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Sonderpädagogisches Gutachten von Schule verweigert?
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kati543
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BeitragVerfasst am: 03.02.2012, 19:44    Titel: Sonderpädagogisches Gutachten von Schule verweigert? Antworten mit Zitat

Hallo,
so langsam bekomme ich die Krise mit "unserer" Sprengelschule. Die sind total unkooperativ. Kann man sich eigentlich auch über Direktoren beschweren?

Also:
Unser Großer ist dieses Jahr schulpflichtig. Er freut sich auch total auf die Schule. Der Kiga und wir sind auch der Meinung, ein weiteres Kigajahr ist keine Lösung, obwohl uns das vom Amtsarzt als Option offen gehalten wird. Aber er langweilt sich jetzt schon dort und wir zwingen ihn förmlich täglich dorthin.
Also bleiben als Option nur Vorschule oder Schule. Die Sprengelschule hat uns (vor ca. 10 Monaten) ganz klar gesagt, dass Omar nicht auf diese Schule gehen kann, weil er SPRACHLICH so weit hinterher ist. Wir haben damals einen Antrag auf sonderpädagogische Förderung gestellt. Nun wurde er weiter sprachlich intensiv gefördert und hat natürlich viel aufgeholt. Er liegt seinem Alter noch weit hinterher, aber das SPZ hat die Betreuung eben schon beendet - so schlimm ist es also nicht mehr. Die logopädische Testung (letzte Woche) hat auch ergeben, dass er nur noch in 2 von 4 Bereichen unterdurchschnittlich ist - und da auch nur sehr knapp. Naja...heute war wieder mal ein Test in der Sprengelschule. Und als Ergebnis kam mal wieder, dass Omar natürlich wieder vieeeel zu schlecht ist für die Schule und zwar auf einmal in FEIN- und GROBMOTORIK. Gleichzeitig wurde uns gesagt, dass der Antrag auf sonderpädagogische Förderung nicht weiter verfolgt wird und wir uns selber direkt bei der Sprachheilschule zu melden haben.
Der Punkt ist nur...ich will gar nicht, dass er zu dieser Sprachheilschule geht. Es kann doch nicht sein, dass die Direktorin einfach mal so die Kinder an andere Schulen "verteilt". Soweit ich informiert bin, ist das immernoch ein Recht der Eltern. Eigentlich wollten wir ihn inclusiv beschulen lassen in einer Schule, die viel näher ist. Die Sprachheilschule ist 27km entfernt. Das war auch die Empfehlung des SPZ.

Was können wir jetzt noch tun, um ihn inclusiv beschulen zu lassen? Wir wohnen in Hessen.

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), gl. Entwicklungsst., Ptosis, Hypotonie, Vd. auditive Wahrnehmungsst., Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Esstörung, Hypospadie, Trigonoceph., Hypotonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie)
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iko100
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BeitragVerfasst am: 03.02.2012, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kati543,

leider weiß ich nicht, wie es in Hessen abläuft, du solltest dich beim Schulamt erkundigen.

In NW melden die Eltern ihr schulpflichtiges Kind an einer Regelschule an. Gleichzeitig können sie einen Antrag auf sonderpädagogische Förderung stellen. Der darf von der Schule nicht verweigert werden und wird an des Schulamt weitergeleitet. Dieses beauftragt einen Sonderpädagogen, der in Zusammenarbeit mit dem KiGa, dem Amtsarzt und den Eltern ein Gutachten erstellt. Das wird an das Schulamt gegeben, das eine Entscheidung fällt. Die Eltern können eine Wunsch für die Beschulung äußern, letztlich entscheidet aber das Schulamt.

Alles Gute
iko

_________________
Iris mit Katharina *1999 in Bulgarien, seit 2001 in Deutschland, geistig behindert, keine Sprache, keine Diagnose

Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.
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anneb
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BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

