Verfasst am: 12.01.2012, 18:39 Titel: Was tun, wenn 5Jährige ständig Aufmerksamkeit braucht?
Hallo an alle,
Nele ist ja nun mittlerweile 5. Mir fällt derzeit auf, dass ich mich nicht mit anderen unterhalten kann. Z.Bsp. kürzlich im KKH bei der Visite, ich konnte nicht mit den Ärzten sprechen ohne das Nele immer dazwischen spricht und meine Aufmerksamkeit kriegen will. Oder heut waren wir beide im Reisebüro um Urlaub zu buchen. Ich hatte ihr extra ein Buch mitgenommen zum Ansehen, konnte aber nicht in Ruhe mit der Dame sprechen. Und viele andere Beispiele.
Sie kann scheinbar nicht leiden, mich nicht komplett für sich zu haben.
Ist das einfach noch altersbedingt? Ist das mit 5 noch so? Sie wird dann auch echt laut, wenn ich mich nicht sofort auf sie konzentriere und fängt an Quatsch zu machen.
L.G. Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
ich würde sie in ruhiger Minute darauf ansprechen, ihr erklären, dass du nicht unterbrochen werden möchtest und vielleicht ein Zeichen vereinbaren, dass sie daran erinnert, am besten eines dass sie selbst aussucht. Und abmachen, dass du danach Zeit für sie hast und dich auch daran halten.
Gruß, Marie _________________ Marie (77), Heilpädagogin
Kind 1 (00), Migräne, V.a. ADHS
Kind 2 (05)
Kind 3 (07) ?
Das versuch ich schon. Z.Bsp. heute vorm Reisebüro, habe ich ihr das auch alles erklärt, leider nützt es nicht so viel. Mit dem Zeichen vereinbaren werde ich testen. Das hört sich interessant an.
Wenn sie z. Bsp. beim Einkaufen lieb war lobe ich sie auch ganz doll und sag ihr, dass ich ganz stolz auf sie bin und es Spass gemacht hat. Dann freut sie sich auch immer, aber es hält einfach nicht vor.
Ist dieses Verhalten altersentsprechend?
Ich meine sie hat ja ihre Vorgeschichte. Ich weiss nur nicht ob man alles darauf schieben sollte.
L.G. Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
Meine kann das auch gut!
Sie wird nächste Woche 6!
Wenn ich etwas wichtiges vor habe nehme ich sie nicht mit - dann bleibt sie bei Oma! Geht es nicht und sie muss mit erkläre ich im Vorfeld und sage ihr im Auto noch einmal bescheid.
Klappt es nicht und ich muss ständig unterbrechen kann es vorkommen, dass ich dann sauer werde und ein wenig lauter und streng etwas sage. Kurz und knapp - das hilft meist! Weil sie mich so selten erlebt!
Ich kann nicht immer den Weichspülgang laufen lassen, sie muss verstehen, dass ich IMMER Zeit für sie habe aber manchmal eben für 1 h eben NICHT!
_________________ Liliana - Renée, 01/06, Leberzirrhose durch PFIC III - Syndrom, Muskelhypotonie und taktile und vestibuläre Wahrnehmungsstörungen
Hi,
Unsere 7jährige ist genauso, vorallem beim
Telefonieren !
Das ist eigentlich nur möglich wenn mein Mann
Sich dann um sie kümmert. Wenn ich mich sonst
Nicht auf sie konzentriere, macht sie extremen
Blödsinn !!!
Alle Erklärungen dazu fruchten leider überhaupt
Nicht, bzw. bis zur nächsten Situation ist es längst
vergessen _________________ LG Ramona mit Lilli
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Nach einer schwierigen SS kam unser Klitzekleines Mäuschen ( 41.SSW 2270g, ) nach dramatischer Geburt am 16.12. 2004 auf unsere Erde.
April 2009 Triple-X-Syndrom
01/2011 PS 1 + erhöhte Betreuungsleistungen
11/2011 PS 2 + erhöhte Betreuungsleistungen
wie schön, dass wir damit nicht allein sind? Sind denn eure gesunden Kinder auch so in dem Alter oder gibt es einen Unterschied?
Ich kann das so schlecht beurteilen, Nele ist ja unser erstes Kind.
L.G. Beate _________________ Nele 17.12.06; FG 28/0 SSW, schwere Asphyxie unter d. Geburt, Atemnotsyndrom, Hirnblutung 3° bds., HC mit VP-Shunt 4/07, Revision 12/11
Sind denn eure gesunden Kinder auch so in dem Alter oder gibt es einen Unterschied?
Ja, mein gerade sechsjähriger Babysitterjunge braucht auch extrem viel Aufmerksamkeit von meiner Seite. Wenn ich mich mal gerade nicht um ihn kümmern kann, weil ich das Essen vorbereite oder mit seinem kleinen Bruder auf dem Töpfchen zugange bin, kommt er direkt an und zuppelt mir am Ärmel. Immer hat er etwas, das er mir unbedingt in genau diesem Moment zeigen muss. Auch Telefonate sind im Grunde fast nicht möglich, weil einer von beiden es generell für eine gute Idee hält, mich dabei nach jedem zweiten Wort zu unterbrechen.
Das scheint also wirklich altersentsprechend zu sein. Gerade in dem Alter fangen Kinder ja oft an, das Erlebte auch zu reflektieren und zu verarbeiten, und darüber möchten sie sich gerne austauschen. Nur sollte man ihnen auch sagen, dass dieses Austauschen eben nicht 24/7 möglich ist. Auch wenn es ihnen schwerfällt, das zu verstehen
ich habe auch einen fast Siebenjährigen zu Hause. Hm, also eigentlich sind Erstklässler schon in der Lage, mal zu schweigen, wenn andere reden. Wenn Grundschulkinder permanent dazwischenquatschen und zu allem ihren Senf dazu geben, finde ich das oft schon ziemlich vorlaut und ungezogen.
Mein Sohn macht das auch manchmal, aber ich achte sehr darauf, dass es nicht dauernd passiert. ich denke, bei normal entwickelten Kindern in dem Alter sollte es auch funktionieren, wenn man ihnen zu verstehen gibt, dass sie jetzt mal nicht dran sind und warten müssen, bis sie gefragt werden.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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mein Großer ist vier und das Problem haben wir auch schon immer mal, denen schießt halt gerade was in den Kopf und das müssen sie jetzt sofort und auf der Stelle loswerden. Die können das ja noch nicht so gut filtern.
Meine Nachbarn haben eine sechsjährige Tochter, die hochbegabt und blitzgescheit ist und das auch allen immer und überall aufs Butterbrot schmieren muss. Da wird im Zoo schon mal ein gestandener Herr zurechtgewiesen, weil er seinem Enkel die Evolutionstheorie grad falsch erklärt hat...
ich habe auch einen fast Siebenjährigen zu Hause. Hm, also eigentlich sind Erstklässler schon in der Lage, mal zu schweigen, wenn andere reden.
Ich habe auf der Arbeit - ich arbeite mit Grundschulkindern an einem außerschulischen Lernort - die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder das erst im Laufe des ersten Schuljahres lernen. Eine erste Klasse, die Ende des Schuljahres zu uns kommt, ist viel ruhiger als eine zu Beginn des Schuljahres. Im Kindergarten wird eben oft noch nicht so sehr darauf geachtet, dass die Kinder nur sprechen, wenn sie auch wirklich dran sind.
Ich hab auf der Arbeit aber auch schon genug Dritt- oder Viertklässler kennenlernen dürfen, die es noch immer nicht schaffen, mal drei Minuten zu abwarten, und das ist schon ungezogen, da hast du recht.
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