Ich stehe mal wieder vor einem Problem! Meine Maus hat ja wie in der Signatur zu lesen ist, eine spastische Hemiparese (rechts), armbetont. Die KG im Kindergarten hat zusätzlich zu den Unterschenkelorthesen, mit denen sie vor der KiGa-Zeit versorgt war, noch eine Unterarm-Hand-Schiene und eine Oberarm-Unterarm-Nachtlagerungsschiene (wegen fortschreitender Kontrakturen) empfohlen. Als ich unserem Orthopäden (Dr. Ruprecht in Werne) dieses "Sammelsurium" gezeigt habe, hat er nur gemeint, dass er für so wenig wie möglich Schienen ist. Er findet die Arm-Schienen etwas überflüssig. Jetzt stehe ich da mit 2 Experten und 2 Meinungen- wie immer. Ich persönlich halte die Unterarmschiene noch für sinnvoll, da Louisa sie dann trägt, wenn sie z.B. draußen spielt und die Verletzungsgefahr steigt (sie hat sich schon mal bei einem Sturz den Unterarm gebrochen). Das sehe ich ja noch ein. Die Nachtlagerungsschiene empfinde ich ganz persönlich als Quälerei. Sie wird dadurch gezwungen, die ganze Nacht mit kerzengeradem Arm zu schlafen und morgens, wenn ich sie abmache, gibt es tierisches Geschrei wegen "Aua". Kann ich mir auch gut vorstellen!!!
Meine Frage jetzt: Gibt es ein Kriterium "für die betroffene Mutter" anhand dessen ich selbst entscheiden kann, wie schlimm die Kontaktur wirklich ist und ob die Schiene wirklich sein muß? Ich persönlich empfinde es nämlich nicht als so schlimm... Bin dazu übergegangen, die Nachtschiene so selten wie möglich anzulegen, weil ich diese Quälerei nicht mehr mit angucken konnte....
Wem soll ich jetzt glauben? Der KG, die meine Maus jeden Tag sieht, oder dem Orthopäden, der sie nur einmal im Quartal sieht?
GLG AnjaD _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
Wir waren heute in Werne bei unserem Orthopäden und ich habe ihn auf die Schienen angesprochen. Und siehe da, mein Gefühl war richtig!!!! Er kann in der Nachtschiene keinen Sinn erkennen. Zum einen hat Louisa im Arm so gut wie keine Kontraktur (bin also doch nicht ganz so blöd wie ich dachte...), zum anderen wird ihr Arm mit dem Teil völlig gestreckt und somit überkorrigiert. Wenn Korrektur, dann nur in die "physiologische Neutralstellung", und die ist beim Arm nicht kerzengerade!!! Außerdem nur dann, wenn sie nachts mit kontrahiertem Arm schlafen würde, was sie aber nicht tut! Wir sollen zur Sicherheit ein paar Aufnahmen von ihr machen, während sie schläft, damit man sieht, wie der Arm bzw. auch der Fuß liegt.
Er hat uns eine Botox-Behandlung empfohlen, um sie in eine aufrechtere Haltung zu bekommen. Werde jetzt mal ein bißchen was darüber in Erfahrung bringen, bis jetzt weiß ich nur, dass es diese Behandlung gibt, aber noch nichts genaueres. Aber dafür haben wir ja hier die Such-Funktion, nicht wahr....
Also ab jetzt keine Armschiene mehr in der Nacht!!! JUBEL!!!
Und mal so ganz nebenbei: Bei den anderen beiden, die wir auch noch mit hatten, war nix mehr von KISS zu sehen!!! Quasi bis auf weiteres "als geheilt" entlassen!!!
GLG AnjaD _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
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