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Stephanie - Logopädin
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Logo-Steffi
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BeitragVerfasst am: 21.03.2010, 12:45    Titel: Stephanie - Logopädin Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

auch ich möchte mich in den Kreis der Professional einreihen und stelle mich kurz vor:
Mein Name ist Stephanie. Mein Haushalt wird gerade wieder etwas kleiner, da meine beiden erwachsenen Söhne ausgezogen sind bzw. auswärts studieren. Ich bin seit 4 Jahren in eigener Praxis als Logopädin tätig. Zu meinen Schwerpunkten gehört neben der Behandlung von Stimmstörungen die Arbeit mit behinderten Klienten und Mutisten. Ansonsten begegnen mir in der Praxis Klienten jeder Altersklasse und mit den unterschiedlichsten Problemen - von einfachen Aussprachefehlern, Spracherwerbsstörungen, Stottern oder Stimmstörungen über Schluckstörungen bis hin zu schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen - eben alles was zum Logopäden kommt.
Zu meinem Team gehören im Moment eine Logopädin und mein Hund, der zwar noch keine Therapiehundausbildung hat, aber durchaus ein brauchbarer Helfer im täglichen Tun mit den kleinen und großen Klienten ist.
Ich bin eigentlich per Zufall auf diese Seite geraten und war sofort angetan von der Art und Weise wie hier miteinander kommuniziert wird. Gerade der Austausch zwischen Fachleuten und Betroffenen fand ich und finde ich immer noch als äußerst effektiv. Damit können wir unseren Horizont immens erweitern und stehen doch absolut an der Basis.
Ich würde mich über einen regen Austausch freuen und stehe natürlich mit meinem Fachwissen gerne zur Verfügung.

Also bis bald

Stephanie
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Mone80
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BeitragVerfasst am: 21.03.2010, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Logo-Steffi, Herzlich Willkommen !

LG Mone80

_________________
Ergo.-Castillo Morales, Sensorische Integration, Psychomotorik,...,Schwerpunkt:Säuglinge/Kleinkinder - ca. 16 Lebensjahr, Die "Besonderen Kinder" liegen mir besonders am Herzen! Praxisarbeit/Praktisch Bildbaren Schule/Lernhilfeschule
"Jeder kann etwas ganz besonderes, man muß sich nur die Zeit nehmen und die Arbeit machen danach zu suchen."
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Natalja81
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BeitragVerfasst am: 21.03.2010, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
herzlich willkommen hier!

Ich habe Fragen bezüglich Wortschatzerweiterung eines 6 jährigen. Man hört ja, dass mit ca. 5 Jahren alles abgeschlossen ist und da nicht mehr viel passiert. Was sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie Erfahrungen speziell mit Fragiles-X-Syndrom-Betroffenen gemacht?

Grüße
natalja
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Yvonni
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BeitragVerfasst am: 13.07.2010, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stefanie,

unsere Tochter Marie ist im März 2009 in der 34. SSW per Nokaiserschnitt geboren. Ihr Großhirn ist aufgrund einer Sauerstoffunterversorung beschädigt.

Meine Frage: Ab wann ist es sinnvoll die Logopädie in Anspruch zu nehmen?
Marie gibt ein paar Töne von sich, aber noch keine Laute wie z.b. ba-ba oder auch kein brabbeln.
Sie hat auch Schwierigkeiten mit dem Essen. Flasche trinken geht ohne Probleme, aber Brei essen, ist immer ein Kampf. Der Saugreflex ist noch stark ausgeprägt. Wie kann ich ihr das Kauen beibringen?
Zudem kommt noch hinzu, dass sie schlecht sieht....

Freu mich über eine Antwort.

