Verfasst am: 06.01.2012, 18:41 Titel: Rollstuhl - worauf sollte man achten?!
Hallo zusammen,
mein Sohn Jannik (Verdacht auf Segawa-Syndrom) hat derzeit noch einen Leihrolli. Da sich abzeichnet dass Jannik noch über einen längeren Zeitraum auf einen Rolli angewiesen sein wird, haben wir nun in unserem SPZ in einer speziellen Sprechstund(Hilfsmittelverordnungssprechstunde) für Anfang Februar einen Termin. Hier soll Maß genommen werden bzgl. eines eigenen Rollis. Neben dem Physiotherapeut ist dann auch ein Mitarbeiter eines Sanitätshauses (Firma RAHM, sehr bekannt im Köln-Bonner Raum und bis dato sind wir sehr zufrieden was die anderen Hilfsmittel betrifft) anwesend sein.
Jannik it zudem noch Asthmatiker. Sport ist extrem wichtig. Bis vor 1/2 Jahr war er aktiver Leichtatlet. Seit der akuten Verschlechterung (Fehlstellung der oberen und unteren Extremitäüten) kann erso ut wie keinen Sport mehr ausüben.
Gestern kam in der Lungenfunktionsprüfung heraus, dass sich seine Werte um 20% verschlechtert haben.
Ich führe das auf den Bewegungsmangel zurück.
Ich möchte, dass Jannik nach Erhalt seines eigenen Rollis mit Rollisport beginnen kann.
Habt ihr für mich Tipps, auf was ich achten soll bei dem PRojekt "eigener Rolli"?
Habe schon gelesen, dass ein aktivrolli besser ist als ein Leichtgewichtrolli. Ansonsten habe ich noch null Ahnung, auf was man alles achten sollte ...
Bin für jeden tipp dankbar,
Katrin _________________ Jannik (2003), Asthma bronchiale, V.a. Segawa-Syndrom (Dystonie);
Merle (2006), ehem. Zwillingsfrühchen mit Atemnotsyndrom 35+1, jetzt so gut wie gesund;
Anna (2006), ehem. Zwillingsfrühchen mit Atemnotsyndrom, Asthma bronchiale, häufige Infekte;
Neele (2010), gesund
- auf jeden Fall einen Aktivrollstuhl
- möglichst wenig Gewicht
- Faltrollstuhl oder Starrahmen? (evtl. beim Platz Auto relevant)
- Maße müssen genau passen
- Suche dir ein kompetenes Sanitätshaus, dass auch Kinder versorgt!
- Der Rollstuhl sollte mitwachsend sein
- Lass dir auf keinen Fall so einen "Oma-Rolli" mit hohen Seitenteilen usw. andrehen
- bei einem Kind rate ich zu einen Kippschutz (lässt sich bei Nichtgebrauch wegklappen)
- höhenverstellbare Griffe (gibt es nicht automatisch!)
noch ein Tipp: testet vorher mehrere Rollis!
Nicht einfach irgendeinen bestellen. _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
neben den von Jaqueline bereits aufgeführten Punkten halte ich noch einen Radsturz (durchaus bis 10 Grad) für sinnvoll. Damit wird der Rolli zwar etwas breiter, aber stabiler. Ich merke das gerade wieder beim Sport, wie wichtig der Sturz ist... _________________ Liebe Grüße Kerstin
* 1985 ICP einer beinbetonten Tetraspastik
Rollifahrerin und von Beruf Justizfachwirtin
Nebenher Studentin zur Tierheilpraktikerin
Fachübungsleiterin einer Rollisportgruppe
(SBA mit GdB 100 und MZ G, B, aG und H)
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