Vom Leben und Sterben des Paul Bessler

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Vom Leben und Sterben des Paul Bessler

Beitragvon RenateT » 31.08.2013, 15:37

diese tragische, aber doch so wunderbare Lebensgeschichte möchte ich gerne mit euch teilen. Vielleicht berührt sie euch auch so wie mich. Es handelt sich um einen jungen Mann, der vor einigen Wochen gestorben ist.

Renate


http://christusbruderschaft.de/_assets/ ... essler.pdf

So fängt es an:

Paul ist himmelswach
Am Ende der Krebsstation der Uniklinik liegt im letzten
Zimmer Paul Beßler. Er ist 24 Jahre alt und möchte sterben,
weil er sterben kann. Denn er freut sich auf den Himmel,
wo kein Leid mehr ist, keine Tränen, keine Schmerzen. Das
Wort Krebs hat hier seinen Schrecken verloren. Paul Beßler
ist nicht lebensmüde, sondern himmelswach. Und das ist
ganz ungewöhnlich für einen jungen, hoffnungsvollen
Spitzensportler wie ihn, der einmal blendend aussah.
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

"Mut ist Angst die gebetet hat." Corrie ten Boom

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Lisa-Marie82
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Vom Leben und Sterben des Paul Bessler

Beitragvon Lisa-Marie82 » 31.08.2013, 18:52

Hallo Renate,

vielen Dank für diese Geschichte.

Es berührt und bewegt mich sehr, wieviel Rückhalt er durch seinen Glauben erfahren hat und welche innere Ruhe er durch ihn finden konnte.

Dir und euch ein schönes und gesegnetes Wochenende.

Viele Grüße,
Lisa
:icon_flower:


"Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe nicht."
(1. Korinther 13,13)


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Du kennst den Weg und nimmst mich mit,
dir darf ich ganz vertrauen.
Ich ahne nur ein Stück voraus,
kann selber auch nicht leiten.
Du siehst die Strecke bis nach Haus
in Zeit und Ewigkeiten."

(Oskar Loy)
Lisa-Marie (Ärztin)

"Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupte fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern!"
(chin. Sprichwort)

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Beitragvon Angela77 » 31.08.2013, 19:07

Hallo liebe Renate,

vielen Dank für Teilen auch von mir  8)
SO gelöst und zuversichtlich sterben zu können erscheint mir unvergleichlich kostbarer als sehr alt zu werden, aber ohne oder ohne tiefere Verbindung zu Gott.

In gewisser Weise ist Paul Beßner insofern trotz - oder vielleicht sogar wegen seines Schicksals - sogar zu beneiden :idea:, auch wenn dieser Gedanke vielen Menschen unverständlich scheinen wird.

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon ehemalige Userin » 31.08.2013, 20:20

Hallo,

ich war erst vor kurzem auf einer Beerdigung. Der Verstorbene war erst 41 Jahre alt. Der Pfarrer hat von Hoffnung und Erlösung gepredigt, war aber auch der Meinung dass es viel zu früh war............Zu beneiden gibt es sicher nichts, wenn jemand so früh versterben muss. Allerdings ist es gut , wenn jemand, der weiss, dass er gehen muss, vorher seinen Frieden findet. Was mir an dem Artikel überhaupt nicht gefällt und was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass ein Arzt eine solche Aussage macht, dass man noch 3 Tage zu leben hat. Ich habe schon einiges erlebt, aber so etwas nicht. Ich kenne Aussagen, dass man Verwandte in dem Sinn vorbereitet, dass es nun bald zu Ende geht. Niemals mit einem festgelegten Zeitpunkt und niemals gegenüber einem Patienten.

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Beitragvon RenateT » 02.09.2013, 14:42

Hallo zusammen

was mich so faszinierte, war, was für Kreise das Leben und Sterben von Paul gezogen hat. Das ermutigt mich total.
Und ich denke, wenn Paul die Môglichkeit hätte, uns kurz mal zu besuchen, dann würde er garantiert sagen, dass NICHTS ihn zurück hierhin zieht, weil es in seiner ewigen Heimat einfach überwâltigend schön ist. Und dass er uns zurufen würde: "seht bitte bitte zu, dass ihr diesen Platz nicht verpasst."

Ich bin froh, dass ich diese Lebensgeschichte lesen durfte.

Renate
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