Nina (Assistenzhundetrainerin)

Hier stellen sich verschieden Fachleute vor, die im REHAkids Forum aktiv sind.

Moderatoren: Tobias, Moderatorengruppe

Nina Grosser
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 36
Registriert: 04.10.2013, 14:08
Wohnort: Gerolfingen

Nina (Assistenzhundetrainerin)

Beitragvon Nina Grosser » 08.10.2013, 00:39

Hallo zusammen,

bin schon seit geraumer Zeit Mitleserin und nutze gleich mal die Gelegenheit mich für alle tollen Infos und Tipps zu bedanken, die ich entweder selbst nutzen oder Klienten zur Verfügung stellen konnte. Ich arbeite als Assistenzhundetrainerin mit Schwerpunkt Warnhund für Kinder ( Diabetes wie Anfallswarnhund) und bin Dozentin an der Lebenshilfeakademie für Therapiebegleithunde. Bewege mich also auch in der "anders ist normal"-Welt.
(Wurde mir kürzlich wieder bewusst, als ich im Fressnapf bestimmt Leckerchen gesucht und nicht gefunden hab. Ich hab einfach eine Frau, die in der Nähe vom Regal stand angesprochen, ob ich Tomaten auf den Augen habe, oder die Ringlein heute nicht da sind. Die Dame im E-Rolli, hoher Querschnitt, war völlig verblüfft, wäre fast aus dem Rolli gefallen, passiert ihr sonst wahrscheinlich nie dass sie angesprochen wird :wink: aber ich merk´das gar nicht mehr.) Hätte bestimmt noch ganz lange still mitgelesen, aber habe ein Thema entdeckt, bei dem ich etwas sinnvolles beitragen kann und will nach soviel output auch ein wenig input geben.

Liebe Grüße aus Franken schickt
Nina

Werbung
 
Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13104
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 08.10.2013, 00:55

Hallo Nina,

Herzlich Willkommen!

Das finde ich gut, dass mal eine Therapiehundtrainerin hier "aufschlägt" :D

Wir haben einen selbstgestrickten "Therapiehund" fürs autistische Kind und die ganze Familie (dafür ist er recht gut "gelungen" - das liegt weniger an mir als am Hund :lol: ), aber wir haben auch nicht so hohe Trainingsanforderungen.

Schöne Grüße,
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Nina Grosser
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 36
Registriert: 04.10.2013, 14:08
Wohnort: Gerolfingen

Beitragvon Nina Grosser » 08.10.2013, 01:40

Hallo Ingrid!

Na, ich hoffe du bist nicht enttäuscht,
ich bin nämlich keine "nurnullkommaeinsprozentallerhundeaufdemplanetensindgeeignet"-Trainerin. :wink:

Es liegt doch in der Natur des Hundes sich anzupassen und sich in soziale Systeme einzufügen, wenn er dann noch das Glück irgendwo hat zu landen, wo er sein kann wie er ist, ist doch alles perfekt!

:wink:
______________

Liebe Grüße aus Franken,
Nina

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13104
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 08.10.2013, 01:52

Hallo Nina,

Es liegt doch in der Natur des Hundes sich anzupassen und sich in soziale Systeme einzufügen
Da hast Du recht. Meiner ist auch super darin, seine Zweibeiner zu lesen. Sein Arbeitseifer lässt sehr zu wünschen übrig, aber "Leistungsbereitschaft" stand auch nicht in seiner Stellenbeschreibung. :lol: Als "Autismusassistenzhund" oder Meldehund wäre er eine Null. Dafür ist er an Entspanntheit nicht zu überbieten :D Für uns ist er perfekt.

Schöne Grüße von Nachteule zu Nachteule :wink: und nach Franken sowieso (aus Oberbayern)
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Esther55
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 712
Registriert: 17.06.2012, 13:20

Beitragvon Esther55 » 08.10.2013, 05:34

Hallo Nina,

Habt ihr eine HP wo man sich belesen kann? Wir wollen uns bald wieder einen Hund zulegen (hatte 16 Jahre lang einen) und hätten dann gern als "Nebeneffekt" das er ein Diabeteswarnhund ist, da mein Sohn leider keine Hypos merkt und wir auch nicht :?

