Verfasst am: 26.01.2012, 16:56 Titel: Zusatzleistung bei einer losen Zahnspange?
Mein Sohn (8 Jahre alt) soll eine "kleine" kieferorthopädische Behandlung bekommen, da er eine lose Zahnspange benötigt. Nun sagte unser Kieferorthopäde, dass die Krankenkasse lediglich die Kosten für eine "ausreichende" Behandlung übernimmt. Er würde uns daher eine kostenpflichtige Zusatzleistung (ca. 20 Euro im Monat) empfehlen, die zu mehr Tragekomfort und kürzere Behandlungszeiten führt.
Nun bin ich verunsichert und weiß nicht, ob diese Zusatzkosten wirklich so sinnvoll sind.
ich habe zwei Kinder, die in kieferorthopädischer Behandlung sind und kann Dir davon ein Lied singen.
Erst einmal.... was ist für Dich eine kleine kieferorthopädische Behandlung? Wurde die kieferorthopädische Behandlung schon von der Krankenkasse bewilligt? Wenn ja, dann bezahlt ihr immer 20 Prozent von dem Rechnungsbetrag. Die Rechnungen immer gut aufbewahren, denn die 20 Prozent kann man nach abgeschlossener Behandlung bei der Kasse wieder bekommen. Wenn Du gleichzeitig zwei Kinder dort hast, dann bezahlt das zweite Kind nur 10 Prozent der Behandlung.
Bei der losen Zahnspange gibt es erst einmal keine weiteren Kosten - außer eben die 20 Prozent vom Rechnungsbetrag. Man geht alle 6 - 8 Wochen dorthin, weil dann die Klammer fester gestellt wird.
Ich dachte auch, dass mein Jüngster in einem Jahr damit durch ist. Die Behandlung wird aber noch viel länger dauern.
Um was für eine Zusatzleistung geht es denn? Bei der losen Klammer ist mir da nichts bekannt. Das kommt doch später erst mit der festen Klammer. _________________ Liebe Grüße,
Mellie
bei der kleinen Behandlung handelt es sich um eine Vorbehandlung bzw. Frühbehandlung. Aber ganz sicher bin ich mir auch nicht.
Die Behandlung wurde noch nicht von der KK bewilligt. Es daert noch ca. 4 Wochen. Unser Kieferorthopäde meinte aber, er müßte jetzt schon wissen, ob ich die Zusatzleistung haben möchte. Damit er dementsprechend die Behandlung planen kann.
Es ist schon eigenartig, dass ich im Internet nichts über solche Zusatzkosten finden konnte. Ich habe schon überall gegoogelt. Ich bin total ratlos.
was gibt es bei einer normalen Klammer für Zusatzleistungen? Eigentlich gibt es dort doch keinen Komfort? Farben etc. werden doch mittlerweile schon übernommen.
Also ich zahle für meinen Jüngsten eine feste "kieferweiterungsklammer". Die KK hätte wohl nur ein Außengestell mit Lederriehmen usw. bewilligt, welches er gewiss nicht umgebunden hätte. Diese feste Klammer muss auch nur ein paar Monate getragen werden, die andere wohl 2 Jahre... Danach bekommt er die "richtige" feste Klammer.
Nun zahle ich knapp 1800,-- für das Teil in Raten ab.
Ob das alles wirklich so ok ist, frage ich mich auch immer wieder, weil auch Röntgenbilder etc von mir selbst bezahlt werden, obwohl die ja auch bei der normalen Klammer hätten sein müssen. Auch muss ich jedes fester stellen selbst bezahlen, weil diese Klammer keine Kassenleistung ist. Einmal waren wir beim Notdienstzahnarzt, den ich dann auch privat zahlen musste
Gibt es nicht irgendeine Stelle, wo man sich erkundigen kann? Würde mich auch interessieren, denn aus den Rechnungen werde ich nicht schlau
LG
Susann _________________ Susann 46;T. 24; Sina 22: tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 12: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)
ich dachte, dass man bei der festen Klammer die Brackets noch selbst zahlen muß, wenn man nicht die Brackets nach Kassenleistung nimmt.
