Verfasst am: 22.02.2005, 20:29 Titel: Damian´s erste OP!
Hallo Ihr Lieben!
Morgen ist es also so weit. Damian hat morgen seine erste OP.
Es ist zwar nur ein kleiner Eingriff (Trommelfellschnittmit evtl. Röhrchen, Polypen und eine BERA Hörtesttung), dennoch bin ich ziemlich aufgerregt.
Vor der eigentlichen OP habe ich auch keine Angst, nur vor der Narkose.
Würde mich tierisch über ein paar Mutmach-Postings freuen.
Ausserdem war ich gestern so nervös bei der Voruntersuchung, dass ich ganz vergessen habe zu fragen, was ich alles für Damian mitnehmen soll.
Eine Nacht müssen wir dort bleiben.
Vielleicht kann mir jemand sagen, was ich keinesfalls vergessen sollte?
also diese Operation Die ihr morgen vor euch habt, die haben wir nicht gehabt. Aber heute vor ziemlich genau einem Jahr haben sie meinen kleinen Alexander an den Leistenbrüchen operiert. Ich kann Dir sagen, ich hab eine Angst gehabt, hauptsächlich wegen der Narkose! Besonders, da er ja lungengeschädigt ist und man ihn für die OP wieder intubieren musste.
Aber: es ist alles bestens gelaufen, überhaupt keine Komplikationen. Bereits eine Stunde nach der OP konnte der Tubus wieder entfernt werden. Und dass bei seiner Vorgeschichte (120 Tage Sauerstoff) und seiner Prognose!!! Also mach Dir bitte nicht zu viele Sorgen, dass wird bestimmt ganz, ganz gut laufen morgen mit Damian. Und morgen abend wirst Du tierisch glücklich sein, dass ihr es hinter euch habt!!!
Alles gute wünsche ich euch, und vielleicht meldest Du Dich mal wenn die OP rum ist. Ich würde dann gerne hören dass alles geklappt hat!
was Deinem Damian morgen operiert wird, kann ich nachempfinden, denn das haben auch wir schon hinter uns, auch die BERA - Untersuchung.
Jonathan musste schon eine ganze Menge Vollnarkosen überstehen, und alle gingen sie gut.
Nie gab es einen Zwischenfall - von Geburt an.
Und Damian, dieser Sonnenschein auf Deinem Foto, der schafft das auch.
Nach der OP wird er sicher viel schlafen und von alledem wird er hinterher nichts mehr merken. Und Du bist doch sicher auch dabei, außer im direkten OP.
Wir durften in der Augenklinik meistens bereits in den Aufwachraum und Jonathan wieder begrüßen als er wach wurde und noch ganz klapprig war.
Was Du morgen wissen musst sind wohl die Medikamente, die Damian braucht, die Kleidung für ihn mitnehmen, die Papiere wie Untersuchungsheft und Überweisung vom Kinderarzt.
Alles andere wird er sicher alles vom Krankenhaus bekommen, auch evtl. Spezialnahrung, sollte er diese benötigen.
Ich drücke Dir ganz feste die Daumen, dass alles klappt, und dass Du Damian bald wieder mit nach Hause nehmen kannst.
Alles Gute
Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
auch wir haben diese OP sogar schon bei zwei Kindern hinter uns gebracht. Wegen der Narkose brauchst du dir keine großen Sorgen machen. Das Personal im OP ist bei Kindern meist besonders einfühlsam.
Meine zweitjüngste hat sogar im Aufwachraum den Aufstand geprobt. Sie hat nur noch um sich geschlagen und nach ihrer Mama geschrien, war auch so in etwa so alt damals wie dein Damian jetzt. Deshalb wurde ich sofort gerufen. Aber meine Kleine war schon direkt auf 180 wie sie aufgewacht ist und ihr Mama nicht sah. Bis isch dann dort war, haben sie die Kleine auf dem Arm durch das Aufwachzimmer getragen und versucht zu beruhigen. Als ich dann gekommen bin, und sich nur etwas beruhigte, dann haben sie auf Station angerufen, dass sie ihren Bademantel bringen sollten und ich durfte sie dann auf Station tragen. Eine Schwester hat dann neben mir das Bett auf Station gefahren. Also du siehst, sogar bei Problemkindern sind sie nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Dann ist auch noch der Narkosearzt dreimal gekommen, da sie ja eigentlich noch auf der Wachstation hätte bleiben müssen. Also das Personal ist recht flexibel, wenn es um unsere Kinder geht.
Was du auf keinen Fall vergessen darfst, ist das Schmusetier und die Lieblingsspielsachen.Damit konnte ich unsere Kinder im Krankenhaus immer recht gut ablenken. Es ist auch ganz gut, wenn man bei dem ganzen neuen einen kleinen Schmusefreund hat.
Du wirst sehen, morgen um diese Zeit fragst du dich, warum du dir so viele Sorgen gemacht hast.
Liebe Grüße
Ulli _________________ Fabienne 9J schwere emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit,schwere expressive und rezeptive Sprachstörung, Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, passagere depressive Störung, Verdacht auf Skoliose,LRS,Neurodermitis; Léa (2)Neurodermitis, Céline (8)Zustand nach Harnröhrenplastik 2002, Jessica (13)Neurodermitis
Seinen Schmusekumpel werde ich auf jeden Fall einpacken.