Was kostet bei Euch die Ausbildung? Welche Hunde bildet ihr aus? Macht ihr auch Nachschulungen, wenn man dann den Hund zu hause hat?

Hab eben in einem anderen Thread gelesen, das ihr mit älteren Hunden beginnt.

Du kannst mir auch gern per Pn schreiben wenn du nicht öffentlich so ins Detail gehen möchtest.
LG Esther

Nina Grosser
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 36
Registriert: 04.10.2013, 14:08
Wohnort: Gerolfingen

Beitragvon Nina Grosser » 08.10.2013, 10:50

Wenns erlaubt ist, gehe ich gern öffentlich ins Detail -
ich finde eh, dass diese ganze Geheimniskrämerei ohnehin recht komisch ist.

Also "die Ausbildung" gibts so bei uns streng genommen nicht. Die Trainerstunde kostet € 38,- (also für Basic wie funktioniert ein Hund, Theorie, Körpersprache oder Clickertraining, ...) bei der Spezialausbildung Ausbildung fällt zu jeder Praxisstunde noch eine Nachbereitungsstunde zum selben Preis an. Wir legen großen Wert auf Dokumentation (um später auch selbst Probleme lösen zu können) und das Thema ist zum Teil schon so komplex, dass man gut daran tut, das erarbeitete zusammenzufassen und eine ganz klare Aufgabenstellung für die Zeit bis zum nächsten Treffen zu formulieren.
Wir arbeiten mit Anzeigeprotokollen, die in regelmäßigen Abständen ausgewertet werden und erstellen für jeden Hund ein sogenanntes "Kompetenzprofil" in dem wir Ausbildungsschritte festhalten aber auch sehen, wo der Hase im Pfeffer liegt.
(Es nutzt zum Beispiel nichts dass der Hund 1000% differenzieren kann, wenn er in der Entscheidung bei der Realanzeige in Übersprungshandlungen abbricht.)

Generell arbeiten wir mit allen Hunden, die schon in der Familie vorhanden sind.
Ich kann jedoch nicht mit allen Hunden alles erreichen. Z.B. wird ein sehr unsicherer Hund nicht in der Lage zu sein, in einem Freizeitpark oder auf einem Wandertag zu arbeiten, aber wenn die Besitzer zufrieden sind, dass er nur zuhause meldet (wenn kein störender Besuch da ist) und sich für eine Ausbildung entscheidet (die dann natürlich wesentlich günstiger ist) ist es für mich in Ordnung, solange ich wirklich sicher bin, dass die Menschen tatsächlich einen realistischen Blick auf ihren Hund haben, und nicht erwarten dass er innerhalb der Ausbildung dann doch zum Superwarnhund mutiert!

Hat jemand noch keinen Hund dann laden wir die Menschen ins Zentrum ein und lassen sie mit unseren Hunden arbeiten, einfach damit sie wissen was auf sie zukommt. Sie werden vollgehaart, geküsst und spätestens SanMaria weiß schon jetzt um welche Rasse es sich bei uns meistens dreht. :wink:

In der Regel bilden wir Labrador Retriever aus. Zum einen weil alle meine Kollegen und auch ich Labradors als "Privathunde" haben (wir finden die Rasse also nicht so ganz doof) zum anderen haben wir einfach schon ganz viel Erfahrung in der Arbeit mit diesen Hunden, ich weiß genau welches Rädchen ich drehen muss, bzw. kann oft schon an der Ahnentafel erkennen ob sich der Hund eignen könnte oder nicht.

Entscheidend ist natürlich das Individuum!
Ein Labrador kann als Warnhund eine Katastrophe sein, ein als Junghund ausgebildeter Straßenhund der beste und zuverlässigst Melder aller Zeiten.

Ah ja gerade bei kleinen Kindern kommen wir meistens für die ganze Ausbildungszeit ins Haus - dann können die Kleinen für uns stressfrei ihren Legostein zersägen, während wir in der Kapuze einen Geruchsträger platzieren :wink:

Die Domain der Firma ist einfach das hintere ende meiner mailadresse.
______________



Liebe Grüße aus Franken,

Nina

Kunigunde123
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1924
Registriert: 21.07.2005, 12:40

Beitragvon Kunigunde123 » 08.10.2013, 13:52

Hallo Nina,
da können wir auch unseren Senf dazu geben.
Lange waren wir auf der Suche haben bei einem Verein Laradore die zu Assistenzhunden ausgebildet werden angeschaut, die fanden unseren Sohn da nichtverbal sprechend ungeeignet u wollten ihn nicht aufnehmen, er läuft, hat ganz viel Mimik... halt keine Worte.
Okay neuer Versuch an einer Stelle, wo Anfallshunde ausgebildet werden, Preis über 50 tausend Euro, aber bei den vielen verschiedenen Anfällen man wisse nicht recht,
dann dazu übergegangen, kein ausgebildeter Hund, sondern ein normaler family Hund. Lange uns durch die Rassen gelesen, Erbanlagen, Charakter, Eigenheiten.........
Dann nach einem Jahr des recherchierens stand fest, es wird ein Havaneser, das war die genau richtige Entscheidung erstens von der Größe, beide können ihn führen ohne dass sie umgezogen werden, er ist total zufrieden ausgeglichen, macht für und mit den Kindern alles was man sich nur vorstellen kann, er zieht sich zurück, wenn er merkt es geht gerade nicht, verzieht er sich unter der Couch, und da Hunde ja von Natur aus zu 60% merken sollen, wenn ein Anfall kommt, haben wir das natürlich hnterstützt, und da unser Großer eine Weglauftendenz hat, haben wir ihm dann als, einziges bei einer Hundeschule im Einzeluntericht ihm eine Mantrailingausbildung zukommen lassen. Das hat gut geklappt, die Kinder u nd Hund hatten viel Spaß beim Ueben.
Wir sind toatl happy mit unnserem Havaneser, er ist von natur aus havanertypisch toll mit ganz hoher toleranz, verzeiht alles, robust sportlich, mantrailer, ausgeglichen fröhlicher Familien wuschelhund,
gerne nehmen wir immerAnregungen entgegen wie man immer Richtung behinderetes Kind noch was ausbilden bzw. trainieren kann.
Also freuen wir uns auf Dein Wissen,
LG Sigrid
ex Frühchen, EEG nach Lennox Gastaut, therapiefraktäre Epi. mit Statusneigung, ,SLC9A6c.603+3A>c:p? Neue
Variante, hypergonadotophen Hypogonadismus, dyskinetische CP, Athetose, erworbene Hüftdysplasie, non verbal, Button, immer wieder lebensbedrohliche Situationen gemeistert u PT mit FAS

Nina Grosser
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 36
Registriert: 04.10.2013, 14:08
Wohnort: Gerolfingen

Beitragvon Nina Grosser » 08.10.2013, 15:00

Sigrid, ich fall gleich hier vom Stuhl!
Ich verbringe STUNDEN damit, den Leuten beizubringen, dass und wie sie mit Ihrem Hund nonverbal kommunizieren sollen, unterstützt durch einen kleinen Körpersprachetrainer, mein Cavalier King Charles Spaniel, stocktaub.
Hat ein Hund die Wahl reagiert er immer erst auf die körpersprachliche Information, erst dann auf das aktustische Signal und zuletzt auf das gesprochene Wort.
Sohnemann kann sich also im zweifel besser verständlich machen als jemand, der ohne Punkt und Komma auf das Tier einredet.

War bei den 50.000 Euro eine Karbikreise mit dabei?

