Hallo,
die "harmlose" Absencen-Epi kann eigentlich nicht der Grund sein.
Meine Tochter war 7, als bei ihr die Diagnose gestellt wurde und sie bekam damals den SBA mit 60% und B und G.
Mittlerweile hat sie nur noch 50% ohne Merkzeichen, ist aber auch mit Hilfe von Medikamenten anfallsfrei ( ohne geht es aber leider nicht, der Versuch ist schief gegangen).
Von daher würde ich an deiner Stelle Einspruch einlegen, denn bei einer Absencen-Epilepsie, bei der noch keine Anfallsfreiheit durch Medis erreicht wurde, finde ich das B auf jeden Fall wichtig.
LG
Dagmar _________________ Dagmar mit Ehemann Michael, Simon (5/94), Benedikt (09/97, Syringomyelie, Inkontinenz, mittlerweile nur noch leichte Motorikprobleme), Miriam (01/2000, Absencen-Epilepsie)
bei einer noch aktiven Epilepsie (wozu auch Absencen zählen) ist das G in jedem Fall gerechtgertigt, da im Fall einer solchen die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt ist (Reaktion, Abschätzen, Konzentration)! Im Widerspruch würde ich das genauso begründen, am besten nochmal ärztlich. Es besteht im Straßenverkehr somit Gefahr für ihn und auch für andere! B ist dann gegeben, wenn sich dies auch auf die Nutzung des ÖPNV auswirkt. Würde er z.B. auf Grund eines "Aussetzers" die Haltestelle verpassen? Ist er dann orientierungslos? Kann er dann noch zielgerecht in den Zug / Bus einsteigen? Besteht die Gefahr eines Abcence-Status?? _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
Nein, es liegt an der Häufigkeit der Anfälle. Der GdB mit 50 ist zu niedrig für Merkzeichen. Versuche den GdB höher zu bekommen, dann kannst du auch die Merkzeichen bekommen. Bei Epilepsie sind die Merkzeichen an die Höhe des GdB gekoppelt.
Die Epi deines Sohnes wurde bewertet als "kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Wochen". Stimmt das so? Oder hat er häufiger Anfälle? _________________ Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), gl. Entwicklungsst., Ptosis, Hypotonie, Vd. auditive Wahrnehmungsst., Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Esstörung, Hypospadie, Trigonoceph., Hypotonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie)
gibt es da eine Quelle, die besagt, dass es bei Epilepise erst ab einem GdB von mehr als 50 Merkzeichen gibt? _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
Hallo Janike
GdB-Tabelle (GdB = Grad der Behinderung)
Epileptische Anfälle Je nach Grad, Schwere, Häufigkeit und tageszeitlicher Verteilung
sehr selten GdB von 40 v.H. Große Anfälle mit Pausen von mehr als einem Jahr; kleine Anfälle mit Pausen von Monaten)
selten GdB von 50 - 60 v.H (große Anfälle mit Pausen von Monaten; kleine Anfälle mit Pausen von Wochen)
mittlere Häufigkeit GdB von 60 - 80 v.H. (große Anfälle mit Pausen von Wochen; kleine Anfälle mit Pausen von Tagen)
häufig GdB von 90 - 100 v.H. (große Anfälle wöchentlich oder Serien von generalisierten Krampfanfällen, von fokal betonten oder von multifokalen Anfällen; kleine Anfälle täglich)
bei drei Jahren Anfallsfreiheit bei weiterer Notwendigkeit antikonvulsiver Behandlung (wegen fortbestehender Anfallsbereitschaft) GdB von 30 v.H.
Ein Anfallsleiden gilt als abgeklungen, wenn ohne Medikamente drei Jahre Anfallsfreiheit besteht. Ohne nachgewiesenen Hirnschaden ist dann kein GdB mehr anzunehmen.
Hallo Jaqueline,
ja, das gibt es. Ich habe nämlich auch in meinem SBA wegen meiner Epi "nur" 50% und daher keine Merkzeichen. Ab 60 gibt es das G. Würde das Kind von Janike die mittlere Häufigkeit der Anfälle erreichen, dann gäbe es also mindestens ein Merkzeichen. Das H gibt es bei Erwachsenen ab einem GdB von 100, aber in den Richtlinien für Kinder und Jugendliche steht drin, dass es auch unter 100 vergeben wird.
Den Link hat Erika dir schon geschrieben...
LG
Katrin _________________ Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), gl. Entwicklungsst., Ptosis, Hypotonie, Vd. auditive Wahrnehmungsst., Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Esstörung, Hypospadie, Trigonoceph., Hypotonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie)
Mein Sohn war letztes Jahr im Juli stationär im KH und bekommt seitdem Medikamente. Die sichtbaren Absencen hörten auf, aber von einer völligen Anfallsfreiheit kann laut Ärzten noch nicht ausgegangen werden. Teilweise wirkt er etwas abwesend und unkonzentriert.
Die Kontroll-EEGs waren bisher nicht auffällig. Ende des Monats steht wieder ein Termin im SPZ an. Mal sehen, ob sich etwas geändert hat. _________________ Sohn (06/97) - Asperger-Syndrom / ADHS / Hochbegabung
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