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Meine Tochter bestimmt mich!
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 11:36    Titel: Meine Tochter bestimmt mich! Antworten mit Zitat

Ich kann nicht mehr.Meine Nerven liegen blank!
Wenn Nina da ist dann bestimmt sie mich.Ich darf nur bei ihr sein und muss sie mit beiden Händen festhalten.Sie muss dabei zwischen meinen Beinen sitzen.Tue ich das nicht oder lass mal einen Arm weg....dann brüllt sie solange bis alles wieder richtig ist. Schreien lassen bringt da nix,das kann Std. so gehen.
Ja ich habe viel durchgelassen und auch dazu beigetragen das sie dann ihren Willen bekommt,aber es geht so nicht weiter.

Ich darf nicht einen Milimeter von ihrer Seite weichen,ich darf nicht mal auf WC geschweige denn mal wohanders hin ohne sie mitzunehmen.

Wenn sie nachts dann mal bei uns schläft dann immer nur auf der linken Seite-auf meinem Arm versteht sich!- und ich muss zu ihr gewand liegen.Wenn nicht dann brüllt sie los.
Das der Arm auch mal einschläft ist ja selbstverständlich-nicht für Sie!

Diesen ständig Arm Arm Arm geht mir auf den Senkel.Das ist das einzigest was sie von mir will.Wehe ihr Bruder hat mal was oder will was von mir....dann haust und tritt,spuckt sogar los.Und wenn ich dann auch noch das mache was er dann von mir möchte....dann heut sie mich,mit der Hand oder mit einem Gegenstand.

Ich mag nimmer. Ich habe auch mal Bedürfnisse und möchte auch mal auf WC oder was trinken,essen...ezt. Selbst das verbietet sie mir.

Sorry,das musste mal raus.Sie muss nun Inhalieren und hat es nicht verstanden das das nun auch vorbei ist und brüllt nur nach der "Ente". Das geht nun schon 50 Min so und sie lässt sich nciht beruhigen außer ich gebe ihr die "Ente"

Nein, sie ist nicht taub.Wir waren am Montag zum hörtest und obwohl sie die nasennebenhölen dicht hat kann sie hören.Ich glaub sie will das einfach nur nicht!!!!
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Petra L.
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annabelle,

das hört sich ja wirklich heftig an. Tja, es bleibt aber doch nur, sie schreien zu lassen
und Du machst das, was Du machen mußt/willst. Und erst wenn Du wieder Zeit/Lust
hast Dich zu ihr zu setzen, machst Du es. Eine andere Lösung fällt mir leider nicht ein.

Wird sie denn mal in die Kita gehen? Oder zu einer Tagesmutter? Oder wenn Du die
Möglichkeit hast, die Oma mal öfters mit einspannen. Vielleicht wäre das auch noch
eine Lösung für Euch beide.

Ich wünsche Dir viel Kraft und gute Nerven. Bei uns brennt zur Zeit hier auch öfters die Luft,
aber aus pubertären Gründen Rolling Eyes . Mein Sohn kann auch gut rumbrüllen und miese
Stimmung verbreiten Evil or Very Mad .

Liebe Grüße
Petra (diedirleidernichtwirklichhelfenkonnte)

_________________
Tochter geb. 81, Fragiles X, SBA 50%
Sohn geb. 94, Fragiles X, 80 % SBA, Epilepsie
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ehemalige Userin
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich habe auch mal Bedürfnisse und möchte auch mal auf WC oder was trinken,essen...ezt. Selbst das verbietet sie mir.

Hallo Anabelle,
irgendwie scheint Deine Tochter herausgefunden haben, was sie zu tun hat, dass Du nach "ihrer Pfeife" tanzt. Und Du hast sie wohl gewähren lassen, sonst würde sie damit nicht durchkommen. Du musst ihr Grenzen setzen. Vielleicht setzt Du Dich mal mit dem Kinderarzt zusammen und versuchst eine Möglichkeit, vielleicht auch mit Fremdhilfe, zu finden, die Situation zu ändern. Noch ist sie klein. Je älter sie wird, um so schwieriger lässt sich etwas ändern.
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

hallo annabelle


ich denke erst mal nicht,das deine tochter dich böswillig terroriesiert,ich denke ihr nähe bedürfnis ist echt und schwappt über

wäre die möglichkeit,system reinzubringen,in der form das du bedürfnisse hast Exclamation und die kleine auch

möglicherweise kannst du bestimmte rituale zeitlich abstimmen,wo deine tochter ihr bedürfniss nach nähe stillen kann,und dann zeitlich durchsetzt,das geschwister,du selbst oder dein mann dran ist,die zeiten müßten zuverlässig sein,das sie das signal hat ,das beides geht,mal den kurzen zieher machen und lockerlassen,und wenn sie dran ist aus dem vollen schöpfen

das verständnis für die bedürfnisse anderer(eingeschlafener arm) ist ein lernprozess und braucht zeit

l.g.

