Verfasst am: 21.01.2012, 16:47 Titel: Welcher KiGa ist richtig? Wie würdet ihr entscheiden?
Julian geht derzeit in den Regelkindergarten als I-Kind mit Pflegedienst.
Die Gründe damals für den Regelkindergarten waren damals:
-sehr kleine Gruppe (10 Kinder)
- KiGa gleich um die Ecke (kurze Wege)
- gesunde Kinder zum spielen
- da er oft Krank war, wollten wir ihm lange Wege ersparen.
- Terapien laufen alle als Hausbesuche
Julian hat seit längerer Zeit keinen Sauerstoff mehr, so dass ich davon ausgehen muß, dass ihm der PD bald gestrichen wird. Er muß aber gefüttert werden und das dauert ca. eine 1/2 stunde und bekommt dann noch Saft über die PEG, muß gewickelt werden, braucht in allen Dingen unterstützung (basteln, malen, anziehen usw.)
Die Einrichtung mit der besten Förderung, denke ich, ist das Fritz Felsenstein aber dorthin muß er eine dreiviertelstunde fahren und dort sind leider keine gesunden Kinder.
Wir haben bald einen Vorstellungstermin im Felsenstein und einen Probetag. Ich weiß momentan einfach nicht weiter. Ich habe das Gefühl, egal wie ich mich entscheide, es immer ein Kompromiss und nie dass genau richtige. Oder kann ich nur nicht akzeptieren, dass er einfach zu den Behinderten gehört und verwehre ihm dadurch die beste Förderung?
Bitte sagt mir ehrlich eure Meinung. Wie habt ihr entschieden und war das dann dir richtige Entscheidung?
LG
Andrea _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
ich kann hier meinen Hinweis aus dem anderen Thread mit ähnlicher Fragestellung gleich noch mal anführen:
Ich bin froh, dass meine Tochter in einen hervorragenden HP-Kindergarten geht, der in verschiedener Hinsicht besser ausgestattet ist als der Regelkindergarten. Und auch von den anderen Kindern dort kann sie mindestens so viel lernen wie in anderen Kigas auch.
Es war für uns also die richtige Entscheidung. Auch unsere Tochter bekommt dort sicherlich die beste Förderung.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass das Argument mit dem 'Kontakt zu gesunden Spielgefährten möglichst am Wohnort' für uns weniger relevant ist, weil wir noch zwei andere Kinder haben und das dadurch gewährleistet ist.
also ich stimme Britta da zu auch in dem anderen Thread wo es um den passenden Kiga Platz geht!
Selina geht auch seit 2 Jahren in einen Förderkiga und wir sind froh das wir die Entscheidung getroffen haben.
Selina bekommt dort KG und wir bekommen dort Hilfestellung bei den Hilfsmitteln.
Der Reha Techniker besucht regelmässig die Einrichtung und auch der Orthopädie Techniker kommt in den Kiga--das ist echt eine Erleichterung für uns.
Gerade wenn Selina wieder neue Orthesen braucht wird dort alles erledigt von Gipsabdruck bis zur Anpassung.
Ich denke einfach die sind dort wesentlich besser ausgerüstet und sie bekommt eine gezielte Förderung....
Wenn du dein Kind in so eine Einrichtung tust heisst das ja nicht das es für immer dort bleibt du kannst ja wenn Du merkst es passt nicht mehr kannst Du ja jederzeit wechseln....
Also bei uns im Kiga sind einige Lauf und Sprech Kinder also Anreize gibt es dort genug..
Sonst geht Selina 1mal in der Woche zur Verhinderungspflege zur einer Mami bei uns im Ort die auch selber 3 Kleine Kinder hat und das ist gut dort ist meistens der halbe Regelkiga vom Ort vertreten und da wird Selina "verpäppelt" und fast jeder kennt uns!!!
Aber ich möchte sie trotzdem nicht hier in den Regelkiga integrieren da fehlt mir einfach die Kompetenz der Erzieherinnen(es ist hier schon einiges vorgefallen mit Kindern!!)
LG Togram _________________ Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,extreme entwicklungsverzögert, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler.
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!
hat er denn wirklich Kontakt zu den gesunden Kindern..also Kontakt der über den KIGA rausgeht???
Für uns war der HP auch die beste Lösung wenn es möglich gewesen wäre hätten wir auch so genug gesunde Kinder für Felix gefunden . Und die meisten HP Einrichtungen kooperieren mit Regeleinrichtungen. Außerdem sind dort Kinder mit verschiedenen Beeinträchtigungen die auch voneinander profitieren. Aber sie sind nicht mehr dem Druck ausgesetzt immer die "schlechtesten" zu sein.
Nein im HP KIGA gibt es dann eben spezielle Bastelscheren, Hilfsmittel und und und ..
Schaut euch die Einrichtung einfach an.. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
- der PD bald wegfällt und ein Integrationshelfer eher nicht in Frage kommt, weil er ja schon I-Platz hat und
- weil ich glaube, dass dann die Erzieherinnen das eben nicht leiste können, da er das einzige I-Kind ist.
