Verfasst am: 23.02.2006, 02:25 Titel: Babs mit Dorothea (entw.verzög., Wahrnehmungsst.,Strabismus)
Hallo zusammen! Es wird Zeit, dass wir uns auch mal vorstellen.
Unser besonderes Kind ist Dorothea, im Dezember 4 geworden und entwicklungsverzögert. Unser (für uns noch recht neuer) Kinderarzt bezeichnet es als "psychomotiorische Retardierung" (und ich weiss noch nicht so genau was mir die Psycho-komponente sagen soll). Das SPZ hat es letztes Jahr als kombinierte Entwicklungsverzögerung mit (expressiver) Sprachentwicklungsverzögerung, Dyslalie und Dysgrammatismus sowie Störung der Feinmotorik attestiert - nix was wir nicht schon gewußt hätten - nur die Fach- Begriffe nicht. Desweiteren haben wir noch im Programm Strabismus, Weitsichtigkeit (+6,0 und +5,75 - Tendenz bisher immer steigend...) und Wahrnehmungsstörungen - Das hat zwar noch kein Arzt gesagt, "nur" die Therapeuten (die sind ja meistens eher eine Hilfe...) - und aus dem was ich bisher darüber weiss und täglich mit Dorothea erlebe und erfahre, ist es auf jeden Fall zutreffend.
Dorothea ist ein eher stilles und sehr vorsichtiges Kind. Sie kann äußerst stur sein und macht Sachen erst, wenn sie sich völlig sicher fühlt - z.B. ist sie mit 25 Monaten frei gelaufen... Im letzten Jahr hat sie einen Riesen- Sprung in fast allen Bereichen gemacht und ist jetzt auch ausgelassener und vor allem fröhlicher geworden. Bis vor einem Jahr schaute sie immer nur sehr ernst zu. Seit September geht sie (total gerne!) in einen integrativen Kindergarten, in eine heilpädagogische Gruppe und das scheint ihr richtig gut zu tun.
Dorotheas bester Spielgefährte (und wie wir scherzhaft sagen ihr bester Therapeut) ist ihr Bruder Alexander (knapp 2,5 Jahre) - unser "Wunderkind". Realistisch gesehen ist er "einfach nur normal" entwickelt (aber was ist schon "normal" - und diese Standardzeiten, wann ein Kind was können sollte, interessieren uns eh nicht die Bohne), aber wir Eltern staunen täglich, wie er die Welt entdeckt und erobert. In vielen Dingen ist er seiner großen Schwester jetzt schon überlegen und wir sind gespannt, wie sich das langfristig auf das Verhältnis zwischen den beiden auswirkt ...
Momentan freuen wir uns hauptsächlich daran, was unsere "kleinen Monster" täglich ausprobieren und anstellen, aber es gibt ja auch Zeiten, in denen man als Eltern wieder mehr hadert... (Im Vergleich mit vielem, was ich in letzter Zeit gehört oder hier gelesen habe, haben wir ja wohl auch nicht wirklich Grund zur Klage). Ich find es einfach klasse, was hier in dem Forum bisher schon so zusammengetragen wurde und freu mich, Euch besser kennenzulernen.
herzlich Willkommen bei REHAkids und viel Spaß beim Austausch hier.
Den Vergleich mit normal entwickelten Kindern kennen wir auch. Tim-Henrik hat seinen großen Bruder schon jetzt überholt, allerdings war er praktisch schon ab Geburt (!) weiter entwickelt als Jan-Paul. Durch Tim-Henrik habe ich aber auch lernen müssen, dass es Entwicklungsgrenzen gibt und ein behindertes Kind auch durch noch so viel Therapie und Förderung nicht zu einem normal entwickelten werden kann. Wenn nur wenig Entwicklungspotenzial da ist, kann auch nur wenig ausgeschöpft werden.
Lieben Gruß
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
dir hier im REHAkids - Forum ein herzliches Willkommen und ganz viel Spass beim persönlichen Austausch hier.
Klasse das deine Kinder sich gut verstehen, doch ich habe es so empfunden das die besonderen Kinder eine besondere Beziehung zu ihren Geschwistern haben, wie umgekehrt auch, bei unseren 3en ist das jedenfalls so.
Obwohl das für das besondere Knd manchmal sehr schwer ist, wenn das kleine Geschwisterchen ihn in der Entwicklung bei weitem überholt.
Gruß,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
LG
Tanja _________________ Tanja Mutter von 7 Kindern, Benjamin (86 Asthma) Jonathan (87), Julia (88)
Manuel (93 Migräne) Joshua (98 ADS,Asthma) Dominic (2000 hat ADHS und eine schwere Hämophilie(Bluterkrankheit) Hämophilie ist eine Blutstillungsstörung)und unser jüngster Elias(2008 Rheuma)
Liebe Grüße _________________ Nicole & Kevin , Mitochondriale Myopathie, Komplex 1 Mangel, Epilepsie und Encephalopathie
Peripartale Asphyxie bei Geburt nicht auszuschließen laut zwei Ärzten
Bilder von uns zuhaus:http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_personal.php
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