Verfasst am: 30.01.2012, 11:57 Titel: Was sollen Kinder am Ende des 1. Schuljahres können?
Hallo,
ich bin mal wieder am grübeln und hoffe das hier einige auf mein Problem eine Antwort wissen.
Am Anfang möchte ich betonen das ich mit unser Schule weiterhin super zufrieden bin aber unsere Lehrerin ist halt etwas speziell.
Bei uns haben die Kinder ja 2 Jahre Zeit für den Stoff der ersten Klasse. Jetzt sind fast 1,5 Jahre um und uns fehlen im Deutschen immer noch 10! Buchstaben beim Alphabet. Ist das normal? Was müssen die Kinder im ersten Schuljahr in deutsch lernen?
Mir kommt das so verdammt wenig vor.
In Mathe ist das Tempo ganz OK. Sie rechnen jetzt bis 20. Den Zehnerübertritt haben sie jetzt auch schon.
Beim Lesen müssen sie jeden Test entziffern egal ob du Buchstaben schon dran waren oder nicht.
Meine Angst ist halt das sie im deutschen totale Probleme in der 2. Klasse bekommen weil der Stoff der ersten Klasse nicht geschafft wird.
Die Hausaufgaben sind auch ein Witz. Mal 3 Matheaufgaben oder 2 Sätze schreiben. Das finde ich zu wenig.
Ich hoffe ihr könnt meine Sorgen verstehen und haltet mich nicht für ein hysterische Übermutter, aber ich habe halt Angst das Sarah irgendwann ganz dicht macht weil sie Schule langweilig findet.
Gruß Sandra _________________ Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
Hallo,
bei unserer Großen haben beim Wechsel in die 2. Klasse auch noch ein paar Buchstaben gefehlt (sowas wie w,x,y,q...). Lesen konnte sie da schon lange flüssig, auch die noch nicht durchgenommenen Buchstaben, aber das war nicht bei allen Kindern in der Klasse so. Manche haben es erst in der 2. Klasse so einigermaßen gelernt. Sie sollten lautgetreu schreiben können (häufige kurze Wörter sollten richtig sein) und möglichst ohne Fehler Texte abschreiben können.
In Mathe sollten sie am Ende der 1. Klasse bis 20 Plus- und Minusaufgaben rechnen können.
Es war eine Regelgrundschule ohne Integrationskinder in der Klasse, aber mit hohem Anteil an Kindern, die zuhause nicht deutsch gesprochen haben (zwei Drittel). _________________ Viele Grüße,
Ulla mit A. (*09/2004) Unbekannte Grunderkrankung mit therapierefraktärer Epilepsie (früher BNS, seit 12/07 Lennox-Gastaut-Syndrom) und schwerster Entwicklungsverzögerung
Bis auf q,w,z,v,y,x,ß und ck haben sie bei Josi in der Klasse alle Buchstaben schreiben gelernt. Lesen können sie schon alle Buchstaben (Anlauttabelle). Aktuell wird schon zusätzlich mit Schreibschrift angefangen. Ich finde dieses Tempo recht schnell. Ich weiß nicht, ob das so üblich ist, oder ob es daran liegt, daß wir eine super Lehrerin haben und auch die Kids durchweg fitt und vor allem lernwillig sind?!
Beim Rechnen sind sie auch im Zahlenraum bis 20 und haben auch schon mit Geld gerechnet (aber nur €, nicht Cent!).
Hallo,
meine Kinder konnten am Ende des 1. Schuljahres (Regelschule) den Zahlenraum bis 20, in Deutsch hatten sie alle Buchstaben durch und konnten kleine, sehr einfache Sätze lesen. LG _________________ Sohn, Mai 2006, Umschriebene Entwicklungsstörung der Fein- und Graphomotorik und andere Entwicklungsstörungen, Auffälligkeiten der Aufmerksamkeitssteuerung in Anforderungssituationen
unsere lernen ja nach der Silbenmethode mit Fu und Fara.
Fehlen tun bei uns noch das Au; B; Sch; Z; V; J; Eu; Ä; Ö; Ü.
Das Problem ist halt das man keinen Vergleich zur Regelschule hat sondern nur von entfernten Bekannten hört das die Kinder an der Regelschule im ersten Halbjahr das ganze Alphabet gelernt haben.
Und unsere Lehrerin kommt mir eher wie ein Schlaftablette vor. Oder findet ihr 3 Wochen für einen Buchstaben normal?
Gruß Sandra _________________ Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
Nein, normal ist das nicht, aber wenn ich lese, daß es sich um eine Förderschule mit Schwerpunkt Sprache handelt, denke ich, daß es dort wahrscheinlich extra so gemacht wird.
