P.S meiner sagt mir du must einsteigen egal was er spielt, ich muss das und das machen er gibt mir das vor und so will er das haben!! wenn man das aber von ihm möchte und er sachen machen muss die nun mal gemacht werden müssen will er das auch nicht
Wenn die Welt chaotisch erscheint, kann man versuchen, in kleinen Teilen die Kontrolle zu behalten. Achte mal darauf, wann der Wunsch nach Kontrolle am größten und die Flexibilität am geringsten ist. Dann steht meistens eine (zu) unbekannte Situation bevor. Umgekehrt könnte auch eine stressreiche Zeit vorausgegangen sein.
Kontrolle ist immer auch mit einem Gefühl von Sicherheit verbunden. Wenn es Dir gelingt, das Gefühl von Sicherheit auf andere Weise zu vermitteln (z.B. durch einen vorhersehbaren Tagesablauf), dürfte auch der Wunsch nach Kontrolle nachlassen. _________________ Liebe Grüße
Markus
das kenne ich auch. Je vertrauter, desto lauter...
aber ist doch auch erklärbar, für mich jedenfalls, von uns fühlen sich die Kids angenommen und geliebt - deswegen "benehmen" sie sich hauptsächlich auch bei uns Eltern "daneben" (das gilt für alle Kinder)
LG Sonja _________________ Auf unbestimmte Zeit abwesend!
ich würde das schon auch abklären lassen und auch gegen Widerstand von KiGa und Kinderarzt. Wichtig ist, nicht zu irgendeinem Kinderpsychiater zu gehen (Man käme nicht von selber drauf: Nicht jeder Kinderpsychiater und schon gar nicht jedes Kinderzentrum erkennen Autismus!)
Aber es kann auch genausogut sein, dass Dein Sohn einfach ein etwas "schräges" Kind ist, ansonsten im normalen Bereich und nicht im autistischen Spektrum.
Als Autistenmama habe ich eine zeitlang überall Autisten gesehen, man kriegt einen Suchblick - einzelne autistentypische Eigenheiten haben viele Menschen ... MarkusB. hat hier irgendwo eine ganz tolle Definition mit zwei Hauptmerkmalen.
Im übrigen helfen Regeln für den Umgang mit autistischen Kindern auch sehr beim Umgang mit "normalen" Kindern
Liebe Grüße, Ingrid _________________ Ingrid. Sohn (frühkindl. Autismus), Tochter, beide Grundschulkinder
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann" (Picabia)
Diese Verhalten ist nicht nur typisch Asperger sondern auch typisch FKA - und auch in einem bestimmten Entwicklungsalter recht normal...
Wenn Du den Verdacht hast wegen Autismus, dann solltest Du es kontrollieren lassen - und zwar von einer guten Diagnostik-Stelle.
Auf die Beurteilung von "Halbwissenden" (damit meine ich KiÄ und andere "Experten") würde ich verzichten - denn es gibt über dieses Behinderungsbild einfach zu viele falsche Infos.
Wenn eines "autismustypisch" ist, dass man immer wieder auf Experten trifft, die Autismus ein- oder ausschließen - und man mit diesen unterschiedlichen Meinungen immer wieder aufs neue konfrontiert und verunsichert wird.
Ich kann nur den Tip geben, sich mit anderen Familien auszutauschen - dann sieht man irgendwann, wie weit das Spektrum ist - und was wirklich das Behinderungsbild ausmacht...
Lg
Kirsten _________________ Kirsten mit Timo (*2005), frühkindlicher Autismus
nachgereicht hier die Definition von MarkusB., die mir so gut gefällt (mit Verlaub, Markus):
"Nach meiner Auffassung beinhaltet eine Zugehörigkeit zum Autismusspektrum vor allem zwei Dinge:
1) Üblicherweise angeborene, soziale Verhaltensgrundlagen sind nicht vorhanden und müssen erst aktiv erlernt werden. Das äußert sich z.B. darin, dass manche Artgenossen Menschen der gleichen Kategorie wie Objekte zuordnen. Andere wiederum können zwar mit Menschen prinzipiell interagieren, tun dies aber nicht altersgerecht. Im Zusammenspiel mit Gleichaltrigen fallen die Unterschiede besonders auf.
2) Es bestehen sog. Wahrnehmungsstörungen, d.h. eine "normale" Umgebung wird ggf. als zu hell empfunden oder als zu laut, es riecht vielleicht merkwürdig oder es gibt nicht genug Reize für den Tastsinn. Als Wahrnehmungsstörung werden beide Extreme beschrieben, also sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Sinnesreizen. Beides führt zu entsprechendem Verhalten (Vermeidung bis hin zu Abwehrverhalten bzw. Übertreibung, das Suchen nach immer mehr von bestimmten Reizen)."
stammt aus dem Vorstellungsthread von Katrin vom Dezember 2011 mit ähnlicher Fragestellung bei kleinerem Kind, den ich leider nicht verlinken kann ...
@Kirsten:
Zitat:
Wenn eines "autismustypisch" ist, dass man immer wieder auf Experten trifft, die Autismus ein- oder ausschließen
das hast Du aber sowas von recht - wir wurden damals auch nachhaltig auf "verwächst sich" diagnostiziert - müßte direkt als Merkmal in die Definition rein
liebe Grüße, Ingrid _________________ Ingrid. Sohn (frühkindl. Autismus), Tochter, beide Grundschulkinder
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann" (Picabia)
nachgereicht hier die Definition von MarkusB., die mir so gut gefällt (mit Verlaub, Markus): ...
Verlaubnis erteilt.
Es gibt noch weitere medizinische Kriterien, z.B. eng begrenzte Interessen oder Stereotypien, aber das sind Sachen, die nur Außenstehenden als ungewöhnlich auffallen. Für mich sind sie normal und stören auch nicht - anders als z.B. Wahrnehmungsstörungen oder der fehlende Autopilot für soziale Situationen. _________________ Liebe Grüße
Markus
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