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Hippotherapie bei Kindern, die nicht sitzen können?
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conni
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Anmeldedatum: 21.03.2004
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BeitragVerfasst am: 08.11.2004, 14:38    Titel: Hippotherapie bei Kindern, die nicht sitzen können? Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

mich würde interessieren ob man mit Kindern die nicht sitzen oder irgendwas können auch Hippotherapie machen kann? Theresa hat einen hypotonen Muskeltonus und bekommt KG nach Vojta.
Was bewirkt die Therapie?

Danke

LG Conni
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Andrea T.
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Beiträge: 130
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BeitragVerfasst am: 08.11.2004, 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin zwar nicht Sabine, kann Dir für den Anfang aber vielleicht weiterhelfen. Mein Sohn Felix ist 3 Jahre alt und kann auch nicht sitzen. Wir fangen morgen mit Hippotherapie an. Dabei geht eine Krankengymnastin mit Felix zusammen auf's Pferd. Wir erhoffen uns neben der besonderen Wahrnehmungserfahrung auf dem Pferd auch eine Verbesserung für Felix' Rumpfkontrolle. Mehr zur Hippotherapie findest Du z.B. unter www.hippotherapienetz.de oder www.therapiezentrum-hermessiepen.de.
Liebe Grüße

_________________
Andrea mit Felix (4/01, ICP, entw.verz., Epi, sehgeschädigt), Anna 4/01,
Nick 4/99, NRW
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sabine g
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BeitragVerfasst am: 09.11.2004, 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Conni,

Rumpfaufrichtung und -kontrolle, das ist genau das Stichwort. Der Schritt des Pferdes bringt in rythmischer Abfolge dreidimensionale Schwingungsimpulse in den Körper des Reiters: nach links und rechts, nach oben und unten und nach vor und zurück. Die dabei entstehende Bewegung im Becken entspricht dem unseres menschlichen Gangbildes. Um in einer unter sich stattfindenden Bewegung sitzen zu können, muss der Körper ständig kleinste Muskelreaktionen erbringen. Dieses quasi passiv erfolgende Muskeltraining gepaart mit einem muskeltonusregulierenden Effekt des Schrittreitens bringt die Erfolge der Hippotherapie. Wenn der freie Sitz allein nicht möglich ist, dann sitzt die Hippotherapeutin hinter dem Kind auf dem Pferd. Aber nicht um starr zu fixieren, sondern um zu sichern und vor allem um das Kind immer wieder zu eigenständigen Balancereaktionen anzuregen. Bzgl. des Einstiegsalters muss jeder Anbieter anhand seiner Pferde (Größe, wieviel Gewicht kann es tragen, Schrittfrequenz und Bewegungsausmaß zum Kind passend?) entscheiden.

Alternativ war in einer der letzten Fachzeitschriften ein Beitrag über die Förderung von sehr jungen Kindern in liegender Position auf dem Pferd, z.T. bäuchlings quer oder auch nach rückwärts gewandt liegend, um dann die Stützreaktion der Arme zu während der Pferdebewegung herauszufordern. Auch dies ist eine individuelle Entscheidung jedes Anbieters, welche Methoden er für ein konkretes Kind für geeignet hält.

Liebe Grüsse
Sabine
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HeikemitKids
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BeitragVerfasst am: 10.11.2004, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Conni,

meine Tochter Jaqueline, 12,5 J, alt, kann auch nicht frei sitzen, und macht mittlerweile seit über 4 Jahren Hippo - Therapie .

Jaqueline hat eine rechtsbetonte Tetra-Spastik, ist von der Muskulatur sehr hyperton , und hat nur bedingt Rumpf - und Kopf - Kontrolle ( wenn sie fitt ist, klappt die Kontrolle ganz gut, aber sobald sie etwas müde wird , läßt die Kontrolle stark nach ).

Durch die Hippo - Therapie wird versucht, Jaqueline´s Rumpf - und Kopf - Kontrolle zu verstärken, und wir haben auch über die Jahre hinweg kleine Erfolge erzielen können.

Was aber mindestens genauso wichtig ist : Jaqueline erfährt durch das *reiten* eine ganz starke eigenen Körperwahrnehmung, was sie sonst nicht erleben kann, dadurch das sie eben weder laufen noch frei sitzen kann , und sie liebt es zum Beispiel, auch mal bäuchlings quer auf dem Pferde - Rücken zu liegen, das Pferd geht im Schritttempo und die Therapeutin geht nebenher.

Diese Form der eigenen Körperwahrnehmung löst bei Jaqueline sehr viel Entspannung aus, und sie ist meist vom Tonus her sehr weich nach der Therapie.

Und zu guter letzt macht Jaqueline das Reiten einfach eine Menge Spass, und es ist halt eine sehr schöne Abwechselung zu den anderen, eher anstrengenden Therapien, die sie bekommt, wie z.B. seit 12 Jahren Vojta, seit 9 Jahren Bobath etc.

Viele Grüße,

Heike mit
Jaqueline (*6.6.92, ICP in Form der Tetra-Spastik, Epilepsie )
und Sarina Joelle (*2.2.99, quietschgesunder Wirbelwind )
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sabine g
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BeitragVerfasst am: 11.11.2004, 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heike!

