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Interessenskonflikte bzgl. Förderung (Geschw.-Kinder)
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Einsiedler-Doris
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 11:16    Titel: Interessenskonflikte bzgl. Förderung (Geschw.-Kinder) Antworten mit Zitat

Hallo!

Wie löst Ihr die Problematik zwischen einerseits der besten Förderung Eueres behinderten Kindes und den Interessen der anderen Kinder?

Ich habe latent die Problematik, mich entscheiden zu müssen, ob ich diverse Fördermöglichkeiten bzw. eine Reha für die Kleine durchführe, die aber wiederum zur Folge hätte, daß mein Großer zurückstecken muß.

Einerseits reicht das Geld nur sehr bedingt, andererseits fehlt es an Betreuungsmögllichkeiten für den Großen, falls wir zum Beispiel für mehrere Wochen auf Reha wären. Er könnte zwar mitfahren, nur würde darunter wiederum massiv die Schule leiden und er hat ohnehin Probleme, sich auf neue Abläufe einzustellen. Andersrum würde ich meinem Großen gerne ein paar Dinge mehr ermöglichen, aber dann fällt für die Kleine wiederum die eine oder andere Therapie (Hippotherapie, Reha etc.) flach.

Ich bin dadurch konstant in einem Gewissenskonflikt, wo ich die Prioritäten setze, effektiv bekommt keiner der Beiden das, was sie wirklich bräuchten und wir dümpeln laufen bei so halbherzigen Zwischenlösungen herum.

Am meisten am Herzen würde mir ja eine Reha für die Kleine liegen, aber das hätte vermutlich zur Konsequenz, daß die Realschule für meinen Großen passé wäre Sad . Er ist zwar zum Glück nicht eifersüchtig auf die Kleine, aber er leidet schon sehr darunter, daß er eigentlich immer zu kurz kommt.

LG
Doris

_________________
Doris *77, F *86 mit J *11/01 HKS m. Störung d. Sozialverhaltens, depr. Störung, + 12 Dpt.. - V *05/10, Ileorektalanastomose Z. n. NEC d. Clostridien, sek. Hämosiderose, Leberfibrose, Optikushypoplasie (ges. blind 0.01), globale Entwicklungsretard., Muskelhypotonie, Z. n. KISS-Syndrom, spast. Hemiparese re., V. a. ton. Anfälle, Diab. Insipidus
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AnjaH
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

HM für die Zeit der Reha bekämt ihr doch für 8 Stunden eine Haushaltshilfe ..also versorgt wäre der Große dann doch.

Was das finanzielle angeht verusuch ich wirklich alle Quellen auszuschöpfen. Stiftungen , Caritas und Diakonie bieten oft auch Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe z.B auch für den großen an.

Bei Sportvereinen ect bekommt ja oft auch Ermäßigung..und für Felix schau ich das ich viel über Verhinderungspflege Betreuungsleistungen ect finanziere. Wobei das natürlich auch nicht immer geht..dann muß auch er mal verzichten.

Zur Zeit habe ich auch das Zeitproblem das ich gerne mit der Kleinen zum turnen gehen würde Felix aber in der Zeit nicht betreut ist oder ich kein Auto hätte um hinzukommen.

Aber da schau ich grad wie wir das lösen.

_________________
LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung

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Einsiedler-Doris
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wir wohnen so abgelegen, da ist es für die "normalen" Zeiten tagsüber schon schwierig, eine Haushaltshilfe zu organisieren, aber wir bräuchten eine, die schon ab 4.30 Uhr da wäre, da um diese Zeit mein Mann das Haus verlässt - also bei uns nicht zu finden. Ausserdem war mein Großer letztes Jahr schon selbst stationär, weil er mit der ganzen belastenden Situation nicht klar kam - also würde eine wochenlange Trennung von mir definitiv negative Auswirkungen auf ihn haben.

Irgendwie beisst sich die Katze in den Schwanz...

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Doris *77, F *86 mit J *11/01 HKS m. Störung d. Sozialverhaltens, depr. Störung, + 12 Dpt.. - V *05/10, Ileorektalanastomose Z. n. NEC d. Clostridien, sek. Hämosiderose, Leberfibrose, Optikushypoplasie (ges. blind 0.01), globale Entwicklungsretard., Muskelhypotonie, Z. n. KISS-Syndrom, spast. Hemiparese re., V. a. ton. Anfälle, Diab. Insipidus
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DenisemitMaya
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Einsiedler-Doris,

Kannst du nicht versuchen die Reha in den Sommerferien zu bekommen,
das wollen wir auch so versuchen.