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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Pobeda
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sindy,

bei Deiner Beschreibung fällt mir spontan das Buch „Das neue-Kinder brauchen Grenzen“ Buch von Dr. Jan-Uwe Rogge ein. Der Kindergarten meiner großen Tochter ist absoulut begeistert von dem Autor und seinen Büchern. Er hält auch ab und an Vorträge in Hamburg.

Die Inhalte gelten sicherlich für „zeitgemäß“ entwickelte Kinder- vielleicht kannst Du die darin enthaltenen Ratschläge in abgewandelter Form trotzdem für Deine Tochter nutzen?

So, wie Du es beschreibst- kann es ja nicht weitergehen, kein Wunder, dass Du das so nicht mehr weiterlaufen lassen möchtest- der erste Weg zur Besserung.

LG
Marlene

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Maus(3),(gl.Entwicklungsstörung;musk.Hypotonie;Immunschwäche;Reflux;Epilepsie;ASD) (**).
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Laura-Nicola
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sindy,

ich muss sagen, dass ich es krass finde wie Du Dir dein Leben von Deinem Kind diktieren lässt. Glaubst Du wirklich, dass das gut für sie geschweige denn für Dich ist? Deine Tochter muss doch auch lernen selbstständig zu werden und Du brauchst auch mal Freiräume sonst wirst Du irgendwann keine gute und liebevolle Mama mehr sein können (was klar wäre). Du musst da eine klare Grenze ziehen und auch wenn die erste Zeit hart werden wird durchhalten. Du kannst doch nicht ernsthaft nicht alleine aufs Klo gehn können oder nicht essen oder trinken den ganzen Tag, bei allem Verständnis, aber sowas geht doch nicht! Wie gesagt ich denke auch nicht, dass Du Deiner Tochter damit einen Gefallen tust!

LG

Laura

_________________
Laura mit Elias (*5/04)- Hüftdysplasie als Baby, motorische Wahrnehmunsstörung, Kiss/Kidd-Syndrom diagn. mit 5 3/4, Entwicklungsstörungen, starke Hornhautverkrümmung, Neurodermitis, V.a. ADHS
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Rine
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Beiträge: 576
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch du musst dich durchsetzen, deine nerven liegen jetzt schon blank und man kriegt ja verständlicherweise auch irgendwann Aggressionen, ob man will oder nicht. Du hast ja auch Bedürfnisse. Es ist schön das du dich kümmerst, aber du darfst dich nicht aufgeben für dein Kind. Ihr müsst einen Weg finden, das sie das akzeptieren lernt. Wenn sie schreit, dann wird sie auch irgendwann wieder aufhören und wenn es aus Erschöpfung ist. Ich weiß das das auch nicht leicht auszuhalten ist, aber wenn du nachgibst, dann hat sie die sich wieder. Du wirst das bestimmt ne Weile durchziehen müssen und sie schreien lassen müssen, aber du musst diesen KReislauf durchbrechen !!!
Ich wünsche dir viel Kraft dafür.

_________________
Wenn dich jemand auslacht, dann lächle zurück. Oft hat der der dich auslacht, ein Lächeln bitter nötig...


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F. (01/10) bislang gesund
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
alleine aufs Klo gehn können oder nicht essen oder trinken den ganzen Tag, bei allem Verständnis, aber sowas geht doch nicht