Ich weiss, dass ich bis vor den Op mit darf. Einen Aufwachraum in dem Sinne haben sie dort nicht. Damian bleibt zur Überwachung im Vorraum vom OP. Sobald er wach wird schieben sie ihn wohl zu mir raus, falls er jammern sollte. Hab ein bisschen Bammel, dass Damian so ist wie ich. Ich hatte 2 mal eine Vollnarkose und war beide Male nach dem Aufwachen äusserst agressiv.
Vielleicht werde ich mich morgen abend wirklich fragen, warum ich mir solche Gedanken gemacht habe, aber im Moment kann ich das einfach nicht abstellen.
Werde mich jedenfalls melden, wenn wir wieder zu Hause sind.
Schönen abend noch Euch
Viele Grüsse
Simone _________________ LG
Simone ´76
mit Damian ´03 - Frühchen aus 29+3 - PVL - ICP - körperlich stärker eingeschränkt als geistig
Eileen ´06 geb. bei 41+2 - alles bestens
Liebe Simone,
Ich schreibe desmal als Selbstbetroffene. Ich hatte schon viele OP's und möchte dir Mut machen. Das wichtigste für mich war als Kind immer und ist eigentlich auch heute noch, dass meine Mama da ist und dass ist sie immer. Sobald ich sie in meiner Nähe weiß kann ich entspannen. Dein Sohn ist was die Narkose angeht sicher auch gut versorgt und eigentlich ist ein Mensch doch nirgends so sicher, wie in einem Krankenhaus!
Ich drück euch beiden ganz doll die Daumen
Kathrin _________________ 24 J. ICP (spastische Tetraparese), Hüftdysplasie, M. Scheuermann, angeborener Herzfehler, neuropatischer Schmerz, N. Ischiadicusläsion (z.N. OP 2004)
Hallo Simone,
vielleicht liest Du diese Nachricht heute abend noch...
Lina (2,5 und schwere allgemene Entwicklungsverzögerung + Epilepsie) hatte die gleiche OP (Polypen, Paukenröhrchen und BERA) vor drei Wochen und hat alles sehr gut überstanden. Bei ihr wurde das ambulant gemacht, nachmittags durften wir wieder nach hause.
Seitdem ist sie etwas aufmerksamer und bekommt offensichtlich mehr mit. Sie hatte Flüssigkeitsansammlungen hinter beiden Trommelfellen, was dazu führte, dass sie weniger gehört hat. Die BERA hat ergeben, dass sie keine Innenohrschwerhörigkeit hat.
Ich wünsche Euch viel Glück und alles Gute. Es wird bestimmt alles gut gehen!
schöne Grüße!
Alexandra
Die OP an sich ist gut verlaufen. Allerdings hat Damian die Narkose gar nicht vertragen. Er hat nach dem Aufwachen so fürchterlich um sich geschlagen und getreten, dass sie ihm noch im OP ein Zäpfchen gegeben haben und das eine Ohr nicht mehr gesäubert haben und die Braunüle ist kaputt gegangen. Ausserdem hat er nur gebrochen. Nichts aber auch gar nichts ist drinne geblieben. Deshalb mussten wir gestern nach der Entlassung auch sofort zum KiA, da das KH nur eine Kinder-HNO Station hat.
Obwohl sie Ärzte im KH die ganze Zeit sagten(auch bei der Abschlussuntersuchung), dass kann nicht mehr von der Narkose sein, meinte der KiA dann, dass das sicherlich noch Nachwirkungen sind und dass es auch eine extreme Stresssituation für Damian ist.
Daher bekam er Tropfen gegen das Erbrechen und Tropfen gegen KH-Trauma.
Beides homöopathisch.
Zu Hause habe ich ihm dann stündlich diese Tropfen und Fencheltee mit Traubenzucker gegeben und siehe da: Damian ging es schnell besser.
Ein Hoch auf Unseren KiA und seine Naturmittelchen!
Heute morgen habe ich ihm dann auch eine Scheibe Brot gemacht-die hat er komplett aufgefuttert und ist auch drinne geblieben!!!!
Jetzt bekommt er übers Wochenende noch die anderen Tropfen zur Beruhigung und dann müssen wir nochmal zum KiA.
Ich kann Euch gar nicht sagen wie froh ich bin, dass die Mittelchen so gut gewirkt haben, andfernfalls hätten wir ins KH zur Infusion gemusst, da er ja seit ganzen 2 Tagen keine Flüssigkeit mehr hatte.
Würde Damian nochmals eine OP im Rachenbereich haben, würde ich alletrdings nur noch in ein KH mit angeschlossener Kinderklinik gehen, trotz des superguten Rufes der HNO-Klinik. Ich hatte das Gefühl, dass sie mit Damian´s besonderer Situation doch etwas überfordert waren im Nachhinein.
Nunja, jetzt ist ja alles gut Und ich hoffe, dass es so bleibt.
Hui, das war jetzt ein halber Roman-aber irgendwo muss man ja mit seinen Gefühlen und Gedanken hin.
Vielen Danke nochmal für Eure lieben Worte und alles Gute für Euch und Eure Wonneproppen!
Liebe Grüsse
Simone _________________ LG
Simone ´76
mit Damian ´03 - Frühchen aus 29+3 - PVL - ICP - körperlich stärker eingeschränkt als geistig
Eileen ´06 geb. bei 41+2 - alles bestens
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