gerade befinde ich mich psyschich in einer sehr schwierigen Phase und nehme auch schon professionelle Hilfe in Anspruch, aber irgend etwas sagt mir, dass dies nicht der richtige Weg ist.
Ich bin sehr gläubig und habe mich gerade durch dieses Forum "gehangelt" und sehr viele User gefunden, mit deren Meinungen ich mich teilweise auch identifizieren kann.
Ich bin mir sicher, dass es vielen Leuten momentan ähnlich geht, wenn man das Weltgeschehen betrachtet.
Man kann ja derzeit vor allem Angst haben: verseuchtes Essen, verseuchtes Trinkwasser, wenn überhaupt, Naturkatastrophen etc....
und dann kommt noch ein besonderes Kind hinzu.
Nun mein Problem: eine gute Bekannte, die eigentlich sehr rational ist, derzeit an Ihrem unerfüllten Kinderwunsch verzweifelt, stellte die Daseinsberechtigung eines verwandten Kindes in Frage: "Es wäre besser für sie und ihre Familie gewesen, wenn sie einfach eingeschlafen wäre..."
Wie kommt sie auf einen solchen Satz und noch schlimmer, warum verunsichert mich so ein Satz.
Ich glaube fest daran, dass Satan seine Finger im Spiel hat, wenn uns Krankheit und Leid zugefügt werden, aber ist es nicht in Gottes Sinne, das wir unseren besonderen Kindern alle Liebe und Unterstützung und Hilfe (auch ärztliche) geben?????????
In der Hoffnung auf viele Antworten....
Manuela _________________ Manuela mit J. (*Okt.08): TGA mit VSD, geswicht, IVH III°,posthämmorrhagischer Hydrocephalus internus Klumfuß linksseitig, Sichelfuß rechtsseitig, kongenitale Patellaluxation rechtsseitig, Verdacht auf CATCH 22, SBA 50%G mit Papa T. und Bruder L. (*Mai´04): Osteomyelitis (durchgestanden und Coxitis fugax (hoffentlich durchgestanden)
Hallo Manuela!
Also meine Meinung ist, besondere Kinder zu mindest ist das bei mir so, geben einem eine ganz andere Kraft.
Berechtigung für das Dasein- jeder darf auf dieser Erde leben, ich bin auch gläubig u. ich glaube Gott sucht sich diese Eltern der besonderen Kinder jawohl ganz genau aus. Auch wenn ich oft mit dem "HerrGott" im Konflikt stehe wenn es unserem Sohn nicht gut geht oder wenn man an dem ganzen Schicksal zweifelt u. einem die Kraft ausgeht - aber der Satan spielt für mich in meinem leben gar keine rolle.
WEnn du mich fragst jeder Mensch hat Das Recht auf Liebe u. Zuwendung egal wie er für andere aussieht (behindert oder gesund) gerade unsere Besonderen Kinder brauchen viel Halt u. Kraft.
Es ist sicher ansichtssache u. jeden Freigestellt wie man sich gegenüber diesem Thema verhält.
Bis dann!
Maria _________________ Matthias 03/2005 Ataxie, Rumpfhypotonie, an Taubh. grenzender Innenohrschwerhörigk.-CI-Träger,Microceph.,Gebärden,Epilepsie mit Myoklonien
ich denke das viele menschen nur das leid sehen und als nicht betroffene nicht wissen können das es ja auch schöne momente gibt und das man lernt sachen nicht als selbstverständlich anzusehen das leben einfach mehr schätzt!!!
ich glaube an gott und denke bei solchen leuten das gott ihnen keine kinder schenk weil sie so denken, das leben als selbstverständlich nehmen......
ja und ich glaube das gott will das wir unsere besonderen kinder so lieben und alles für sie tun
und was denkt Gott, wenn Kinder geschlagen, missbraucht und getötet werden?
Hat Gott diesen Eltern diese Kinder geschenkt, weil sie dort so "gut" aufgehoben sind/ waren?
Ich denke, mit diesem Gedankengang macht man es sich zu einfach.
Wir Eltern behinderter Kinder sind doch nicht automatisch bessere Menschen.
LG _________________ Sohn (19), Autismus, Intelligenzminderung, Epilepsie
Maria: Ich glaube auch, dass wir als Eltern unserer besonderer Kinder ausgesucht werden.
Aber ich glaube auch, das wir eine besondere Aufgabe bekommen haben, die besonders viel Kraft und Gottvertrauen erfordert.
