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Defizite auch bei Fremdsprachen möglich?
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Silkemit2Boys
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 12:55    Titel: Defizite auch bei Fremdsprachen möglich? Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,

bei meinem Sohn wurde bereits die Dyskalkulie festgestellt. Zudem befindet er sich hart an der Grenze zur Legasthenie.
Er hört einseitig schwer (chron. Cholesteatom), hat also daher schon ein eingeschränktes Sprachverständnis in seiner Muttersprache.
Neben den Defiziten bei der Rechtschreibung und beim Rechnen fällt mir nun mehr und mehr auf, das er Fremdwörter nicht nachsprechen und schon gar nicht behalten kann.
Er versteht diese Wörter auch nicht. In der Schule wurde, trotz der Schwerhörigkeit, keine Rücksicht genommen. Er hat nun in der Beurteilung für das Fach Englisch sehr schlecht abgeschnitten.
Meiner Meinung nach rührt das daher, weil er nichts versteht. Weil er mit ihm fremden Worten nichts anfangen kann.
In allen anderen Fächern bekam er eine gute Beurteilung, es liegt also nicht an der Motivation im Allgemeinen.
Ganz im Gegenteil. Trotz aller Defizite geht er zur Zeit sehr gern in die Schule.
Jetzt meine Frage, gibt es etwas, woran man festmachen kann, das ein Sprachverständnis und Umgang mit einer Fremdsprache auch besonders schlecht ausgeprägt sein kann?

LG Silke Smile
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DenisemitMaya
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silkemit2Boys,

Hat er eine Lese-Rechtschreib schwäche oder stöung?(das sind 2Paar Schuhe)
Wurde diese Diagnostiziert ,oder wird nur vermutet?

Und falls da eine Diagnose schon wäre ,würde im Gutachten auch stehen in wie weit das sprachverständniss vorhanden ist.

Und du könntest ein Nachteilsausgleich für dein Kind stellen,dann würde er anders benotet werden,bekommt mehr Zeit usw.

_________________
LG Denise

Maya 2 Jahre alt,viele Baustellen
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DanniB
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

wie man das testen kann, weiß ich auch nicht. Nur, dass es auch eine sogenannte Englisch-Schwäche gibt. Der Gedanke liegt allerdings nahe, wenn auch schon Dyskalkulie und evtl. Legasthenie festgestellt wurden.
Vielleicht hilft dir der Link weiter?
http://www.lese-zeichen.com/Englischschwaeche.21.0.html

LG Danni

_________________
DanniB mit
E. (1998) gesund
Doro (1999) Hypomelanosis Ito mit tiefgreifender Entwicklungsstörung, Epilepsie (bisher ohne Anfälle), Skoliose, Intelligenzminderung
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Silkemit2Boys
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Denise,
Danke für deine Antwort.

Ein Gutachten wurde in einer Praxis für Kinder und Jugendpsychiatrie gestellt.
Im Gutachten steht, er ist im Bereich Schreibgeschwindigkeit, Rechtschreibleistung, Lesefertigkeit im unterdurchschnittlichen Bereich.
Zusammenfassend steht da genau:
E. Lese und Rechtschreibleistung liegt verglichen zum Begabungs- u. Klassenmaßstab im unterdurchschnittlichen bzw. im gerade noch durchschnittlichen Bereich und weicht nicht signifikant von der Grundbegabung ab, sodass eine Lese u. Rechtschreibstörung im Sinne der Legasthenie nicht diagnostiziert werden kann.

Also KEINE LRS, aber an der Grenze.

Weiter steht dort, die allgemeine Intelligenzleistung liegt im durchschnittlichen Bereich.

Stelle ich den Nachteilsausgleich beim Amt für Eingliederungshilfe?