By the way ist für das Training Anfall = Anfall.
Was genau die Hunde riechen wissen wir nicht. Es gibt jedoch bestimmt Bausteine innerhalb des Individualgeruchs die wir einem pathologischen Befund zuordnen können. (Klingt ganz schlau, verschleiert aber nur, dass wirs so genau nicht wissen, ein Diahund zeigt z.B. einen rasant fallenden Unterzucker schneller an als das Messgerät :shock: )
______________



Liebe Grüße aus Franken,

Nina

Benutzeravatar
dani+hermi
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 902
Registriert: 03.04.2013, 17:06
Wohnort: Sachsen

Beitragvon dani+hermi » 08.10.2013, 20:07

hallöchen nina

ich reihe mich auch mit ein :D

erstmal herzlich willkommen hier im forum :P

ich habe mir vor 2 wochen einen welpen geholt für meinen sohnemann (fast 7 jahre)
man muß wirklich sagen kind und hund passt wie die faust aufs auge.

ich muß dazu sagen, seitdem wir die kleine haben, ist sohnemanns weglauftendenz etwas (aber nur ein ganz kleines bisschen) besser geworden.

ich möchte den hund auch gerne ausbilden lassen (begleithund), sollte ich jetzt im welpenalter schon damit anfangen oder lieber erstmal die welpenspielstunden machen?

lg dani
LG Dani



------------------------------------------

Dani 09/80 alleinerziehend, Hashimoto
Lumpi 11/06 frühkindl. Autismus,latente Hypothyreose, PG 2 und ein absoluter Wildfang :D

meine Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... highlight=

Werbung
 
Kunigunde123
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1924
Registriert: 21.07.2005, 12:40

Beitragvon Kunigunde123 » 08.10.2013, 20:12

Ja Nina,
wir sind auch bei der Ablenung weil das Kind non verbal ist echt sprachlos gewesen und haben erklärt, aber es fruchtete nicht, sie wären ein anerkannter Verein u die Hundeausbildung kostet ja auch was, nein das würde nun wirklich nicht gehen. Ich müßte stöbern wie die heißen, sind aber auch hier im Forum wo erwähnt, auch wenn positiv, was bei uns nicht so war.
Nein, eine Karibikreise war nicht dabei, aber egal wo, waren sie so teuer u das geht für uns nicht.
Aber wie gesagt, wir haben nach einer lange Suche auch bei Asistenzhunden, Anfalsshunden etc. irgendwann einsehen müssen, entweder waren sie zu teuer, oder wie bei dem Verein, wo die Kosten von Spenden übernommen wurden, ist er wegen nicht Sprache abgelehnt worden, oder die wo es Hunde gab, war es auch zu weit weg u Bedingung war, dass wir bis zur Abgabe an uns ganz oft hätten kommen sollen, was kch wegen Prägung auf unseren Sohn auch verstehe u ausrichtung auf seine Bedürfnisse auch verstehe, aber konnten wir auf Grund seiner Besonderheiten nicht leisten,
aber lange Rede kurzer Sinn, nach langer Suche nach einem Hund mit spezialisierung für Behinderte naben wir aufgegeben und skn super happy mit unserem Havaneser, der perfekt zu uns passt, wie es besser hätte gar nicht sein können, u Anfälle oder wenn was nicht stimmt meldet er meist, als mantrailer haben wir uns in einer Hundeschule im Einzeljntericht helfen lassen, das macht er super den Sohnemann zu suchen u konnte er eigentlich sofort, das ist toll, das entspannt mkch sehr das Quanto das kann.
Der Verein übrigens und das war dann erst recht der Hammer, hatte ja da wir ja auch dort waren unsere Anschrift und schickte uns um Weihnachtdn eine Karte mit Spendenaufruf, da schrieben wir nur was zurück, was kannst Du Dir ja denken.
Egal, wir sind glücklich mit unserem Havaneser, alles ist bestens mit ihm.
LG Sigrid
ex Frühchen, EEG nach Lennox Gastaut, therapiefraktäre Epi. mit Statusneigung, ,SLC9A6c.603+3A>c:p? Neue

Variante, hypergonadotophen Hypogonadismus, dyskinetische CP, Athetose, erworbene Hüftdysplasie, non verbal, Button, immer wieder lebensbedrohliche Situationen gemeistert u PT mit FAS


Zurück zu „Vorstellungsrunde - Pro's“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste