Nun haben alle Kinder, behindert oder nicht, das Recht auf den Besuch einer Regelschule.
KEINE Mutter kein Vater muß sich nun vom Schulamt mehr darauf verweisen lassen dass ihr / sein behindertes Kind auf eine Förderschule muß wenn die Eltern dies nicht wünschen.
Ich bin so glücklich hierüber denn viele Eltern hier im Forum welche vom Schulamt gezwungen wurden ihre leicht geistig behinderten Kinder in eine Förderschule für geistig behinderte Kinder zu geben, in welcher die Kinder dann unterfordert waren, haben nun eine rechtliche Handhabe darauf zu bestehen dass ihre Kinder mit Integrationshelfer in eine Regelschule dürfen.
Nun müssen wir hoffen dass nicht einzelnen Länder versuchen dieses EU-Gesetz zu unterlaufen. Aber eine Klage ist in einem solchen Fall zumindest erfolgversprechend.
Übrigens kam bei dieser ganzen Sache wieder einmal zum Vorschein dass Deutschland in der ganzen EU Schlußlicht ist bei der Integration von behinderten Kindern. DIES IST EINE SCHANDE !
Liebe Grüsse
Renate KN _________________ Tochter 71, herzkrank, Sohn 75, ADHS, Enkelin 94, gesund, Enkelin 03, auditative Wahrnehmungsstörung, Enkel 08, Frühchen 34. SSW, Fehlstellung am kleinen Finger beider Hände, andere "Fehlerchen" haben sich jetzt zu unserer Freude als nicht besorgniserregend herausgestellt
das ist ja alles ganz gut und schön, bringt mir aber gar nichts, wenn darüber hinaus keine Gelder fließen.
Junior bekommt trotzdem nur einen Zivi für 4-5 Stunden die Woche.
Das ist viel zu wenig!
Eine ausgebildete Sonderpädagogin wäre wenigstenst unterstützend toll.
Aber das dürfen die Kooperationslehrer der sh-Schule nicht, dafür ist kein Geld da.
Der Gipfel wäre natürlich eine weitere Lehrkraft in der Klasse.
Nix, Pustekuchen!
Deshalb ist dass doch alles nur für die Medien. Im konkreten Fall hilft das wenig.
Vor allem, wenn die Schulen gar kein behindertes Kind aufnehmen wollen, dann
kann man prozessieren so viel man will. Sicher gewinnt man irgendwann, aber mein Kind mit Sicherheit nicht.
So lange in unserer Gesellschaft Schulen mit so wenig Geld und Ressourcen ausgestattet werden, kann man es den Lehrern nicht mal verübeln, daß sie sich freiwillig noch mehr Arbeit aufbürden sollen. Da kann einem wahrscheinlich wirklich jede Motivation vergehen.
traurige Grüße
Andrea _________________ Andrea(66), Mirko (04) gehörlos CI-versorgt - sonst gesund und noch 3 Geschwister
Aber eine Klage ist in einem solchen Fall zumindest erfolgversprechend.
schön und gut, aber weißt Du wie lange eine Klage vor dem EuGH dauert... das wird wenig nutzen.
LG,
AnKa _________________ AnKa mit Tochterkind 10/02 u. Minimonk 11/05 mit Syndaktylien, extremen Knick-Senkfüßen, hyperreagiblem Nervensystem u. aut. Verhaltensmustern - seit Jan. '11 glückliches Regelschulkind!
ich finde die gesetzliche Regelung gut, doch bleibt die Frage, ob man seinem Kind damit was Gutes tut?
Die Zuwendung und Lernmethoden bleiben auf einer Regelschule die gleichen. Da kann man sich aus unterschiedlichen Gründen gar nicht ausreichend um das besondere Kind kümmern. Auch wenn ich den Gedanken gut fände, mein Kind auf die Regelschule zu lassen, hätte ich die Angst, es würde dort viel weniger lernen als auf einer speziellen Schule. Und womöglich würde ihm auf der Regelschule ein qualifizierter Abschluß verwehrt, der ihm auf einer speziellen Schule eventuell möglich wäre! Auf der Reglschule wird er vielleicht nur so "mitgeschleift".....
Prinzipell ist es gut, daß jeder die Wahl hat. Aber es ist nicht generell für jedes Kind gut. Da fehlt es noch zu sehr an geeigneter Umsetzung und Verbesserung der Lernbedingungen für besondere Kinder an Regelschulen. So wie normale Lehrer keine sonderpädagogische Ausbildung haben usw.......
Es hört sich gut an, scheitert aber an der Praxis, wenn nicht noch mehr umstrukturiert wird.
LG Petra _________________ E. (01/04): Panayiotopoulos-Rolando-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, Autismus, einfache Aufmerksamkeitsstörung
Hallo,
ich nehme mal kurz zu dem Regelschulbesuch Stellung.
Meine Tochter, hochgradig sehbehindert besuchte 4 Jahre die Regelgrundschule.
Für alle Kinder und die Lehrer war es eine Bereicherung, sagte die Schulleitung
letztes Jahr beim Abschied.