- die Essensituation über eine 1/2 stunde geht , dass können die Erzieher nicht leisten und für eine stunde bekomme ich keinen I-helfer
Hallo togram,
hallo BrittaJM,
derzeit braucht Julian keine Hilfsmittel (gelegentlich Sauerstoff). Die Überlegung ist natürlich, dass er dort bessere Förderung bekommt und dort auch eine Krankenschwester ist, die ihn gelegentlich an den monitor nehmen kann und die sicherlich auch die Essensituation besser im Griff haben, da sie dass ja täglich machen
Hallo AnjaH,
ja, wir laden immer wieder Kinder ezu uns ein. Aufgrund seiner vielen probleme traue ich mich nicht ihn woanderst hinzugeben. Die Einrichtung haben wir uns letztes Jahr schon mal angeschaut, hat mir auch gut gefallen. Daher haben wir auch noch einen Schnuppertag vereinbart. Ich bin immer hin und hergerissen. Weis einfach nciht wie ich mich entscheiden soll. Vor allem muß ja jetzt eine anmeldung erfolgen bzw. dem Regelkindergarten bescheid gegeben werden ob er kommt oder nicht und in einem halben jahr kann er sich ja noch weiterentwickeln. Wenn ich mir vorstelle ihn im Regelkindergarten abzumelden könnte ich heulen, vor allem weil sich die Eltern hier in der Gemeinde sehr stark gemacht haben, damit er in den Regelkindergarten gehen durfte.
LG Andrea _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
habe mal eine Frage zu der Behinderung deines Sohn welche körperliche Einschränkungen hat er? Laufen/Sprechen??
Das stellt dann halt auch später die Frage ab wann ist ein Gehtrainer notwendig evtl. Rollstuhl etc...und das sind Hilfsmittel die dann noch auf Euch zu kommen und die dort im Kiga doch eher gesehen werden!!
Bei Selina wird auch Sprachtraining gemacht sie hat jetzt ein Step by Step bekommen und das sind Sachen wo ich denke das das ein Förderkiga da mehr ein Hilfestellung sein kann!!!
LG Togram _________________ Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,extreme entwicklungsverzögert, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler.
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!
im Felsenstein sind ja Kinder mit den unterschiedlichsten behinderungen.
In Jonas Gruppe z.B. sind Kinder die laufen, sprechen und das normal, sie haben eben defizide, jedes Kind auf seine Art und Weise.
Die Gruppen sind für den Morgenkreis und zur Essenszeit unter sich, werden dann aber zum Freispiel geföffnet.
Wenn ich Jonas nach unserer KG die wir ausser Haus machen bringe, ist das so ein rührender Moment, ich klopfe an (die Kinder essen um diese Uhrzeit gerade) und alle schreien laut : JONASSSSSSS und freuen sich das er kommt.
Er wird auch sofort im Morgenkreis vermisst wenn er einmal fehlt, die Kinder wissen sehr genau wer abwesend ist und wer nicht.
Ein Junge ist dabei, der geht dann zu Jonas, streichelt ihm über die Wange, gibt ihm ein Wangenküsschen und sagt JONAS sowas von liebevoll, weil er sich so freut das er gekommen ist.
Jonas kann nicht sprechen, er kann erst seit April 2011 sitzen, und trotzdem haben ihn die Kinder dort akzeptiert und er ist beliebt. Jeder spielt mit ihm und ist bemüht das er immer Spielsachen um sich herum hat, und das, obwohl alle Kinder dort selbst ihre eigenen Einschränkungen haben.
Aber du siehst, sie sind wie alle anderen Kinder auch, unheimlich gegenseitig bemüht und freuen sich mit allen Kindern zu spielen und zur Not bespielen sie sich gegenseitig ohne das man es ihnen anschaffen muss.
Das finde ich persönlich jedes Mal unglaublich schön aufs neue.
In welcher Gruppe wart ihr denn zum schnuppern ? Vielleicht hast du meinen Jonas ja sogar gesehen
Jonas bekommt auch unterst. Kommunikation, es ist alles im Haus, du kannst dort jede Therapie machen die ihr braucht.
LG SABINE _________________ Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen
WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE
Hallo togram,
J. kann laufen. er kann auch sprechen aber sehr, sehr undeutlich. Er braucht in allem Unterstützung, hat Windeln Stand eines ca. 2- 3 jährigen. Er braucht sehr lange beim Essen ca. 1/2 stunde und er muß gefütter werden. Außerdem bekommt er die Flüssigkeit über die PEG. Er kann nicht selber schneiden oder malen, d. h. bie jeder Bastelarbeit muß ihm jemand hilfestellung geben. Ich denke in einem Regelkindergarten wäre die Gefahr sehr groß, dass man ihm dann alles abnimmt, weil die Zeit nicht da ist um abzuwarten bis er sich anzieht oder bis er das Papier angemalt hat usw. Da er jetzt Gesundheitlich stabiler ist haben ich die Überlegung ober er den längeren Fahrtweg schafft und somit eben eine bessere Förderung bekommt.
LG Andrea _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
mein Sohn ist in einem I-Kindergarten auf einem I-Platz mit eigenem I-Helfer (für 3,5 Stunden am Tag).
Ich habe selbst gestaunt, was so alles möglich ist
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
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