Verfasst am: 22.01.2012, 18:04 Titel: Kind ohne Begleitung im KH - wie läuft das ab?
Mein Mittlerer muß demnächst die Mandeln rausbekommen und dafür ca. ne Woche ins Krankenhaus. Die Station dafür befindet sich nicht auf der Kinderstation, sondern es sind einzelne Zimmer auf der HNO-Station, die mit Kindern belegt werden, die restlichen Zimmer sind für Erwachsene.
Ich kann meinen Mittleren nur stundenweise begleiten, da ich noch 2 weitere Kinder habe und alleinerziehend bin, keine Verwandten vor Ort, nichts und der Papa springt diesesmal auch nicht ein, er will nicht mehr.
Das betreffende Kind ist 11 und ist entwicklungsverzögert, hyperaktiv und autistisch, hat ne starke Weglauftendenz und man kann ihn nicht aus den Augen lassen (er kann Gefahren nicht einschätzen und hat auch Ausraster, wo er Sachen zerstört oder anderen weh tut).
Wie würde das ablaufen im Krankenhaus? Würde er da jemanden an die Seite bekommen, der sich ausschließlich auf ihn konzentriert?
Tagsüber könnte ich da sein, aber auch nur, wenn der Jüngste nicht wieder flachliegt (das weiß man vorher nie), nachts aber auf keinen Fall.
Mein Sohn schläft nachts aber höchstens 4-5 Stunden und fängt dann an zu reden, tastet die Wand ab, steht auf etc.
Im Krankenhaus konnte man mir nichts dazu sagen, anscheint haben die sowas noch nie gehabt (kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber so kam es mir vor), sie würden es erstmal so probieren wie bei allen Kindern. Das geht aber nicht, der wäre sofort weg, wenn man ihn aus den Augen läßt.
Wie könnte man das regeln? Ich kenn mich damit so nicht aus, ist das erste mal ohne meine Begleitung.
oje, das hört sich schwierig an. Kann die OP nicht vielleicht verschoben werden in einen Zeitraum in dem du dann bei ihm bleiben könntest?
Bei den Dingen, die du hier aufgeführt hast kann ich mir nicht so richtig vorstellen wie das allein im KKH sein soll.
Es wäre ja so schon schwierig für ihn und dann kommen zu der fremden Umgebung und fremden Menschen ja auch noch Schmerzen dazu.
Wenn ich ehrlich bin hätte ich echt Bauchschmerzen ihn dort allein zu lassen. Für die Schwestern wird es sicher schwierig, wenn nicht unmöglich, ihn ständig im Auge zu haben oder zu beschäftigen.
Und warum will/kann der Papa nicht? Es ist doch ebenso sein Kind. Schade.
L.G. Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
Kind hat ständig die Mandeln vereitert, die müssen einfach raus. Es gibt in nächster Zeit keinen Zeitraum, wo ich bei ihm bleiben könnte, weil sich an unserer Situation erstmal nichts ändern wird.
Der Papa ist nicht der leibliche Vater, sondern mein Exmann, der ihn mit groß gezogen hat, er ist vor 1,5 Jahren weggezogen von hier, wohnt nicht vor Ort und seitdem springt er auch nicht mehr ein, er ist depressiv und hat einfach keine Lust mehr, die andern kids zu übernehmen, er ist schlichtweg überfordert nach ein paar Stunden.
Ohne den Teufel an die Wand zu malen, Kind könnte auch täglich nen Unfall oder ne Blinddarmentzündung haben und ins krankenhaus müssen, da müßte es doch irgendwie ne Regelung geben? ich kann doch nicht meinen Sohn 100% krankenhausfrei durchs Leben bringen? (schön wärs natürlich)
Und der kleine Bruder müßte demnächst ebenso alleine im KH bleiben, auch da kann ich nicht mehr mitgehen, der ist ebenfalls entwicklungsverzögert, spricht nicht mit Außenstehenden und läßt sich nicht anfassen von anderen, das kann ja was werden, denn der ist eigentlich Dauergast im KH.
