Verfasst am: 26.01.2006, 21:12 Titel: Priv. od. gesetzl. KV? Von PKV zur GKV?
Hallo,
ich hab eine Frage, die mir bisher niemand zufriedenstellend beantworten konnte. Momentan ist Anakin bei mir gesetzlich familienversichert. Also, alles super. Im Juni werden wir aber heiraten und Ani´s Papa will sich jetzt privat versichern lassen (GmbH- er kann aber auch gesetzlich bleiben, wenn er das möchte, würde dann halt anders gestaltet werden). Wenn er angenommen nun aber privat versichert ist, muss Ani dann in doe private wechseln ? Nehmen die ihn überhaupt ? Kann er nicht auch bei mir bleiben ? Oder muss er selbst in der gesetzlichen versichert werden, zu einem eigenen Beitrag ? Und wie hoch ist dann so in etwa der Beitrag ??? Fragen , über Fragen ! Aber da wir momentan noch die Wahl haben, wollen wir nix falsch machen. Heiraten tun wir aber auf alle Fälle
Kathleen _________________ Mama von A. 05/04, ICP nach Mediainfarkt links, Hemiparese rechts und J. 5/07
Hallo Kathleen,
es ist auf jeden Fall besser, wenn kranke, oder behinderte Menschen in einer gesetzlichen KK versichert sind. Die müssen nach gesetzeslage entscheiden. Alle meine Freunde, die privat versichert sind, bekommen häufig nicht einmal einen Blindenstock, geschweige ein Vorlesegerät und so geht es vielen
Viele Grüße
Birte _________________ Mama (albinismus, sarkoidose, 1966), Papa (Marfan-Syndrom, MS 1964) mit
U. (1990) Lenz-Syndrom 1990 seit 08.09 in einer tollen Wohngruppe
N. (2005) Hirnschädigung, Tetraspastik, blind, Epilepsie (Lennox-Gastaud-Syndrom)
K. (2009) Schütteltrauma mit Netzhaut- u. Hirnblutungen, blind, Epi, Spastik.....
na dann schon mal herzliche Glückwünsche!!!!
Also, als sich mein mann selbstständig gemacht hat, gab es noch diese einkommensgrenze von 3 Tausend und Äppelstücke. Wenn mein Mann darüber liegen würde, müßten die Kinder bei ihm versichert sein. Aber so lange das ( noch) nicht ist, sind sie bei mir gesetzlich versichert. genaueres hat uns damals ein Versicherungsmakler gesagt.
Viel erfolg.
Doreen _________________ Charlotte, 16.08.2000, ehem. Frühchen 31.SSW und Friederike, 15.07.2004. extrem. Frühgeb. in der 24.SSW (720g., 33 cm), nach Hirnmittellinienzyste HC, shuntversorgt , entwicklungsverz., sehbehindert, Minderwuchs, Balkenagenesie Meine Galerie
also bei uns war es so, dass Jan-Paul bei Thomas versichert sein musste. Thomas ist privat versichert und ich gesetzlich. Wir haben zwei Monate vor JPs Geburt geheiratet.
Für uns hat die private Vers. für JP ziemlich viele Nachteile mit sich gebracht, da wir bislang immer große Probleme hatten, Hilfsmittel bezahlt zu bekommen und es auch mit einer Kur schwierig werden wird.
Mit einem behinderten Kind ist man in der gesetzlichen KV sicher besser aufgehoben - das ist jedenfalls mein Eindruck.
Lieben Gruß
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
dein zukünftiges problem mit der KK habe ich seit ca. 1 mon. hinter mir !
also meine kids sind bisher bei mir in der gesetzlichen KK versichert und anfang des jahres hat sich mein mann privat versichert ( in einer privaten KK ), wegen der von dir schon erwähnten jahresentgeldgrenze .
wenn dein mann über diese grenze drüber kommt, wird die gesetzliche dir erzählen, das sie nun die kids rauskickt !
ABER !!! die private will dein handicap-kind nicht !!
ABER !!! jeder hat ein recht auf KK und somit wird die gesetzliche sie behalten
gegen eine AUSGLEICHSZAHLUNG ( ca. 120,-€ )
ein gesundes kind kostet in einer privaten KK, mit basisversorgung so ca. 75,-€
ich hoffe es hat dir etwas geholfen !
ansonsten noch schöne heiratsvorbereitungen
salut alex _________________ alex + michelle (15j.,therapieresistente epilepsie- kortikale dysplasien,vns-implantiert, retardiert bis auf ca. 4-5 j., autistische züge)
am Ende kommt es gar nicht so sehr darauf an, wie weit wir es gebracht haben, sondern darauf, ob wir unseren eigenen Weg gegangen sind !
Also, werd ich nochmal mit ihm reden, das er in der gesetzlichen bleiben soll ! Ist dann zwar vielleicht etwas teurer für ihn aber unterm Strich für uns alle besser, oder ?
Man, man woran man alles denken muss !!!
Dabei wollen wir doch nur endlich nach fast 10 Jahren heiraten )
Vielen Dank an Euch.
Kathleen _________________ Mama von A. 05/04, ICP nach Mediainfarkt links, Hemiparese rechts und J. 5/07
Hallo!
Wir sind gesetzl. versichert, haben aber noch eine private Zusatzversicherung, d.h 2-Bett, Chefarzt im Krankenhaus, Zahnersatz und Heilpraktikerbehandlung usw.
Kostet 62 Euro im Monat!
Viele Grüße Ina _________________ Zwillingsjungs *2004 Y: gesund E: Dravet-Syndrom
hallo,
wir sind alle zusammen in der gesetzlichen geblieben,
zu dem zeitpunkt war noch nciht ersichtlich das unser kleiner krank ist, bzw. wir hatten es "vergessen" gehabt da solange keine anfälle waren
( für uns ging um begonnenen kiwu-behandlung, die die private von vornherein ausgeschlossen hätte)
die gesetztliche ist für meinen mann zwar teurer, aber dafür sind die kinder familienversichert,
ich bin mittlerweile bei meinem mann angestellt und somit raus aus der familienversicherung.
für uns gäbe es keine alternative, zumal bei privaten auch nicht alles so viel toller ist.
so pauschal kann man es nicht unbedingt sagen. Grundsätzlich gilt, dass gemeinsame Kinder immer über den wirtschaftlich stärkeren zu versichern sind. Macht sich also Ihr Mann in einer GmbH selbständig, kann der Gesellschaftervertrag so gestaltet werden, das ein Wahlrecht besteht.
Bezogen auf die Behinderung des Kindes würde ich zuerst einmal eine freiwillige Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen krankenversicherung eingehen. Dann bleibt die Familienversicherung bestehen. Daneben würde ich aber auch Angebote bei diversen Privatenversicheren einholen.
Grundsätzlich wäre das Kind ein eigenständigesRisiko mit eigener Prämie. Sollte aber eine Gesellschaft das Risiko zeichnen, haben Sie auf alle Fälle bessere und mehr Leistungen wie bei einer gesetzlichen Kasse.
Achtung! Frist beachten. Wenn Ihr Mann selbständig wird ist er max. 4 Wochen über seine alte Kasse nachversichert. Danach muß er schleunigst sich bei einer gesetzlichen melden. Sonst ist er draußen!
Hallo,
da wir Beamte sind und ein Teil der Krankheitskosten von der Beihilfe getragen wird, sind wir für den Rest privat versichert (der öffentl. Arbeitgeber übernimmt ja nicht den Arbeitgeberanteil in der KV).
Meine Erfahrung ist, das man als Behinderter in der privaten KV keineswegs "bessere und mehr Leistungen" als in der gesetzlichen hat. Das hat damit zu tun, dass die Rechte Behinderter z.B. im SGB IX geregelt sind, das als Rehaträger zwar die gesetzl. KV, nicht aber die privaten KV oder Beihilfestellen benennt.
Das hat zur Folge, dass die gesamten Regelungen zur Absicherung Behinderter (z.B. Übernahme der Kosten für Hilfsmittel oder begleitende Personen) nicht für die privaten KV gelten. Die ziehen sich dann auf ihre jeweiligen (nicht sehr weit gehenden) Versicherungsbedingungen zurück.
Was uns als Beamte bisher "gerettet" hat ist unsere großzügige Beihilfestelle (hat auch nicht jeder) und ein Zusatztarif BE, der besagt, dass die private KV zahlen muss, wenn die Beihilfe zahlt. BE kann ich jedem Beamten nur dringend empfehlen, sofern er die Möglichkeit hat.
Ein wirklicher Vorteil, den ich im Moment immer stärker wahrnehme, ist als Privatpatient zeitnahe Termine und Medikamente bzw. Therapieverordnungen ohne Einschränkung und Stöhnen der Ärzte zu bekommen. _________________ Andrea mit Felix (4/01, ICP, entw.verz., Epi, sehgeschädigt), Anna 4/01,
Nick 4/99, NRW
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