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Biofeedback nach Breuer - zwischen Angst & Hoffnung

 
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SabineW.
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Anmeldedatum: 28.02.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Neuss

BeitragVerfasst am: 28.02.2006, 16:06    Titel: Biofeedback nach Breuer - zwischen Angst & Hoffnung Antworten mit Zitat

Liebe Leserinnen & liebe Leser !
Nachdem ich mich jetzt durch die 11-Seiten-Diskussion vom Sommer 2005 gelesen habe, die dieses Thema betrafen möchte ich die Diskussion keineswegs erneut führen oder so ausarten lassen.
Dennoch sind für mich viele Fragen offen geblieben.
Hauptsächlich finde ich es bedauerlich, dass so viele der "Mitglieder", die positive Erfahrungen zu berichten hatten, keine Möglichkeit hinterlassen haben, nochmal mit ihnen in Kontakt zu treten.
Ich würde mich freuen, wenn sich jemand bei mir melden würde, wenn er nicht mehr öffentlich dazu Stellung nehmen möchte.
Meine Familie ist betroffen von einem Wachkomafall, der von der Schulmedizin als hoffnungslos abgeschrieben wird.

Wie gesagt ich möchte nicht über Sinn oder Unsinn von alternativen Therapie-Ansätzen diskutieren, sondern interessiere mich viel mehr für Angehörige, die an den Schulungen am Institut von Herrn Breuer teilgenommen haben.
Auf seiner HP steht wohl, dass jeder, der dafür ausgebildet wurde, dies auch ausüben kann.
Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dass ich mich in so kurzer Zeit dermaßen sensibilisieren kann, um meinen Angehörigen zu therapieren.
Ist das so "einfach" wie es sich anhört, oder muss man den ganzen Kurs durchziehen, um eventuell zu bemerken, dass man völlig talentfrei ist ?

Mit der Bitte um Hilfe & Erfahrungen

SabineW.

*Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu Handeln* v. Anatole France
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Gert
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Anmeldedatum: 01.03.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11.03.2006, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

ich bin eine von den Angehörigen, die die Schulung mitgemacht haben, da ich einen behinderten Sohn habe. Ich bin über das Internet auf diese Therapie gestoßen. Unser Sohn ist jetzt 3 Jahre alt und bei ihm wurde eine Cerebralparese mit Tetraspastik diagnostiziert. Außerdem ist er mit einem Herzfehler (VSD) geboren, der aber schon operiert ist.

Ich bin von der Therapie überzeugt!!!

Im März 2004 haben wir mit der Manuellen Biofeedback-Therapie nach Breuer begonnen. Zu diesem Zeitpunkt konnte Lars (unser Sohn) weder seinen Kopf noch seinen Oberkörper halten. Er ging dauernd in die Überstreckung nach hinten und man konnte ihn auf einer Hand waagerecht in der Luft halten, so stark war die Spastik. Außerdem nahm er seine Umgebung überhaupt nicht wahr. Aussage der Ärzte (Schulmedizin): Ein hoffnungsloser Fall. Er wird nie sitzen, laufen, sprechen können. Wahrscheinlich ist er blind und taub.

Nach den ersten Therapiesitzungen fiel mir auf, dass Lars anfing auf seine Umgebung zu reagieren. Er wirkte viel wacher. Seine Spastik wurde zunehmend geringer.

Auch den Ärzten und Therapeuten fiel diese Änderung auf. Alle waren positiv überrascht, wollten aber von der Manuellen Biofeedback-Therapie nach Breuer nichts wissen. Sie ignorierten den Erfolg. Bis auf seine Ergotherapeutin. Sie nahm mit mir zusammen an der Schulung teil, weil sie von dem Erfolg dieser Therapie fasziniert war und mehr wissen wollte. Heute führt sie in ihrer eigenen Praxis die Manuelle Biofeedback-Therapie nach Breuer durch. Sie selbst behandelt z. Z. einen Wachkomapatienten mir großem Erfolg.

Nach ca. 2 Jahren Therapie kann Lars frei sitzen, er fängt an zu lautieren, greift nach Gegenständen, reagiert auf Geräusche und entwickelt sich langsam aber sicher immer weiter. So viel zu der Aussage der Schulmedizin.

