Verfasst am: 09.01.2012, 02:41 Titel: Betreuung nach Wirbelsäulen OP
Hallo liebe Forumsteilnehmer
meine Tochter wird an der Wirbelsäule operiert (in den Vorstellungen habe ich mehr dazu geschrieben) und die postopertative Betreuung wurde mir bisher als "bei Kindern recht unproblematisch" beschrieben.
Da es aber leider keine Erfahrungsberichte von Kindern in ihrem Alter gibt bin ich auf Berichte von Erwachsenen angewiesen die mich immer mehr verunsichern.
Der Heilungsprozess bis zur 100% igen Wiederherstellung wird ca. 1 Jahr dauern. Wie lange sie jemand erst zu Hause betreut, danach in die Schule begeleitet (wegen des Treppensteigens, Tornister tragen, Toilettengang etc....) ist nicht klar. Ich weiß es einfach noch nicht.
Ich bin allein erziehen mit einem Vater der Kinder der sich komplett raus hält und gehe 30 Std/Woche arbeiten. Wenn ich die Betreuung (selbst unbezahlt) alleine wuppen muss bin ich definitiv meinen Job los, und weiß auch nicht wovon ich leben soll. Die 20 Tage Kinderkrank sind ja schon fast mit dem KH Aufenthalt erledigt. Auch wenn meine Eltern gerne helfen werden, können auch sie (wohnen 90 km entfernt) nicht alles leisten.
Gibt es irgendwelche Möglichkeiten? An wen kann ich mich wenden? Wo kann ich Hilfe bekommen?
Da ich von der ganzen Situation immer noch überrollt bin, habe ich diese Problematik immer ganz nach hinten geschoben, aber mir wird immer klarer, dass ich es alleine nicht schaffe
Vielen Dank für jeden Tipp!!!
Andrea
Mit 2 Mädels *2002 und *2004 Dysplastische Spondylolisthese Grad IV. Auffällige Hyperlordose der LWS mit Schanzenphänomen. Beweglichkeit der LWS in sämtliche Bewegungsrichtungen komplett aufgehoben, Lendenstrecksteife
so wie es aussieht kommt noch einiges auf Dich zu. Hat Deine Tochter eine Pflegestufe? Dann könntest Du die Verhinderungspflege und Betreuungsleistungen dafür nutzen. Ich würde mich mal bei der Lebenshilfe oder anderen sozialen Einrichtungen beraten lassen. _________________ Liebe Grüße,
Mellie
Hallo Andrea,
sofern Du mit stationär aufgenommen wirst, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, bezahlt frei zu bekommen, ohne dass es auf die 20 Kinderkrankentage/Jahr angerechnet wird. Schau mal mal hier:
mache dir mal nicht zuviele Sorgen. Meine Wirbelsäule wurde vor 35 Jahren versteift. Damals war es noch üblich, daß man dann für ein Jahr einen Gips vom Po bis über den Hinterkopf hatte - und selbst damit gingen die Kinder und Jugendlichen, die wirklich 'nur' Probleme mit der Wirbelsäule hatten, bereits gut zwei Wochen nach der OP alleine auf das Klo und zogen sich alleine an.
Wegen des Ranzens: Sprich doch mit der Schule, daß sie die erste Zeit ihr Schulzeug im Sekretariat lagern kann und nur das, was sie für die Hausaufgaben braucht, mit nach hause nehmen muß.
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