Verfasst am: 10.01.2012, 13:00 Titel: Was kann ich tun, um die enge Bindung zu lockern/lösen?
Hallo,
mein Kind ist global entwicklungsverzögert, kann nicht gehen und wenig sprechen.
Durch die intensive Pflege der letzten Jahre haben wir ein sehr enges Verhältnis, welches mir aber schon lange zu eng ist.
Unser Alltag wird - wie bei vielen von Euch - bestimmt von Therapien, Pflege, Ernährung, Arztbesuchen... es bleibt kaum Raum für anderes.
Schon seit Jahren lasse ich das Kind immer wieder von Papa, Oma und Opa betreuen, um mal alleine zum Arzt oder einkaufen gehen zu können.
Alles ist immer wunderbar, bis wir wieder alleine sind. Dann geht das große Klammern und Weinen los, meist zieht sich das durch die ganze kommende Nacht.
Seit ein paar Monaten haben wir einen Kindergartenplatz, wegen Krankheit waren wir jedoch selten dort, d.h. ich bin noch immer dabei, von Weggehen kann ich nur träumen.
Erschwerend kommt hinzu, dass nur ich ihn ins Bett bringen, pflegen und wickeln darf. Wir versuchen es immer wieder, und dennoch kommen wir keinen Schritt vorwärts.
Was mache ich falsch?
wie alt ist Dein Sohn ? ich denke Schritt für Schritt schafft man das...
lg
rosa _________________ Rosa(1966)mit Anne(11.2000) Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG
und Laura(6. 2003) gesund
wir kennen uns ja schon länger und ich kann dir gut nachfühlen!!
Wenn Kinder oft und viel krank sind ist die Bindung zur Mami doch intensiver!
Ich merk das bei unsere Maus auch,sie war als Baby schwer krank und man ist doch viel schneller gelaufen als Mama und dies haben die so schon schnell gelernt wenn ich weine kommt Mama!
Wir haben gerade auch das Problem das sie nur bei mir einschläft sie weint so lange bis ich komme!!Wenn Papa kommt--wird er weg gestossen und Mama gerufen...Tja...
Selina geht seit 2 1/2 Jahren in einen Förderkiga ohne Probleme und geht 1mal die Woche zur Verhinderungspflege alles ohne Probleme.....überall wo Kinder sind fühlt sie sich wohl und vergißt die Mama....
Ich drück dich mal virtuell hab Geduld es klappt.......
Ganz liebe Grüsse
Togram _________________ Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,extreme entwicklungsverzögert, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler.
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!
meine Anne ist 11 , am Anfang habe ich vieles übernommen......
klar , wenn die Kinder krank sind rennt man...
aber heute kann ich, das ins Bett gehen/bringen , meinem Mann überlassen
( vorher mach ich sie Bettfertig)
lg
rosa _________________ Rosa(1966)mit Anne(11.2000) Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG
und Laura(6. 2003) gesund
danke für Deine lieben Worte.
Das mit der Geduld ist eben so eine Sache. Die hatte ich jetzt all die Jahre, und mir geht scheints die Puste aus.
Wäre ich nicht gerannt wenn er weinte, wäre niemand zu ihm, wenn was war.
Aber es war auch nicht so, dass ich immer sofort gesprungen bin, da er ja kein Einzelkind ist. Und trotzdem...
Vermutlich ist es einfach die vieeeele Zeit und Zuwendung, die er gezwungenermaßen bekommt. Davon kann aber leider auch nichts gestrichen werden, da wir ohnehin gerade so mit dem Wichtigsten rum kommen, da alles sehr zeitintensiv ist.
ich kenn das gut...wir haben jetzt gerade 2 Wochen Weihnachtsferien hinter uns...
die viiiieeele Zeit mit Therapien(Pandovan/Mundtüte)die ich als Mutter mit ihr mache das merkt sie schon....
Wir haben gerade das Problem wenn Papa nein sagt und sie ihn doch weiter ärgert(kann sie gut/lacht dabei)und er etwas ernster wird,wird gleich nach der Mama gerufen und die Mundwinkel gehen nach unten und man fängt an zu weinen--und Mama nicht zustimmt was sie macht--ist das Gebrüll da.....
Wielange geht er den jetzt in den Kiga?Bleibt er dort alleine?
Das mit dem Kiga--wenn das klappen würde das wäre für dich schon einbißchen eine Erleichterung/Entspannung!!
Drück dir die Daumen das es klappt--wenigstens mal ein vormittag..
LG Togram _________________ Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,extreme entwicklungsverzögert, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler.
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!
@Rosa: Wenn ich Dich richtig verstanden habe, war Dein Kind auch sehr lange auf Dich fixiert?
@Togram: Das mit dem Kindergarten klappt noch nicht wirklich. Ich bin noch immer dabei, versuche mich immer wieder etwas zurück zu ziehen, ihn mehr den Erzieherinnen zu überlassen. Er ist eben einfach hilflos. Wenn er nicht gerade auf dem Fußboden sitzt, was dort sehr selten vorkommt, kann er auch nicht weg. Dann sitzt er dort wo er sitzt, bis jemand auf ihn aufmerksam wird.
Das ist nicht weiter tragisch, denn er beobachtet sehr gerne, aber er ist leider auch sehr ängstlich. Auch anderen Kindern gegenüber.
Im Garten sitzt er dann eben auch alleine im Buggy und kann nur zuschauen, was die anderen machen.
Im Garten sitzt er dann eben auch alleine im Buggy und kann nur zuschauen, was die anderen machen.
wäre dann ein Rollstuhl nicht sinnvoll?
Dann kann er sich selbst fortbewegen. _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
wir sind gerade dabei herauszufinden, ob ein Gehtrainer oder ein Rolli besser geeignet ist.Der Beratungstermin ist in Kürze, und ich hoffe, dass dieser Schritt meinem Kind zu mehr Selbstvertrauen und Eigenständigkeit verhilft.
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