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Kennt jemand extremes Ausflippen?
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BeitragVerfasst am: 05.01.2012, 09:10    Titel: Kennt jemand extremes Ausflippen? Antworten mit Zitat

Hallo

heute morgen hatte ich mit meinem Sohn ein Erlebnis welches ich nicht nochmal brauch.
Wie fang ich denn jetzt am besten an......

Also J. hat ja schon öfters Anfälle bekommen wenn er Situationen nicht einschätzen kann oder vor irgendwas panische Angst hat (hatte ein KHunfall und seitdem ist es so schlimm)

So und heute morgen hatten wir eine Situation wo er auch total ausgeflippt ist, aber aus dem Nichts heraus und auch anders reagiert hat als sonst.

Ich hab ihn ganz normal auf die Wickelkommode gesetzt um ihn umzuziehen da er sich wieder total durchgeschnullert hatte.
Jedenfalls war er komplett ausgezogen und auf einmal fing er völlig grundlos an zu schreien. Er schlug um sich, zitterte am ganzen Körper und starrte wie durch einen hindurch. Das ganze dauerte ca. 5min, er hatte schon kaum noch Stimme vom schrillen Schreien und auf einmal sprang er auf und klammerte sich an mich fest und meinte nur "mama kuschel"
So hat er ca. 10min meinen Hals umklammert und ich hab dann erstmal eine Decke um ihn gelegt das er immernoch zitterte und auch noch nackig war. Immer wenn ich mich nur minimal bewegt hab hat er sich fester an mich geklammert.
Dann meinte er "anziehn" und ich hab ihn wieder auf die Wickelkommode gesetzt und es war als wenn nie irgendwas vorgefallen wäre Shocked

Meine zwei Großen waren richtig erschrocken über diese ganze Situation Sad und hatten Angst um ihn, ich mein klar ich war auch total überrumpelt davon Confused

kennt das jemand von euch? Ich hoffe das das eine einmalige Sache war, denn das hat mir schon ganz schön Angst gemacht.
Ich hab auch gleich seinen BZ gemessen (j. hat Diabetes Typ 1) ob er evtl. eine Hypo hat, aber der war im Normalbereich.

Ich muss sowieso mit ihm ins SPZ wegen Verdacht auf Autismus, da werd ich das gleich mit ansprechen....
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BeitragVerfasst am: 05.01.2012, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

die antwort interessiert mich auch mal?!weil rick das auch macht,der arzt meinte es kann mit der wahrnehmung zusammenhängen aber da reagiert anders!!!

lg
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BeitragVerfasst am: 05.01.2012, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vanessa

ich war heute echt überfordert. Ich mein das er sowas öfters hat (gerade bei Arztbesuchen) weiß ich ja und kann mich drauf vorbereiten, aber heute das war so aus dem Nichts heraus und auch anders als sonst....

Als der Khunfall war haben sie ja sofort ein NotMRT und EEG geschrieben und es war alles ok.

Jetzt ist er auch wieder wie immer. Im ersten Moment dacht ich es wäre ein Affektkrampf, aber das ging mir einfach zu lange und das komische war auch das er sich im Nachhinein so merkwürdig verhalten hat und man das Gefühl hatte das er selbst Angst hatte in dem Moment weil er sich so lange dann an mich geklammert hat.
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Susanne 61
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Beiträge: 480
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BeitragVerfasst am: 05.01.2012, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo JaSi05,
ich muß leider sagen, ich kenne solche Anfälle auch. Sie gehören wohl zu Dorotheas Autimus - denn abgesehen davon ist sie ja gesund. Stehe oft hilfols daneben und kann nur warten, bis sich der jeweilige Anfall wieder legt.
Im Moment jedoch beruhigt sie sich wieder mit klassischer Musik, dann komme ich ganz gut zurecht.
Liebe Grüße,
Susanne

_________________
Susanne mit Dorothea, 10 Jahre, frühkindlicher Autismus nach Schulterdystokie und drei gesunden Geschwistern 18, 21 und 22 Jahre
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BeitragVerfasst am: 06.01.2012, 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne

ich kam in dem Moment gar nicht an J. ran.

Gestern nachmittag hatten wir nochmal so eine Situation, nur das ich ihn da gerade auf dem Arm hatte und wir am Spielen waren als er plötzlich und aus heiterem Himmel wieder anfing zu schreien und zu zittern und er sich dabei unglücklicherweise in meinen Haaren festkrallte *autsch* Ich hatte auch keine Chance seine Hände aufzubekommen, so das ich solange ausgehalten hab bis er sich wieder beruhigt hatte. Er hat auch nicht daran gezogen, sondern sich total verkrampft festgehalten Confused

auch danach war er wieder total kuschelbedürftig und kurze Zeit danach wieder wie vorher.

Mein Mann meinte dann auch das ich das unbedingt im SPZ und beim Psychologen (wo wir demnächst Termin haben) erwähnen soll, denn sowas hat er auch noch nie erlebt.
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Marion Müller
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Beiträge: 702

BeitragVerfasst am: 06.01.2012, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also ich kannte es auch - das gerade die Situationen an- und umziehen sehr schwierig waren.

