Sitzhose und Lehne für Therapiefahrrad abgelehnt

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susisuse1977
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Sitzhose und Lehne für Therapiefahrrad abgelehnt

Beitragvon susisuse1977 » 04.03.2006, 21:10

wir haben ein problem, ich habe für meine tochter ein fahrad beantragt, sie fährt selbständig, brauch aber eine sitzhose und eine lehne, da sie kein gleichgewicht darauf halten kann. als sie in der kg schuhle in bochum war, hat sie damit fahren dürfen und ist echt klasse damit umgegangen und konnte sogar rückwerts und so fahren. die krankenkasse hat abgelehnt mit der begründung sie währe mit ihren 7 jahren noch nicht verkehrstauglich und damit eine gefahr für jedermann, als ob ich sie alleine damit fahren lassen würde :icon_scratch: so blöd bin ich ja auch nicht, aber kein kind mit 7 jahren ist in der lage selbständig über die öffentlichen straßen zu fahren. es ist jetzt schon ein wenig her, 4 monate, also die zeit für einspruch ist auch verstrichen. meint ihr es lohnt sich einen neuen antrag zu stellen ? ach übrigens, ich bin bei der bkk hösch.
währe für einige tips von euch echt dankbar.

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Claudia P.
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Beitragvon Claudia P. » 04.03.2006, 21:22

Hallo,
Ich habe kürzlich für meinen dreilährigen Sohn ein Therapierad beantragt. Hat die BKK Mobil Oil auch nicht bewilligt, mit der selben Begründung. Als wenn ich meinen 3 Jahre altes Kind damit allein rum fahren lasse. Habe dann Einspruch eingelegt und das Rad dann doch bekommen.
An deiner Stelle würde ich das auf jeden Fall nochmal probieren. Die Krankenkassen sagen immer erst mal nein. Kommt mir jedenfals so vor.

Liebe Grüße

Claudia
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Thomas *06.2002 hypoton, globale Entwicklungsverzögerung, Sprachstörung, wahrnehmungsgestört, Ataxie, Gehirn reifeverzögert, Epilepsie, wird als geistig behindert eingestuft, dabei hat er das faustdick hinter den Ohren.
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Beitragvon CarolineF » 04.03.2006, 21:38

hallo ,
ich denke auch , du solltest nen neuen antrag machen und wenn der wieder abgelehnt wird , widerspruch einlegen. die argumentation ist humbug , da dürfte ja auch kein 7jähriges kind ohne behinderung schon fahrrd fahren. und ich weiß nix von nem gesetz , das radfahren erst ab nem bestimmten alter erlaubt ;-)
außerdem sind da manche jugendliche oder erwachsene eher eine gefahr für alle , wenn se wie blöd rasen.....
HEP ,Heilpädagogin und angehende Kommunikationspädagogin (Fachmensch für UK)

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Beitragvon cicek02 » 04.03.2006, 21:53

hallo,
ich schließe mich an, auf jeden fall Widerspruch einlegen. Die Mitarbeiter der Krankenkassen werden ausgebildet erst nein zu sagen ein Widerspruch könnte da helfen.

Wenn es gar nicht klapt schalte einen Anwalt ein da kannst du dann mal sehen was passiert, meistens bekommst du es dann.

Gruß Yasemin
Tugce 6 jahre Hypoxischer Hirnschaden nach Herz OP.

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Beitragvon Susanne K » 05.03.2006, 15:17

Hallo,

wenn Du ein Therapierad beantragst, solltets Du Dir vielleicht von Eurer Physio eine Begründung für die Notwendigkeit schreiben lassen, das hilft bei einem Antrag weiter, wir haben das so für unseren Sohn Marc gemacht, denn das Ding nennt sich ja Therapierad, folglich ist es kein Freizeit-Sportgerät, es soll unseren Kindern helfen in ihrem Alltag besser zurecht zu kommen.

Zu der Begründung von wegen Sieben Jahre, kein Radfahren erlaubt, das hat uns vor kurzem ein Polizist so erklärt, bis zum Alter von zehn Jahren, darf ein Kind nicht ohne erwachsene Begleitperson auf öffentlichen Straßen fahren, auf Gehwegen wäre es möglich, genauso auf dem privaten Grundstück, aber es gilt die Aufsichtspflicht einzuhalten, wenn etwas passiert und Du bist nicht in der Nähe gibts bösen Ärger, von wegen Versicherungsschutz und so.

Liebe Grüße Susanne K

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Beitragvon Ela74 » 05.03.2006, 15:29

Hallo,

wir hatten unrsprünglcih aml ein Trailer-Bike beantragt. Das wurde natürlich abgelehnt, weil er damit eh nicht allein fahren könnte, die haben dann aber auch noch gleich mit reingepackt, daß auch ein normales Therapierad nicht in Frage käme, da er durch die starke geistige Behinderung eh nur eine Gefahr darstellt.
Wir hattten damals super Begründungen vom Orthopäden und KG, warum Rad fahren sehr wichtig fürh ihn wäre.
Inzwischen ist er in der Schule auch in der KG häufiger Rad gefahren und wir werden es jetzt trotzdem nochmal probieren, diesmal ein normales Therapierad zu beantragen. Ich rechne auch erstmal wieder mit einem "Nein" aber Widersprechen ist ja leider schon fast Routine.

Liebe Grüße
Ela
Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11

Werner Watermeier

Beitragvon Werner Watermeier » 05.03.2006, 15:39

Eigentlich ist die Sachlage ganz einfach,

Erstens handelt es sich um anerkanntes Hilfsmittel siehe HMV zudem ist es ein Therapiefahrrad Zielsetzung hier ist die Mobilität und förderung des Bewegungsapparates also nicht zwingend für draußen sondern wird auch für innen(Einrichtungen)
Zudem haben die KK es in der Vergangenheit immer Genehmigt und kein Versicherter darf schlechter gestellt werden als ein anderer.
Unbedingt neubeantragen


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