Sein Sprachverständnis liegt derzeit mit Hörgerät bei 85%. Das ist besser geworden.
Trotzdem macht er meiner Meinung nach keine Fortschritte. Als ob er fremde Wörter einfach nicht umsetzen kann. Er macht ja auch noch in der deutschen Sprache Fehler, die einfach nicht verschwinden wollen.
Er kann sich die Worte nicht ableiten. Gestern sollte er mir die "Nägel" geben. Er kommentierte es mit "hier hast du die Nädeln". Als ich ihn bat mich genau anzuschauen und es nachzusprechen, war es ihm nicht möglich. Erst nach mehreren Versuchen gelang es ihm, aber er vergisst das wieder.
Vor kurzem erst brauchte er für einen 4-Zeiler 1 Woche intensives Lernen. Das Gedicht hatte leider 6 Strophen. Das ist nicht möglich!

Und englische Worte gehen einfach nicht in sein Kopf. Er spricht sie dann nach mehrmaligen Üben vielleicht mal richtig aus, der Fehler ist aber just beim nächsten Abfragen wieder da.
Ein simples Beispiel, die Zahl "two". Er kann nicht anders, er sagt IMMER "tyou", also wie "you, nur mit "t" vorne dran.
Und das ist nur 1 Beispiel.

LG Silke
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Silkemit2Boys
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Danni,

ich schau mir den Link gleich genau an.
Wenn das auch noch dazukommt....
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DenisemitMaya
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silkemit2Boys,

Den Nachteilsausgleich stellst du bei der Schule.Die Lehrerin kann es gewähren,wenn eine Störung durch ein Gutachten vorliegt.
Bei einer Schwäche könnte sie es nach ermessen durchauch gewähren muss sie aber nicht.

Wenn ich fragen darf?!

Hat er eventuell auch eine Wahrnehmungsstörung?
Macht er Logopädie?

Bekommt er es erklärt wenn er fragen hat,oder hat die Lehrerin einfach keine lust,weil dein Kind mehr Zeit braucht?

_________________
LG Denise

Maya 2 Jahre alt,viele Baustellen
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Silkemit2Boys
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Denise,
das ist eine Geschichte, die sich nun schon die ganze Schulzeit über zieht.
Er hat eine auditive Wahrnehmungsstörung. Elias war 6 Wochen an einer Schule für schwerhörige Kinder. Dies war nur ein Kurs.
Auch von dort gab es natürlich ein Gutachten für die Schule mit.
Ich bezweifel allerdings, das die Lehrer sich wirklich damit auseinandersetzen wollen.
Wie weit die Dyskalkulie reicht, ist nicht allen Lehrern klar.
So sollte er nun plötzlich in Englisch die Uhr auf Englisch lernen. Er kann sie aufgrund der Dyskalkulie schon gar nicht begreifen.
Ich fühle mich bezüglich der ganzen Probleme an dieser Schule nicht wohl und verstanden.
Wir werden von der Schule für Schwerhörige noch "begleitet". Das heißt, hin und wieder kommt jemand vorbei. Derzeit so alle 6 Monate. Dann ist natürlich immer alles in bester Ordnung. Selbst wenn nicht, es hält sich niemand an Vereinbarungen.
Ja, Elias ist inzwischen ein sehr zufriedener Junge, es war schon mal anders. Er geht ja gern in die Schule, all das ist ja viel besser geworden. Trotzdem hilft es nicht in der Schule und mit dem Lernstoff.
Er lernt auch für Diktate natürlich viel mehr. Wir üben Wort für Wort.
Soll er dann einen Text aus dem Kopf schreiben, sieht man aber was doch im Argen liegt.
Logopädie macht er nicht.
Laut Schule wird er lediglich in Mathe "gefördert". Tatsächlich ist es aber keine Förderung, er übt nur stupide Aufgaben der 2. Klasse. Das bringt ihn in der 10 er Überschreitung jedoch auch nicht weiter.
Laut Lehrer beherrscht er allerdings den Zahlenraum bis zur 100. Very Happy
Letztens hat er bei mir 43+22 an den Fingern abgezählt. Er sagt, er zählt auch in der Schule nur ab.
Er beherrscht den Zahlenraum definitiv nicht! Er kann sich auch die einfachsten Regeln nicht ableiten. Er sieht keine Zusammenhänge, er erkennt nicht mal Tauschaufgaben.
Es ist so müßig. Wie geht man denn mit so einer falschen Beurteilung durch den Lehrer um? Sie stimmt schlichtweg nicht.
Die Mathebeurteilung steht in seinem Zeugnis. Ich kann das nicht unterschreiben.