Jetzt zu deiner Frage: Kann das jeder erlernen und ausüben? Jeder kann!!!
Jeder ist in der Lage seine Wahrnehmung zu schulen und sich zu sensibilisieren. Das geht nicht von heute auf morgen und ist mit viel Arbeit an sich selbst verbunden. Ich war 4 mal jeweils 1 Woche in Blankenheim zur Schulung. Diese intensive Zeit hat mein Leben bereichert und ich bin in der Lage, meinen Sohn mit Erfolg zu therapieren.

Petra
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SabineW.
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Anmeldedatum: 28.02.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Neuss

BeitragVerfasst am: 13.03.2006, 09:30    Titel: Vielen Dank! Antworten mit Zitat

Hallo Gert! Hallo Petra!

Vielen lieben Dank für Deine offenen Worte!
Damit hilfst Du mir sehr!
Wie lange therapierst Du denn Deinen Sohn schon?
Und wie hast Du das auf die Reihe bekommen an dieser Schulung teilzunehmen? Ich arbeite Vollzeit und es scheint für mich momentan schwer zu organisieren. Gibt´s da nen Trick? (Bildungsurlaub oder so was?)

Wäre es Dir recht, wenn ich mich mal mit Eurer Therapeutin in Verbindung setzen würde? Ich versuche schon seit längerem eine unserer Therapeutinnen von der Idee zu überzeugen sich weiterzubilden. Bisher stoße ich da aber noch nicht so auf Gegenliebe.

Ich finde es immer schwerer mich damit abzufinden, dass Schulmediziner mir sagen, unsere Situation wäre aussichtslos und jede neue Therapie-Idee wäre Zeit- & Geldverschwendung. Deswegen setze ich schon große Hoffnungen auf alternative Ansätze. Aber ich will mich auch nicht leichtgläubig auf irgendetwas einlassen.
Vor allem weil das alles für mich so schwer zu realisieren ist. 4 Wochen sind mein gesamter Jahresurlaub & in dieser Zeit könnte ich meinen Angehörigen auch nicht sehen, denn er ist nicht transportfähig.
Naja, aber das sind alles Sachen, die werden sich dann finden, hoffe ich.

Vielen lieben Dank schon mal
& lieben Gruß

Sabine

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* Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln* (v. Anatole France)
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Gert
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Anmeldedatum: 01.03.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 13.03.2006, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

vorab noch einige Informationen, bevor ich auf deine letzte Mail antworte.
Bevor wir die Therapie begonnen haben, haben mein Mann und ich beschlossen, niemanden etwas zu sagen, da wir jeder Therapie erst einmal etwas mißtrauisch gegenüberstehen. Wir wollten testen, ob irgend jemand der Lars behandelt eine Veränderung feststellt. Meiner Krankengymnastin und Ergotherapeutin ist der Fortschritt als erstes aufgefallen, da ja beide 1 mal wöchentlich mit ihm arbeiten. Dieses hat unseren Eindruck bestätigt und meine Entscheidung für die Therapie und die Schulung bestärkt.

Jetzt zur Organisation der Schulung. Ich befand mich zu d. Z. im Erziehungsurlaub. Mein Mann mußte sich dafür allerdings Urlaub nehmen, da die Kinder versorgt werden mußten. Ich habe die Schulung im Jahr 2004 für 2 Wochen gemacht und im Jahr 2005 noch einmal 2 Wochen. Unseren Urlaub haben wir uns so eingeplant. Zum Bildungsurlaub kann ich nichts sagen.

Ich selber therapiere meinen Sohn seit Anfang 2005 täglich. Vorher sind wir regelmäßig (ca. alle 4 Wochen) in die Eifel gefahren, daß sind ca. 200 km. Einmal haben wir dort für 1 Woche Urlaub gemacht. In dieser Zeit wurde Lars jeden Tag 2 mal therapiert.

Bitte gib mir deine private E-Mail-Adresse, dann können wir Adressen und Telefonnummern austauschen, u. a. von meiner Ergotherapeutin. Hier möchte ich keine Namen und Telefonnummern schreiben.

Gruß

Petra und Gert
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