Verfasst am: 03.02.2012, 17:57 Titel: Stefan mit Sohn (Asperger)
Hallo, nachdem ich schon eine Frage gestellt habe, stelle ich unseren besonderen Sohn auch vor.
J. ist 7 jahre alt und Asperger Autist. Die Diagnose wurde zeitgleich mit dem 6. Geburtstag gestellt. J. hat eine ältere Schwester und wir haben einen ganz lieben (Therapie)hund.
J. geht in die erste Klasse einer Grundschule als I-kind mit Schulbegleitung. Das klappt ganz gut. Die Schule ist sehr engagiert, kann allerdings an einer Klassenstärke von 28! Kindern nichts ändern.
Unser Leben hat sich durch die Diagnose sehr verändert, trotzdem ist J ein ganz tolles Kind!
Herzlich Willkommen hier im Forum! Gut ist, dass ihr die Diagnose schon habt. Hier sind etliche Eltern, die noch keine haben.
Wir haben zwei Töchter, eine Zehnjährige und eine achtjährige, diese mit AS-Verdacht. Wir rätseln schon jahrelang rum, was bei ihr anders ist und sind jetzt mit der Diagnostik beschäftigt.
Auch ich finde, dass sie trotz allen Schwierigkeiten ein ganz tolles Kind ist.
Was habt ihr denn für einen Hund?
Auf einen guten Austausch!
LG Tina _________________ Grosse Tochter mit Phosphatdiabetes, kleine Tochter mit AS
Hallo Tina,
unser Sohn war schon immer auffällig, mit 3 Jahren kam er in den Kindergarten und dort wurden wir auch ziemlich schnell darauf aufmerksam gemacht, daß J. anders ist. Das Sozialverhalten war (und ist) katastrophal. Allerdings erst 3 Jahre später haben wir einen sehr guten Kinderarzt gefunden, der dann auch die Diagnose gestellt hat.
Schon seit Jahren war J. allergrößter Wunsch: Ein Hund. Ich muss zugeben, die Diagnose hat uns endgültig weichgeklopft und wir haben uns für einen Labradorrüden entschieden. (Ganz unbewußt haben wir unserer großen Tochter damit einen riesiegen Gefallen getan . Er ist ein wirklich ein Schatz.
Auch auf einen guten Austausch!
Grüße Stefan
herzlich willkommen hier im Forum, auch ich wünsche dir einen guten Austausch.
Wir hatten auch einen Hund, er war 4 als unser autistischer Sohn auf die Welt kam, letztes Jahr ist er leider an Altersschwäche gestorben und es war ein herber Verlust, auch für unseren Sohn. Therapiehund hört sich gut an, würde mich sehr intressieren...
Liebe Grüße
Ursula _________________ Ursula (1968 ), mit S. 05/03 Asperger Autist und J. 03/09 Klinefelter Syndrom
Hallo Ursula,
wir haben uns gut über die Rassen informiert vor der Anschaffung des Welpen. Alle Hunde unserer Züchterin sind gut ausgebildet und sie arbeitet damit. Von ihr haben wir uns schulen lassen und könnten in verschiedenen Bereichen auch mit dem Hund arbeiten. Leider arbeiten wir beide weder im sozialen noch im pädagogischen Bereich. So ist unser Hund "nur" ein therapeutisches Familienmitglied.
Grüße Stefan
zur Zeit haben wir stundenweise einen Gasthund. Unser Sohn hat gerade große schulische Probleme und hat unter anderem das Essen verweigert. Als er von der Schule nach Hause kam, war der Hund da, die beiden spielten, tobten, kuschelten und nach einer halben Stunde sagte mein Sohn : Ich will doch was essen Der Hund tut ihm einfach unglaublich gut und es ist einfach schön die beiden zu beobachten.
Uns würde ein Landseer vorschweben, wir hätten da auch eine gute Züchterin an der Hand, die auch Erfahrung mit Therapiehunden hat... so ganz durchringen können wir uns aber noch nicht...
Liebe Grüße
Ursula _________________ Ursula (1968 ), mit S. 05/03 Asperger Autist und J. 03/09 Klinefelter Syndrom
Hallo Ursula,
habe mal gegoogelt, ein toller Hund, ein richtiger Kuschelbär!Vom Wesen her würde es doch passen!