Dann werde ich wohl mit dem Gutachten zur Lehrerin gehen. Es muß wohl sein.
Aber das mit der fremdsprachlichen Entwicklung lässt mir trotzdem keine Ruhe.
Ich werde nochmal einen Termin in der Kinder und Jugendpsychiatrie machen. Eventuell wissen die ja, wie man das testet.
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DenisemitMaya
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silkemit2Boys,

Ohje,du musst da richtig am Ball bleiben.
Lass dich nicht ab wimmeln.

Zu Not ein Anwalt für Schulrecht aufsuchen.

Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll.

Du hast das Gutachten,geh damit zur Schule und beantrage für dein Kind einen NAchteilsausgleich.Dann bespreche wie sie dein KInd gezielt Fördern werden.
Nachhilfe im Anschluss am unterricht,einzelne Förderstunden,überlege auch du dir genau was du erwartest.
Er sollte für arbeiten nicht mehr benotet werden.(in der 2ten Klasse gibt es zwar keine,aber ab der 3 klasse Notenaussetzten)
Und er soll auch nachfragen wenn er was nicht versteht.
Spreche im SPZ/Frühförderung was du machen kannst,oder da wo das Gutachten her ist.
Entschuldigung,er ist ja wohl schlau genug um auf einer Regelschule zu bleiben.

Ich drück dir die Daumen,du wirst einen langen atem brauchen,und wie gesagt nicht abwimmeln lassen

_________________
LG Denise

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Silkemit2Boys
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Denise,

hm, ich weiß. Langer Atem. Ich habe einen hochbegabten Underachiever, der inzwischen die 10. Klasse besucht.
Es war ein Graus! 11 Jahre ein Graus! 1 Jahr hat er aufgrund seiner Depression wiederholt.

Jetzt geht es mit dem Kleinen los. Er ist inzwischen in der 4. Klasse. In Mathe wird er nicht benotet.
Da ich mit meinem Großen schon so viel durch habe, bin ich doch eh schon die hysterische Zicke.
Ich kann gar nicht alles aufzählen, was uns passiert ist.
Ich fürchte, ich habe wirklich schlechte Karten, was den Kleinen angeht.
Klar, ich muß ja am Ball bleiben, er hat es verdient und kann ja nun auch nichts für seine Probleme.
Er ist sehr sozial und liebenswert und ja, er ist schlau genug für die Regelschule. Er hat einen völlig normalen IQ. 106.
Aber mit den ganzen Defiziten, fürchte ich, ist er schon längst abgestempelt.

Er fragt sogar nach. Das macht er. Außer in Englisch. Na wer nichts versteht kann auch nichts erfragen.

Ok, danke für deine Antwort,
der sozialpsychiatrische Dienst ist noch mal ne gute Idee.

Lieben Gruß, Silke
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Andrea5
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BeitragVerfasst am: 30.01.2012, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

warum ist dein Sohn nicht an der Schule für Schwerhörige geblieben? Die schwere
LRS, die er hat, kommt wahrscheinlich durch AVWS. Ich finde es nicht ok, daß
auf deinem Sohn keine Rücksicht genommen wird. Sitzt dein Sohn nicht vorne?

Mein Sohn Jan hat kormobide AVWS zusätzlich zu Legasthenie. Und das schlägt sich
auch auf die Fremdsprache Englisch nieder. Er ist von Rechtschreibnoten in
Deutsch und Englisch befreit.

Was ist schwerer, die Dyskalkulie (würde ich testen lassen, damit er einen Nacht-
teilsausgleich bekommt) oder seine schwere LRS (sollte auch möglich sein ein
Nachteilsausgleich). Ich würde die Probleme auch mit dem mobilen Dienst Hören
besprechen. Kuck mal hier rein:

http://www.best-news.de/?schul_regelungen

LG
Andrea

_________________
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
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