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Rolli mit Trommelbremse?
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togram
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 11:10    Titel: Rolli mit Trommelbremse? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Unsere Maus (5 Jahre)soll jetzt ihren ersten Aktiv-Rolli bekommen.
Sie soll den Supra von Hoggi bekommen.
Jetzt ist die Frage ob eine Trommelbremse befestigt werden soll?
Es ist halt auch eine Gewichtsfrage denn so eine Trommelbremse wiegt ca.1 1/2--aber aus Sicherheitsgründen wäre es nicht schlecht!!
Zum Gewicht selber Selina wiegt jetzt knappe 16 Kg und ist 102cm gross.
Wielange habt ihr Euren ersten Aktiv-Rolli gehabt--unser Reha Techniker meint in dem Alter bräuchten wir in 2 Jahren einen neuen Rolli!??

Liebe Grüsse

Togram

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Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,extreme entwicklungsverzögert, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler.
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!
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kerstinm
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Togram,

unsere Tochter war noch kleiner und zarter als sie ihren 1. Rolli mit Trommelbremse bekommen hat. Gewichtsmäßig macht das schon etwas aus, jedoch mehr beim Heben des Rollis als beim Fahren.
Eine Trommelbremse ist dann sinnvoll, wenn in der näheren Umgebung mittlere bis starke Gefällestrecken zu bewältigen sind und/ oder wenn man eine Bremse möchte, die kinderunabhängig ist. Das heißt, wenn der Schieber am Berg bremst oder wenn man eine Bremse möchte, die das Kind nicht alleine lösen kann. Das macht dann Sinn, wenn du davon ausgehen musst, das Selina auch am Berg die Bremse alleine lösen wird und dann relativ schnell alleine unterwegs ist.
Wie groß ist das Gefahrenbewußtsein bei Selina?
Wie gefährlich ist die nähere Umgebung?
Wird sie den Rolli vorwiegend alleine aktiv fahren oder wird sie eher geschoben werden?
Unser 1. Rolli war 4 Jahre im Einsatz und wurde dann wieder durch einen Rehawagen ersetzt. Aber jedes Kind wächst natürlich unterschiedlich schnell.

Viel Erfolg

Kerstin
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togram
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kerstin,

der Rolli wurde im Förderkiga mit der KG getestet.Und Selina untersucht alle Hebel und kann sie auch bewegen deshalb tendiert unsere KG mehr zu den Trommelbremsen aus Sichersheitsgründen.Unser Reha Techniker meint halt es wäre alles Gewicht und so ein Aktiv-Rolli sollte so wenig möglich Gewicht haben!
Haben uns mal erkundigt was es kosten würde wenn wir es nachträglich umrüsten da wären wir bei fast 800 Euro--das geht nicht!!!
Also bin ich gerade auf Eure Hilfe angewiesen--welche Erfahrung ihr mit Eurem ersten Aktiv-Rolli gemacht habt und ob es sinnvoll ist eine unabhängige Bremse am Griff zu haben!

Selina wird jetzt am Anfang doch eher noch geschoben aber sie will auch schon alleine fahren---aber die Koordination/Richtung stimmt noch nicht!
Wie alt war deine Kleine, Kerstin als ihr Euren ersten Rolli bekommen habt?
Jetzt habt Ihr wieder einen Rehawagen--trat eine Verschlechterung ein....?

Ganz liebe Grüsse

Togram

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ju+ju
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Togram,

unser Zwerg hat seit Sommer seinen ersten Aktiv-Rolli. Er ist nur unwesentlich kleiner und leichter als deine Tochter.
Wir haben auf Trommelbremsen verzichtet, obwohl wir hier in der Stadt ordentliche Gefällestrecken haben. Noch kann ich Rolli und Kind gut halten. Wenn beide größer und schwerer werden, werden wir sicherlich irgendwann Trommelbremsen brauchen, aber im Moment geht es gut ohne.

Julian kann zwar nicht selber fahren, hat aber sehr schnell gelernt die Bremsen zu öffnen und bewegt sich dann durch sein Oberkörperschaukeln zumindest ein bisschen vorwärts. Da der Rolli auch bei minimalem Gefälle sehr leicht rollt, kann ich ihn nicht ohne eine Hand am Schiebegriff stehen lassen, aber das empfinde ich nicht als Einschränkung. Julian kann sowieso nie ohne Aufsicht sein.

Ich kann dir also aus unserer Erfahrung heraus raten, beim ersten Rolli auf Trommelbremsen zu verzichten - zumal deine Tochter selber fahren lernen soll, da sind 3 kg mehr an Gewicht eine Menge!

LG Jule

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J. *1/08 nach 30 SSW, schwere Alloimmunthrombozytopenie --> ausgedehnte Gehirnblutungen (pränatal)
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich würde Trommelbremsen nur dann nehmen, wenn wie schon geschrieben wurde, Gefahr besteht, dass das Kind unkontrolliert irgendwo hinfährt oder eben die Nutzung von Bremsen nicht selbständig sinnvoll einsetzen kann (z.B. bei geistiger Behinderung). Oder die Behinderung ist so, dass selbständiges Fahren gar nicht möglich ist. Ansonsten reichen Kniehebelbremsen völlig aus. Diese fördern den selbständigen Umgang und die Gefahr vom "mal eben abstellen" - sprich Kind blockieren - fällt weg.

