Verfasst am: 08.02.2006, 10:50 Titel: Daggi und ihre Sternenkinder
Hallo,
seit Herbst 05 besuche ich immer wieder eure Seiten und habe mich als Mitglied regestrieren lassen.Danke für die Erinnerungsmails, mich doch auch mal hier vorzustellen! Ich brauch leider öfter eine längere Anlaufzeit...
Ich heiße Damar,bin seit kurzem 37 Jahre alt und wohne in Hannover.
Von Beruf bin ich Heilpädagogin, weshalb ich mich mit dem Schicksal der Eltern in diesem Forum besonders verbunden fühle!
Der Anlaß, diese Seiten zu besuchen, ist ein anderer, trauriger...
Seit 2000 möchten mein Mann Christian und ich ein gemeinsames Kind bekommen. Schwanger wurde ich schnell. Die Schwangerschaft wurde von Sorgen begleitet, da Christian aus einer früheren Beziehung einen geistig behinderten Sohn hat, dessen Ursache nie weiter nachgegangen wurde.
Bis zur 16. SSW war auch alles in Ordnung, doch dann wurde festgestellt, dass das Herzchen unseres Babys nicht mehr schlug. Fassungslos mußten wir unseren kleinen Jan wieder verabschieden! Ihm folgten drei weitere Sternengeschwisterchen.
Nach der vierten "Fehlgeburt" ließ ich eine Immunisierung durchführen, wonach die folgende SS stabil blieb. Leider hatte unsere kleine Nike eine Zwerchfellhernie und verstarb im Juli 04 kurz nach ihrer Geburt.
Seitdem habe ich es irrsinnig schwer, mich in meinem Leben zurecht zufinden. Zum Ende des letzten Jahres wurde ich von meinem Arbeitgeber (einem Waldorfkindergarten) krankheitsbedingt gekündigt.
Dies hat mich einerseits sehr traurig gestimmt (das Unverständnis für meine Situation) andererseits wurde auch Druck genommen und wagte noch einmal meinem Herzenswunsch nachzugeben- ich wurde schwanger!
Leider blieb auch das Herzchen dieses Kindchens in der 9.SSW stehen- was ich in der 12.SSW erfuhr...
Aus medizinischer Sicht spricht man bei meinen glücklosen Schwangerschaften von "Unglücksfällen", die in keinen Zusammenhang zueinander stünden.
Da ich gesehen habe, dass in diesem Forum auch einige "Sterncheneltern" sind, fühle ich mich euch verbunden und nahm den Mut zusammen, euch meine "Geschichte" zu erzählen.
Hallo Daggi
Das sind ja viele harte Schläge die ihr einstecken musstet!
Lass Dich mal virtuell drücken.
Hier heisse ich dich gabz herzlich willkommen und es gibt viele hier die dein Schicksal teilen,
Schön dass du es erzählt hast.
Herzlichst Christina
Hallo Daggi, schön dass Du hier her gefunden hast. Es ist wirklich ein leidvoller Weg, den ihr bisher gehen mußtet. Du wirst hier viele Eltern finden, denen es ähnlich ergangen ist und die den Mut trotzdem nie verloren haben. Wir wüschen dir hier aus Leipzig einen regen Austausch, einen Blick nach vorn und vielleicht den Mut und die Kraft, es mit der Nachwuchsplanung noch einmal zu versuchen. Ich hoffe, das ich dir nicht zu nahe getreten bin. Ich weiß nur selbst zu gut, wie es ist, wenn man sich unbedingt ein Kind wünscht. Wollt ihr es noch einmal probieren? Habt ihr medizinisch alles abklären lassen? Auf der www.9monate.de Seite gibt es auch viele Hinweise und Betroffene und vielleicht kannst du dort für dich noch mehr Antworten finden.
LG
Doreen _________________ Charlotte, 16.08.2000, ehem. Frühchen 31.SSW und Friederike, 15.07.2004. extrem. Frühgeb. in der 24.SSW (720g., 33 cm), nach Hirnmittellinienzyste HC, shuntversorgt , entwicklungsverz., sehbehindert, Minderwuchs, Balkenagenesie Meine Galerie
Hallo Daggi,
erstmal ganz herzlich willkommen hier im Forum!!
Ich habe auch vier Fehlgeburten gehabt - weiss, was das heisst.
Fühl dich hier im Forum getragen... das hilft sehr.
Dass Nike so schnell und bald von dir ging....das tut mir wahnsinnig leid. Ich finde jetzt keine Worte mehr-
Daniela _________________ Johanna *11/2002 (Hirntumor an Stammhirn und Rückenmark Astrozytom Grad I, Trachealkanüle), † 09.08.2011
Mascha *9/1999, Hirnreifungsstörung, Angststörung, selektiver Mutismus, teilkontrakte Spitzfüße
fühle dich ganz lieb umarmt, ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung wie es dir
geht und wie du dich fühlst.
Verliere nicht die Kraft, denn deine Sterchen wollten sie dir nicht nehmen, sondern sie dir geben; Kraft zum Weiterleben auch ohne sie!
Nur der Hoffnungslose findet sich ab mit dem, was ist
und mit der Art und Weise wie es ist.
Wer aber Hoffnung hat, sieht vor sich neue Möglichkeiten,
wie es anders werden und besser gehen kann.
(Jürgen Moltmann)
auch von uns ein ganz herzliches Willkommen im Forum.
Das ist ja wirklich sehr ,sehr traurig.
Könntet Ihr Euch vielleicht vorstellen, Kinder zu adpotieren oder Pflegekinder auf zu nehmen? Auf der ganzen Welt sind Kinderchen, die dringend ein zu Hause brauchen.
Ihr wollt so gerne Eltern werden, so könnte es doch funktionieren????
Ich kann gut verstehen, dass Dich Deine Erlebnissse ziemlich aus der Bahn geworfen haben. Ich hatte, bevor Dominik geboren wurde, auch eine Fehlgeburt ( 12. SSW ) und eine Totgeburt ( 30. SSW ). Das hat ewig gedauert, bevor ich das so halbwegs verarbeitet hatte...
LG
Heidi _________________ Heidi (09.67), Uwe (01.61) und Dominik (04.98) LKGS-Spalte, entwicklungsverzögert, KISS-Syndrom
LG Tanja _________________ Tanja Mutter von 7 Kindern, Benjamin (86 Asthma) Jonathan (87), Julia (88)
Manuel (93 Migräne) Joshua (98 ADS,Asthma) Dominic (2000 hat ADHS und eine schwere Hämophilie(Bluterkrankheit) Hämophilie ist eine Blutstillungsstörung)und unser jüngster Elias(2008 Rheuma)
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