Trotz schwerbeh. Kind für den pflegebed. Vater aufkommen?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Mareike mit Paulchen
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 26.03.2007, 12:41

Trotz schwerbeh. Kind für den pflegebed. Vater aufkommen?

Beitragvon Mareike mit Paulchen » 02.06.2013, 20:31

Hallo,

wir wissen nicht ob uns hier jemand helfen kann?!?!?
Wir haben einen schwerbeh. Sohn mit 100% Schwerbehinderung. Paul hat Pflegestufe 2 und ist jetzt 7 Jahre alt.
Nun ist unsere Frage ? Werden wir im Falle einer Heimunterbringung des Schwiegervaters, zur Zahlung verpflichtet oder werden wir durch die erhöhten Aufwendungen, durch die Behinderung unseres Sohnes, nicht zur Zahlung herangezogen?
Mein Mann hat noch vier Geschwister und mein Schwiegervater hat eine zu geringe Rente um für die Heimunterbringung selbst aufzukommen.
Vielleicht kann uns hier jemand die Frage beantworten bevor wir uns rechtlichen Rat holen müssen.
Liebe Grüße

Benutzeravatar
anitaworks
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13775
Registriert: 20.03.2010, 08:54
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Beitragvon anitaworks » 02.06.2013, 20:36

Hallo Mareike,

in der Regel werden alle Familienangehörigen / Kinder som Sozialamt angeschrieben und müssen eine Erklärung über ihre wirtschaftl. Verhältnisse abgeben.

Wenn niemand von den Kindern einspringen kann oder auch nur teilweise hier unterstützen kann, zahlt das Sozialamt. Es gibt dann auch unterstützendes Wohngeld usw. Das dann zusätzlich zum Pflegegeld der KK.

Versuch mal im Bürgerbüro der Heimatstadt des Schwiegervaters Dich zu erkundigen, wie die Bedingungen genau sind.

Habt Ihr schon einen Heimplatz? Bzw. Euch auch diesbzgl. Euch schlau gemacht, was es überhaupt gibt?

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

Tanja2905
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 68
Registriert: 13.11.2010, 19:57
Wohnort: Warburg

Beitragvon Tanja2905 » 02.06.2013, 20:38

Hallo...Auf deinen Sohn kommt es dabei nicht an...es werden die Einkünfte der Kinder deines Schwiegervaters angeschaut...dort werden dann halt Lebenshaltungskosten etc abgezogen und wenn dann noch was übrig bleibt dann muss man evtl etwas zuzahlen...kommt aber in der regel seltener vor...
lg
Emily Marie Frühchen 34+4 globale Entwicklung und Sprachstörung (angeblich Autismusspektrumstörung,was die Ärzte aber anzweifeln)
Johanna Lara Frühchen 31+1 gesund und munter

Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7104
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 02.06.2013, 20:57


Rita2
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2731
Registriert: 30.09.2004, 09:07
Wohnort: Region Heidelberg-Mannheim

Beitragvon Rita2 » 02.06.2013, 21:41

Hallo Tanja,

so ganz richtig ist das was du schreibst nicht.
Natürlich kommt es auf das Einkommen der Kinder des Schwiegervaters an. Aber davon werden Freibeträge abgezogen und diese sind auf jeden Fall höher als die Hartz 4 Sätze. Für jedes Kind wird auch etwas vom Gehalt abgezogen und für behinderte Kinder mehr, dadurch spielt ein behindertes Kind schon eine Rolle. Wenn nach den ganzen Freibeträgen man noch über dem zulässigen Einkommen ist muß man einen gewissen Prozentsatz von dem Einkommen darüber abgeben.
Ich mußte damals in der Situation nichts bezahlen. Das Sozialamt hat die ganzen Kosten übernommen.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

lisa schrenk
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1906
Registriert: 02.06.2009, 16:39
Wohnort: Bad Münstereifel

Beitragvon lisa schrenk » 05.06.2013, 15:30

Hallo,

es gibt ein gutes Buch von der Verbraucherzentrale über Elternunterhalt.

Außer den allgemeinen Freibeträgen können auch Kreditzahlungen z.B. für ein Haus und Beiträge für eine Altersvorsorge abgezogen werden.

Bevor ihr das Formular des Sozialamtes ausfüllt, solltet ihr damit zu einem Rechtsanwalt für Sozialrecht gehen. Der kann das für euch machen. Die Investition ist ggf. gut angelegtes Geld.

Gegen einen Bescheid des Sozialamtes könnt ihr Widerspruch einlegen und/oder klagen. Oft berechnen Sozialgerichte zugunsten der Kinder - anders als das Sozialamt.

Viel Erfolg

Lisa
Botho (1962), Lisa (1965), Freya (2007)
Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.

Benutzeravatar
anitaworks
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13775
Registriert: 20.03.2010, 08:54
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Beitragvon anitaworks » 06.06.2013, 10:34

*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

MiriamP
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3257
Registriert: 08.07.2006, 21:38
Wohnort: Kamen

Beitragvon MiriamP » 06.06.2013, 10:42

Hallo,

die Behinderung des Kindes oder ggf. auch eine Behinderung findet nur Berücksichtigung bei den Pauschalen. Ansonsten muss auch ein Behinderter für die Pflege der Eltern aufkommen!

Grüße,
Miriam

lisa schrenk
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1906
Registriert: 02.06.2009, 16:39
Wohnort: Bad Münstereifel

Beitragvon lisa schrenk » 06.06.2013, 14:52

Hallo Anita,

ja, genau.

Gruß Lisa
Botho (1962), Lisa (1965), Freya (2007)
Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4329
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 06.06.2013, 16:30

Hallo Mareike,
so ganz genau können wir das nicht wissen. Denn nicht nur die Schwerbehinderung deines SOhnes und die niedrige Rente ist ausschlaggebend, ob ihr etwas zahlen müsst, sonder vielmehr die Tatsache, wie hoch das Einkommen deines Mannes ist.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste