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Wie äußert sich Hirndruck?

 
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SandraR.
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Anmeldedatum: 12.04.2005
Beiträge: 682
Wohnort: Iserlohn

BeitragVerfasst am: 28.04.2005, 19:59    Titel: Wie äußert sich Hirndruck? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich möchte einmal fragen, ob mir jemand von euch sagen kann wie sich Hirndruck äußert.
Robin hat Mircozephalie und Lissenzephalie. Er hat keine (bzw. bis jetzt noch keine ) Epilepsie.
Das letzte MRT was geschrieben wurde war nur auf sehr starkes Verlangen von mir letztes Jahr, und mit dem hinweis, keine Veränderung.
Jetzt war ich beim Orthopäden, dort wurden die Handknochen von Robin geröngt, um festzustellen ob er knochenkleinwüchsig ist.???
Der Arzt fragte uns wann wir das letzte mal in Würzburg waren. Ich antwortete als Robin 7 Monate alt war, und damals sagte man uns, das der Schädel nicht geöffnet werden muss, da er auch ein zu kleines gehirn hat. Doch der Orthopäde meinte, das er da kein Fachmann sei, und wir doch bitte nochmals in Würzburg vorstellig werden sollten, da Robin ja schließlich schon 6 Jahre alt wird.
Der Arzt hat mir wirklich riesige Angst gemacht. Da ich garnicht weis wie man Hirndruck bemerkt.
Ich fühle schon Knochenverschiebungen, und heute wo Robin absolut nicht schlafen möchte bringe ich das natürlich auch damit in Zusammenhang. Ich mach mich noch verrückt.
Kann mir einer von euch helfen?
lg.
Sandra
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Helmut
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Anmeldedatum: 30.04.2004
Beiträge: 1353
Wohnort: Borken / NRW

BeitragVerfasst am: 28.04.2005, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,

bei Kindern mit "normal entwickeltem Gehirn", die noch nie Probleme mit dem Hirndruck hatten, gibt es "recht einfach" zu erkennende Zeichen für Hirndruckstörungen. Das können sein : Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, allgem. Unwohlsein, erbrechen, steifer Nacken = man kann den Kopf nicht nach vorne beugen, und auffällige Stellung der Augen. So können Fachleute mittels "einfacher Tests" hinweise auf Hirndruckstörungen finden.

Bei Kindern, die nicht sagen oder zeigen können wie sie sich fühlen, und bei "geführten Kopfbewegungen" um die Nachsteifheit zu testen, nicht mitmachen, können deutliche Verhaltensänderungen "in alle Richtungen" ein Zeichen für entsprechende Probleme sein. Dann haben Eltern wie auch Ärzte oft keine andere Wahl, als anfangs bei Auffälligkeiten zur Sicherheit ein CT oder MRT zu machen, später die Aufnahmen miteinander zu vergleichen, und so die eigene Toleranzgrenze, dem Ausgang der Untersuchungen entsprechend anzupassen, und steigen zu lassen.

Meine Tochter hat als Folge einer Meningitis Hirndruckstörungen, die mit der Zeit mehrfach operativ behandelt werden mußten. Anfangs bin ich mit ihr oft wegen des Verdachts auf Hirndruckprobleme notfallmäßig zum KH gefahren. Da wurde Anfangs zwar oft ein CT gemacht, aber kein Nachweis für Hirndruckprobleme gefunden. So wuchs mit der Zeit bei mir und den Ärzten Tolleranzgrenze für Verhaltensauffäligkeiten, so das immer seltener ein CT gemacht wurde, und ich mit dem Wissen, das eh nichts passieren würde, immer seltener Notfallmäßig zum KH fuhr. Dafür war ich dann um so überraschter, wenn die Ärzte bei routinemäßig jährlich gemachten KontrollCT´s, eindeutige Zeichen für erhöten Hirndruck fanden, ( die dann notfallmäßig bevorzugt behandelt wurden ) ohne das mir bei Sonja etwas besonderes aufgefallen wäre.

Wenn man an der Meinung der Ärzte zweifelt, sollte man zur Sicherheit den Arzt wechseln, sich letztlich an die Meinung der Mehrheit halten, und seine Tolleranzgrenze den Erfahrungen anzupassen.

Da Kinder, die Hirndruckprobleme haben können, oft sehr wetterfühlig sind, haben wir uns anfangs einen "dekrativen Luftdruckschreiber" angeschaft ( gabs damals bei http://www.selva.de/ ), und immer wenn Sonja sich auffällig verhielt, ein Zeichen auf die Rolle gemalt. Dabei haben wir festgestellt, das es meistens am Wetter, bzw. stark schwankenden Luftdruck lag, wenn Sonja sich auffällig verhält. So lernt man mit der Zeit, das ganze gelassener zu sehen, und sich auf die Situationen einzustellen.

Smile Helmut

_________________
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.
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