Verfasst am: 25.01.2006, 13:41 Titel: Bine mit Pflegesohn (beatmet, Epilepsie)
unser pflegesohn ist seit eineinhalb jahren bei uns . er ist ein beatmungskind und vier jahre alt . wir haben zeitweise auch noch krankenschwester bei uns im haus , da er zum schlafen an die beatmungsmaschine muss. leider hat er auch Epilepsie die sehr schwer einzustellen ist. aber toßdem lieben wir alle diesen kleine kerl.
unsere familie besteht noch von meinem mann der erzieher wird , das heißt er braucht nur noch seinen bericht abgeben dann hat er es geschafft.
ich bin krankenschwester und wir haben noch drei eigene kinder die 23,20 und 14 sind davon leben aber nur noch die zwei jüngsten bei uns.
wir hätten am liebsten das ganze haus voll von kindern aber man hat ja nicht tausend hände.
wir wollen aber uns noch für ein oder zwei kinder bewerben, da wir den kindern ein familienleben ermöglichen wollen und nicht in die einrichtung zu schicken, obwohl es manchmal sinnvoller ist.
so nun erst mal schluss
bine
Ich muß sagen, was ihr da macht finde ich echt super!Ich weiß gar nicht, was ich da sagen bzw. schreiben soll. Ich bin einfach wahnsinnig beeindruckt, dass ihr so ein besonderes Kind als Pflegekind aufgenommen habt!
Mußte ich loswerden!
Lieben Grüße und viel Spaß im Forum,
Verena! _________________ Verena (11/1981) mit Klaus (12/1980) und Zoe (*22.10.04-+26.10.05) spinale Muskelatrophie Typ 1, ab 9. Monat mit Beatmung und Sonde
Wahnsinn, ich finde echt Klasse, mir fehlen die Worte einfach toll!!!
Wo nimmst du nur diese Kraft her?
Oder ob es was anderes ist, wenn man sein eigenes Kind so krank ansieht, daß einem alles immer und immer wieder so schwer fällt?
Liebe Grüße _________________ Nicole & Kevin , Mitochondriale Myopathie, Komplex 1 Mangel, Epilepsie und Encephalopathie
Peripartale Asphyxie bei Geburt nicht auszuschließen laut zwei Ärzten
Bilder von uns zuhaus:http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_personal.php
LG Tanja _________________ Tanja Mutter von 7 Kindern, Benjamin (86 Asthma) Jonathan (87), Julia (88)
Manuel (93 Migräne) Joshua (98 ADS,Asthma) Dominic (2000 hat ADHS und eine schwere Hämophilie(Bluterkrankheit) Hämophilie ist eine Blutstillungsstörung)und unser jüngster Elias(2008 Rheuma)
Schön, daß Du mit Deinem besonderen Pflegekind hierhergefunden hast.
Ich denke, ich kenne Dich schon vom Lesen aus einem Pflegekinderforum. Du wirst Dich hier bestimmt sehr wohl fühlen - es gibt, zumindest für mich doch mehr Gemeinsamkeiten mit Familien, die auch besondere Kinder haben als mit Familien gesunder Pflegekinder. Ich fühle mich hier zumindest sehr aufgehoben.
Womit wir direkt beim Thema wären. denn kigsni fragte sich:
kingsni hat folgendes geschrieben:
Oder ob es was anderes ist, wenn man sein eigenes Kind so krank ansieht, daß einem alles immer und immer wieder so schwer fällt?
Ich hab ja nun auch eine behinderte (Pflege-)tochter. Sicher nicht so schwer betroffen wie Bines Kind oder vielleicht auch nur anders betroffen.
AAAABER: Ja, es gibt schon Unterschiede. Wir haben uns zu einem bestimmten Zeitpunkt entschlossen, ein behindertes Kind aufzunehmen. Für mich war das sicher auch ein Prozeß, irgendwannmal resultierend aus meiner eigenen ungewollten Kinderlosigkeit und es war auch ein weiter Weg. Aber ein Teil der Trauerarbeit war geleistet, bevor das Kind kam. Das ist bei Euch anders. Zumeist ist es ja doch ein Schicksalsschlag mit dem keiner gerechnet hat.
Aber jetzt wo ich mit ihr lebe, ist es doch auch wieder nicht so unterschiedlich. Ich freue mich über jeden ihre Fortschritte wie ein Schneekönig. Es gibt jedoch auch diese dunklen Momente. Jetzt z.B. akutell wieder. Einige Kinder ihrer Klasse sind auf Skifreizeit. Meine Süße hat nach wie vor motorische Probleme, ist zappelig und unaufmerksam. Natürlich ist Skifahren nicht wirklich was für sie - und trotzdem tut es weh, daß es für sie wieder einmal "nur" das heilpädagogische Reiten wird.
Sicher nur eine Kleinigkeit, aber eben auch ein Beispiel für die Sehnsucht nach etwas mehr "Normalität" für sie.
Trotzdem: Ich bin total dankbar dafür, mit diesem Kind leben zu dürfen. Es ist immer noch wie ein Wunder für mich.
Jetzt ist es leider ein halber Roman geworden, sorry
ein herzliches Willkommen hier im REHAkids - Forum zum regen Erfahrungs -und Gedankenaustausch.
Gruß,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
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