Verfasst am: 06.11.2005, 12:27 Titel: Rolli oder anderes Gefährt?
Hallo ihr,
ich hoffe, dieses Thema wurde hier nicht schon ausdiskutiert, ich habe es jedenfalls noch gesehen, weil bisher kein Interesse.
Gestern sah ich aus dem Auto, wie eine junge Erwachsene in einer Art Reha-Buggy oder so geschoben wurde.
Ich bin bisher immer nur auf Rollstühle für Andi fixiert gewesen, weil wir mit seinem ersten "Aktivrollstuhl" so gut klargekommen sind. Schon der erste Urlaub in Griechenland, dort haben wir Wanderungen unternommen, die mit einem Kinderwagen aus Babyzeiten nie möglich gewesen wären. Dieser Rolli ist so wendig, einfach toll, über Stock und Stein haben wir mühelos super-Wanderungen gemacht.
Nun hat Andi seit 2 Jahren schon einen Rolli mit E-Fix Zusatzteil. Dieser Rolli ist aber so schwer und nicht faltbar, dass sein alter Aktivrollstuhl für uns unverzichtbar für Freizeit, Integrationssport und Urlaub ist.
Wie sind eure Erfahrungen mit solchen "Reha-Buggies"? - Falls die sich überhaupt so nennen?
Eine Zweitversorgung gibt es ja sowieso nicht, so etwas könnte ich ja bestimmt auch wieder "privat" anschaffen, denn die Kasse weigert sich ja schon, den alten "Aktivrolli" zu warten, obwohl wir so sehr auf diese "luxuriöse" Zweitversorgung angewiesen sind.
wir haben für Lennart seit Anfang 2004 einen Reha-Buggy. Für kleinere Kinder finde ich den Buggy ok, da man die Kinder in verschiedene Liege- und Sitzpositionen bringen kann. Unser Buggy hat auch ein Regen-/Sonnenverdeck. Der Nachteil ist: der Buggy ist ziemlich schwer und nimmt im Auto viel Platz weg. Läßt sich auch nicht immer gut lenken (je nachdem welche Räder man vorne hat). Und die Kinder haben keine Möglichkeit sich selber fortzubewegen. Deshalb sind wir jetzt dabei für Lennart einen Rolli auszusuchen.
Liebe Grüße
Andrea _________________ Lennart Muskelhypoton, Hemiparese links, Hydrocephalus, BNS-Epilepsie, schwach durchblutet Sehnerven, entwicklungsverzögert
Gestern aus dem Auto heraus gesehen, das war ja eine junge Frau, also eine Erwachsene, kann man sagen. Ihr "Gefährt" war sicherlich etwas für Erwachsene, nennt man das dann auch noch Reha-"Buggy"?
Denn wenn ich mich für Andi dafür interessiere, müsste ich zuerst mal wissen, wie sowas heisst
@Andrea, wenn du auch sagst, so ein Reha-Buggy für deinen "kleinen" Sohn ist manchmal auch schwer zu lenken, dann ist Andis alter Aktivrollstuhl, wenn er denn richtig gewartet wird, bestimmt doch leichter in der Handhabung.
Trotzdem würde mich das mal sehr interessieren, ob es eine echte Alternative zu Rollstühlen gibt.
Hallo Karin,
ich denke, wenn "unsere Kinder" älter werden, sieht es manchmal schon komisch aus, wenn sie noch im Rehawagen sitzen und nicht im Rolli.
Wir haben aber neben unserem Rolli auch noch einen Rehawagen, wo Niklas regelmäßig drin sitzt. Bei uns in der Stadt gibt es sehr viel Kopfsteinpflaster, da ist ein Rolli oft unvorteilhaft. Er hüpft auf dem Pflaster hoch, Niklas wird total durchgeschüttelt und ist ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch genervt. Zudem kommen wir damit nicht recht voran, gerade wenn es schnell gehen soll. Dann hat Niklas ständig seine Hände an den Reifen und will überall hinfahren, nur nicht da hin, wohin wir wollen.
Deshalb ist unser Rehawagen oft im Einsatz, obwohl Niklas schon 6 Jahre alt ist. Wir haben den Kimba Cross als Rehawagen, der gleichzeitig noch als Fahrradanhänger einsetzbar ist, denn in einen normalen Fahrradanhänger paßt Niklas aufgrund seiner Größe nicht mehr rein. Ich finde, es kommt immer auf die Gegebenheiten vor Ort an. Wir nutzen einfach beide Gefährte.
Liebe Grüße,
Birgit _________________ Es grüßt Birgit mit Niklas,ehem. Frühchen 23.SSW,Links arm-und beinbetonte Tetraspastik,Hirnblutung mit Shuntversorgung,Epilepsie,Sprachstörung
ich bin ziemlich lange gezwungen worden auf Ausflügen im Buggy zu sitzen, was zum einen daran lag, daß mein damaliger Rolli albtraumäßige Transportmaße hatte, zum andere meine Eltern mental besser mit diesem Kinderwagen ähnlichen Teil zurecht kamen. Aus meiner Sicht ist das Sitzen in einem Buggy für Kinder, die dies geistig erfassen können, jenseits des normalen Kinderwagenalters eine Zumutung. Welcher 10-Jährige möchte schon wie ein Kleinkind angesehen werden?
@Karin: Wenn du den Rolli auf die Hinterräder gekippt schiebst, kommst du gut über das Pflaster und das Schütteln hält sich in erträglichen Grenzen.
Nee, Lisa, da verwechselst du mich. Deine Vorschreiberin Birgit schrieb, ihr Kind würde durch den Rolli durchgeschüttelt. Ich dachte auch gleich beim Lesen ihrer Zeilen, dass man den Rolli ankippen kann und ich mache das sehr oft, auch schon bei kleineren Steinen, die viel kleiner als Kopfsteinpflaster sind.
Vielleicht haben sie einen Rolli, der nicht besonders handlich ist.
Dann heißen die Dinger bestimmt nicht "Reha-Buggy", wo gestern die erwachsene junge Frau drinsaß. Natürlich war es nichts für Kinder, es war auch kein Rollstuhl. Es muss da noch irgendwas für Erwachsene oder ältere Kinder geben.
ja, es gibt auch Rehawagen für Jugendliche und Erwachsene. Schau mal hier bei Thomashilfen als Beispiel: http://www.thomashilfen.de/inhalt/k.....lfen/cornea_rehawagen.htm _________________ Mireille
Millane 07/01 Balkenaplasie, Hydrocephalus, Hydranenzephalie und noch vieles mehr
Bianca 10/91
Andreas
Damit kommen wir der Sache doch schon näher
Ich denke, so sah der Wagen aus, den ich gestern gesehen habe. Finde ich nicht schlecht, obwohl man mit einem Rolli, wenn er noch klein ist, weniger sein dürfte. Denn zwei Räder sind besser zu handhaben, als vier. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht vom Kinderwagen zum Rolli.
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