Information an andere Eltern im Kindergarten?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Inge 13
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Information an andere Eltern im Kindergarten?

Beitragvon Inge 13 » 22.04.2013, 13:28

Hallo,

unser Sonnenschein kommt nächste Woche als I-Kind in den Kindergarten.
Jetzt habe ich und auch die Erzieherinnen überlegt wie man die anderen Eltern darüber informiert.

Ich weiß es hört sich eigentlich total bescheuert an, man macht das ja bei "gesunden" Kindern auch nicht...aber die meisten trauen sich ja nicht einen direkt anzusprechen oder einfach mal nachzu fragen, aus Angst Unsicherheit u.s.w.

Ich habe mir schon überlegt, das ich unsere Geschichte ganz kurz auf dem ersten Elternabend erzählen möchte...

Welche Erfahrungen habt ihr?Wäre für Ideen und Tipps wirklich dankbar. :D

Liebe Grüße Inge
Wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen.
Johannes geb.21.08.2010 Thalamusblutung, dystone Tetraparese, Entwicklungsverzögerung

FranziK
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Beitragvon FranziK » 22.04.2013, 15:12

Hallo,
Bei uns in der Kita wird darüber mit den anderen Eltern nicht gesprochen, lediglich im Elternabend kurz die Anzahl der I-Kinder erwähnt.
Hat vielleicht was mit dem Datenschutz zu tun?!

Aber wenn du darüber berichten möchtest, würde ich es tun, das kann definitiv hilfreich sein,um ins Gespräch zu kommen mit den anderen Eltern.
Wünsche euch einen erfolgreichen Start!

LG

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Beitragvon Heike Zahner » 22.04.2013, 15:44

Hallo,
bei uns im Kiga wird mit den anderen Eltern darüber auch nicht näher gesprochen.

Ich habe auch den ersten Elternabend genutzt und uns in der Vorstellungsrunde direkt als "I-Kind"-Eltern vorgestellt und ein bisschen von Philipp erzählt.

Ich glaube, dass es so für viele Mütter leichter war mich direkt anzusprechen bzw. einigen die "Angst" genommen wurde Philipp genauso normal zum Spielen einzuladen wie die Regelkinder auch.
Mir wurde von einigen gesagt, dass sie diese offene Art als sehr angenehm empfunden haben.

LG, Heike
Philipp, 25.07.07 (beids. Radiusaplasie, Skoliose, Minderwuchs (SGA))
Miriam, 25.07.07 (gesund)
unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?t=35414/

Iris15
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Beitragvon Iris15 » 22.04.2013, 15:49

Hallo,

ich würde nichts mehr zu anderen Eltern sagen. Wir haben superschlechte Erfahrungen mit unserer Offenheit gemacht. Gerüchte, falsche Ängste, und dass das Kind und wir geschnitten wurde: all das haben wir erlebt. Deshalb: niemals mehr wieder. Heute erfährt nur derjenige etwas, der es wissen MUSS.

Alles Gute
Iris

... mich gruselts, wenn ich daran denke, was für eine schreckliche Zeit war das....
Sohn mit ideophat. generalisierter GM-Epi

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Beitragvon MajaJo » 22.04.2013, 18:19

Hallo,

ich glaube, sowohl das Eine als auch das Andere kann falsch sein. Bei uns übernehmen die Information komplett die Erzieher und ich bin froh darüber!

LG
Maja
Maja m. Jo (*10) Neurod., Ichth. vulgaris, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, GdB 70 H, A (*05) Chêneau-Korsett versorgte Skoliose und Sternenenkel (3/18-5/18)

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Beitragvon coro » 22.04.2013, 18:42

Hallo Inge,
es klingt so als ob Dein Kind eines der ersten I-Kinder in diesem Kiga ist. Denn ansonsten hätte ich erwartet, dass Dir die ErzieherInnen berichten können wie sie bei anderen Kindern vorgegangen sind.
In unserm I-Kiga mit langer Erfahrung war allen Eltern (auch den Eltern mit den Normalos) bekannt, dass in der jeder Gruppe 5 I-Kinder sind. Allerdings wurden die Eltern nicht im Einzelnen oder gar im Vorfeld informiert. Bei manchen Kindern war es klar, dass sie I-Kinder sind, aber meistens kann man nicht alle Kinder erkennen.
Ich fände es wichtiger, die ErzieherInnen würden sich Gedanken machen, wie Euer Kind gut in der Gruppe ankommt und von der anderen Kindern gut aufgenommen wird.
LG
Coro

Inge 13
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Beitragvon Inge 13 » 22.04.2013, 19:31

Hallo...