Bisher hab ich mich eher damit beschäftigt, wie ich das hinbekomme, daß ich auf jeden Fall mit kann, aber Ex hat klipp und klar gesagt, auf ihn kann ich nicht mehr zählen, er kann und will nicht mehr, das wäre nun einzig mein Problem und nun kommt die erste Situation, wo das wirklich ein Problem ist _________________ Mama mit Jannice *96 (soz-emot. Störung, Verd. auf ASS und ADS), Jordan * 00 ( ASS, ADHS, entwickl.verz., u.a.) und Jayson * 04 ( entwickl.verz., Kleinwuchs, schweres Asthma, Z.n. Fundoplikatio mit teilw. Nahrungsverweig., selek. Mutismus u.a.)
ich denke, das Heutzutage kein KKH mehr eine 1:1 Betreuung gewährleisten kann.
LG Vivien _________________ Jette *00, ARDS, Chronisch pulmonale Insuffizienz, , PEG, Tracheostoma, V. a. Stoffwechselerkr. , V. a. Autismus, Port,Infektanämie, Lungenfibrose, Lennox Gastaut Syndrom
jetti2108.beepworld.de
ich würde mich mal an den familienentlastenden Dienst der Lebenshilfe wenden. Vielleicht können die dir ja helfen.
Außerdem würde ich mich im Krankenhaus erkundingen ob es dort sogenannte grüne Engel gibt. Ich glaube die heißen so oder so ähnlich. Das sind Menschen die ehrenamtlich ins Krankenhaus gehen und dort Menschen besuchen, die sonst keinen Besuch bekommen. Vielleicht können die dir ja ein wenig unter die Arme greifen.
Ferner würde ich mich einfach mal mit der Klinikseelsorge in Verbindung setzten. Vielleicht haben die ja auch ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich um dein Kind kümmern können.
Hallo Quirin
Besteht die möglichkeit das die Mandeln ambulant,rausgenommen werden können.
Bei meinen sohn mußten wir nur am op tag ins krankenhaus,und nachmittags konnte er wieder raus.
Aber das ändert ja leider nichts an dein problem grundsätzlich.
Versuch doch mal ob das jugendamt dir helfen kann,vieleicht können dir eine Hilfe vermitteln.
gruß veralein _________________ alleinerziehend 45 drei jungs 25/15/12
Mein 12jähriger hat eine Choreatiforme Bewegungsstörung mit Myoklonien,Wirbelsäulenverkrümung
Muskelhypotonie,große Koordenationsstörungen
insbesondere schwierigkeiten inder fein und grobmotorik,aufmerksamkeit und arbeitstempo
habt ihr eine Pflegestufe? Für solche Zwischenfälle ist meiner Meinung nach die Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege gedacht.
Ist nur leider kompliziert dafür jemanden zu finden. Ich weiß über das Persönliche Butget gibt es auch die Möglichkeit eine KH Begleitung zu bezahlen.
Vielleicht kann er ja auch auf eine Kinderstationnach der OP aufgenommen werden, da ist das Problem des Weglaufens etwas mehr unter Kontrolle.
Hallo!
Aus meiner Erfahrung als Pflegekraft im Krankenhaus weiß ich, dass für Patienten mit Weglauftendenz und schwierigem Verhalten vor allem nachts oder auch tagsüber eine Sitzwache bereitgestellt wird, sind oftmals Studenten. Das Krankenhaus ist dafür verantwortlich, dass für solche Personen und deren Sicherheit gesorgt wird. Wenn behinderte Kinder in ihren Betten aufstehen, werden entweder Pflegebetten mit richtig hohen Gittern eingesetzt oder Segufix-Gurte (nach Absprache mit den Eltern). Die Verhinderungspflege musst du hierfür wirklich nicht verwenden, wie gesagt, dafür gibt es Sitzwachen. Sprich am besten die PDL der Station vorher drauf an.
Lieben Gruß,
Tine
Du bekommst selbstverständlich erstmal über die KK für 8 Stunden täglich eine HH . Die würde ich schon mal in Anspruch nehmen damit du tagsüber da sein kannst.
Ansonsten gibt es wirklich keine Großeltern die in dem Zeitraum kommen können? _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
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