Lesen lernen ist ja so schwer

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 17.10.2015, 14:38

Hallo Anita,

Gern. :)

Junior ist ja, wie auch Angies Bene, einer der seinen Wissensstand geheimhält :roll: und er ist auch keiner, der brav mitmacht, wenn ich sage: "Komm, wir üben xy".
Deshalb geht das alles nicht so nach Programm. Und deshalb muss man auch immer rästeln, wo er grade genau steht, und was jetzt an der Stelle genau das "fehlende Puzzleteil" ist, mit dem er den Erkenntnisschritt machen kann. Bzw Neues annehmen/einüben kann. Gsd hab ich sehr gute Unterstützung, denn alleine käme ich da auf nix. Und die Schule ... Da tut sich über weite Strecken wenig ...

Bin also selber gespannt, wie's weitergeht.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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* anja *
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Beitragvon * anja * » 17.10.2015, 15:47

Hallo Ingrid,

super :icon_thumleft: :icon_flower: :icon_sunny: :icon_thumright:

Das freut mich riesig für euch.

Bei Ole fehlt auch nicht mehr viel, wir üben ja auch schon lange. Leider macht ihm seine Aphasie ständig einen Strich durch die Rechnung, aber wir bleiben dran......

Ich ein bischen mehr und Ole lieber viel weniger :lol:

Liebe Grüße und weiter so :icon_sunny:

anja

Gibt es eigentlich ein gutes Sachbuch für Kinder über Glocken ? :wink:

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 17.10.2015, 16:11

Hi Engrid,
super, genial, ich freue mich :)
Bene hat sich neulich alllen Ernstens "verbabbelt"  8)
Nachdem er lange Zeit geduldig auf das Schrifttbild von mir angeforderter Wörter gezeigt hatte, macht er plötzlich einen "Fehler"! d.h. er deutete auf ein völlig falsches Worttbild und sagte dabei laut und vernehmlich "BREI", was dort auch tatsächlich stand :shock: Wir haben es sogar zufällig gefilmt  8)

Nun ist "Brei" nicht gerade einfach zu lesen und spielt im Alltag hier überhaupt keine Rolle :shock: ) ...
War vielleicht seine Art von: Jetzt Hör aber mal auf mich solchen Quatschübungen zu belabern!!!

Sohnemann ist ja sonst sehr kooperativ und erfüllt brav alle Aufgaben, die man ihm zuteilt, sofern sie ihm bekannt sind.

Er würde auch auf Anforderung immer wieder ganz brav ein 4er Puzzle zusammensetzen, nur weil er es kennt (obwohl er neuerdings bliztschnell ein 100teiliges Deutschland-Puzzles von RAvensburgs zusammenpuzzelt) ...

Und zum Thema: Apahie, Anja, Bene kann ein verlässliches Wort sagen! Warum er das erste Mal in seinem Leben ausgerechnet das "Brei" gesagt hat, weiß der Himmel :wink: :wink: :wink: :wink:

Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 17.10.2015, 16:18

Angela77 hat geschrieben:Hi Engrid,
super, genial, ich freue mich :)
Bene hat sich neulich alllen Ernstens "verbabbelt"  8)
Nachdem er lange Zeit geduldig auf das Schrifttbild von mir angeforderter Wörter gezeigt hatte, macht er plötzlich einen "Fehler"! d.h. er deutete auf ein völlig falsches Worttbild und sagte dabei laut und vernehmlich "BREI", was dort auch tatsächlich stand :shock: Wir haben es sogar zufällig gefilmt  8)

Nun ist "Brei" nicht gerade einfach zu lesen und spielt im Alltag hier überhaupt keine Rolle :shock: ) ...
War vielleicht seine Art von: Jetzt Hör aber mal auf mich solchen Quatschübungen zu belabern!!!

Sohnemann ist ja sonst sehr kooperativ und erfüllt brav alle Aufgaben, die man ihm zuteilt, sofern sie ihm bekannt sind.

Er würde auch auf Anforderung immer wieder ganz brav ein 4er Puzzle zusammensetzen, nur weil er es kennt (obwohl er neuerdings bliztschnell ein 100teiliges Deutschland-Puzzles von RAvensburgs zusammenpuzzelt) ...

Und zum Thema: Apahie, Anja, Bene kann ein verlässliches Wort sagen! Warum er das erste Mal in seinem Leben ausgerechnet das "Brei" gesagt hat, weiß der Himmel :wink: :wink: :wink: :wink:

Liebe Grüße
Angie


Ich meinte naürlich: Er kann wirklich immer nich KEIN verlässliches Wort sagen, wobei es ihm in letzte Zeit immer wieder auf die "Frage": Wo bist du? Mit "Hier" zu antworten :wink: Die Antiepileptika zeigen Wirkung  8)
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

Vorstellung plus Diäteffekte:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html



Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

Mama von Theo
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Beitragvon Mama von Theo » 18.10.2015, 17:45

Hallo zusammen

war ja schon lange nicht mehr hier.... Vielleicht kennt mich ja noch wer....bei uns hat ja nun auch die Schule angefangen und Theo ist dabei, das Lesen zu lernen... Ein sehr interessanter Thread...

Wir machen auch das intraAct haben da bereits vor schulbeginn angefangen).... Buchstaben erkennen und lesen klappt gut und auch das Silben zusammenziehen (MA, NU, FI....) . ich hab mir auch ganz viele Silbenkarten gemacht, wo wir täglich zwischen 30 Min bis fast ne Stunde üben... Mal klappt es besser ... mal gar nicht... je nach Tagesform

Was gar nicht klappt ist, wenn "AM statt MA steht".... dnann ist entweder alles AM oder MA... der Unterschied wir nicht erkannt... habt ihr eine Idee, wie hier der Knoten platzt?

