Verfasst am: 26.01.2012, 11:39 Titel: Dauerpflegschaft - Einladungsfrist zur HPF?
Liebe Rechtsgelehrten, liebe Pflegeeltern,
wir sind ja eigentlich schon alte Hasen, aber gerade verzweifel ich mal wieder an unserem JuA.
Kann mir jemand sagen, wie "frühzeitig" die Einladung zur HPF vom JuA versandt werden muss?
Und wenn wir schon mal dabei sind, wie oft muss man überhaupt eine HPF bei einer Dauerpflegschaft einberufen, vorallem wenn nicht alles glatt läuft!
Konkret haben wir das Problem, dass zwar mit uns (immer auf unsere Initiative hin) ein Termin für die nächste HPF (findet meist erst nach 13 Monaten statt) telefonisch abgestimmt wird (diesmal war dies in der Weihnachtswoche, da vorher die SB 5 Wochen außer Haus war). Die Einladung speziell an die Eltern, die unbedingt bei der HPF anwesend sein sollen, ist aber jetzt - 2 Wochen vor der HPF - noch nicht raus. Da beide LE berufstätig sind, ist es ihnen eigentlich unmöglich zu dem Termin um 9.30 Uhr zu erscheinen, zumal der Vater auch noch rund 150km entfernt wohnt und arbeitet.
Wir versuchen die Eltern bei den Besuchskontakten oder telefonisch frühzeitig zu informieren, einzulanden und zu beknien, diesen Tag Urlaub zu investieren..., doch ist das auch für uns Zeit aufwendig und schwierig, da die Handys oft ausgeschaltet sind... und ich eine schriftliche Einladung/ Info von meiner Seite bislang "vermessen" fand.
Aber nach dem Telefonat mit der SB eben, die noch nicht einmal die aktuellen Adressen der Eltern hatte (die beide -getrennt lebend- seit bald einem Jahr umgezogen sind, seitdem eigentlich wegen anderer Kinder schon wieder HPF gehabt haben müssten...) und auch nicht das Gefühl viel zu spät mit der Einladung zu sein, um noch Urlaub zu nehmen...
Wir haben den Eindruck, das JuA möchte die LE nicht beim Gespräch dabei haben - warum ist uns unklar! Da dies aber nun zum 3. Mal so abläuft, stört es uns doch sehr, zumal auch wir keinerlei Unterstützung vom JuA erfahren und wichtige Probleme, aber auch Weichenstellungen besprochen werden sollten, die die Eltern durchaus was angehen, die aber nicht gut in die Besuchskontakte passen.
Sorry, für den Frust
Also - wann muss das JuA zu einer HPF einladen - 4 Wochen vorher?
2. Wie häufig müssen HPF stattfinden - außer es wird etwas anderes vereinbart, da kein Bedarf besteht, nicht weil das JuA zu viel zu tun hat ?
Danke!
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
bei uns läuft's wie folgt.
HPG haben wir 2 mal im Jahr, der Termin für das nächste wird immer als letzter Punkt besprochen und so sind sofort alle informiert!
Es läuft gut so, auch unsere Selbstständigkeit ist so sehr gut bedacht.
liebe Grüße
Tanja _________________ Tanja,
mit Alexander-gesund,
Timo & Nico (zweieiige Zwillinge)- sprachverzögert mit anderen Baustellen
und
Sonnenschein Anne-Katrin - unser geliebtes Herzenskind, stets präsent in unseren Seelen
(02.11.2002 - 26.03.2010)
"Das wahre und sichtbare Glück des Lebens
liegt nicht außer uns, sondern in uns."
Johann Peter Hebel
was du da schilderst,passiert leider viel zu häufig!!!!!
HPG muss alle 6 monate stattfinden.Eine bestimmte Frist,wie man einladen muss,gibt es nicht! Eigentlich sollte es ja auch selbstverständlich sein,rechtzeitig einzuladen!!!Aber ,wie du schon bedenkst: viele Jugendämter WOLLEN die ELtern nicht dabeihaben.
So war es auch bei uns,nie war die leibliche Mutter dabei,ich fands nicht in ordnung.
Ich würde da nochmal klare Worte an das JA geben,denn so gehts einfach nicht!!!
LG
Alexandra _________________ Alexandra mit 2 Jungs (13 und 10 Jahre) und Pflegekind (8 Jahre), FAS Syndrom,geistig behindert,Schlafstörung,Zöliakie,Essstörung.Und ab und zu ein kleiner wirbelwind in Bereitschaftspflege
HPF ? Denke ist das gleiche wie HPG, oder? In unseren Richtlinien (RLP) steht eine Empfehlung und die besagt HPG 2x im Jahr. Hier ist aber bei allen JA´s üblich es nur 1x im Jahr zu machen, außer bei besonderem Bedarf.
Ein JA schickt beim HPG-Protokoll direkt den neuen Termin mit, die anderen JA´s geben den Termin 3-4 Wochen vorher bekannt.
Soweit ich weiß, ist es aber so, daß arbeitende Eltern freigestellt werden müssen, wenn sie die Bestätigung, daß sie bei dem Termin anwesend sein sollen, dem Arbeitgeber vorlegen.
Sogar die Fahrtkosten können die Eltern hier erstattet bekommen.
Gesetze kenne ich dazu leider keine, aber meist ist es ja eh so, daß das ganze Ländersache ist.
Ruf doch einfach mal bei eurem Landesjugendamt an und frag nach, was es bei euch für Gesetze und Richtlinien gibt. Ich habe mich bei unserem Landes-JA schon öfters durchgefragt und habe meist schnell und problemlos kompetente Antworten bekommen!
Ja, Hilfeplangespräch oder Hilfeplanfortschreibung
LandesJuA ist noch ´ne Idee, wobei ich mich heute schon rechtlich abgesichert habe - es gibt keine Verwaltungsvorschrift oder gar Gesetzesgrundlage zur Einladungsfrist
Die Eltern werden sicherlich freigestellt, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig informiert wird, nicht aber bei Einladungen, die nicht mal 2 Wochen vorab bekannt sind/ schriftlich vorliegen. Das ist dem AG nicht zuzumuten!
Fahrtkosten können erstattet werden, doch bei der SB ist das noch nie vorgekommen Und ändert auch nix daran, dass der Vater a) entweder eine Mitfahrgelegenheit finden muss (morgens) oder mit den Öffentlichen anreisen (fast 3 Stunden).
Mit ausreichend Vorlauf hat er bislang immer einen "Kollegen" (also wohl Freund) gefunden, der ihn gefahren hat, aber so kurzfristig unter der Woche eher unwahrscheinlich
Und was mich daran so verärgert - sie hätte ja nur dem Sekretariat kurz bescheid geben müssen und das bereits vor Weihnachten erledigt haben können... - so scheint die nicht (rechtzeitige) Einladung der LE System zu haben
Nun denn, der Vater könnte sich auf unsere zahlreichen SMS und Mailbox-Anrufe seit Wochen auch mal melden Dann hätten wir ihn rechtzeitig informiert!
Da klaffen halt mal wieder meine, seine und die JuA - Träume, Vorstellungen und Realitäten meilenweit auseinander
Hoffen wir, dass wir für die Buben gute Lösungen erarbeiten können
Danke Euch!
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
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