Du schreibst, dass Jaqueline nach dem Reiten entspannt und sehr weich vom Tonus ist. Um wieviel Uhr reitet ihr und wie lange hält diese Wirkung an? Bis abends oder gar bis in den nächsten Tag rein?

Als aktive Reittherapeutin "preist" man immer die, in der Theorie gelernten, tonusregulierenden Effekte an. Aber da von den bei mir reitenden Kindern längst nicht alle mit Spastiken zu kämpfen haben, habe ich nur wenige Feedback-Aussagen wie´s in der Praxis hilft. Ich möchte einfach konkret wissen, ob die Wirkungen sehr große Unterschiede haben können oder ob pauschal gesagt - so wie sich´s immer anhört- alle hypertonen Menschen gleich gut darauf reagieren. Ich bin da etwas skeptisch...

Liebe Grüsse auch an Jaqueline und danke schon mal für Deine Antwort
Sabine
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BeitragVerfasst am: 11.11.2004, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

die Wirkung hält bei Jaqueline recht unterschiedlich lang an , mal ist ihr Tonus *nur* ein paar Stunden lang nach der Therapie recht weich, mal hält die Wirkung bis zum nächsten Morgen an.

Es kommt bei Jaqueline wohl immer darauf an, wie gut sie selber während der Therapie abschalten kann, manchmal ist sie super aufgeregt und albern, und manchmal ist sie ganz ruhig , und geniesst einfach nur die Nähe zum Pferd , in dem Fall hält der weiche Tonus bei ihr wie gesagt auch schon mal bis zum nächsten Morgen an.

Jaqueline reitet übrigens immer Samstags von 10 Uhr bis 11 Uhr, wir haben ganz bewusst den Samstag gewählt , da sie so einfach mehr davon hat, als wenn sie z.B. in der Woche nach einem anstrengenden KB-Schulen Tag reiten würde.

Viele Grüße,

Heike mit
Jaqueline (*6.6.92, ICP in Form der Tetra-Spastik, Epilepsie )
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sabine g
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BeitragVerfasst am: 12.11.2004, 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heike,

wow, eine Stunde! Das ist toll! Durch die frühe Tageszeit kann sie wirklich einen lang andauernden Effekt den Tag über genießen. Ich frage mich nämlich immer, ob ein schlechter, unruhiger Schlaf wieder alles zunichte macht? Sprich, wenn man am späten Nachmittag Hippotherapie macht, wielange das dann was bringt? Erhält sich die Tonusregulierung über eine Schlafphase hinweg? Scheinbar ist das möglich aber genau wie die Wirkung selbst ist auch die Erhaltung des Effekts von so vielen Einflüssen abhängig...

Auch ich arbeite 7 Tage die Woche. Die Pferde wollen ja eh mindestens ihr Futter und eine saubere Box, also bin ich sowieso am Stall und habe Nachfragen nach Wochenendterminen nachgegeben - aus genau dem Grund, den du beschreibst: Weil es nach den langen Schultagen nicht wirklich förderlich wäre. Die Pferde haben aber deswegen bei mir nicht mehr als an 5 Tagen los wäre zu ackern, die maximale Anzahl verschiedener Kinder pro Pferd steht fest und wird nicht erhöht. U.a. dadurch bleiben die Pferde jedem Kind gegenüber freundlich gesonnen Smile .

Liebe Grüsse
Sabine
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BeitragVerfasst am: 12.11.2004, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

ja, Jaqueline *reitet* 1 Stunde.

Eine Therapie - Einheit dauert 1/2 Stunde, aber das war mir zu wenig für Jaqueline , zumal auch noch immer noch das *helfen* beim anschliessenden Striegeln etc. zur Therapie gehört ( sofern das Kind es möchte ).

Und Jaqueline ist es ganz wichtig , das sie dabei immer noch *helfen* darf , daher haben wir mit der Therapeutin damals eine Doppel - Therapie - Einheit ausgemacht, so das Jaqueline insgesamt 1 Stunde Therapie hat.

Das sind zwar natürlich doppelte Kosten für mich , aber vor allem eben für Jaqueline *doppelter Spass* , und das ist das Wichtigste Wink

Viele Grüße,

Heike mit
Jaqueline (*6.6.92, ICP in Form der Tetra-Spastik, Epilepsie )
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anita1977
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BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,
Interesiere mich für Tim für eine Hippo Therapie, aber wie und wo finde ich Kontaktdaten dafür.
Gruss Anita Smile

_________________
Anita 77, J 67, I 99 gesund , Timey 03 SB HC Appalisches Syndrom Tetraspastik,blind ,Epilepsie ,Syrinx, Tethered cord. Tracheostoma, Button,Arachnoidalzyste,und und und Sternenkind seit 5.5.2010, Tierre-Maurice 11.8.09 kompensierte Harnleiterstenose bds. seit 18.4 eine Weitsichtigkeit von re +3,0 und li +6,5 aber fit und super süüüssssss
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BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Yasmin reitet seit ca 2 1/2 Monaten. Dabei sitzt Yasmin alleine auf dem Pferd, neben dem Pferd laufen eine Therapeutin und ich und stabilisieren Yasmin.

In dieser kurzen Zeit hat sich ihre Haltung leicht gebessert.


Lg Alex

_________________
Alexandra 11.03.1973 und Roman 25.11.1974 mit Yasmin 27.01.2004 und Lena Henriette 14.06.2010
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