soweit ist das richtig. Allerdings entscheidet nicht das SChulamt in letzter Instanz, sondern die Eltern müssen zustimmen. Gegen eine Entscheidung des Schulamtes kann man immer klagen.
Man kann sein Kind auch an der Förderschule anmelden, diese stellt dann den Antrag auf die Eröffnung des AOSF Verfahrens.
Ihr meldet ihn einfach an der SChule Eurer Wahl an. Wenn der Direktor dann meint, dass Euer Sohn an seiner SChule nicht entsprechend gefördert werden kann, muss er dann tätig werden.
LG; Anne
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Felicitas74
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BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich ftage mich, warum hat man den so eien negative Einstellung in bezug der Sprachheilschule?
Fakt ist doch. DEIN KIND HAT EIN SPRACHDEFINZID.
Und da gehört man einfach besser hin in eine Sprachheilschule. Was ist daran so schlimm? Weil diese als Föderschule gilt?Oder ist es einfach nur Unwissenheit?
Man kann auch wieder auf eine Regelschule wen man sich verbessert hat,oder der definzid behoben ist.Der Weg von der sprachheilschule ist immer frei.
Ich persölich habe super erfahrungen,mit beider arten. Grundschulbereich und weiterführende Sprachheilschule...
ich habe die Erfahrung gemacht das die kinder im schulischen oft weiter sind als in der regelgrundschule.Die Lernqualität ist besser, es gibt Abhol und Bringdienste...ich sehe darin nichts negatives.
Faktum ist aber, keine Schule MUß jemand nehmen,wen sie der meinung sind das es nicht hierher passt..aber ein AOSF muß trotzdem gemacht werden
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Arifina
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BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Sicherlich wird es Mittel und Wege geben die Schule zu zwingen, das Kind einzuschulen. aber ob das der richtige Weg ist???

Aber ich würde mir wenigstens die Spachheilschule mal ansehen. So viel wie ich weiß, werden die ersten Schuljahre dort gestreckt, so dass die Kinder dort mehr Zeit haben, den Grundschulstoff zu lernen. Außerdem gibt es dort Logopäden, Ergotherapeuten und Sonderschullehrer mit dem Förderschwerpunkt Sprache. Das kann durchaus eine Chance für das Kind sein, dass es nach 4 Jahren Grundschule problemlos in eine weiterführende Regelschule weiter beschult werden kann. Außerdem kann auf Grund der Verlängerung der Grundschulzeit um ein Jahr auch an so einigen anderen Defiziten, wie Motorik, gearbeitet werden.

Fahrt doch mal hin zu der Sprachheilschule. Klärt, wie die Förderung aussieht und wie der Schülertransport organisiert wird.

Mein Kind wird auch integrativ beschult (Förderschwerpunkt Sehen). Aber die Fördermöglichkeiten sind wirklich sehr!!!! begrenzt. Die Lehrer kennen sich nicht aus, sind dafür ja auch nicht ausgebildet und so manchen Lehrer interessiert es auch nicht. Eine zusätzliche Förderung gibt es eigentlich nicht. Wenn mein Kind nicht so intelligent wäre, hätte es dort riesige Probleme. Außerdem müssen wir zu Hause auch vieles gerade biegen. Das ist für das Kind anstrengend und zeitaufwändig genauso wie für uns Eltern.

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Arifina mit Peppi 1999
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katrinchen
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BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kati!

Es ist egal, von welchem Bundesland wir sprechen.
Es ist überall so, dass sonderpädagogische Förderung nur dann möglich ist, wenn vorher ein Gutachten geschrieben worden ist. Die Namen dafür sind unterschiedlich, der Grund ist aber immer der gleiche:
Man muss ja schließlich vorher gucken, wo das Kind am besten gefördert werden kann.
Und es ist eine Unverschämtheit von dem Direktor, dass er den Antrag nicht stellen will. Ist ihm wohl zu viel Arbeit... Rolling Eyes
Ruf im Schulamt an und beschwer dich über den Kerl. Dann wird man dir sagen, dass du diesen Antrag auch selbst stellen kannst und ihn dir zuschicken.
Dann wird alles seinen Gang nehmen.
Wenn ich richtig gegooglet habe, müsste Herr Reiss und Frau Grundmann für euch zuständig sein:
http://www.ssa-ggmt.net/php-Skripte.....e/Mitarbeiter-Abfrage.php

LG Katrin

_________________
Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
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Susanne1972
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BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir wäre es mit der Vorschule? Sozusagen als Testlauf?

Liebe Grüße
Susanne
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kati543
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Wohnort: Bad Soden

BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Felicitas74 hat folgendes geschrieben:
Hallo,
ich ftage mich, warum hat man den so eien negative Einstellung in bezug der Sprachheilschule?
Fakt ist doch. DEIN KIND HAT EIN SPRACHDEFINZID.
Und da gehört man einfach besser hin in eine Sprachheilschule. Was ist daran so schlimm? Weil diese als Föderschule gilt?Oder ist es einfach nur Unwissenheit?
Man kann auch wieder auf eine Regelschule wen man sich verbessert hat,oder der definzid behoben ist.Der Weg von der sprachheilschule ist immer frei.
Ich persölich habe super erfahrungen,mit beider arten. Grundschulbereich und weiterführende Sprachheilschule...
ich habe die Erfahrung gemacht das die kinder im schulischen oft weiter sind als in der regelgrundschule.Die Lernqualität ist besser, es gibt Abhol und Bringdienste...ich sehe darin nichts negatives.
Faktum ist aber, keine Schule MUß jemand nehmen,wen sie der meinung sind das es nicht hierher passt..aber ein AOSF muß trotzdem gemacht werden

Hallo,
Ich hoffe mal, das waren jetzt alles keine Vorwürfe. Also... Nein, die Sprachheilschule an sich als Schulform ist tatsächlich auch unsere erste Wahl für ihn. Wir finden auch die Sprachheilschule, die für unseren Sohn zuständig wäre optimal. ABER: Die Schule ist 27 km von uns zu Hause entfernt. Am Elternabend sagten uns die Lehrer ganz offen, dass die Schüler aus unserer Stadt im Unterricht einschlafen, weil sie 1,5 Stunden einfache Fahrtzeit haben. Diese Sprachheilschule ist übrigens nur eine Klasse (für einen ganzen Schulkreis) und es ist quasi unmöglich überhaupt einen Platz dort zu bekommen. Die 1. Klasse wird mit maximal 12 Schülern gefüllt - eine 2. Erste Klasse wird nicht aufgemacht. Außerdem gibt es noch eine Vorklasse mit 8 Schülern. Die Vorklasse ist aktuell bereits gefüllt mit Muss-Kindern aus dem letzten Jahr, die keinen Platz in der 1. Klasse gefunden haben. Die bekommen also definitiv einen Platz in der 1. Klasse. Und dann gibt es wohl noch Sitzenbleiber - laut Auskunft der Schule. Also gibt es im optimalsten Fall 8 Vorschulplätze und 4 1.-Klasse-Plätze und das für mehr als 3 mal so viele Bewerbungen von Muss-Kindern. Daher haben wir dieses Verfahren beantragt und wollten eben Alternativen. Ist das so unverständlich? Wir wissen das Omar eine Sprachentwicklungsstoerung hat, aber er hat eben auch noch einiges anderes. Wir wollten ihn nie in eine Regelschule als Regelschüler geben. Das war uns schon klar. Umsonst beantragen Eltern dieses Verfahren ja auch nicht. Nur ist mir nicht klar, wieso die Schule einfach sagen kann, dass Macht sie nicht und sortiert ihn in eine Schule, die ohnehin total überfordert und überfüllt ist.

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Katrin (Epilepsie)
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kati543
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Wohnort: Bad Soden

BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

katrinchen hat folgendes geschrieben:
Hallo Kati!

Es ist egal, von welchem Bundesland wir sprechen.
Es ist überall so, dass sonderpädagogische Förderung nur dann möglich ist, wenn vorher ein Gutachten geschrieben worden ist. Die Namen dafür sind unterschiedlich, der Grund ist aber immer der gleiche:
Man muss ja schließlich vorher gucken, wo das Kind am besten gefördert werden kann.
Und es ist eine Unverschämtheit von dem Direktor, dass er den Antrag nicht stellen will. Ist ihm wohl zu viel Arbeit...


Hallo Katrin,
wir haben den Antrag im September oder Oktober gestellt. Es ist nicht, dass wir nicht einsehen, dass Omar Foerderung braucht, sondern mich stört einfach, dass uns das Recht genommen wird, mitzuentscheiden. Der Antrag wurde damals übrigens auch auf drängen der Direktorin gestellt. Und jetzt gab es eben noch eine Meinung vom SPZ und von behandelnden Therapeuten, die ihr nicht gefielen, bzw. Hat sie wahrscheinlich Angst bekommen, dass sie ihn doch aufnehmen muss inclusiv nachdem das Gesetz ja hier schon durch ist und da hat sie das eben gestoppt ... Das ist zumindest meine Meinung. Denn der Stopp kam genau nach dem Antrag dass die Therapeuten und die Ärztin des SPZ als Berater zugelassen werden sollen.

Mal sehen, vielleicht ist ja ein Jahr Sprachheilvorschule für ihn wirklich das Beste und dann kann er hier irgendwo eingeschult werden. Wir waren übrigens schon in der Sprachheilschule und haben uns dort alles angesehen letztes Jahr. Therapien finden dort gar keine statt. Auch keine Logo. Der einzige Unterschied zur normalen Schule ist die kleine Klassenstärke, die natürlich vorteilhaft ist.

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BeitragVerfasst am: 04.02.2012, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katrin,

wann kann Euch denn die Sprachheilschule sagen, ob es klappen wird? Meine Maus war auch auf der SHS. Es war wirklich ein Traum. Und die Busfahrt hatten wir auch. War halb so schlimm. Der Unterricht dort hat immer erst um 8.30 Uhr angefangen, und daher ging es mit dem Aufstehen.

LG
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