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kerstinm
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Togram,

unsere Tochter war knapp 4 Jahre alt, als sie ihren Rolli bekam. Neben ihrer geistigen Behinderung ist sie auch vollblind. Sie hat also im Rolli gar kein Gefahrenbewußtsein gehabt. Selbständig gefahren ist unsere Tochter kaum; sie konnte jedoch schnell die Kniebremse lösen oder ziehen - nur eben immer zum falschen Zeitpunkt. Ich hätte nicht garantieren können, dass immer ein Erwachsener die Hand an der Schiebestange hat und musste das Kind auch mal kurz "parken" können.
Wie schon oben beschrieben- es kommt auf die "Gefahrenanalyse" an: Daher auch meine Bitte an die aktiven erwachsenen Rolstuhlfahrer: Die Situation einer geistig fitten Rollstuhlfahrerin im Grundschulalter ist schon nicht mehr mit der Situation eines kleinen Unruhegeistes im Kindergartenalter zu vergleichen. Dies bitte auch berücksichtigen.

In unserem Falle war die Rückkehr zum Rehawagen in der Grundschule eher die Folge einer "Verbesserung". Unsere Tochter hat mit 6 Jahren so langsam das geführte Laufen gelernt und läuft zunehmend mehr und längere Strecken. Dies und so mancher Schultag ist für sie jedoch so anstrengend, dass wir einen Rehawagen für längere Strecken oder ein Nickerchen brauchen. Mit einem Pflegerollstuhl wäre sie echt überversorgt. Im großen Jogger kann man noch mal schön relaxen oder ein kurzes Schläfchen machen. Der Rolli stand nur noch ungenutzt in der Gegend herum und wurde nach vier Jahren ohnehin zu klein.

Habt ihr noch einen Rehawagen? Für die Anfangszeit und bei den Kleinen braucht man sicher noch beide Variationen, da sehr kleine und leichte Rollis nur eingeschränkt in Feld, Wald und Wiese bzw. bei schlechtem Wetter einsetzbar sind.

Viel Spaß mit dem Rolli

Kerstin
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jule,
Zitat:
Julian kann zwar nicht selber fahren, hat aber sehr schnell gelernt die Bremsen zu öffnen und bewegt sich dann durch sein Oberkörperschaukeln zumindest ein bisschen vorwärts

es besteht auch die Möglicheit die Kniehebelbremsen hinten am Rad anzubringen.
Dann hat man nicht das Gewicht der Trommelbremsen, aber das Kind kommt nicht dran.

Hallo Kerstin,

Zitat:
Die Situation einer geistig fitten Rollstuhlfahrerin im Grundschulalter ist schon nicht mehr mit der Situation eines kleinen Unruhegeistes im Kindergartenalter zu vergleichen. Dies bitte auch berücksichtigen.

Daher sollte man das Gefahrenrisiko immer individuell abwiegen und nicht am Alter oder anderen allgemeinen Kriterien festmachen.

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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

Jacqueline, danke für den Hinweis!
Wir wollten Julian bewusst nicht vorenthalten, zumindest einen kleinen Aktiv-Anteil an seinem neuen fahrbaren Untersatz nutzen zu können. Solche Bremsen sind ja auch eine Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung zu erkennen.

Kerstin, es steht und fällt natürlich mit der Beaufsichtigung, keine Frage. Wäre die bei uns nicht lückenlos gegeben, könnte Julian (der ein Unruhegeist vor dem Augen des Herrn ist...) nicht in einem Aktiv-Rolli sitzen. Die Trommelbremsen würden daran übrigens nichts ändern, denn er hat es auch geschafft, mit dem "gebremsten" Reha-Buggy vorwärts zu hüpfen... Aber sein Gezappel ist sicher eher die Ausnahme.

Togram, ich hoffe, wir verwirren dich nun nicht gänzlich...

LG Jule

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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jule,

sprich mal mit eurem Sanitätshaus.
Die Umrüstung der Bremsen nach hinten müsste auch nachträglich möglich sein.
Habe leider kein Foto gefunden, aber ich weiß, dass es geht.

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BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jacqueline,
Julian wäre schwer beleidigt, wenn ich ihn seine heißgeliebten Bremsen nehmen würde Wink . Er hat immer während der Fahrt seine Hände auf den Bremsen liegen, vermutlich, weil die so schön vibrieren.
Für mich ist es wie gesagt kein Problem, immer eine Hand am Schiebebügel zu haben, das klappt im Alltag gut. Wenn man mit mehreren Kindern unterwegs ist, sieht das sicher anders aus, aber mit nur einem geht's gut.
LG Jule

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