Als mir damals die Frage gestellt wurde, ob ich mein Kind bekommen möchte, war es keine Frage, mich für ihn zu entscheiden, egal, was auf mich zukommt. Viele "Freunde" haben das nicht verstanden.
Es wäre doch einfacher, ich hätte doch die Möglichkeit....
Ich glaube auch, es kann niemand nachvollziehen, der kein besonderes Kind hat. Aber ist das eben nicht die Versuchung, sich dieser Aufgabe nicht zu stellen, hat Satan da nicht doch seine Hände im Spiel indem er uns die Steine in den Weg legt....
Mir fällt da Hiob ein, der alles, wirklich alles verloren hat, durch Satans Hände...
Aber unsere besonderen Kinder halten uns doch immer wieder vor Augen, was im Leben wirklich wichtig ist, oder????
Pfuschen wir also Gott ins Handwerk, wenn wir mit unseren Methoden schwer kranke Kinder am Leben erhalten oder schlagen wir dem Teufel ein Schnippchen, wenn wir uns für unsere Kinder entscheiden....
Meine Bekannte und ich werden uns da nicht einig.....
??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? _________________ Manuela mit J. (*Okt.08): TGA mit VSD, geswicht, IVH III°,posthämmorrhagischer Hydrocephalus internus Klumfuß linksseitig, Sichelfuß rechtsseitig, kongenitale Patellaluxation rechtsseitig, Verdacht auf CATCH 22, SBA 50%G mit Papa T. und Bruder L. (*Mai´04): Osteomyelitis (durchgestanden und Coxitis fugax (hoffentlich durchgestanden)
Dieser Satz: "Es wäre besser für sie und ihre Familie gewesen, wenn sie einfach eingeschlafen wäre..." haben wir den nicht selber auch schon manchmal gedacht, wenn wir als Aussenstehende mit grossem Leid konfrontiert wurde? Ich denke, als Aussenstehende sehen wir nur die Krankheit, die Behinderung, die Belastung, das Entstelltsein, die komischen Geräusche, den Speichelfluss, die Spastik....Ich habe jetzt seid 15 1/2 Jahren ein schwerbehindertes Kind. Ganz sicher denken viele Menschen bei uns dasselbe, weil sie eben nur die Behinderung sehen. Wir sehen den ganzen Menschen. Wir sehen die unieke Persönlichkeit unseres Kindes, die kleinen Zeichen grosser Lebensfreude, wir können die komischen Geräusche interpretieren als Freude, Ärger, Langeweile...während andere Menschen keinen Unterschied hören. Für Aussenstehende ist es schwer zu verstehen, dass man mit einem behinderten Kind nicht den ganzen Tag unglücklich ist, sondern dass dieser Mensch seinen Platz hat in der Familie und eine grosse Lücke hinterlassen würde.
Ich mach mir nichts aus solchen Aussagen, irgendwie kann ich sie verstehen. Leg sie doch einfach neben dich.
Du hast folgendes geschrieben:
Ich glaube fest daran, dass Satan seine Finger im Spiel hat, wenn uns Krankheit und Leid zugefügt werden, aber ist es nicht in Gottes Sinne, das wir unseren besonderen Kindern alle Liebe und Unterstützung und Hilfe (auch ärztliche) geben?????????
Als Christ sehe ich das auch so, dass der Ursprung allen Leidens und aller Krankheit aus Satan kommt und nicht aus Gott. Gott lässt Leid zu, das ist so. Er könnte uns vor allem Leid bewahren. Warum er in unserem persönlichen Leben Leid zulâsst, ist eine Frage, die man nicht für andere beantworten kann. Ich halte mich ganz stark fest an dem Vers aus Römer 8,28, wo steht,
Dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.
Und den hier aus 1.Korinther 10,13
Gott aber ist treu; der wird euch nicht über euer Vermögen versucht werden lassen, sondern wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, daß ihr sie ertragen könnt.
So erlebe ich das auch immer wieder.
Ganz sicher hat jeder Mensch das Recht auf Leben. Und ich bin wirklich froh, dass ich das ganz fest glauben darf und darüber nicht zweifeln muss: wer leben kann, der darf leben. Und wer nicht leben kann, der soll auch nicht zum Leben gezwungen werden. Irgendwie macht es doch so vieles so einfach, wenn man sich daran festhalten kann, nicht? Trotz Aussagen von Ärzten oder von den Peter Singers dieser Welt. Da hab ich ganz tiefen Frieden drüber.