Hm, vielleicht meinte der Kieferorthopäde von Jung auch, dass man vor der Behandlung eine Zahnzusatzversicherung abschließen sollte, wo auch auch eine kieferorthopädische Behandlung übernommen wird. *Schulterzuck*
Wir müssen auch immer bezahlen, wenn die Klammer fester gestellt wird. 50 Euro Gesamtbetrag ist es jedes Mal. _________________ Liebe Grüße,
Mellie
mein Sohn hat noch gar keine Brackets Er hat eine feste Klammer, die den Kiefer weitet!
Die feste Klammer für die Zähne, bekommt er erst, wenn der Kiefer groß genug ist!
Diese festen Kosten haben wir später auch zusätzlich, aber das sind dann die 20 %, die man nach erfolgreicher Behandlung wiederbekommt!
Das, was ich jetzt zahle, bekommen wir nicht wieder!
LG
Susann _________________ Susann 46;T. 24; Sina 22: tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 12: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)
Also für die lose Zahnspange unseres Jan sind keine Zusatzkosten angefallen. Wüsste auch nicht wofür.
Für die feste, die er nun wohl endlich bekommt berappen wir schon seit über 2 Jahren monatlich 40 Euro als Zusatzkosten, hauptsächlich für einen dünneren Draht (in der Hoffnung auf mehr Tragekomfort).
Die 20 % Eigeinanteil können wir uns an die Backen putzen, weil Jan es die ganze Zeit mit der Zahnpflege n icht so genau genommen hat, wie es der Kieferorthopäde gewollte hätte, und er deswegen die feste Spange noch nicht rein bekommen hat.
Die Behandlung muss ja nach 3 Jahren erfolgreich abgeschlossen sein, damit man die 20 % wiederbekommt.
Nun wird Jan wohl die feste endlich bekommen, aber die 3 Jahre sind im Sommer schon rum.
LG
Claudia _________________ Claudia '73, Jens '68 und die ganze Bande:
Jan(ADS, LRS, Asthma), Vanessa(Asperger Syndrom), Maurice (ICP m. beinbetonter Tetraspastik, geistige Behinderung, autistische Züge?) alle September '98, und Jonas(fit wie ein Turnschuh) Juli '02
das ist irgendwie ungerecht, dass man die Kosten dafür komplett selbst zahlen soll. Kannst Du wenigstens über die Steuer unter außergewöhnliche Belastungen den Betrag geltend machen? _________________ Liebe Grüße,
Mellie
Hallo,
ich zahle leider keine Steuern, weil wir von Hartz 4 leben...
Er hätte ja dieses Gestell nehmen können... welches er mit seinen knapp 12 Jahren niemals regalmäßig getragen hätte. Also wir hatten eine Option, wenn auch keine gute.
Ich meine aber eben die Zusatzkosten für Röntgen usw, die hätte man eben bei der anderen Klammer ja auch gehabt. Es wurde ja erst geröngt und dann die Klammerart besprochen, warum wir also diese 200 € dafür zahlen müssen, weiß ich nicht.
LG _________________ Susann 46;T. 24; Sina 22: tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 12: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)
Ich meine aber eben die Zusatzkosten für Röntgen usw, die hätte man eben bei der anderen Klammer ja auch gehabt. Es wurde ja erst geröngt und dann die Klammerart besprochen, warum wir also diese 200 € dafür zahlen müssen, weiß ich nicht.
Hallo Susanne,
da kann ich Dir leider auch nicht weiter helfen. Ich ärgere mich auch über ein paar Sachen, z. B. wurde für meinen Sohn eine lose Klammer für oben und unten angefertigt, um danach festzustellen, dass sie gar nicht passt. Ich habe aber vorher schon darauf hingewiesen, dass es Probleme geben wird, weil er nicht mitmachen wird. Und sie selbst hat doch auch ausgemessen, dass er einen massiven Überbiss hat und man sieht es auch. Ich mußte trotzdem die lose Zahnspange bezahlen, obwohl sie nicht zu gebrauchen ist.
Da hätte man vorher gleich sagen können, wir machen jetzt erst einmal eine manuelle Therapie. Eine Operation wäre mir am liebsten, aber angeblich ist er dafür zu jung und erst ab 18 Jahren operieren sie.... Und eine feste Klammer kommt auch nicht in Frage - er muß vorher die lose Zahnspange tragen. Aber der Erfolg der Krankengymnastik ist schon enorm - das hätte wahrscheinlich die Klammer gar nicht geschafft. _________________ Liebe Grüße,
Mellie
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