Hallo,
dazu muss ich sagen, meine Tochter hat auch versucht, die ganze Konzentration unsererseits auf sich zu lenken. Auch vor der toilete wollte sie nicht halt machen. Man schafft es, indem man ganz klar ein NEIN setzt und Gebrüll so lange in Kauf nimmt, bis das Kind akzeptiert hat, dass es auf gar kenenn Fall mit aufs Clo kann. Manche gesunde Kleinkinder versuchen ja auch, sich mit allen möglichen Dingen durchzusetzen. Von demher muss man konsequent NEIN sagen können.
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RenateKN
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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, wir sind gerade dabei "den Anfängen zu wehren" bei unserem kleinen Phillip (meinem Enkel, 21 Monate alt). Er denkt auch die Welt dreht sich um ihn und um niemanden anderen. Die ältere Schwester (6 1/2) darf nichts vom Spielzeug nehmen, nicht auf Mama, Papa`s, Oma und Opa`s Schoß sitzen und man soll auch nur mit IHM sprechen und spielen ansonsten gibt es Zornanfälle und Schreianfälle vom Feinsten. Bei mir hilt ihm dies garnichts....ich versuche erst ihm zu erklären warum dies oder jenes jetzt nicht so geht und versuche ihn abzulenken, wenn dies alles nichts hilft dann darf er meinetwegen so laut und lange schreien wie er will (obwohl ich ehrlich zugebe dass nach 20 Minuten meine Nerven langsam ins Schwingen kommen) aber bis heute....Toi Toi toi...habe ich durchgehalten und das Resultat...bei mir werden diese Anfälle weniger aber zuhause bei seinen Eltern werden sie mehr weil meine Schwiegertochter und mein Sohn öfters "einknicken". Ich finde dies blöd weil er schon längst begriffen hätte dass gewisse Sachen nicht gehen wenn seine Eltern endlich auch konsequent bleiben würden. Aber die Kleinen sind ja nicht dumm und er weiß inzwischen genau wo er sich "aufführen darf" und wo nicht.
Also ich kann raten......erklären, ablenken und wenn alles nichts hilft....schreien lassen und aus dem Zimmer gehen....wenn möglich!
Alles Liebe und eine gehörige Portion Durchhaltevermögen
eine sehr mitfühlende
Renate K.N.

_________________
Tochter 71, herzkrank, Sohn 75, ADHS, Enkelin 94, gesund, Enkelin 03, auditative Wahrnehmungsstörung, Enkel 08, Frühchen 34. SSW, Fehlstellung am kleinen Finger beider Hände, andere "Fehlerchen" haben sich jetzt zu unserer Freude als nicht besorgniserregend herausgestellt
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Karin.M
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BeitragVerfasst am: 21.01.2010, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annabelle,
das erinnert mich sehr an die wirklich unglaubliche Zeit mit meiner Tochter. Sie hat mich auch ständig bestimmt und hat sich als der Nabel der Welt gefühlt.
Sich mit anderen Unterhalten wahr nicht möglich da sie ständig dazwischen redete, auf WC alleine gehen, ebenfalls Fehlanzeige, mal nicht sofort reagieren weil man evtl grad etwas anderes machte, artete in Geschrei und riesigen Trotz aus und es gibt unendlich viele weitere Beispiele. Ich war verzweifelt. Es hat mir manchmal den letzten Nerv geraubt.
Dann hab ich mich irgendwann auf Grund einer Fortbildung bei Achim Schad darauf besonnen was ich in meiner Ausbildung gelernt hatte. Klare Grenzen, konsequentes Handeln und Durchhaltevermögen. Ich wollte so auf keinen Fall weiter machen, also überlegte ich mir genau was ich erreichen wollte. Als ich dies klar hatte fing ich an mit meiner Tochter in eine Art "Kampf" zu gehen. Sie ist ein tierischer Trotzkopf mit jeder Menge Durchhaltevermögen und es hat auch einige Wochen gedauert bis sie für sich verinnerlicht hatte das es bei uns jetzt etwas anders läuft.
Wenn ich auf WC wollte, sagte ich ihr z.B. Ich geh eben auf die Toilette, bleib eben hier ich komme sofort wieder. Sie blieb natürlich die erste Zeit nicht da wo sie grad war und tapperte mir hinterher. Sie kam rein ich schickte sie raus. Da sie dies aber immer noch nicht akzeptieren konnte und immer wieder versuchte rein zu kommen, schloss ich irgendwann die Tür ab. Die erste Zeit blieb sie vor der Tür stehen, weinte, schreite, bekam richtige Wutausbrüche, da ich aber stur blieb hörte sie irgendwann damit auf. Wenn ich raus kam war sie überglücklich, fiel mir in die arme. Ich setzte mich mit ihr hin und erklärte ihr immer das ich nicht weg bin, sondern das ich nur alleine auf Toilette gehen möchte. Heute hat sie es akzeptiert. Und so hab ich es auch mit einigen anderen Dingen gemacht die mich gestört haben. Es ist zwar noch nicht ganz rund aber es läuft besser und auch viel entspannter.
Nun noch eine kleine Anekdote zum Toilettengang: letztens war es dann so das meine Tochter auf der Toilette war.Ich ging rein um etwas aus dem Badezimmer zu holen, da sagte meine Tochter zu mir:" Mama geh raus, ich kann alleine, ich bin groß!" Very Happy soviel dazu!!!

ich wünsche dir viel Kraft- ich kann sehr gut nachfühlen wie es dir grad geht.

LG
Karin

_________________
Mia`04;Entwicklungstörung;geistige Behind.;Bewegungsstörung mit Ataxie

Mit jedem Menschen ist etwas Neues in die Welt gesetzt, was es noch nicht gegeben hat, etwas Erstes und Einziges.(Martin Buber 1878-1965)
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