VG

Betty
Theo - Gendefekt

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Beitragvon UrsulaK » 19.10.2015, 10:38

Hallo,

Ich habe eine Zeit lang auch mit dem IntraActPlus Programm gearbeitet.
Ich kann mich erinnern, das mein Sohn auch eine Zeitlang mit diesem Problem kämpfte. Mit fortschreitender Übung hat er auch diese Silben richtig benannt.

Gruß,
Ursula
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus

Ayden
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Beitragvon Ayden » 21.10.2015, 18:49

Moin, ich klinke mich in Eure spannende Diskussion einfach einmal kurz ein, um über eine mögliche Hilfe beeim Lesenlernen für die Kinder von Euch, die Logopädie hatten zu berichten : Unsere Kleine (gerade stolze 6) hat eine Mundmuskelhypotonie und ist jahrelang mundmotorisch/Castillo morales/Logopädie beübt worden und seit einem 1/2 Jahr `fertig´ (also keine Log mehr, altersensprechende Sprache/Sprachkenntnisse. Ganz weg ist die Hypotonie aber nicht, die ist bei ihr angeboren. Nun bringe ich ihr gerade vor dem Schulstart im nächsten Jahr Lesen bei, da in Hamburg die Anlautmethode gelehrt wird (geht echt schlecht bei Hypotonie). Unsere Kleine hat die Silbenbildung beim Lesen dadurch gelernt, dass ich sie aufgefordert habe, ähnlich wie die Logopädin, die Laute zu im Mund zu spüren und die Buchstaben ineinander übergehen zu lassen oder zu singen. Am Anfang nur den Mitlaut und danach den Selbstlaut, Ei, au etc. als eigenen Selbstlaut und erst, als sie das sicher konnte, die umgekehrte Variante. Erst Selbstlaut, dann Mitlaut. Im dritten Schritt dann die Kombi: erst Mitlaut, dann Selbstlaut, dann Mitlaut. Das hat einigige Zeit gedauert aber hat dann über die Kombination Lauterfühlen, quasi den Laut kauen und dann den Laut sprechen und nochmal hören gut geklappt. Vielleicht ist das für den /die ein oder andere von Euch auch ein Weg.

Liebe Grüße! Ayden

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Beitragvon ehemalige Userin » 21.10.2015, 21:32

Mama von Theo hat geschrieben:Was gar nicht klappt ist, wenn "AM statt MA steht".... dnann ist entweder alles AM oder MA... der Unterschied wir nicht erkannt... habt ihr eine Idee, wie hier der Knoten platzt?


Wir hatten zwar auch das IntraAkt Material, aber es nur abgewandelt und nicht methodentreu eingesetzt.

Das Problem, das AM gleich wie MA ist, hatten und haben wir aber auch.

Mein Junior liest auch jetzt noch in einem Satz zB. häufiger "Tim" als "mit" oder umgekehrt und regelmäßig ie als ei

Ich vermute, das liegt bei ihm an den ausgeprägten Problemen - vorallem mit auditiver -Serialität. Junior ist z.B. auch nicht in der Lage einen 3 Worte Satz nachzusprechen ohne Unterstützung durch Bilder, Symbole oder Gebärden. :cry:

Geholfen hat ihm die Silben selber aus den Buchstaben zu legen, aus halben Kärtchen und fast besser noch auch dreidimensional. Wir hatten Holzbuchstaben und Legosteine mit Buchstaben.
Zum Lesenlernen haben wir dann häufig auch mit dem Lesekrokodil ( die einzelnen Silben kommen nacheinander aus dem Krokodilmaul) geübt.

Inzwischen reicht es meist mit dem Finger nachzufahren.

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Anna G.
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Beitragvon Anna G. » 22.10.2015, 11:34

Hallo Betty,
evtl. wären die Mundbilder aus der kybernetischen Methode was für euch.
http://www.kybernetische-methode.de/kym-theorie.html
Damit üben wir grade die deutlichere Aussprache.
Visualisieren ist bei uns immens wichtig.
Oder du gehst einen Schritt zurück und nimmst nur die Buchstabenkarten A+M und legst sie einzeln vor und sprichst seeehhhr gedehnt AAAM bzw. MMMA.

LG
Anna
So wie du bist hat Gott dich ausgedacht und er hat dich wirklich wunderbar gemacht.
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SonjaWi
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Beitragvon SonjaWi » 27.10.2015, 11:32

Hallo

eigentlich bin ich gerade zufällig über Euren Beitrag gestolpert. Und vorweg, sprechen etc. ist auch nicht unsere Prolematik, sondern eher die Motorik.
Aber wir waren mal wieder in Belgien eine Woche Tomatis machen und Laura hat in der Woche NOCH MAL sprachlich zugelegt. Motorisch wäre mir der gleiche Schwung lieber gewesen. Aber vielleicht hilft Euch die Therapie.

Ich habe gesehen, dass viele Kinder im Rahmen der Therapie einen mini-Lautsprecher unten am Kinn hatten, wodurch die Schwingungen der Musik auf das Gewebe und den Kiefer übertragen wird.
Bei vielen konnte man sehen, dass sie nicht mehr so hypoton waren und das "speicheln" aufgehört hat. Bei Laura bewirkt es sprachlich, dass sie mit ihren 4 Jahren nooooch mehr redet und vollständiger etc.

Also wir machen die Therapie in Kombi mit anderen Dingen. Aber ursprünglich wurde sie von Herrn Tomatis bei Sprachproblemen entwickelt

Hoffe ich konnte helfen.

LG


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