
oder nein. Mein Mann ist im Moment nicht so dafür. Und unter Google
wird in unserem Landkreis auch nichts weiter angeboten. Ben bräuchte eine
1:1-Betreuung. Ich glaube, Konfirmation kann ich wohl knicken.

LG
Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
Ben 01/04 KISS(KIDD) blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis und
Sternenmama *1931 bis 09/2019

"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)

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Beitragvon T.Sophie » 21.12.2013, 10:56

Hallo!

Blöde Idee.... Aber es gibt für jeden Kreis eine übergeordnete Person.
Also der Pfarrer hat letztendlich auch jemanden, auf den er hören muss. Bei den Katholiken ist das klar der Bischof. Bei den Evangelischen heißt das anders. Dekan.

LG Trixi
Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
SBA mit 60GdB ohne Merkzeichen

ein.ZIG.Artig

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Beitragvon JohannaG » 21.12.2013, 13:28

Hallo Trixi,

nee, ganz so einfach ist das nicht. Klar ist mein Dekan weisungsbefugt mir gegenüber. Aber er wird nicht anordnen, daß ich KU mit behidnerten machen muß, wenn ich das nicht kann. Da hat doch niemand was davon.

Zu den Fragen der anderen:
Ja, es gibt schon einiges, z.B. Unterrichtsmaterialien, auch Seminare von der Offenen Behindertenarbeit und so weiter. Letztlich durchführen muß es die Gemeinde dann aber selber. Und ja, bei den Katholiken sieht es ähnlich aus.

Das "Problem" wird halt oft gern delegiert, oft läuft in den diversen besonderen Schulen Kommunion- oder Konfirmationsunterricht, und das eigentliche Fest findet dann im Rahmen der Schule statt. Das kommt manchen Kollegen ganz gelegen, weil wir halt da keine Ausbildung dafür haben...
Als Pfarrer soll man halt auf möglichst allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen, muß zugleich guter Redner, Theologe und gleichzeitig Philosoph sein, bitte natürlich auch Lehrer mit Herz für alle Kinder aller Alters- und Leistungsstufen, kompetent in Sachen Seniorenarbeit, gleichzeitig natürlich da für die Jugend und die Familien mit kleinen Kindern, selbstverständlich sollen wir auch alle Behinderten inkludieren, gute Krankehausseelsorger sein. SAch ja, und so ein bißchen Organistationstalent, Finanzverstand, Führungsqualitätn, .... ich hab bestimmt noch was vergessen.

Ich schreibe das jetzt bewußt sehr ironisch. Ich liebe meinen Beruf, und ich freue mich sehr, wenn Eltern mit behinderten Kindern auf mich zukommen mit der Bitte, ihre Kinder in der Gemeinde konfirmieren zu lassen - denn da gehört dasm.E. auch hin. Aber ich kann nicht alles können, und den Kollegen geht es genau so. Wir werden z.B. allen Ernstes im Religionsunterricht in Schulen aller Art und Jahrgänge jeden Alters geschickt. Es könnte mir passieren, daß ich in einem Jahr eine 12. Klasse Berufsschule unterrichte, im nächsten Jahr bin ich in der 7. Klasse Mittelschule, und dann in der 1. Klasse GB. Versteht ihr, was ich meineß Ich verstehe schon, wenn der ein oder andere Kollege dann sagt "ich kann das nicht", und das ist meistens nicht als nicht wollen oder gar Ablehung der behinderten Kinder zu verstehen - sondern eher als Überforderung, was man denn jetzt noch alles können muß (und dann ja auch gut machen will).

Wir haben in unsrere Gemeinde tatsächlich 50 Konfirmanden, die wir natürlich nicht alle in einer gruppe haben. Wir haben sie in 4 Gruppen aufgeteilt. 2 Pfarrer, ca. 8 ehrenamtliche Jugendliche, die das durchziehen. Ich behaupte: Wir könnten da auch behi9nderte Jugendliche mitnehmen, wir würden sogar ggf 1:1 hinkriegen :D . Aber es ist auch alles eine Frage der Absprache mit den Eltern...

So, erst mal genug getippselt. Gerne mehr!

LG Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Beitragvon Heike** » 21.12.2013, 18:24

Hallo,

wir haben die Konfirmation unseres gb un kb behinderten Sohnes gerade hinter uns.

Verspätet, da wir in Deutschland in unserer evangelischen Gemeinde auch eher auf Ablehnung gestossen sind. Der beste Satz der Pfarrein war: "Wenn unser Sohn nicht richtig am Konfirmationsunterricht teilnehmen kann, solle er wenigstens in der Kirche etwas vorführen" :shock:
Da war für uns klar, in dieser Gemeinde wird unser Sohn garantiert nicht konfirmiert.
Bevor wir uns mit unserer Nachbargemeinde (von der wir Gutes gehört haben) in Verbindung setzen konnten, hieß es wir gehen für 2 Jahre nach Thailand/Bangkok.
Dort haben wir ein sehr engagiertes Pfarrerehepaar getroffen, die sofort beret waren J-P zu konfirmieren. Zur Not wären sie auch zu uns nach Hause gekommen und hätten einen Unterricht gemacht, der nur auf J-P zugeschnitten gewesen wäre.
Im Endffekt konnte er den normalen Untrricht besuchen.
Es war nur eine Kleingruppe von 4 Kindern (mehr Konfirmanten gab es dort nicht), was für uns natürlich für J-P ein Riesevorteil war. Es war ganz toll und alle Kinder haben profitiert.