Sie wurde in allen schulischen Bereichen gut integriert und ging immer gerne
dort zur Schule.
Die Klassenstärke betrug damals 19 Kinder, für uns waren die Gegebenheiten
an unserer Regelgrundschule vor Ort ideal.
Eine Integration muss nicht immer scheitern.
>>>>>>Dies als positiver Hinweis. <<<<<<<<<<<<<<
LG
silkeh. _________________ silke (71), gregor (65), louisa (98) sehbehindert
part. trisomie 22, cat-eye-syndrom, Integration
(gemeins. Unterricht),marius(01) 4. Klasse
Die Arbeit läuft dir nicht davon, während du
deinem Kind den Regenbogen zeigst, aber der
Regenbogen wartet nicht bis du mit deiner
Arbeit fertig bist. (unbekannter Verfasser)
Hallo,
ich halte von dieser Zwangsintegration ja garnichts, für wen oder was denn ?
Die Kinder sind immer Exoten und Außensseiter.
Ich finde nach wie vor ist es total klasse hier in Deutschland, dass man eben die Möglichkeit hat ,eine Förderschule zu besuchen.
Was mich interessieren würde, die ach so tolle Integration funktioniert meis nur in der Grundschule, wenn überhaupt und was dann ?
@Silkeh. und wass ist nach den 4 Jahren ?
Mein Sohn hat durch den "Umweg" über die KB Schule ,Lehrplan Lenrförderung, nur provitiert
und er kam vom Gym und trotzdem nicht unterfordert weil er endlich mit Spaß lernte, weil er endlich kein Auißenseiter mehr war und sozial sooo viel lernen konnte, in der HPT
@ Saskia, Lousia wird weiter integrativ beschult.
Auch hier klappt es sehr gut. Es sind ebenso wie in der Grundschule 19 Kinder
in der Klasse. Auch hier geht sie gerne zur Schule.
Die Arbeit läuft dir nicht davon, während du
deinem Kind den Regenbogen zeigst, aber der
Regenbogen wartet nicht bis du mit deiner
Arbeit fertig bist. (unbekannter Verfasser)
auch ich bin hier sehr zwiegespalten.....
Natürlich gibt es viele kinder,bei denen eine integrative Beschulung sinnvoll ist und auch klappt!!!!!
Ich finde aber,es MUSS die Entscheidung der Eltern bleiben!!!!!!!
Ich erlebe gerade ein Negativ Beispiel und bin völlig fassungslos darüber!!!!!
Unsere kleine wird dieses Jahr eingeschult und wird von Gutachtern begutachtet wegen der SChulform.
Laut Ärzte,Therapeuten und allen anderen gehört sie ganz klar auf die GB Schule und mein Mann und ich haben uns letztendlich schweren Herzens dazu entscheiden,weil sie einfach dorthingehört!!!!
JETZT kommt diese Gutachterin,die Integration so toll findet und möchte,'Dass Chantal auf eine Regelschule geht
Die regelschulen hier sind keineswegs auf behinderte Kinder eingestellt.Chantal ist noch nichtmal in der Lage,ein vorgemaltes Kreuz nachzumalen!!Sie trägt komplett Windel u.s.w.
Da frage ich,WAS tu ich meinem Kind damit an???????????
Wir haben jetzt einen Riesenärger hier und ich bin gespannt,wohin das noch führt!!!!!!!
lg
alex _________________ Alexandra mit 2 Jungs (13 und 10 Jahre) und Pflegekind (8 Jahre), FAS Syndrom,geistig behindert,Schlafstörung,Zöliakie,Essstörung.Und ab und zu ein kleiner wirbelwind in Bereitschaftspflege
Chantal hat einen IQ von 51 und DA bin ich einfach der Meinung,dass die Integration nix bringt!!!
lg
alex _________________ Alexandra mit 2 Jungs (13 und 10 Jahre) und Pflegekind (8 Jahre), FAS Syndrom,geistig behindert,Schlafstörung,Zöliakie,Essstörung.Und ab und zu ein kleiner wirbelwind in Bereitschaftspflege
Hallo,
auch mein Junge wird ganz normal als Regelgrundschüler in der ganz normalen Regelgrundschule beschult. Er hat hochgradiges ADHS mit vielen, vielen Begleitproblemen.
Wir alle, inkl. Ärzten, Therapeuten, Kiga und auch Schule waren sehr gespannt, wie es funktionieren würde und jetzt, nach dem 1. Halbjahr können wir sagen, ja, es funktioniert sehr, sehr gut. Klar, es gibt Probleme, aber gemeinsam, mit ganz offenen und ehrlichen Worten und beidseitigem Zugehen haben wir das bis jetzt sehr gut geschafft.
Die Lehrerin sagte uns beim Elterngespräch "ich bin sehr stolz darauf, Ihren Sohn als Schüler in meiner Klasse zuhaben" und "er ist eine Bereicherung für die ganze Klasse". Auch sie war VOR der Einschulung kritisch, ob es funktionieren kann.
Es kann also funktionieren, wenn von allen Seiten mitgearbeitet wird. _________________ LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
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