Sie wollen sicher sein, daß jedes Kind den Buchstaben auch wirklich verinnerlicht hat! Wenn schon bei dem Erlernen der Buchstaben Defizite bestehen, zieht sich dies meist durch die gesammte Schulzeit und kann oft nur sehr schwer nachgeholt werden. Ich würde es eher positv ansehen, daß es so intensiv geübt wird. Die wenigen Buchstaben die nochfehlen, schaffen sie sicher noch bis zum Sommer und dann hat sie doch das Ziel der ersten Klasse erreicht.
Dann muß man halt nur sehen, wie deine Tochter dann mit dem strafferen Tempo der 2. Klasse zurecht kommt.
wie es dann in der 2. Klasse klappt das muss man sowieso sehen, da bin ich voll deiner Meinung.
Nur wenn ich sehe das wahrscheinlich Kinder nach dieser Klasse in die Regelschule wechseln da läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Sarah kann sowieso privat schon alle Buchstaben und würde wenn es nach ihr geht am liebsten schon Schreibschrift lernen. Das geht aber nicht weil ich nicht weiß welche Form unsere Lehrerin wählt.
Mir fällt halt auf das sie immer mehr schmiert und im Unterricht träumt weil ihr langweilig ist wochenlang das gleiche zu machen.
Ob die Lehrerin deshalb mit ihr schimpft oder sie bestraft ist ihr egal. Ich habe jetzt ein Belohnungssystem eingeführt damit kriege ich sie. Aber was den Unterricht angeht kann ich immer wieder reden aber dabei bin ich nun einmal nicht.
Sarahs Problemfach ist eher Mathe als Deutsch.
Gruß Sandra _________________ Sarah geb. im Dezember 2003; AVWS; Sprachbehindert; Besucht die Förderschule Sprache
Mathe: rechnen bis 20 mit 10er-übergang, einfache textaufgaben
deutsch: pro woche 2 buchstaben, komplettes alphabet inkl. sonderlaute vor dem zwischenzeugnis. synthese bis zu den weihnachtsferien vorausgesetzt, ab den zwischenzeugnissen erlernen der kompletten schreibschrift. am ende des jahres sollten erstlese-bücher gelesen und verstanden werden. _________________ viele liebe Grüße,
Sandra
Tochter (2003) ADHS, AVWS, V.a.Asperger, Hüftdysplasie (Zn intertr. Umstellungsosteotomie)
Sohn (2008) Hüftdysplasie, Makrocephalie, Sprachentwicklungs-Verzögerung
meine Tochter hat damals die erste Klasse übersprungen und der Lehrer nannte uns damals als Lernziele der ersten Klasse:
Lesen können (egal ob da jetzt vielleicht ein zwei Buchstaben fehlen, es sollten aber Sätze/Texte alleine gelesen werden), und im Zahlenraum bis 20 + und - rechnen, nicht mehr und nicht weniger Für die zweite Klasse lautet das Ziel in Mathe den Zahlenraum bis 100 +/- und das kleine Einmaleins, in Deutsch die Texte nun auch sinnerfassend lesen und geübte Wörter fehlerfrei zu schreiben, außerdem erste Grammatik Schritte.
Mein Sohn ist in Deutsch in der ersten Klasse rasant gewesen, und das obwohl noch einige Buchstaben wie ß/qu/x fehlten. Dafür konnte die ganze Klasse spitzenmäßig lesen, auch sinnerfassend. Kannte erste Wortarten und Groß- und Kleinschreibung und schrieb bereits am Ende der ersten Klasse kleinere Bildergeschichten. Die Prallelklassen waren davon meilenweit enfernt. Dafür haben sie mit der Schreibschrift erst kurz vor den Weihnachtsferien der zweiten Klasse angefangen.....
Ist halt schwer, dass nur an Buchstaben festzumachen. Aber ich würde sagen, wenn sie bis Ende des Schuljahres den erste Klasse Stoff geschafft haben müssen, dann sind sie davon ja nicht so weit, sie haben ja noch ein halbes Jahr für die restlichen Buchstaben... Dies sind ja dann meist nicht so wichtige und die wurden bei meinem Sohn dann quasi rasant abgearbeitet, als die gängigen saßen...
Aber nachharken würde ich bei der Lehrerin schonmal, wie so ihr Plan aussieht für den Rest des Jahres....
lG,
AnKa _________________ AnKa mit Tochterkind 10/02 u. Minimonk 11/05 mit Syndaktylien, extremen Knick-Senkfüßen, hyperreagiblem Nervensystem u. aut. Verhaltensmustern - seit Jan. '11 glückliches Regelschulkind!
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