Androhung Heimeinweisung durch JA bei Schulangst

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Regina Regenbogen
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7321
Registriert: 12.07.2008, 18:37
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Regina Regenbogen » 25.05.2013, 16:37

Vielleicht wäre die Flex Fernschule ja etwas für das Mädchen.

Soweit ich weiß, trägt unter gewissen Umständen auch das Jugendamt die Kosten.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

KathrinS
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 603
Registriert: 02.06.2006, 18:55

Beitragvon KathrinS » 25.05.2013, 17:02

Hallo Regina,

danke, das werde ich noch mal weiterleiten.

Weiß jemand, falls ein Anwalt in Frage kommen soll, welchem Rechtsgebiet diese Angelegenheit
zugeordnet wird? Sozialrecht oder Behindertenrecht?

LG Kathrin
Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus

Benutzeravatar
Regina Regenbogen
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7321
Registriert: 12.07.2008, 18:37
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Regina Regenbogen » 25.05.2013, 17:36

Behindertenrecht kenne ich nicht, das sollte ebenfalls Sozialrecht sein.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

C.E.M.Alma
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3152
Registriert: 17.08.2008, 12:03
Wohnort: zwischen Berg und Tal ;)

Beitragvon C.E.M.Alma » 26.05.2013, 10:55

Hallo Kathrin,
Weiß jemand, falls ein Anwalt in Frage kommen soll, welchem Rechtsgebiet diese Angelegenheit
zugeordnet wird? Sozialrecht oder Behindertenrecht?
schau mal hier die RA-Liste des Bundesverbandes autismus Deutschland: http://w3.autismus.de/media/RA_Empfehlungsliste.pdf

LG
C-Micha
Nr.1: ASS, 26+, xx, Studentin
Nr.2: NT, 23+, xx, Studentin
Nr.3: NT, "big brother", xy, kein Student mehr ;), arbeitet :)

Die Menschen beurteilen die Dinge nach dem Erfolg. Jeder sieht, wie du zu sein scheinst, wenige fühlen heraus, wie du bist.

Niccoló Machiavelli (1469 - 1527) Quelle: »Das Buch vom Fürsten«

Susanne1965
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 626
Registriert: 29.12.2010, 11:29

Beitragvon Susanne1965 » 26.05.2013, 12:51

Das Jugendamt selbst kann nicht das Kind ins Heim einweisen lassen - aber sehr wohl einen Antrag beim Familiengericht stellen wegen (unverschuldeter) Kindeswohlgefährdung - zwecks Überprüfung bzw. Übertragung des ganzen oder teilweisen Sorgerechts auf das Jugendamt. Z.B. AbR (Aufenthaltsbestimmungsrecht). Leider gehen solche Anträge zu oft glatt durch beim Familiengericht... Auch hier im Forum wurde schon von Eltern von solchen Ansinnen einzelner Jugendämter berichtet.
Eltern tun gut daran, sich rechtzeitig anwaltliche Unterstützung zu holen. Gute Karten haben Eltern dann, wenn das Jugendamt einen familiengerichtlichen Antrag stellt, ohne zuvor das Kind überhaupt kennengelernt zu haben - oder ohne gemeinsam mit der Familie alternative, ambulante Möglichkeiten beraten zu haben.

Mir ist ein Fall gut bekannt, wo Schul - und Jugendamt den Schulbesuch eines Kindes über Jahre (rechswidrig wie heute bekannt ist) verhinderten - das Jugendamt sogar in Beauftragung durch das Schulamt versuchte, das Kind wegen des fehlenden Schulbesuches per Familiengericht ins Heim zu zwingen (das misslang gründlich...).
Da gab es eine Amtshaftungsklage gegen das Schulamt im nachhinein - und nun auch strafrechtliche Ermittlungen (wegen Nötigung im Amt).


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast