Verfasst am: 18.01.2012, 20:28 Titel: Baby nimmt nichts in den Mund
Hallo ihr Lieben,
ich hab da mal eine Frage. Eine Freundin war heute mit ihren beiden Söhnen bei mir. Der Kleine ist 9 Monate alt. Seine Mutter hat mir heute erzählt, dass er immernoch nichts in den Mund nimmt. Außerdem mag er es nicht, wenn man ihn an Händen und Füßen berührt. Nach seinen Mahlzeiten scheint er auch immer Bauchschmerzen zu haben.
Sie hat mir vor ein paar Wochen schon erzählt, dass er jede Nacht schreit und seinen Kopf auf die Matratze, oder gegen das Bettgestell schlägt. Finde das alles irgendwie seltsam. Könnt ihr vielleicht was dazu sagen? Bin ich vielleicht zu übervorsichtig? Hab ihr geraten, mal zum KiArzt zu gehen, um den Kleinen mal richtig durchzuchecken.
Vielen Dank _________________ Paul 11.07.2004 gesund, Max geb. 13.01.2006 Phelan-McDermid-Syndrom läuft seit 23.05.2008, spricht nicht, geistige Entwicklung ca. 1,5 Jahre
Du weißt wahrscheinlich sogar besser als ich, wie sich ein 9 Monate altes Baby in etwa verhält, da Du ja ein gesundes Kind hast.
Aber mir ginge es genauso wie Dir und ich würde meiner Freundin auch raten, den Kleinen mal untersuchen zu lassen, ggf. in ein SPZ zu gehen. Dabei finde ich das mit dem Kopf-Schlagen am komischsten. (wobei, alles andere ist auch auffällig). Als Marlies in dem Alter war und ich sie mit den gesunden Kindern verglich, da sah ich nur alles-in-den-Mund-nehmen-und-einspeicheln-Kinder, was mir ja besonders auffiel, weil Marlies das nicht kann.
LG
Sandra _________________ Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG +1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'
Verfasst am: 18.01.2012, 23:45 Titel: Re: Baby nimmt nichts in den Mund
Hallo Alexa!
Alexa82 hat folgendes geschrieben:
Seine Mutter hat mir heute erzählt, dass er immer noch nichts in den Mund nimmt. Außerdem mag er es nicht, wenn man ihn an Händen und Füßen berührt. .....dass er jede Nacht schreit und seinen Kopf auf die Matratze, oder gegen das Bettgestell schlägt.
Das hört sich für mich sehr nach autistischen Verhaltensweisen an. Ich würde auf jeden Fall auch in der Richtung gucken lassen. Gerade dieses Kopfschlagen kenne ich ausschließlich von autistischen Kindern. Es gibt noch andere Sachen, wo autistische Verhaltensweisen vorkommen z.B. beim fragilen x-Syndrom.
Entwicklungstypisch ist diese Verhalten auf keinen Fall und es passt halt zu frühkindlichem Autismus, das muss aber ein Spezialist testen.
Zitat:
Hab ihr geraten, mal zum KiArzt zu gehen, um den Kleinen mal richtig durchzuchecken.
Das wird nicht reichen, der Kinderarzt wird vermutlich abwiegeln, es sei normal, würde sich geben... Beispiele kennen wir hier ja zu genüge.
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
mein Kleiner hat auch nie was in den Mund gesteckt als Baby. Selbst jetzt mit 2,5 Jahren muss ich ihn füttern, weil er den Löffel einfach nicht zum Mund führt geschweige sich selbst irgendwas essbares nimmt. Die Logopädin stärkt schon seine Mundmotorik. Ich darf mittlerweile seinen Mund anfassen und er gibt mir auch Küsschen, aber die Logopädin kommt noch nicht an seinen Mund ran.
Wir haben nächste Woche einen Termin wo auf frühkindlichen Autismus getestet wird.
Ich habe es am Anfang auch nicht für "voll" genommen das er absolut kein Spielzeug in den Mund nahm, erst als die Essprobleme anfingen wurde mir klar das es schon von Anfang an so war.
j. will auch absolut nicht an den Händen angefasst werden und er mag auch selbst nichts an den Händen was kleben haben. Füsse gehen die kann man anfassen, aber wenn man seine Hände anfasst, zieht er sie sofort zurück, was unheimlich problematisch ist wenn man draussen ist, da er auch eine Weglauftendenz hat und ich ihn so nur immer am Handgelenk anfassen kann
also ich würde bei einem 9 Monate Kind von dem man überhaupt nichts weiss, außer dass hier geschrieben wurde,( nicht von den betroffenen Eltern) dass es sehr viel schreit und seinen Kopf gegen auf die Matratze schlägt , empfindlich an Händen und Füßen ist und Bauchschmerzen hat, nicht gleich eine Behinderung vermuten.
Es kann auch nur eine Phase sein, aus welchen Gründen auch immer. Und es kann auch 1000 und eine Ursache haben.
Man weiss auch nicht, ob und was mit dem KiA das Kind betreffend besprochen wurde. _________________ Viele Grüße Esthe
mit Tochter, 16 Jahre, spastische Diparese, Infantile Cerebralparese
Eine kränkende Wahrheit ist mehr wert als eine reizende Schmeichelei
Johann Heinrich Pestalozzí
Es sind zuviele aufällige Verhaltensweisen, um nur von einer Phase auszugehen.
Ich habe Alexa deswegen auch schon eine PN geschrieben. Angenommen, der Junge hätte nur das Opiatproblem und hätte sich aufgrund der Beikost verändert, könnte die Mutter den Spuk noch sehr schnell "abstellen".
Ich wäre so was von dankbar gewesen, wenn ich Bene nicht eineinhalb (und dann irgendwann schwer verhaltensgestört) Jahre "auf Droge" hätte versorgen müssen!
Darauf dass der KiA richtig reagiert, kann man sich wirklich nicht immer verlassen!
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
Es sind zuviele aufällige Verhaltensweisen, um nur von einer Phase auszugehen.
Hallo Angela,
Ich hatte konkret geschrieben, dass es eine Phase sein kann oder es 1000 andere Ursachen haben kann.
Da ich davon ausgehe, dass eine Mutter mit einem 9 Monate alten Kind zum KiA geht, nehme ich an, dass das Problem sollte es wirklich gravierend sein, auch angesprochen wird.
Es liegt mir fern, alle möglichen Diagnosen in Betracht zu ziehen......................
Und ich bin auch kein Arzt.
Selbst Ärzte werden nicht aufzählen, was nun alles sein kann, sondern sollte es erforderlich sein, das Kind in ein SPZ überweisen.
Und ein Kind kann auch einmal Phasen haben, die mit Schmerz verbunden sind.. Das ist einfach so.
Es kann doch auch nicht sein, dass jede Auffälligkeit sofort mit Autismus in Verbindung gebracht wird. _________________ Viele Grüße Esthe
mit Tochter, 16 Jahre, spastische Diparese, Infantile Cerebralparese
Eine kränkende Wahrheit ist mehr wert als eine reizende Schmeichelei
Johann Heinrich Pestalozzí
mein Sohn hat auch keine Sachen in den Mund genommen.........das hat garnichts zu bedeuten. Ich denke auch, eine Diagnose bei einem Säugling von 9 Monate ist schwierig, eigentlich so unmöglich.
Von irgendeiner Behinderung zu sprechen, nein, das kann viele Ursachen haben. Die Mutter sollte zu einem guten Arzt gehen, eventuell zu mehreren. Dann wird man sehen.
Sabine, das mit dem Kopf an die Wand schlagen, ist das wirklich nur bei Autisten so? Der Sohn einer Bekannten von mir macht das nämlich auch.......ich habe auf diesem Gebiet nur mein REHAkids- Wissen, wir haben andere Baustellen.
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