Verfasst am: 04.02.2006, 21:23 Titel: Kürzung der Therapietermine
hallo an euch,
seit neuestem ist sind uns die physiotherapietermine von 3 auf 1-2 pro woche gekürzt worden. unser kinderarzt stellt zudem immer nur noch rezepte über 6 gesamttermine aus.
ich kannte es aus berlin, wo wir vorher wohnten, dass wir 30 termine auf einer verordnung und dann 3-4 pro woche bekamen. über die dortigen SPZs (sozialpädiatrischen zentren) war das alles gar nicht so schwierig.
hier in kiel scheint das alles viel schwieriger zu sein.
wir brauchen aber weiterhin 3 termine pro woche, was kann ich tun?
grüße von antje _________________ Lotte, 07/05, (olivo-)pontocerebelläre-Hypoplasie, Mikrozephalus, Button seit 11/06, starke Entwicklungsverzögerung; Linus, 08/02; Ole, 07/00, mit zwei Jahren an gleicher Erkrankung gestorben, starke Krampfanfälle, Tetraspastik, PEG-Sonde
Verfasst am: 04.02.2006, 21:55 Titel: Kürzung der KG Termine
Hallo,
6 Termine ist ja bei Kindern außerhalb des Regelfalls absolut unnormal.
Und bei der bisherigen Frequenz ist das ja sicherlich so.
Also erklär dem Doc mal das Termine außerhalb des Regelfalls nicht sein Budget belasten und Eure Kasse bisher keine Probleme gemacht hat.
Also handelt er vermutlich aus Unwissenheit, vermutlich hatte er noch keine behinderten Kinder.
Gruß
Andrea.
P.S. Laß uns wissen was drauß wird. _________________ L*02, Tetraspastik (Assistenzhund) und T *04, Bauchmaus 06/12 Ein Bericht mit Fotos Bilder von uns
hey andrea,
aber "außerhalb des regelfalles" bedeutet doch nur, dass nahtlos weiter rezepte verordnet werden können ohne die dreimonatige pause dazwischen. das budget des arztes wird trotzdem belastet. habe mir das ausführlich bei der kasse erläutern lassen.
es ist total verfahren. splitte jetzt meine termine mit zwei ärzten.
die kürzung trifft wohl schleswig-holst. besonders hart.
ich weiß echt nicht wie das weitergehen soll, denn eigentlich ist die konsequenz dieses gesetzes, das kein arzt interesse hat, patienten wie uns zu behandeln. behinderte und chronisch kranke sind hier nicht mehr aus dem budget genommen.
bin offen für gute ideen, viele grüße antje _________________ Lotte, 07/05, (olivo-)pontocerebelläre-Hypoplasie, Mikrozephalus, Button seit 11/06, starke Entwicklungsverzögerung; Linus, 08/02; Ole, 07/00, mit zwei Jahren an gleicher Erkrankung gestorben, starke Krampfanfälle, Tetraspastik, PEG-Sonde
auch ich hatte heute ein Gespräch mit unserer Kinderärztin. Seit 2 Wochen sind wir endlich bei der Frühförderung - auf den Platz haben wir seit Sep. 2005 gewartet - weil wir die jetzt bekommen soll ich nur noch 1x wöchtl. zur Krankengymnastik, da die Kasse die Kosten für 2x nicht mehr trägt. Kann das sein? Es ist doch für unsere Kinder so wichtig. Am Montag kommt der Medizinische Dienst zu uns - vielleicht klappt es ja mit der Pflegestufe aber das glaube ich jetzt weniger. Wo liegt eigentlich das Problem? Unsere Kinder können das Budget doch nicht so sprengen?
Wer kennt sich da aus?
Gruss Bettina _________________ Thomas u. Bettina mit Johanna 05.02.00 (gesund) und Lisa 30.05.04 stark entwicklungsverzögert - z.Zt. ohne Diagnose
Ich kenne mich zwar in SH nicht aus, aber Frühförderung wird sonst eigentlich nie von der Krankenkasse bezahlt und auch nicht vom Arzt verordnet. Hier läuft es über die Eingliederungshilfe für Behinderte und evtl. den Amtsarzt.
Wir bekommen alle anderen Therapierezepte vom SPZ.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
eine Ergotherapeutin kommt zu uns und deshalb brauchen wir für diese Stunde ein Rezept da die Kosten zur Zeit noch geteilt werden zwischen Kreis und Krankenkasse _________________ Thomas u. Bettina mit Johanna 05.02.00 (gesund) und Lisa 30.05.04 stark entwicklungsverzögert - z.Zt. ohne Diagnose
eigentlich soll die Frühförderung seit Juli 2001 (Inkrafttreten von SGB IX) als sogenannte Komplexleistung von interdisziplinären Frühförderzentren erbracht werden. Also heilpädagogische Leistungen werden dann durch die Eingliederungshilfe (Kreis) getragen und Therapien durch die Krankenkassen...
Nur die entsprechenden Rahmenbedingungen sind bis heute (fast 5 Jahre) in den meisten Bundesländern zum größten Teil nicht umgesetzt. Wie es bei Euch ist, weiß ich leider nicht, aber S-H hat hier auch mal wieder die Rote Laterne...
Viele Grüße
Eckhard _________________ Vater von Phillipp 11/96 frühkindliche Grand mal Epilepsie, psychomotorische Retardierung, Ataxie und Florian 03/98 der an trüben Tagen für Sonnenschein sorgt www.phillipp.besondere-kinder.de
Hallo,
ich bin ganz entsetzt, das die Therapiefrequenzen gekürzt werden. Beinahe hätte ich geschrieben, wechsle den Arzt, aber das hier ist ja unverantwortlich.
Hier im Forum habe ich schon mal gelesen, das man dies bei Erwachsenen macht, aber bei Kindern hofft man ja noch auf Weiterentwicklung.
Was machen wir denn da?
Eine Möglichkeit wäre, einen Behandlingsblock im SPZ zu machen und den anderen in einer Praxis, aber ob der Arzt 2 Verordungen (1x Ü zum SPT und ein RZ Physio) ausstellt ist auch fraglich und ob das SPZ neben eignen Behandlungen auch noch Physio auf RZ ausstellt ebenso.
Eine andere Variante wäre, 1 Behandlung mit 3 Therapieeinheiten (3x 30 min ) bei 2x die Woche.
Mir ist schon ganz schlecht, wenn ich daran denke, wenn dies jetzt gängige Praxis werden soll, .......dann müssen wir alle unsere Kinder selbst beturnen!
Viele Grüße Katrin _________________ Liebe Grüße Katrino
mit Belli ,Spastikerin.
--schaut mal in meinen Flohmarkt, wenn Ihr Sachen sucht: http://picasaweb.google.com/Stroosina
Hallo Antje!
Etwas umständlich aber sicher die beste Möglichkeit wäre, sich die Rezepte weiterhin vom SPZ ausstellen und dann per Post zustellen zu lassen. Mein Arzt in der Klinik macht das.
Viele Grüße
Markus _________________ Dr. rer. nat. Markus Butz, Institut fuer integrative Neurophysiologie, Universitaet VU Amsterdam. Stellv. Vorsitzender Förderverein rege e.V., Heidelberg (Forum Cerebralparese)
unser Kinderarzt hat mich auch gebeten nur noch 1 x die Woche zur KG zu gehen, da er nur begrenzt Heilmittelverordnungen verschreiben kann und das vorhandene Budget auf alle seine betroffenen Patienten aufteilen muss. Da Finley nicht so stark betroffen ist finde ich das akzeptabel. Wir gehen ab nächste Woche als Ersatz 1 x pro Woche zum Kleinkinderturnen. Das ist für viele andere Betroffene aber keine Alternative, ich weiß selber noch nicht, ob mein Sohn schon reif für dieses Kinderturnen ist (ist eine Gruppe für Kinder ab 18 Monate).
LG, _________________ Katja mit Sohn (*01/04, zart, klein und nicht so stark wie andere Kinder)
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