...danke schon mal für die Rückmeldungen :D
In dem Kindergarten waren schon viele I-Kinder, allerdings nicht mit "offensichtlichen"Behinderungen, oder wie ich es nennen soll.
Zu den Erzieherinnen kann ich nur sagen, das sie sich total viele Gedanken machen wie sie Johannes integrieren können und auch schon im Vorfeld die Gruppe umgestalten haben, so das er mit Therapiestuhl usw überall mitmachen kann....also das ist echt alles super gut...

Liebe Grüße
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Beitragvon Lovis3 » 22.04.2013, 19:45

Hallo!

Wir haben auch damals auf dem Elternabend die anderen Eltern informiert. Die Eltern haben ja Anton jeden Tag gesehen und sich auch gefragt, was mit ihm ist. Ich habe nicht sehr viel erzählt, aber das was uns wichtig war. Dann habe ich angeboten, dass wir für Fragen immer da wären. Das kam sehr gut an, wird mir noch heute zurückgemeldet.
Jetzt gab es einige zeit in diesem kiga ein I-Kind, bei dem es keinerlei infos an uns andere Eltern gab. Da kamen schnell Gerüchte auf, vor allem auch weil die Mutter nie mit anderen geredet hat. Das war keine so schöne Situation, wohl für alle beteiligten.
Die Erzieherinnen dürfen von sich aus keine Infos weitergeben, das fällt unter Datenschutz!

Liebe Grüße
Katrin
Katrin mit A. *06, SSW 23+0, 600g, BPD (nachts sauerstoffpflichtig) und Lungenschädigung durch RSV-Virus, pulmonale Hypertonie, Rechtsherzinsuffizienz, Hypotonie (Rollifahrer, läuft kurze Strecken mit Rolltor oder 4-Punkt-Stützen), sehbehindert
und M. *08 und L. *11

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Beitragvon die_Jule » 22.04.2013, 20:12

Mein Sohn geht in einen Kindergarten/eine Krippe mit einigen wenigen I-Kindern, und ich kann als Elternteil "von der anderen Seite" berichten, dass ich es immer gut fand, wenn man kurz über Dinge, die die Eltern des I-Kindes wichtig finden, informiert wurde.

Dann kann man auch, wenn etwas "passiert" (das I-Kind einer Gruppe hat beispielsweise einmal Angst bekommen und dabei sämtliche Bastelarbeiten, die die Kinder für das Lichterfest gemacht hatten, kaputt gemacht) besser auf die Situation eingehen und mit ihr umgehen, anstatt sich nur zu denken "Was zur Hölle ist da denn passiert?!?".
neugierige Jura-Studentin mit Interesse an Familienrecht, Betreuungsrecht, Verfahrenspflegschaften/-beistandsschaften
und mit großem Piraten (10/2011) und kleinem Osterei (3/2016).

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Beitragvon TaMaHa » 22.04.2013, 20:23

Hallo,

nachdem ich damals im integrativen Ki-Ga selbst Elternbeiratsvorsitzende war, habe ich einen Abend gestaltet, weil das Interesse damals so groß war - sagte man mir. Es war der erste I-Kindergarten. DAS WÜRDE ICH SO NIE MEHR MACHEN. Trotz Fragen und Antworten - sehr einfühlsam mit der Ki-Ga-Leiterin vorbereitet- wurde mir das Gefühl gegeben, dass die Behinderung vielleicht ansteckend sein könnte. Manche MÜtter meinten sogar, dass ihre nichtbehinderten Kinder mit den Therapien und Förderungen viel mehr davon hätten und das für meine Tochter doch vergeudete Zeit wäre. Mag gar nicht mehr alles aufzählen, wieviel dummes Gelaaber, das ich mir anhören musste. Das waren aber z.T. "intelligente" Frauen, von Anwälten, Doktoren und und und. Eine Mama sagte zu mir, wenn ich sehe was eine Tochter alles an Hilfe bekommt, das möchte ich auch gerne mal haben!!! Sie hatte eine gesunder Tochter. Das gibt es auch.

Es gab aber auch Gott sei Dank die "Normalo-Mamas", mit denen ich ganz gut klar kam, die fragten, aber das kriegt man mit der Zeit sowieso raus, welche zu einem passen. Spätestens am 1. Kindergeburtstag, an dem man einlädt.
Wenn jemand fragt, ja. Aber wenn niemand fragt, einfach als normal ansehen. Man frägt ja andere auch nicht, warum sie ihr Kind in den Kindergarten tun. Alle wollen ja die Inklusion, wenigstens nach außen hin, weshalb man die Behinderung gar nicht erwähnen muss. Ich denke, das ergibt sich im Gespräch und auch nicht den Müttern aus dem Weg gehen.

Kenne auch Mamas, die sehr gute Erfahrung gemacht haben. Aber das musst Du selbst rausfinden, wie die Mamas der Kinder so gestrickt sind. Auf alle Fälle vorsichtig rantasten, kann ich Dir da nur raten.

Viel Glück und alles Gute im Kindergarten

TaMaHa
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