Bei uns macht es z. B. einen großen Unterschied von wem J. morgens geweckt wird, machts der Hund, ist die Laune meist viel besser!`
Gute Nacht!
Stefan
Hallo Stefan (herzlich willkommen übrigens) und hallo Ursula,
wir haben auch einen (selbstgestrickten) Therapiehund, einen Golden Retriever, der seine Sache mehr als gut macht. Wenn mein Sohn von der Schule nach Hause kommt und total platt ist und geladen, "stürzt" er sich auf den Hund, blödelt und rauft mit ihm eine halbe Stunde und danach geht´s ihm wieder gut. Der Hund liebt ihn auch, findet seine seltsamen Anwandlungen nicht bloß nicht komisch, sondern spannend, würde sich alles von ihm gefallen lassen und kennt seinen "Job" genau.
Ich habe damals auf Anraten unserer damaligen Hundetherapeutin eine Züchterin gesucht und auch gefunden, die selber kleinere Kinder hat. Ihr Sohn hat quasi die acht Wochen in der Wurfkiste verbracht, unser Hund ist dermassen gut auf Kinderliebe geprägt ... das ist eine reine Freude. Aber auch für mich ist der Hund ein toller "Assistent", ein Lehrmeister im ruhig bleiben, ein wunderbarer Grund, täglich eine Auszeit in der Natur zu nehmen und ein echter guter wohltuender Freund, der nie "MAAAMAAA" schreit und sich auch nicht beschwert, wenn er mal wieder in der 2. Reihe steht.
Ich finde Landseer auch ganz toll, und sind sicher auch tolle Therapiehunde, aber leider haben sehr große Hunde eine recht niedrige (statistische) Lebenserwartung, was besonders für die Kinder, die den Freund so früh verlieren, ein Drama ist. Also wenigstens auf eine langlebige Linie achten, Ursula. Oder doch auf einen sonnigen und vom Format her praktischen Labrador oder Golden zurückgreifen? Für mich ist auch überraschend positiv, dass der Hund eine Brücke zu Fremden, Passanten und so, baut. Alle finden den Hund toll (sieht so freundlich und harmlos aus), das tut den Kindern auch gut, mir auch.
Ich habe auch zwei Erstklässler zuhause, unseren autistischen Sohn (war zurückgestellt) und seine kleine (von der Rolle her grosse) Schwester, die noch fünf war, als sie jetzt eingeschult wurde.
Alles Gute, dass es trotz so vieler Kinder in der Klasse gut läuft, ansonsten findest Du hier, falls es nötig wird, viele Mitstreiter mit Aspie-Kindern in der Schule.
Liebe Grüße, Ingrid _________________ Ingrid. Sohn (frühkindl. Autismus), Tochter, beide Grundschulkinder
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann" (Picabia)
zuletzt hatten wir eine Berner Sennen/Neuffundländer Hündin. Sie erreichte trotz ihrer Größe und zwei schweren OPs das biblische Alter von fast 12 Jahren.
Die Züchterin wo wir kennen hat selber einen etwas älteren Jungen mit einer seelischen Behinderung, wir waren uns auf Anhieb sehr sympathisch...sie arbeitet auch von Anfang an mit Hilfe einer Hundetrainerin mit den Welpen.
Mein Mann und Sebastian wollten sofort wieder einen Hund, nur ich legte da mein Veto ein. Na ja, die Arbeit mit einem Welpen und so weiter ist ja auch nicht zu unterschätzen...bis der wieder erzogen ist...usw.. Mal sehen wie lange sie noch brauchen bis ich weichgekocht bin
Liebe Grüße
Ursula _________________ Ursula (1968 ), mit S. 05/03 Asperger Autist und J. 03/09 Klinefelter Syndrom
es ist unser erster Hund, und zugegeben, die Erziehung ist viel Arbeit, da geht man Gassi nebenbei... Unsere Züchterin hat uns auch extra einen Welpen rausgesucht, welcher zu unserer Situation passt, wir durften die Welpen von der 3.bis zur 9. Woche(Abgabe) wöchentlich besuchen. Das war Klasse! Jetzt ist er schon ein Jahr alt!
Unsere Große kümmert sich auch ganz viel, immernoch!
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