Ich habe damals für mich herausgefunden, dass es ein großes Problem ist, Wäsche anzuziehen, die frisch und ungetragen ist. Das Temperaturunteschiede sehr kompliziert sind, dass es überhaupt sehr schwer ist die Wahrnehmung eines Autisten richtig einzuschätzen, wie man es am besten macht, dass es so funktioniert - ohne diese "Ausraster".

Wir haben es so gemacht, die Heizlampe über der Wickelkommode war nicht mehr geeignet, da er zu groß war.
Dass wir unser kleines Badezimmer immer sehr warm hatten, dann habe ich Wechselkleidung und auch die Handtücher, Wickelunterlage alles was benutzt werden musste in der Nähe der Heizung gelagert, ich habe sogar einen gewissen Vorrat an Feuchttüchern warm gehalten.

Bei meinem Sohn war es einfach so, die Sachen durften nicht kalt oder rauh sein, alles musste warm und kuschelig sein, dann habe ich ihn einfach im Badezimmer auf dem Boden gewickelt und dabei alles ganz langsam gemeinsam mit ihm gemacht, dass er sich alleine ausszog und alleine seine nasse Wäsche in die Badewanne schmiss, ich ihn lauwarm mit einen Waschlappen reinigte, er sich abtrocknete, hin legte und gewickelt wurde und selber sich anzog, mit meiner Unterstützung.

Das ganze Prozedere konnte schon einmal 40 Min. das Bad blockieren.

Genauso war es auch nach dem Baden, wie lange es dauerte bis ich herausgefunden hatte, dass er danach nur eine Windel anhaben wollte und nackt in warme Badetücher und Deckel gewickelt werden wollte um in Ruhe zu trocknen und wenn die Haut nicht mehr schrumpelig war, durfte man ihn die frische Kleidung geben. Das war einfach so.

Es ist ja bei jedem anders, doch kann man einfach ausprobieren, wie man es ändern kann, was das Unangenehme ist und was man für Möglichkeiten hat.

LG Marion
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Vivien und Jette
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BeitragVerfasst am: 06.01.2012, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe diese Situation bei meiner Tochter auch schon zweimal erlebt. Beim ersten mal waren wir gerade auf der Intensivstation. Sie ist wie aus dem nicht aufgesprungen, hat geschrien und gezittert. Die HF war dann auch sehr hoch.
das zweite mal hier zu Hause. Genau so wie JaSi05 es beschreibt.
Anfälle????

Vivien

_________________
Jette *00, ARDS, Chronisch pulmonale Insuffizienz, , PEG, Tracheostoma, V. a. Stoffwechselerkr. , V. a. Autismus, Port,Infektanämie, Lungenfibrose, Lennox Gastaut Syndrom
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sabineG
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BeitragVerfasst am: 08.01.2012, 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das könnte genauso auf meine Tochter passen. Aus dem Nichts heraus schreit sie los,zittert und will dann auf meinen Arm. Dann klammert sie sich fest und vergräbt ihr Gesicht bei mir. Mir ist aber nicht ganz klar was der jeweilige Auslöser ist. Confused Manchmal wenn sowas passiert kommt auch hysterisches weinen dazu. Wenn sie dann auf meinem Arm ist, dauert es noch einige Minuten und sie ist wieder wie vorher.
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unsre Mäuse Alex (12.2010) und Sarah (1.2008) SI- vestibuläre,propriozeptive und taktile Wahrnehmungstörungen, V.a.Adhs,Asperger
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MarieWP
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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Könnten das eventuell Panikattacken sein?
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Marie (77), Heilpädagogin
Kind 1 (00), Migräne, V.a. ADHS
Kind 2 (05)
Kind 3 (07) ?
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BeitragVerfasst am: 17.01.2012, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marie

ich weiß es nicht. Bis jetzt waren die Panikattacken immer nur bei Arztbesuchen. Ich wüsste auch nicht warum er so aus heiterem Himmel eine Panikattacke bekommen sollte Confused

Wir hatten nun schon mehrfach solche Situationen, meist tagsüber, aber auch nachts, wo ich erst dachte es wäre ein Nachtschreck (da das meine zwei großen auch oft hatten) aber es ist anders. Er ist definitiv munter (da ich ihn messen muss und er dadurch immer aufwacht) und dann fängt es erst an. Auch das extreme Kuschelverhalten kenn ich von meinen zwei großen nicht wenn sie den Nachtschreck hatten.

Dazu kommt das er sich wieder vermehrt zurückzieht und auf nichts reagiert. Ich hab auch schon in einem anderen Thread geschrieben das er sich auch die Zunge zerbeisst.

Selbst der Kinderarzt war jetzt extra mal bei uns zu Hause um zu sehen wie er in seiner eigenen Umgebung auf Ärzte reagiert und auch da war er total abwesend und hat ihn nicht beachtet.
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