Ich bin 100% davon überzeugt, dass es unsere Pflicht ist als Christen, um unseren behinderten Kindern unsere Liebe und die nötige ärztliche Versorgung zu geben. Da gebe ich dir völlig recht.
Lass dich nicht verunsichern. Dieses Kind lebt, es kann momentan also leben; dann darf es auch leben und es soll gut versorgt werden und alle Liebe bekommen und die nötige Zuwendung und die medizinische Hilfe, die es braucht. Mir hilft es so, dass wir gar nie darüber nachzudenken brauchen, welcher Mensch nun wohl leben darf und welcher nicht, sondern dass ich als Christ das in Gottes Hände legen darf.
Ganz lieben gruss
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät
Wenn ich die Männer der Wissenschaft sagen höre, dass sie Gott nicht sehen könnten, so staune ich. Für mich ist's unmöglich, ihn nicht zu sehen. C.H.Spurgeon
du schreibst: Aber ist das eben nicht die Versuchung, sich dieser Aufgabe nicht zu stellen
Ganz bestimmt kann es eine sehr grosse Versuchung sein, der man aus Angst oder welchen Gründen auch immer erliegen kann.
Du schreibst: Pfuschen wir also Gott ins Handwerk, wenn wir mit unseren Methoden schwer kranke Kinder am Leben erhalten oder schlagen wir dem Teufel ein Schnippchen, wenn wir uns für unsere Kinder entscheiden....
Ich denke, Gott hat den Ärzten Verstand, Intelligenz, Wissen und Können gegeben und dafür bin ich sehr dankbar. Zum Beispiel dass meine Tochter nicht kläglich dahin vegetieren muss unter grossen Schmerzen , sondern dass da jemand die Idee mit dem Shunt hatte und deshalb meine Tochter ein angenehmes leben führen darf. Ich denke, wenn wir solche Möglichkeiten, die das Leben unserer Kinder lebenswerter, leichter, schöner machen, nicht benutzen, machen wir uns am Kind schuldig. Aber es gibt halt auch eine Grenze, es gibt auch Situationen, da müssen wir als Mensch zurücktreten und einen anderen Menschen sterben lassen. Sterben lassen,weil die zeit gekommen ist, ist etwas anderes wie "jemandem das Leben nehmen".
Ich muss auch immer daran denken, dass die Bibel sagt, dass der Teufel "ein Menschenmörder ist von Anfang an"; Ihm geht es um den Tod, Gott geht es um das Leben
LG Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät
Wenn ich die Männer der Wissenschaft sagen höre, dass sie Gott nicht sehen könnten, so staune ich. Für mich ist's unmöglich, ihn nicht zu sehen. C.H.Spurgeon
du bist so still? Hoffentlich habe ich dich mit meinen Reisenbeitrâgen nicht erschlagen
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät
Wenn ich die Männer der Wissenschaft sagen höre, dass sie Gott nicht sehen könnten, so staune ich. Für mich ist's unmöglich, ihn nicht zu sehen. C.H.Spurgeon
deine Worte haben sehr viel in mir ausgelöst und ich bin sehr froh, dass du sie geschrieben hast.
Ich hatte wirklich einen Knoten im Kopf und der hat sich jetzt gelöst, habe die ganze Nacht gegrübelt.
Aber jetzt geht es mir besser, DANKE.
Für mich war nie die Frage, ob ich meinem oder anderen Kindern ärztliche Hilfe versagen soll.
Aber wie verzweifelt muß man sein, wenn man sich anmaßt, darüber entscheiden zu wollen, ob ein hilfloses Wesen sterben soll oder nicht.
Ich möchte Ihr gerne helfen, aber sie möchte nicht viel Kontakt, da der Anblick meiner Kinder ihr einfach weh tut...
Aber dir, Renate, möchte ich noch einmal herzlich danken... _________________ Manuela mit J. (*Okt.08): TGA mit VSD, geswicht, IVH III°,posthämmorrhagischer Hydrocephalus internus Klumfuß linksseitig, Sichelfuß rechtsseitig, kongenitale Patellaluxation rechtsseitig, Verdacht auf CATCH 22, SBA 50%G mit Papa T. und Bruder L. (*Mai´04): Osteomyelitis (durchgestanden und Coxitis fugax (hoffentlich durchgestanden)
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