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Blindes Kind- Frage zwecks krabbeln und sprechen
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schanina
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BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 14:00    Titel: Blindes Kind- Frage zwecks krabbeln und sprechen Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

Unsere Tochter Kimberly ist nun unkorrigiert 2 Jahre und 4 Monate alt (korrigiert genau 2 J.)! Sie kann nun seit Dezember krabbeln, tut es aber nach wie vor nur wenn sie zu Personen ( in dem Fall Mama, Papa, Oma etc. möchte)! Sprechen kann sie bis auf wenige Laute nur wenige Wörter, und diese brabbelt sie dann meist noch mit Doppelsilben, also quasi Mamama, Papapa,.. Nun zur eigentlichen Frage: wann fangen blinde Kinder an zu krabbeln um ihre Umwelt zu erforschen und ist es normal dass das sprechen verzögert kommt oder ist dies bei ihr nicht auf das Nicht Sehen sondern auf die geistige Entwicklung zurückzuführen?

Ganz liebe Grüsse, Nina

_________________
Nina mit Leandro (04/07`) gesund, und den Zwillingen (geb.24.SSW), Leon (08/09`) starke Essstörung & Kimberly (08/09`) Hydrocephalus, Shunt-versorgt, blind, ICP, Essstörung (Sonde), starke Entwicklungsverzögerung, hypoton,- trotzdem der totale Sonnenschein! <3
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wenn ich mir Deine Signatur anschaue, sehe ich da noch ganz andere Ursachen, die verzögerte Entwicklung sowohl motorisch als auch sprachlich machen können. Die Blindheit alleine wird dafür eher nicht verantwortlich sein, würde ich sagen.

LG
Nellie

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Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
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schanina
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BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nellie,

Ja man kann wohl noch nicht wirklich sagen ob ihre Sepsis mehr Spuren hinterlassen hat als in der Motorik! Obwohl sie da für ihre Verhältnisse sehr gute Fortschritte erzielt hat bzw. erzielt! Sie hat das lautieren völlig altersgemäß begonnen, kann auch jede Silbe! Nur spricht sie diese in ihrer eigenen Sprache, und dass ist das, was mir etwas Sorgen macht! Sie redet zwar wie ein Wasserfall, nur man versteht eben nichts! Das Sprachverständnis ist eigentlich recht gut!

Lg, Nina

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Nina mit Leandro (04/07`) gesund, und den Zwillingen (geb.24.SSW), Leon (08/09`) starke Essstörung & Kimberly (08/09`) Hydrocephalus, Shunt-versorgt, blind, ICP, Essstörung (Sonde), starke Entwicklungsverzögerung, hypoton,- trotzdem der totale Sonnenschein! <3
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Einsiedler-Doris
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BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nina!

Meine Kleine ist ja auch blind und hinkt in der Entwicklung auch weit hinterher. Unsere Blinden-Frühförderin hat jetzt vor, einen speziellen Entwicklungstest zu machen, der speziell für blinde Kinder entwickelt wurde und auf die Problematiken von blinden Kinderen abgestimmt wurde.

Vanessa´s Sprachverständnis ist auch SEHR gut, aber mit reden hat sie nicht viel am Hut (5 Wörter). Es ist aber generell wohl sehr schwierig, pauschale Aussagen zur Entwicklung von blinden Kindern zu machen, da die meisten ja doch mehrere Baustellen haben und man somit ja leider oft nicht beurteilen kann, woher die Entwicklungsverzögerungen kommen.

LG
Doris

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Doris *77, F *86 mit J *11/01 HKS m. Störung d. Sozialverhaltens, depr. Störung, + 12 Dpt.. - V *05/10, Ileorektalanastomose Z. n. NEC d. Clostridien, sek. Hämosiderose, Leberfibrose, Optikushypoplasie (ges. blind 0.01), globale Entwicklungsretard., Muskelhypotonie, Z. n. KISS-Syndrom, spast. Hemiparese re., V. a. ton. Anfälle, Diab. Insipidus
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Sinale
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BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nina,

wenn dein Kind keine körperlichen Probleme mit dem Krabbeln hat, kannst du es evtl. mit dem Erzeugen von jeweils verschiedenen Geräuschen aus unterschiedlichen Richtungen locken, z. B. die leise CD mit dem Lieblingslied des Kindes, die natürlich lauter wird, je näher das Kind dem Abspielgerät kommt, das Knistern von Papier o. Ä, usw. Es geht darum, das Kind neugierig zu machen. Es können langsam verschiedene Materialien angeboten werden, die einen festen, erreichbaren Platz für das Kind, bekommen. sodaß das Kind langsam lernt, z. B. das Lieblingsspielzeug selbständig zu finden.

Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwieweit das Kind, Dinge aufgrund einer evtl. Schädigung noch nicht kann. Mir ist bekannt, daß viele, auch blinde Kinder das Sprechen erst spät erlernen.

_________________
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
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schanina
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BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

danke, für deine Info! Diese Entwicklungstest`s von denen du redest, macht unsere Blindenförderung erst ab dem 5.ten Lebensjahr. Eben auch aus den genannten Gründen wie schon von dir beschrieben. Das viele blinde Kinder in der Entwicklung zurück und völlig individuell sind.Und ja, sicher ist das "nicht Sehen" nicht nur unsere einzigste Baustelle! Kimberly hatte als kleines Baby eine schwere E-Coli Sepsis (wahrscheinlich mit Hirnhautentzündung) und dadurch ist dann der HC entstanden! Ist deine Kleine denn reif geboren wenn ich fragen darf?

LG Nina

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Einsiedler-Doris
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BeitragVerfasst am: 16.01.2012, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nina,

Vanessa war SSW 41+3 und hatte 4260 gr., ihr wurde vermutlich eine zu spät bzw mangelhaft durchgeführte BZ Kontrolle zum Verhängnis. Darauf setzte sich noch eine Keiminfektion mit schwerer Sepsis. Aber wie genau die Zusammenhänge bei der Kleinen sind, ist noch nicht ganz durchsichtig, es sind momentan mehrere Gutachter daran am arbeiten - ich hoffe wir wissen irgendwann mal mehr.

LG Doris

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Doris *77, F *86 mit J *11/01 HKS m. Störung d. Sozialverhaltens, depr. Störung, + 12 Dpt.. - V *05/10, Ileorektalanastomose Z. n. NEC d. Clostridien, sek. Hämosiderose, Leberfibrose, Optikushypoplasie (ges. blind 0.01), globale Entwicklungsretard., Muskelhypotonie, Z. n. KISS-Syndrom, spast. Hemiparese re., V. a. ton. Anfälle, Diab. Insipidus
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Lumoressie
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BeitragVerfasst am: 16.01.2012, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Mein kleiner Pflegesohn ist auch blind und geistig behindert. Er krabbelt, seit er knapp zwei Jahre alt ist. Er krabbelt gerne mit einem Kochlöffel oder einer Suppenkelle in der Hand. So merkt er eher, wenn er wo anstößt...
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Kinneret
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BeitragVerfasst am: 27.01.2012, 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
unsere Tochter ist geburtsblind und inzwischen 8 Jahre alt. Wir haben bis vor einem Jahr darauf gewartet, dass sie selbstständig geht. Bis dahin brauchte sie immer Gegenstände oder eine Hand zum Festhalten. Mit einem Mal hat sie sich innerhalb von wenigen Tagen entschieden, von nun an unabhängig zu werden und ohne Hilfe zu laufen. Wir selbst hatten damit schon nicht mehr gerechnet. Sie bekommt Logopädie nach Zollinger, weil sie Sprache lange Zeit nicht richtig zur Kommunikation benutzte. Sie sprach zwar immer sehr deutlich, wiederholte aber einfach das, was sie bei anderen hörte. Und sie drückte auch ihre Bedürfnisse oft mit Fragestellungen aus, die sie von uns hörte. z.B. Willst du trinken? Aber seit der Therapie hat sie viele Fortschritte gemacht.
Unsere Frühfördertherapeutin hat mit unserer Kleinen einen Entwicklungstest schon mit ca. 2 Jahren angefangen, der dann immer wieder aktualisiert wurde. Das ist der von Michael Brambring erarbeitete.
LG Christine

_________________
Eltern Andree und Christine, 3 Söhne, alle gesund, Tochter Annemarie (*Nov.2003) CMV-Infektion, blind, entwicklungsverzögert, Epilepsie, Minderwuchs, Hypophyseninsuffizienz
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Einsiedler-Doris
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BeitragVerfasst am: 28.01.2012, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Also den Test von Michael Brambring haben wir jetzt auch und der ist ja auf die verschiedenen Altersgruppen angepasst.

Die Problematik bei unserer Kleinen ist hauptsächlich, daß sie NICHTS greift und starkes taktiles Abweherverhalten zeigt - somit fällt hochziehen, festhalten etc aus. Und zur Fortbewegung lässt sie sich auch nicht wirklich motivieren, sie findet es zwar klasse, wenn man diverse Geräusche macht, aber hat es noch nicht entdeckt, daß es durchaus spannend sein kann, wenn man sich dahin bewegt.

LG
Doris

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