YVonne

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Marie *6.03.2009
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Logo-Steffi
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BeitragVerfasst am: 13.07.2010, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonne,
erst einmal herzlich willkommen bei REHAkids. Gerne will ich versuchen, deine Fragen zu beantworten.
Du schreibst, dass deine Tochter eine Sauerstoffunterversorgung während der Geburt erlitten hat. Dieses Schädigung kann viele Ausprägungen zeigen. Um dir hier wirklich weiter helfen zu können, müsste ich deine Kleine persönlich kennen lernen und eine genaue Diagnostik machen. Grundsätzlich sind bei dererlei Behinderungen Sprachentwicklung und/oder motorische Entwicklung etwas verlangsamt. Wenn man davon ausgeht, dass gesunde Kinder mit ca. 9 Monaten brabbeln, so denke ich, hast du bisher noch nichts versäumt. Alles was man tun kann um in irgendeiener Form mit dem Kind in "Kommunikation" zu treten solltest du natürlich tun, auch wenn keine "Antwort" kommt. Bezüglich des Schluckens wäre natürlich auch eine umfassende Diagnostik nötig, um dir wirklich hilfreiche Tipps geben zu können. Es gibt Methoden, die ein Fachtherapeut anwenden kann, um den ersten Saugreflex in ein reiferes Muster sozusagen umzuwandeln. Hast du denn in deiner Nähe einen Logopäden, der z.B. eine Ausbildung in F.O.T.T. oder Castillo Morales und/oder Padovan hat? Diese MEthoden sind im Moment die erfolgreichsten.
Das Sehen spielt natürlich nicht nur beim Spracherwerb, sondern auch beim Essen eine wichtige Rolle. Wenn du dir vorstellst, du kannst nicht sehen was dir ein anderer in den Mund gibt, ist es sicher auch nicht schwer, dir vorzustellen wie sich das anfühlt. Deine Kleine hat (im Gegensatz zu Erwachsenen) noch nicht so gut ausgereifte Wahrnehmungskanäle, so dass ein Wechsel des Geschmacks oder der Konsistenz erst einmal Angst machen kann - es entsteht also eher ein Abwehrreflex. Aber wie gesagt, Abhilfe ist in Zusammenarbeit mit einem Fachtherapeuten möglich. Ich kann nur aus der Ferne keine allgemein gültigen Tipps geben, denn jedes Kind reagiert etwas anders. Was dem einen hilft, kann dem anderen Angst machen und grundlegend ist, festzustellen welche Fähigkeit Marie schon mitbringt - also wo man anknüpfen kann.
Ich würde erst einmal das Gespräch mit dem behandelnden Kinderarzt oder dem HNO suchen, evtl. geeignete Adressen von Logopäden ausfindig machen oder in einer Frührehastelle o.ä. nach Behandlungsmöglichkeiten suchen. Der deutsche Verband der Logopäden (www.dbl-ev.de) führt eine Liste mit Therapeuten mit Fachausbildung. Vielleicht wirst du ja über diesen Weg fündig. So ganz alleine würde ich jedenfalls ert mal nichts ausprobieren.
Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg und noch ein paar coole Augenblicke in diesem heißen Sommer. Gerne stehe ich dir auch für weitere Frage zur Verfügung.

Bis dahin
Liebe Grüße Stephanie

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Yvonni
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BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Da hast du recht, ich muss mehr "Kommunizieren". Ich ertappe mich manchmal, dass ich viel zu wenig mit Marie rede....
was wir zwei aber supi können ist "schnalzen".

Laut unserem Kiarzt brauchen wir noch keine Logo....
aber wenn ich auf unseren Ki gehört hätte, wäre ich auch heute noch nicht im SPZ.... dort sind wir aufgrund der Physio und Osteopathie hin.

Ich möchte einfach alles so gut es geht richtig machen und nichts versäumen.

Ich schau mir mal die Internet - Seite an.
Schon mal vielen Dank....
Yvonne

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Yvonni
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BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

noch ne blöde frage....

auf der internet-seite ist eine hörprobe von einem kind mit 12 monaten.

bringt es etwas, wenn ich marie das vorspiele?
sie lauscht zumindest....

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Logo-Steffi
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BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonne,
blöde Fragen gibt es nicht - nur blöde Antworten.
Die Hörprobe soll eigentlich dazu dienen, einen ersten Eindruck zu bekommen, wie sich ein Kind in den jeweiligen Lebensstadien anhört, also eher was für dich als Mutter. Du kannst es Marie ja mal vorspielen, um ihre Reaktion zu testen. Als Therapiematerial eignet sich das allerdings eher weniger. Wenn ihr eine Krabbelgruppe in der Nähe habt, wäre der "echte" Kontakt sicher interesaanter. Es gibt aber schöne CD´s mit Kinderliedern (z.B. von Detlev Jöcker, Rolf Zuckowski und und und) oder klassische Musik (besonders Mozart spielt Lieder, die sehr gut geeignet sind für Baby- und Kinderohren.) Ich hab in der Praxis einige Bücher, ich guck mal nach den Titeln, hab sie nicht wirklich im Kopf.
Ebenso kannst du deiner Kleinen Anregung bieten, wenn du einfach mit ihr raus gehst und ihr verschiedene Eindrücke ihrer Umwelt verschaffst. Von Zoo (Tiere sind immer interessant) über Waldspaziergang bis hin zu einem Ausflug in die Stadt gibt es sicher viele Adressen, die es wert sind, mal besucht zu werden.
Während meiner Ausbildung sagte unser Psychologe immer: "Merkt euch - wenn die Kinder nicht in der Lage sind sich in der Welt in Bewegung zu setzen, müsst ihr die Welt für die Kinder in Bewegung setzen". Baby´s und Kleinkinder lernen in erster Linie über Sinneseindrücke. Je mehr Möglichkeiten du deiner Kleinen verschaffst, desto mehr kann sie über ihre Umwelt in Erfahrung bringen und desto besser reifen die Sinneskanäle aus. Es darf allerdings nicht zu einer ÜBERforderung oder Reizüberflutung kommen. Ich denke da hast du schon ein Gespür dafür. Verlass dich immer wieder auf dein Bauchgefühl, dann bist du auf einem guten Weg. Es ist sonnenklar, dass man grade bei einem Kind mit Handicap alles richtig machen und nicht versäumen möchte. Das ist auch o.k. Es geistern ja auch viele Geschichten über sog. "Kunstfehler und zu späte Förderung" herum. Es ist immer gut, offen zu sein, aber lass deinem Kind auch ein kleines Stück Individualität. Wenn du es schaffst, gelassen und interessiert zu sein, bietest du deiner Kleinen die beste Plattform sich zu entwickeln und du wirst merken, dass eure "Kommunikation" auf einer sehr intensiven Ebene stattfindet. Laughing
Wünsch euch noch einen schönen Abend und viel Spaß beim "kommunizieren"
Gruß Steffi
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PatriciaS
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BeitragVerfasst am: 15.07.2010, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi,

herzlich Willkommen hier im Forum. Auch ich habe eine Frage:

Wir haben bisher ein jährliches Gespräch mit einer Logopädin im Zusammenhang mit der pädaudiologischen Untersuchung. Erst letzte Woche waren wir da. Colin lautiert fleissig, hat aber immer noch sehr viel die Hände im Mund. Er isst gerne und fast alles, aber möglichst fein sollte es sein. Er kann kauen, isst z.B. auch Vollkornbrot, aber man muss ihm das ein oder andere grössere Stück auch mal wieder zurück in den Mund schieben. Alles, was knackt (Apfel, Gurke, etc. isst er nicht, er beisst ab, erstarrt kurz, und schiebt es wieder raus). Hat das mit der Wahrnehmung zu tun?
Nun bekam ich die Empfehlung, seinen Mundbereich mehr zu reizen, z.B. Mund ausstreichen, mit einem Massagegerät oder einer elektr. Zahnbürste, wenn er es denn akzeptiert, erst von aussen, dann von innen. Oder mit Wärme und Kälte arbeiten....... hast Du da vielleicht noch ein paar Tips für mich? (Viele Frage fallen einem ja immer erst nach so einem Termin ein!)
Ach ja, Logopädie wurde weiterhin noch nicht empfohlen.

Wäre toll - vielen Dank.
LG - Patricia

_________________
Patricia mit Colin *04/2005, ehem. Frühchen 26.SSW, ICP mit beinbetonter Spastik, bisher nicht-shuntpflichtiger Hydrocephalus nach Hirnblutung II.°, Kleinhirnhypoplasie nach Hirninfarkt, Schwerhörigkeit, Strabismus, schwere Sprachentwicklungsbehinderung. Seit 12/10 noch Hüftdysplasie Sad Ein richtig toller Kämpfer !
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Logo-Steffi
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BeitragVerfasst am: 16.07.2010, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patricia,
es ist immer schwer Tipps und Statemants abzugeben, wenn man weder Kind noch Ausprägung der Störung gesehen hat. Die Empfehlungen mit sog. oraler Stimulation sind sicher sehr hilfreich und werden generell auch in der Literatur so beschrieben. Habt ihr denn die Handgriffe gezeigt bekommen, die du anwenden sollst?Ein paar Dinge sollte man schon beachten, denn wenn es noch so einfach klingt, auch da kann man Fehler machen, die letztendlich zu "Nicht-Akzeptanz" oder gar Verschlechterung der Symptomatik führen können. Wenn es möglich ist, sollte die erste Behandlung von einem Fachtherapeuten durchgeführt werden und dann folgt eine Anleitung der Eltern - das ist der optimale Weg. MAnche Kinder mögen eher Wärmereize, andere Kältereize, wieder andere lieben Berührung durch verschiedene Gegenstände. Wichtig ist auf jeden Fall, genau zu beobachten wie dein Sohn darauf reagiert. Falls du keine Verornung bekommst beachte bitte folgendes: Geht sehr vorsichtig ran und denke dran, dass er mitunter ganz neue Erfahrungen macht, die alle verarbeitet werden müssen. Fang am Handrücken an, geh langsam über Handinnenseiten, Unterarme, Oberarme, Hals, Wangen, Kopfhaut in Richtung Mund. da auch erst einmal außen an den Lippen, dann innen. Geh immer nur soweit wie es Colin tolerieren kann. Es kann eine ganze Weile dauern, bis er dich tatsächlich in den Mund bzw. auf die Zunge lässt. Am Besten präsentierst du ihm das Ganze recht spielerisch, so dass er auch selbst untersuchen darf und seine "Erfahrung über den Gegenstand" macht. Gute Situationen sind z.B. bei der Körperpflege oder als Ritual vorm Schlafengehen. Sicher gibt es viele sog. "Insider-Tipps". Die hier zu nennen würde den Rahmen des Forums sprengen. Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein bisschen weiterhelfen und wünsch dir viel Erfolg.
Bis bald Gruß Steffi

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