Verfasst am: 20.01.2012, 19:05 Titel: Förderunterricht an Regelschulen, Eltern meckern
Hallo,
bei uns an der Regelschule gab es bis vor einiger Zeit Förderunterricht in den Fächern Deutsch und Mathe. Bisher sah es so aus, dass einige Kinder aus der Klasse rausgenommen wurden und eine Grundschullehrerin noch einmal den Schulstoff mit den Kindern durchgegangen ist. Oder es wurden auch einigen Kindern anstatt derTeilnahme an der AG eine Förderstunde durch eine Lehrerin angeboten. Auch dies kam bei einigen Eltern nicht gut an.
Jetzt hat eine Mutter mal nachgefragt, warum es diesen Förderunterricht für die Kinder nicht mehr gibt. Heraus kam, dass einige Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder aus der Klasse herausgenommen werden, weil es für sie eine Ausgrenzung ist. Sie wollen, dass die Kinder in der Klassengemeinschaft gefördert werden. Nur ist die Umsetzung schwierig, wie wir alle wissen und man sollte doch froh sein, dass die Schule bisher einen Förderunterricht angeboten hat.
Die Schuldirektorin hat aufgrund der Beschwerden jetzt erst einmal den Förderunterricht eingestellt. _________________ Liebe Grüße,
Mellie
Ich kann mich an meine Schulzeit erinnern,da wurden ich und noch ein paar andere Kinder aus dem Unterricht geholt und wir bekamen "Nachhilfe" in Mathe.Ich fühlte mich damals ausgegrenzt.Da in der Zeit in der wir die "Nachhilfe" bekamen,die anderen Kinder in der Klasse ein Buch lesen durften.Kann mich noch gut an den Titel erinnern."Die kleine Hexe"
Für alle Kinder wurde damals ein Buch bestellt,damit es im Unterricht gelesen werden konnte,nur eben nicht für uns "Förderkinder" und das war nicht so toll.
Andererseits war es damals und eben auch noch heute sehr schwierig,Kinder die schwächer sind in der Klassengemeinschaft zusätzlich zu fördern ohne sie dabei aus der Klasse zu nehmen.
Doofe Situation
LG Assunta _________________ Ich möchte lieber ein einziges Leben mit dir verbringen, als alle Zeitalter der Welt alleine zu durchleben!(aus Herr der Ringe)
Ich habe noch kein schulpflichtiges Kind, kann aber dennoch beide Seiten verstehen.
Dass die individuelle Förderung drch das Herausnehmen aus der Klasse mehr bringt denke ich auch. Zumal eine Förderung in der Klasse die Klasse selbst sicher ausbremsen würde da ja auf das schwächste Mitglied Rücksicht genommen werden müsste. Wo geht das schon noch. Sowas gibt der lehrplan nicht her.
Ich verstehe aber auch die Eltern die das als Ausgrenzung verstehen denn Kinder haben schnell spitz wer schwächer ist und dann geht es schnell in Mobbing über.
Ich finde es schwierig da als Mutter objektiv zu sein. Ich muss gestehen ich weiß nicht wie ich selber reagieren würde wenn bei meinem Kind Förderbedarf bestehen würde.
Ic h hätte, glaube ich, Angst vor Ausgrenzung durch die Ausgrenzung ( ) aber genauso davor, dass mein Kind dauerhaft nicht mehr mitkommt.
Aber Mobbing darf man ja nunmal auch nicht unterschätzen und schlägt sich ja im Emndeffekt auch negativ auf die Leistung nieder...
LG Vanessa _________________ Vanessa (´81) und Ronny (´63) mit
Devin Tyler (´08) gesund,
Carry Lynn (´09) Z.n. BNS Epi, statomot. Entwicklungsret. (nachgewiesen aufgeholt seit 09/11), ausgeprägte HD beidseits (OP war am 29.12.10)
Neo Reece (´11) gesund
Hallo,
Mein Sohn wird auch für seine Therapien aus dem Unterricht genommen.
Wie soll es auch sonst gemacht werden? Wenn ich mich für eine Schule entscheide, die auch die notwendigen Therapien durchführt, dann muss ich auch mit den Konsequenzen leben.
Und genau so sehe ich das beim Förderunterricht. Eltern meckern, wenn dieser spezielle Unterricht an den normalen Unterricht hinten angehängt wird, weil dann die Kinder später aus der Schule kommen. Sie meckern aber auch, wenn die Kinder aus dem Unterricht genommen werden. Man sollte diese Eltern mal fragen, was sie überhaupt wollen.
Das Leben ist kein Ponyhof.
Gruß
Alexa _________________ Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
ich kenne eine Schule, wo alle Kinder hin und wieder Förderunterricht bekommen. Die mit unterdurchschnittlichen Leistungen um den Stoff zu wiederholen und zu vertiefen und die mit überdurchschnittlichen bekommen über den Schulstoff hinausgehende Angebote.
LG Sabine _________________ Tochter *06, Sohn *09 Spina bifida (LMMC mit Tethered Cord), linksseitig schwerhörig
an unserer Schule (integrative Gesamtschule) gibt es in der Unterstufe im sog. AG-Bereich Förderstunden für Leistungsschwächere in den Hauptfächern. Die anderen haben dann eben eine AG. Ich habe noch nie gehört, dass sich dadurch jemand zurückgesetzt gefühlt hätte. Ganz im Gegenteil sind die meisten Eltern froh über dieses Angebot. Förderstunden während des regulären Unterrichts gibt es für die Leistungsstärkeren.
Wie es an unserer Grundschule war, ist mir leider nicht mehr im Hirn .
an der Grundschule meines Sohnes gibt es auch diesen Förderunterricht in den Hauptfächern. Soweit ich mitbekommen habe findet dieser nicht während des Regelunterrichts statt, sondern in Zusatzstunden. Ich habe da auch noch nie gehört, das sich da einer zurückgesetzt fühlt. Bei Sprachproblemem wird auch speziell gefördert mit Zusatzstunden, da kommt eine Lehrerin von einer Sprachheilschule.
mein Sohn nimmt auch am Förderunterricht Deutsch teil. Das findet in einer 1. Stunde statt. Die anderen Kinder kommen eben eine Stunde später. Ich bin froh, daß es diesen Extra-Unterricht gibt, wenn es auch nur 1 Stunde pro Woche ist.
Besonders gut ist, daß dann nur 3-4 Kinder anwesend sind und die Lehrerin sich sehr viel Zeit für die Kinder nehmen kann. _________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
auch bei uns gibt es diese Förderstunden-die regulären für "jedermann", also für die kinder die in besstimmten Fächern(Mathe oder Deutsch) Probleme haben um ihn zu vertiefen-und das RIK-Programm für die Kinder mit sp. Förderbedarf.
Die Kinder werdem auch aus dem Unterricht raugenommen -deswegen aber nicht ausgegrenzt.Bei uns sind die Eltern auch alle froh das so etwas angeboten wird-was bringt es wenn die Kinder inden Hauptfächern nicht mitkommen und schon von Anfang an Wissenslücken aufweisen -da ist der Weg doch schon vorprogrammiert- Wenn man es im Gegenzug mit "etwas Nachhilfe" verbessern kann-da versteh einer die Eltern...
LG Ilona _________________ 1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen