Ich habe diesen Clip eigentlich aus anderen Gründen zusammengeschnitten –
Aber wie es so ist: während der Arbeit sind ein paar Eigenschaften in den Vordergrund getreten, mit denen ich so deutlich gar nicht gerechnet hatte.
- Die sichtbaren Zusammenhängen zwischen Stimme, Bewegung, Informationsverarbeitung und dem gesamten Nervensystem / Körper
- Die Tatsache, dass alle Stadien der Sprachentwicklung fehlerhaft und sinnlos erscheinen können – dass aber jede dieser Stadien einen Baustein lebendiger Kommunikation darstellt
- Die Beziehung zwischen Bezugsperson und Kind ist nicht nur liebevoll, sondern „nur spielerisch“ unglaublich wirkungsvoll und präzise in der instinktiven Förderung der Kinder. Das zu sehen hat mich am meisten beeindruckt.
Vielleicht interessiert es den einen oder anderen Leser hier:
wenn Erwachsene das machen ist es genau dasselbe wie bei Kindern. Es ist lediglich ein Entwicklungsstand - nur dass wir es bei Kindern normal oder sogar niedlich finden (fröhlich brabbelndes, sabberndes Baby", bei Erwachsenen aber "behindert" (fröhlich brabbelnder, sabbernder Schlaganfallpatient). Da fällt das fröhlich dann leider oft weg.
Das war ein Grund, dieses Video zu machen - es kommt darauf an, Entwicklungsschritte zu sehen und zu unterstützen, nicht aufzugeben, weil das Schema nicht passt.
Sämtliche Reizweiterleitung - sowohl das Empfangen von Reizen als auch unsere muskuläre Reaktion - sind abhängig von elektrischen Impulsen.
Bei einem Baby, dessen "Reizleitungen" noch nicht gut isoliert sind, greift die Erregung deshalb leicht auf andere Gehirnbereiche über. Das passiert aber auch bei Erwachsenen - z.B. bei emotionaler Erregbarkeit im Rahmen einer Multiplen Sklreose oder Mangelernährung (da geht die "Isolation" zu Grunde), bei Halluzinationen im Bereich der Migräne oder psycheldelischen Drogen, oder durch "Sternesehen" bei Gehirnerschütterungen.
Zum Teil ist es sogar kulturell geprägt - Italiener gestikulieren selbstverständlich, etc., je erregter, desto mehr.
Wir alle befinden uns immer nur in einem Stadium - und was die normale Entwicklung unterstützt, hilft uns grundsätzlich allen: viel reden, in einem sicheren Rahmen, und, ganz wichtig: (gilt zumindest außerhalb von Therapiezeiten): sich auf die Teile der Kommunikation konzentrieren, die klappen.
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