@Johanna, das was du schreibst, ist das Problem.
Warum lässt sich die Kirche nicht auf behinderte Kinder ein?
Dann wird eben eine Konfirmandengruppe kleiner.
Es gibt genug Pfarrer, die engagiert genug sind und sich informieren, wie auch behinderte Kinder gut in den Unterricht eingebunden sind.
Das Pfarrerehepaar unserer damaligen Bangkoker Gemeinde hatte auch nicht massig Zeit.
Neben Bangkok wurden auch noch Gemeinden in Pattaya und Kambodscha betreut.
Wo dann auch die Anreise einen großen Teil der Arbeitszeit einnahm.
Wenn man will, bekommt man das alles hin und die Eltern sind sicher auch zur Mitarbeit bereit.

Leider lese ich es aber immer wieder, dass Eltern der Eindruck offen oder versteckt gegeben wird, wir wollen ihr Kind nicht konfirmieren/kommunieren.
Zum Glück gibt es auch engagierte Pfarrer/Pastoren, aber leider nicht genug.

So, musste ich jetzt einfach mal loswerden, da ich es traurig finde, dass unsere Kinder sogar in dem Bereich Kirche noch Probleme haben.

Lg Heike
Unser besonderes Kind wurde 1997 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.

JohannaG
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Beitragvon JohannaG » 21.12.2013, 18:33

Hallo Heike,

ich sage doch gar nicht, daß wir das nicht tun.... im Gegenteil. Und mir tut das auch leid, wenn ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt. Ich denke nicht, daß ihr in meiner Gemeinde auf diese Probleme gestoßen wärt. Also echt, "dann muß er in der Kirche was vorführen", so ein Blödsinn...

Ich versuche nur, etwas Verständnis zu wecken. "Dann wird eben eine Konfirmandengruppe kleiner" - schau, wir haben schon 4 Gruppen, wenn wir davon eine kleiner machen wollen, dann werden es 5 - die muß jemand betreuen können rein zeitlich gesehen. Es kommen ja auch noch jede Menge andere Aufgaben dazu.

Daß das geht, wenn man will, habe ich ja auch schon geschrieben; und daß man mit den Eltern gemeinsam viele Wege suchen kann, auch - und ich kenne auch sehr viele Kollegen, die genau das tun. Auch ich tu das ja. Aber ich kenne auch Kollegen, die sind allein in einer Gemeinde mit 3000 Gemeindemitgliedern, 3 Kirchen, 2 Kirchenvorständen, 4 Altenheime, die sie zu betreuen haben... was soll denn dann so einer machen, mal ganz ehrlich gefragt?

Davon abgesehen - ich habe gewissermaßen das umgekehrte Problem. In der Gemeinde, in der ich seit 5 Jahren bin, habe ich bisher keine einzige Anfrage zur Konfirmation (oder auch zur Taufe) eines behinderten Kindes gehabt. Bei jährlich ca 70 Taufen und 50 Konfirmationen müßten doch rein statistisch gesehen einige behinderte Kinder dabei sein. Aber oft finden die Eltern auch nicht den Weg zur Kirche, offensichtlich. Warum? Wir informieren alle Jugendlichen im Konfirmationsalter über die anstehende Konfirmation (wir haben die Adressregister, da steht ja auch nicht drin, ob das Kind behindert ist...), und alle frischgebackenen Eltern unserer Gemeinde bekommen einen Begrüßungsbrief mit Informatonen zur Taufe... also an der mangelnden Info kanns nicht liegen. An der mangelnden Bereitschaft unsererseits auch nicht, in unseren briefen weisen wir ausdrückölich darauf hin, daß ALLE Kinder / Jugendlichen willkommen sind. Woran dann?

LG Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

JohannaG
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Beitragvon JohannaG » 21.12.2013, 18:56

Ach ja, nur nebenbei - ich kenne das Problem von beiden Seiten, da ich selber ja auch so ein "Grenzgängerkind" habe.... und bei der Kleinsten auch nicht klar ist, in welche Richtung das geht...
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
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Heike**
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Beitragvon Heike** » 21.12.2013, 19:05

Hallo Johanna,

ich glaube dir wirklich, dass du alles möglich machen willst.
Und auch das ihr viel zu tun habt.

Ich habe es nur schon so oft gelesen, hier oder in anderen Foren.
Und finde es wirklich traurig. Und ja, ich denke es sollte irgendwie möglich gemacht werden.
Und wenn dann 2 Konfirmationsgruppen ein Kind mehr haben und es dafür eine kleinere Gruppe gibt. Dann ist es auch zeitlich kein großes Problem.
Zu dem Thema, dass nur wenige kommen und ihre behinderten Kinder konfirmieren lassen, liegt zum einen sicher daran, dass manche Gb-Schulen den Konfirmationsunterricht in der Schule anbieten und zum anderen auch Mundpropaganda. Das muss nicht einmal die eigene Gemeinde sein. Aber viele hören doch vorher schon von diesen Problemen.
Aber, wie ich ja schon schrieb, es gibt zum Glück auch noch andere Pfarrer/Pastoren, die engagiert sind und vieles möglich machen.

Ich war am überlegen, ob ich aus der Kirche austrete, habe dann aber zum Glück das Bangkoker Pfarrerehepaar kennen lernen dürfen und bin überzeugt, auch in D gibt es solche wirklich guten Pfarrer/Pastoren.

Lg und ein fröhliches Weihnachtsfest,
Heike
Unser besonderes Kind wurde 1997 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.


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