Wir haben eine Tagesmutter die über die Verhinderungspflege finanziert wird(57euro im Monat,dafür kann Maya bis zu 9std bei der TM im der Woche sein)

Ansonsten spreche ich hier mit den Muttis,die eine nimmt die mittlere mit zum Ballett ,die andere bring Tobi abends vom Fussball nachhause,wir versuchen uns abzuwechseln,wobei ich natürlich nicht so oft fahren muss.
(würde ich nicht fragen,hätte ich auch niemanden und die Kinder könnten nix machen)

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LG Denise

Maya 2 Jahre alt,viele Baustellen
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Einsiedler-Doris
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, beim "durch andere mitnehmen" kommt uns unsere abgelegene Wohnlage in die Quere, wir wohnen 10 km von der nächsten Ortschaft entfernt. Und so wirklich Kontakt haben wir zu anderen Eltern auch nicht, durch die Problematiken der beiden Kinder sind wir eh in so ner Art "Sonderling-Status".

Aber die Idee mit den Sommerferien werde ich mir mal für 2013 vormerken, denn dieses Jahr haben wir da schon andere stationär Termine geplant. Ist halt schade, weil man so viel Zeit verschenkt.

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Doris *77, F *86 mit J *11/01 HKS m. Störung d. Sozialverhaltens, depr. Störung, + 12 Dpt.. - V *05/10, Ileorektalanastomose Z. n. NEC d. Clostridien, sek. Hämosiderose, Leberfibrose, Optikushypoplasie (ges. blind 0.01), globale Entwicklungsretard., Muskelhypotonie, Z. n. KISS-Syndrom, spast. Hemiparese re., V. a. ton. Anfälle, Diab. Insipidus
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DenisemitMaya
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Einsiedler-Doris,

Das ist natürlich schade,auf der eine Seite habt ihr eure Ruhe,auf der anderen leider zu wenig Kontakte.

Das ist dann keine einfache Sache da etwas zu raten.

Ich drück dir die Daumen das ihr vielleicht unterstützung bekommt

_________________
LG Denise

Maya 2 Jahre alt,viele Baustellen
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Ingrid089
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Doris,
ich bin gsd von den Umständen her besser dran als Du, aber das Gefühl, sich zwischen den Kindern zu zerreissen kenne ich auch. Wenn Du Dich dem einen zuwendest, hast Du schon ein schlechtes Gewissen wegen dem anderen. Wenn mein Mann da ist, also abends und am WE, teilen wir uns die Kinder auf - da vergehen Tage, wo wir erst Abends miteinander reden können, außer irgendwelche Orga-Sachen. Ohne mein Netzwerk (andere Mütter, Freunde, Oma & Opa) wäre der Alltag ganz schön mühsam. Versuch irgendwie, Dir ein Netzwerk aufzubauen. Versuche, das schlechte Gewissen loszuwerden - Du kannst ja nix für das Dilemma, Du tust ja schon das beste.
Und, ganz ehrlich, so wichtige Sachen des einen Kindes (wie Realschule beim Großen) kann man, glaube ich, nicht opfern für genauso wichtige Sachen des andern Kindes (Reha), sonst machst du dir und er dir ewig Vorwürfe. Vielleicht kannst Du eine Reha bekommen, die beiden Kindern gerecht wird (Kombi Familien-Kur bzw. -Reha mit Reha für die Kleine)? Es gibt doch viele Familien, wo mehrere Kinder Baustellen haben ...

Alles Gute dafür, Ingrid

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Ingrid. Sohn (frühkindl. Autismus), Tochter, beide Grundschulkinder
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann" (Picabia)
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

ich habe das problem zwar noch nicht,aber wäre es nicht eine möglichkeit dem großen das zu erklären und das du wann anders mit ihm was schönes machst?

lg
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DenisemitMaya
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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo vanessa1988,

Warum soll ein KIND es verstehen,und einstecken müssen.
Der Grosse war als erstes da,warum ist nun das zweit geborene wichtiger???
Ein Kind kann es nicht verstehn....warum soviel Therapie,KH,Reha und und und.

Entschuldigung,dann mal lieber nix dazu schreiben.

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LG Denise

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BeitragVerfasst am: 29.01.2012, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

wieso nicht?ich habe es jahre lang durch!mein bruder hat auch eine behinderung und mit uns wurde das so gemacht!!!

und ich kenne auch andere familien in denen es so gehandhabt wird...

lg
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